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Smart Home Lichtsysteme – ein Vergleich

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Smart Home Lichtsysteme – ein Vergleich

Keine Lust mehr ständig zum Lichtschalter zu laufen? Dann ist ein vernetztes Smart Home Lichtsystem die Lösung. Im folgenden Artikel erfahrt ihr welches die derzeit führenden Smart Home Systeme für Beleuchtung sind und welche Möglichkeiten euch diese jeweils bieten, wenn ihr „intelligent“ das Licht anmachen wollt.

Phillips Hue

Die meist erste Smart Home Komponente, mit der das Haus oder auch nur das Schlafzimmer bestückt wird, ist die Beleuchtung mit Funk-Lampen. Phillips Hue ist hier das System, was am komfortabelsten funktioniert und die größte Vielfalt an weißen und farbigen Leuchten mit wenig Energieverbrauch bietet. Phillips hat dabei Lampen für die haushaltsüblichen Sockel E17, E17 und GU10. Bevor ihr euch also eine Glühbirne kauft, stellt vorher sicher, dass sie dieselbe Fassung hat wie die Lampe, in die ihr sie einsetzen wollt.

Das Setup ist leicht zu installieren und macht normalerweise keine Probleme. Als Erstes die Birne in die Lampe der Wahl hineinschrauben. Dann die Hue-Bridge, welche die verschiedenen Lampen-Typen über Funk ansteuert, mit dem WLAN-Router per Ethernet-Kabel verbinden. Danach noch die kostenlose Hue-App auf dem Smartphone installieren und innerhalb dieser ein My-Hue-Konto abschließen. Das war´s schon. Jetzt könnt ihr über die App Farbszenen einstellen, die Farbe und Helligkeit der Lampen bestimmen und noch vieles mehr. Es ist auch möglich die Lampen über die App von unterwegs  zu steuern, vorausgesetzt es besteht eine mobile Datenverbindung. So könnt ihr zum Beispiel das Licht schon anschalten, bevor ihr nach Hause kommt und nicht erst nach dem Lichtschalter im Dunkeln suchen müsst.

Auch Amazon Alexa, der Google Assistent und Apple HomeKit verbinden sich reibungslos mit dem Hue-System, sodass ihr mit nichts als eurer Stimme die Lichttemperatur, Helligkeit und sogar zuvor benannte und gespeicherte Lichtstimmungen steuern und anpassen könnt. Ein weiterer Vorteil von Hue ist, dass Drittanbieter-Apps wie die All 4 Hue-App, mit der ihr einen größeren Funktionsumfang habt als mit der Hersteller eigene Hue-App, und kompatible Produkte wie die Kameras von Nest oder die Leuchten von Osram Lightfy, Innr, IKEA TRADFRI und Weiteren in die Szenerien eingebaut werden können. Phillips Hue ist nicht gerade billig, aber mit den zahlreichen Anbindungsmöglichkeiten für günstige und kompatible Drittanbieterangebote macht dies allemal wett. Der Preis für das Einsteigerpacket von Phillips liegt bei 72,78 Euro und enthält zwei dimmbare warmweiße Lampen inklusive Bridge.

Osram Lightify

Alternativ könnt ihr auch das billigere Osram-Lightify nehmen. Es ist zwar nicht mit Hue kompatibel, hat aber fast genauso viele weiße, farbige, dimmbare und sparsame Leuchten und Leuchtstreifen, passend für die haushaltsüblichen Sockel E14, E27 und GU10. Das Osram-System ist schnell eingerichtet und funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie Phillips-Hue. Auch Alexa und Google Assistant können daher ohne Probleme verbunden werden. Eine Besonderheit von Lightify sind die wetterfesten Outdoor-Lösungen wie die Stab-Leuchten für den Wegesrand und kleine Gartenspots.

Die Steuerung von unterwegs läuft problemlos über die kostenlose Lightify-App, über die ihr auf das Osram-Lightify-Gateway und somit von diesem aus per Funk auf eure Lampen zugreifen könnt. Drittanbieter-Leuchten können ebenfalls an die Lightify-Bridge angebunden werden, beispielsweise die sehr günstigen Glühbirnen von Innr, die es schon für 34,99 Euro zu kaufen gibt. Das Starterset von Osram bekommt ihr zurzeit für 68,95 Euro. Es beinhaltet eine dimmbare, warmweiße bis Tageslicht Lampe, bei der auch schon die RGB-Farben geändert werden können.

Luminea

Ist einem das alles zu teuer, könnt ihr auch als absolute Low-Budget-Lösung eine WLAN-Lampe von Luminea kaufen. Diese kommt ohne Bridge aus und kann von der App aus oder mit Alexa, bzw. dem Google Assistent gesteuert werden. Nachteile sind allerdings, dass die Lampen nicht kompatibel zur Hue- oder Lightify-Bridge sind aber auch, dass sie wegen der WLAN-Verbindung einen wesentlich höheren Energieverbrauch haben und sehr viel unzuverlässiger sind. Es kann schon vorkommen, dass die Verbindung abreißt und ihr euer Smartphone mühsam neu mit der Leuchte  koppeln müsst. Für den Preis von 14,90 Euro für eine dimmbare, farbverstellbare smarte Lampe müsst ihr das allerdings in Kauf nehmen.

Fazit

Abschließend lässt sich sagen, dass sich Phillips Hue und auch Osram im Gegensatz zu einfachen WLAN-Leuchten im Alltag am einfachsten und vor Allem am zuverlässigsten benutzen lassen. Das gilt für das sehr gut erklärte Einrichten aber auch für das schnelle Zuweisen von Räumen und Lampen. Das smarte System von Osram hat gegenüber dem Aufgebot von Phillips einen erheblichen Preisvorteil bei relativ ähnlichem Funktionsumfang. Allerdings ohne die vielen Vernetzungsmöglichkeiten wie bei Hue und mit einer schlechteren technischen Qualität, weshalb ihr euch nicht immer hundertprozentig auf das System verlassen könnt.

Der größte Pluspunkt den Phillips Hue neben der technischen Ausgereiftheit, der von Phillips gepushten konstanten Weiterentwicklung und der großen Produktpalette hat, ist die Vernetzbarkeit mit anderen Systemen. Also im Endeffekt das, was ein Smart-Home-System erst wirklich nützlich macht.

Überblick

Bildquellen

Adrian Mosquera Rodriguez