Prof. Dr. Zerres – Marketing-Kompetenz mit Witz

Portrait von Prof. Zerres
Prof. Dr. Christopher Zerres

Immer pünktlich, humorvoll und weiße Hemden tragend, so kennt man Professor Zerres. Doch was steckt noch hinter dem kumpelhaften Professor? Ich habe mich mit ihm zu einem aufschlussreichen Interview getroffen und einige interessante Dinge erfahren, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte.

Es ist Dienstagnachmittag. 15:30 Uhr. Im D-Gebäude herrscht reger Betrieb und draußen ist es drückend warm. Auf der Dozentenetage erkenne ich im Vorbeigehen, dass sich mein Interviewpartner noch in einer Konferenz befindet, also warte ich geduldig vor seinem Büro in Raum D302.

In seiner gewohnt geschäftigen Art begrüßt er mich und bittet mich herein. An einem kleinen runden Tisch nehmen wir Platz und starten das Interview.

Passion Reisen

In seinen Vorlesungen kann man als Zuhörer schon einiges über seine Person erfahren. Zum Beispiel, dass er sehr reiselustig und ein Whiskey-Liebhaber ist. Er schmunzelt. Auf den Aspekt Reisen gehe ich näher ein. Vorab interessiert mich die Frage, ob er bereits jeden Kontinent der Erde besucht hat, was er bejahte und mich sehr beeindruckte. Sein Lieblingsland ist Japan. Es sei ein äußerst kultiviertes Land, welches sehr sicher zum Reisen ist. Man könne dort große Gegensätze erleben, was er sowohl mit dem sehr modernen Tokio und dem überschaubaren, traditionellen Kyoto beispielhaft veranschaulicht.

Auch in seiner Studienzeit verbrachte er zwei Jahre im Ausland. Eines davon in Schweden, das andere in Großbritannien. Nachdem er bildungstechnisch seine Karriere mit dem Doktor krönte, begann er zu arbeiten. Währenddessen bewarb er sich bei mehreren Professuren und kam 2015 aus dem hohen Norden Deutschlands in die wunderschöne Rheinebene und doziert seither Marketing an der Fakultät Medien und Informationswesen der Hochschule Offenburg.

Das Leben als Professor

Neugierig erkundige ich mich nach seinem Lieblingsessen in der Mensa. „Ich esse tatsächlich gerne das Schnitzel, […], aber ich sollte eher einen Salat essen.“, meint er und ich erwidere, dass dazu doch ein Beilagensalat serviert wird. Er lacht.

Ich schätze auf jeden Fall die Freiheiten.

Ich frage ihn, was ihm an seinem Beruf gefalle. Er „schätze auf jeden Fall die Freiheiten, die Möglichkeit, sich für Fachrichtungen und Themen zu entscheiden, auf die man Lust hat.“ Außerdem mache ihm das Unterrichten viel Spaß, was jeder Studierende, der seine Vorlesungen besucht, bestätigen kann. „Aber auch das Forschen, also mal etwas zu veröffentlichen, was zu schreiben, sich mit so einem Thema mal ganz intensiv auseinander zu setzen“ fände er spannend. Erwähnenswert ist hierbei, dass Professor Zerres Autor einer großen Anzahl an Veröffentlichungen aus den Bereichen Marketing und Management ist, welche Bücher, Buchbeiträge, Herausgeberwerke, Paper und Konferenzbeiträge umfassen.

Ich finde Klausuren korrigieren ziemlich fürchterlich.

Es gibt nicht viel, was ihm an seiner Tätigkeit als Hochschuldozent nicht gefällt. Ein paar Kleinigkeiten gibt es da aber schon. Er sei kein Freund von Verwaltungsvorschriften und fände Klausuren korrigieren „ziemlich fürchterlich“. Das ist verständlich, nicht wahr?!

Professor Zerres privat

Neben dem Reisen hat er noch weitere Freizeitbeschäftigungen: Tennis, Segeln und Wakeboarden.

Einer von Professor Zerres‘ Lebensträumen ist es, nochmal ein halbes Jahr jeweils in New York City und in Tokio zu verbringen, denn „das ist immer etwas anderes, wenn man zu Besuch da ist oder mal tatsächlich dort gelebt hat“.

Über die eher schwierigere Frage, wie seine Freunde ihn charakterlich beschreiben würden, muss Professor Zerres erstmal nachdenken. Er glaube, sie würden ihn als relativ direkt, sehr ehrlich, recht offen und kommunikativ beschreiben. Von sich selbst denkt er, er rede eine ganze Menge und ist gerne unter Leuten.

„Worauf sind Sie besonders stolz?“, will ich wissen und nachvollziehbar sagt er: „Das ist sicherlich jetzt hier die Professur.“

Hells Bells von AC/DC. Das wäre das Lied, welches er wählen würde, was gespielt wird, sobald er einen Raum betreten würde. Das müsste man mal in die Tat umsetzen…

Mir ist wichtig, dass man ein paar gute Freunde hat.

Professor Zerres legt sehr viel Wert auf sein soziales Umfeld und ihm sind gute Freunde äußerst wichtig. An der Hochschule verstehe er sich sehr gut mit Prof. Drechsler, Prof. Zenner, Prof. Breyer-Mayländer und Prof. Sänger. Außerdem achte er in seinem Leben auf eine „gemütliche Work-Life-Balance“. Dazu gehört es für ihn, auch mal wegzufahren, um neue Sachen zu sehen. Für ihn spielt es eine große Rolle, dass er Freude an dem hat, was er macht. Wenn das nicht mehr der Fall sei, müsse man sich umorientieren.

Tiefgründiges

Ich mag Käfer nicht, die finde ich ziemlich eklig, aber das ist jetzt keine Angst.

Abschließend möchte ich herausfinden, ob es etwas gibt, wovor Professor Zerres Angst hat. Generell ist er eher furchtlos. Er beschreibt es als Respekt, den man zum Beispiel bekommt, wenn die Eltern älter werden und man merkt, dass manches vergänglich ist. Es sei nicht schlecht, wenn man darüber nachdenkt, dass nicht alles im Leben gegeben ist und man die Dinge schätzt.

Poster von Muhammad Ali
Muhammad Ali als Motivation

Das Interview neigt sich dem Ende zu und als ich mich in seinem Büro umsehe, fällt mir ein Poster der Boxlegende Muhammad Ali auf, welches an der Wand hängt. Ich erkundige mich nach dessen Bedeutung und Professor Zerres meint, dass Muhammad Ali eine sehr interessante Persönlichkeit für ihn sei. Er sehe ihn nicht als Vorbild, aber er ist beeindruckt von seinen Leistungen – er sehe es eher als eine Art Motivation für all seine zukünftigen Herausforderungen.

 

Vielen Dank an Professor Zerres für ein sehr interessantes Gespräch.

Auch über Linda Kunath-Ünver und Prof. Rüdebusch wurden gelungene Portraits verfasst. Schaut doch mal vorbei!

Geschrieben von Melanie Harter

Quellen:

marketing-zerres.com

Bilder: eigene Aufnahmen

Icons: icons8.de/icons

Tags from the story
,
Written By
More from Newsroom

Praxissemester – Australien

Seit ich denken kann, ist es mein Traum nach Australien zu reisen....
Read More