Studium

Auf der Tonspur – Arnold Gaus

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Auf der Tonspur – Arnold Gaus

Arnold Gaus, oder auch Arni genannt, ist seit fünf Jahren Technischer Mitarbeiter an der Hochschule. Seit etwa 20 Jahren komponiert und produziert er Musik. Viele von euch hatten sicher schon Vorlesungen bei ihm, haben Tonequipment ausgeliehen oder in seinem Reich, dem Audiolabor, gearbeitet. Oder ihr habt ihn Live im Stud oder Kessel auflegen gesehen/gehört. Ich habe mich für ein Interview mit ihm getroffen und ihn über die Arbeit und private Projekte befragt.

Werdegang an der Hochschule

Seit Mai 2014 ist Arnold als HUWs Technischer Mitarbeiter an der Hochschule angestellt. Er war einer der Ersten, die den Studiengang MGP belegt haben. Bereits im 2./3. Semester fokussierte er sich auf Audio und verbrachte viel Zeit im Audiolabor. Die Stelle wurde ihm während des Studiums schon angeboten, nach Abgabe seiner Bachelorthesis „Crossover in der elektronischen Musik“ dann auch offiziell ausgeschrieben. Im Oktober 2014 hat er dann, neben der Arbeit an der Hochschule, den Masterstudiengang Medien und Kommunikation belegt und 2017 mit seiner Thesis „Sounddesign, Klang und Musik im Genre Film“ abgeschlossen.

Arbeit an der Hochschule

An der Hochschule macht Arni technische Einführungen für Filmdrehs, Radio und das Audiolabor. Er hilft bei vielen Studenten-Projekten an der Hochschule mit, macht Filmvertonungen, z.B. bei Simon Schneckenburgers Kurzspielfilm „Lea“, Tonaufnahmen bei Filmproduktionen, und vieles mehr. Da sich HUW momentan im Forschungssemester befindet, hält Arnold dessen Vorlesungen. Für Fragen ist er immer offen und hilft gerne. Wenn du bei einem deiner Projekte mal Schwierigkeiten im Audiobereich haben solltest, weißt du jetzt, an wen du dich wenden kannst.
Allerdings nur noch bis Juli 2020, dann läuft nämlich sein Vertrag an der Hochschule aus. Verlängern kann er leider nicht, da man als akademischer Mitarbeiter nur sechs Jahre arbeiten darf.

Zukunft

Wohin es ihn dann zieht, steht noch nicht fest. „Als ich mit dem Bachelor angefangen habe, wollte ich ursprünglich einen Doktor im Audiobereich machen“. Irgendwann hat er aber festgestellt, dass das Blödsinn ist. Da es ein sehr praxisorientierter Bereich ist, der sich durch technische Fortschritte ständig im Wandel befindet, „muss man immer am Ball bleiben“. Der weitere Akademische Weg würde seinen Fokus einige Jahre auf die Forschung richten und in dieser Zeit bekäme er nichts mehr von der Audiowelt mit.  Das wäre fatal für ihn, da er auch privat sehr viel im Audiobereich macht und aus dem Grund auch praxisorientiert bleiben möchte.
Seine Wunschtätigkeit wäre, in einem Tonstudio, „egal ob Film oder Musik, Hauptsache ich werde richtig gefördert.“ Alternativ könnte er sich vorstellen als Tontechniker im Theaterbereich zu arbeiten. Das hat er, vor dem Studium, schon eine Zeit lang an der Kammerbühne in Freiburg gemacht. Und irgendwann möchte er als Gastdozent aus der Praxis an einer Hochschule lehren.

Eigenen Projekte

Abgesehen von den Arbeiten an der Hochschule macht Arnold auch selber Musik. Seit etwa 20 Jahren komponiert und produziert er Musik. Sein Genre bezeichnet er als progressiv, psychedelisch, Trip-Hop, mit Industrial- und Filmmusikeinflüssen. Sein letztes Album war für ihn selbst ein Meilenstein, weil er das erste Mal mit externen Leuten ein Album produziert hat. Was er über die Entstehung des Albums erzählt, ist wirklich interessant. Er hat versucht, die Stücke aufleben zu lassen. Sie sollten quasi ihr Eigenleben entwickeln, nicht statisch bleiben, sich immer weiter entwickeln. Er hat die, von ihm fertiggestellten Stücke an die anderen Künstler geschickt und sie sollten sich so frei wie möglich, komplett ohne Vorgaben von Arnold, im Stück bewegen.
Seine Musik könnt ihr unter seinem Künstlernamen „Trevilord“ auf Spotify, Youtube, Soundcloud und anderen Kanälen finden. Ein Nachfolgealbum ist in Arbeit, zum 20. Jubiläum wird es aber leider nicht fertig. Denn: „Mein Problem ist, dass ich immer etwas Ausgefallenes möchte. Mir ist wichtig, dass das Musikstück Überraschungen bereithält.“ Das lässt sich natürlich nicht so schnell aus dem Ärmel schütteln.
Vor kurzer Zeit hat Arni zusätzlich wieder mit dem DJing angefangen. Er legt z.B. im Stud oder im Kessel in Offenburg auf. Seine eigene Musik spielt er hier aber nicht: „Meine Musik ist eher experimentell und weniger für den Club geeignet.“ Er legt Techno, Hard Techno, Elektro, Trance und Hard Trance auf.

Wie oben schon erwähnt, ist Arnold für Fragen offen und hilft gerne. In der Regel findet ihr ihn an der Hochschule im Audiolabor oder er treibt sich irgendwo mit den Kollegen Markus Moser und Sven Barleon rum.
Wer ihn auflegen hören möchte, sollte regelmäßig die Events von Stud und Kessel checken.

Hier ein Stück aus seinem letzten Album:

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