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Das Sekretariat von MI – das Genie hinter dem organisierten Chaos

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Das Sekretariat von MI – das Genie hinter dem organisierten Chaos

Wenn man die Studenten von Medien und Informationswesen fragt, wer eigentlich dafür sorgt, dass der Ablauf ihres Studiums so reibungslos verläuft, bekommt man zwei Reaktionen. Entweder grinsen sie wissend oder sie schütteln nur ahnungslos den Kopf. In meinem Artikel möchte ich euch den genialen Kopf vorstellen, der hinter diesem ganzen organisierten Chaos aus Noten, Zeugnissen und Abgaben steckt.

Die erste Begegnung mit der Hochschule

Als ich mich mit Frau Engelmann zum Interview treffe, begrüßt sie mich warmherzig und bietet mir erst mal einen Kaffee an. Sie ist wie die meisten Studenten und Dozenten leger gekleidet in Stoffhose und T-Shirt. Trägt wie meistens eine große Kette um den Hals und ein herzliches Lachen auf den Lippen. Als wir dann beide am Tisch sitzen, beginne ich das Interview mit meiner ersten Frage.

Frau Engelmann ist schon seit mehr als 20 Jahren an der Hochschule. Ihre erste Begegnung  mit der Hochschule im Jahre 1999 war gar nicht so freiwillig, wie man vielleicht denken würde. Es handelte sich nur um eine vom Arbeitsamt vermittelte ABM (Arbeitsbeschaffungsmaßnahme) als Stelle im Institut für Angewandte Forschung, bei dem der Institutsleiter Unterstützung brauchte, zudem auch noch zeitlich befristet. Trotz der vielleicht nicht idealen Startbedingungen blieb sie hier an der Hochschule und bewarb sich dann vor ungefähr 12 Jahren auf die Stelle im Mediensekretariat. Diesen Job übt sie auch heute noch mit großer Begeisterung aus.

Ein Genie beherrscht das Chaos

Auf die Frage, was denn genau ihr Job hier an der Hochschule sei, lacht sie herzlich auf. Ihr Aufgabenbereich liest sich ein bisschen wie der eines Kindermädchens für Studenten. Ihre Zuständigkeit beginnt im Prinzip, sobald unsere Bewerbung auf ihrem Schreibtisch ankommt. Ab da ist sie für alles zuständig, von Zwischenzeugnissen, Krankmeldungen und Noteneingaben hin bis zu Praxissemester, Zeugnissen, Arbeitsverträgen, automatische Anmeldungen bei zu wiederholenden Prüfungen, Bescheiden jeglicher Art und schlussendlich der Bachelorthesis. Mit der Zeugnisübergabe stellt sie auch die letzte Station vor der Arbeitswelt dar. Zusammengefasst könnte man sagen, dass sie sich organisatorisch um so ziemlich alles für die Studenten kümmert. Aus diesem Grund gibt es auch nur einen Ansprechpartner für dich. Neben ihrem Hauptaufgabenbereich Medien und Informationswesen ist Frau Engelmann auch noch für die Verwaltung der Postfächer, aller im D-Gebäude Beschäftigten, zuständig. Falls sie doch einmal krankheitsbedingt ausfällt, übernimmt Ihre Zimmerkollegin, Frau Prehn das Tagesgeschäft.

Wer schon einmal oben bei Ihr im Büro war, der weiß, dass an der Tür ein Schild mit Öffnungszeiten hängt. Wer sich jetzt denkt, dass auch nur zu dieser Zeit jemand anzutreffen ist, liegt aber daneben. Wie die meisten anderen arbeitenden Menschen auch, hat sie eine 40 Stundenwoche. Trotzdem reicht diese oftmals nicht aus, um alle anfallenden Aufgaben zu bearbeiten. Deshalb braucht sie auch die Sprechzeitenregelung, ohne die sie alle anfallenden Aufträge nicht in angemessener Zeit erledigen könnte. Auch mit dem Irrglauben, sie hätte genauso viel Ferien wie wir Studenten, möchte ich an dieser Stelle aufräumen. Sie hat die üblichen sechs Wochen Urlaub im Jahr, wie jeder andere Berufstätige auch.

Auf die Frage, ob sie etwas zu Ihrem Gehalt sagen möchte, antwortet sie wie folgt: „Wir werden nach der sogenannten Entgeldgruppe 6 bezahlt. Die Qualität der zu verrichteten Arbeit und auch die damit verbundenen Verantwortlichkeiten und damit zu treffenden Entscheidungen, rechtfertigen schon lange die Entgeldgruppe 8.“

Ein Job, der dich täglich zum lachen bringt

Ihren Job hier macht sie trotzdem gerne. Warum? Weil es ein sehr abwechslungsreicher Job ist, in dem sie es mit vielen unterschiedlichen Aufgaben und Menschen zu tun hat. Wir jungen Menschen halten sie auch jung, auch weil wir sie oft zum Lachen bringen.

Der Job gefällt ihr auch deshalb so gut, weil sie immer wieder nette Unterhaltungen mit goldigen, zauberhaften (O-Ton!) Studenten hat, die sie so auch privater ein wenig kennenlernt. Solche Momente erleichtern natürlich auch die Arbeit mit uns sehr.

Auch auf die Frage, welche Studenten ihr denn die Liebsten sind, kann sie nur lachen und fragt mich, was ich mir bei dieser Frage gedacht habe. Die Liebsten sind natürlich die freundlichen und friedlichen Studenten. Die Schlimmsten sind die, die lieber schon alles gestern gehabt hätten.

Wer Frau Engelmann kennt, weiß, dass sie sehr perfektionistisch arbeitet, gut organisiert ist und ihr deshalb auch so gut wie keine Fehler passieren. Wer einwandfreie Unterlagen möchte, sollte ihr die notwendige Bearbeitungszeit zugestehen. Ein Verhalten, das sie gar nicht leiden kann, ist Respektlosigkeit Ihr gegenüber.

Auf meine Abschlussfrage, wer denn schlimmer sei, Studenten oder Dozenten, schüttelt sie nur lachend den Kopf. Diese Antwort behält sie lieber für sich.