Studentenleben

Quarterlife Crisis? So wird sie zur Quarterlife Chance!

Die Siebträgermaschine gekauft, das ultraleichte Carbonrennrad geleast und der erste Marathon schon fest im Kalender eingeplant. Wir alle kennen diese Klischees zur Quarterlife Crisis. Doch was steckt eigentlich wirklich hinter dem Trendbegriff? Warum diese Phase in deinen Zwanzigern völlig normal ist und vielleicht sogar eine Chance sein kann, deinen ganz eigenen Weg zu finden, erkläre ich dir in diesem Beitrag.

Zwischen Freiheit und Überforderung

Die Quarterlife Crisis beschreibt eine Phase zwischen Anfang 20 und Mitte 30, in der du plötzlich anfängst, dein komplettes Leben zu hinterfragen: Karriere, Beziehungen, Zukunftspläne und generell die Frage, wie du eigentlich leben möchtest. Die Realität dieser Sorgen verdeutlicht eine Studie von smart insights. Laut der Studie, leiden 47 Prozent der Befragten im Alter zwischen 20 und 30 Jahren unter einer Quarterlife Crisis. Dabei handelt es sich nicht um eine kurzzeitige Phase, sondern sie dauert bei gut einem Drittel mehr als zwei Jahre.

Gerade für Student*innen gehören Orientierungslosigkeit, Zweifel und Zukunftsangst oft zum Alltag, sobald das Ende des Studiums immer näher in Sichtweite rückt. Dabei ist dieses Gefühlschaos kein Versagen, sondern vielmehr ein Phänomen unserer Zeit, eine Art emotionales Schlagloch auf dem Weg zum endgültigen Erwachsenwerden. 

Aber warum fühlt sich das Ganze so verdammt schwer an?

Unendliche Möglichkeiten

Einen Master machen oder direkt ins Berufsleben starten? In eine neue Stadt ziehen oder in der Heimat bleiben? Ein Auslandssemester machen oder gleich ganz in ein neues Land ziehen? Unsere Generation hat mehr Möglichkeiten als je zuvor. Doch genau hier kommt das Paradox of Choice ins Spiel: Je mehr Optionen du hast, desto schwieriger fällt es dir, Entscheidungen zu treffen und desto größer wird die Angst, etwas vielleicht noch Besseres zu verpassen. Diese FOMO (Fear of missing out) führt oft dazu, dass du lieber stehen bleibst, anstatt einen Schritt in eine vielleicht auch vermeintliche „falsche“ Richtung zu machen. Diese Blockade kenne ich selbst nur zu gut. Während meines Bachelors war für mich ganz klar, dass ich noch einen Master machen möchte. Doch je näher der Abschluss rückte, desto unsicherer wurde ich. Um mich herum fingen alle an zu arbeiten und ich sollte ernsthaft die Einzige sein, die sich noch mal für anderthalb Jahre in den Hörsaal setzt? Dieser innere Konflikt hat mich so gelähmt, dass ich die endgültige Entscheidung für den Master bis zum Tag des Semesterstarts vor mir hergeschoben habe.

Die Falle des sozialen Vergleichs

Während du noch darüber nachdenkst, ob dein Studium dich wirklich erfüllt, oder ein Umzug wirklich der richtige nächste Schritt ist, scrollst du auf Social Media durch die scheinbar perfekte Welt der anderen. Traumjob, Wohnung, Beziehung und den Masterplan für die nächsten fünf Jahre. Gerade in einer Phase, in der du ohnehin schon viel zweifelst, wird der Blick auf Social Media schnell zum absoluten Endgegner. Statt dich abzulenken, füttern Instagram, TikTok und Co. deine Unsicherheiten. Du siehst 20-Jährige, die über finanzielle Unabhängigkeit sprechen, makellose Feeds und den hundertsten „Ich freue mich, euch mitzuteilen…“-Erfolgspost auf LinkedIn. Dein Kopf vergisst dabei völlig, dass das meiste davon nur eine gut inszenierte Momentaufnahme ist und dass dahinter oft genauso viel Unsicherheit steckt. Dieser ständige Vergleich kann ganz schön am eigenen Selbstbewusstsein nagen.

Dass du mit diesem Gefühlschaos nicht alleine bist, beweist dir die Geschichte von Tobias:

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Der QLC-Quick-Check

  • Hast du das Gefühl, alle kommen im Leben schneller voran als du?
    X
  • Hinterfragst du plötzlich viele deiner Entscheidungen (Studium, Job, Beziehungen, Wohnort)?
    X
  • Hast du Angst, die falschen Entscheidungen zu treffen und damit etwas zu verpassen?
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  • Setzt du dich selbst stark unter Druck, jetzt schon den perfekten Lebensplan haben zu müssen?
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  • Weißt du manchmal nicht mehr genau, wer du eigentlich bist?
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  • Wünschst du dir manchmal einfach einen kompletten Neustart?
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  • Erfüllen dich Dinge, die du früher unbedingt wolltest, plötzlich nicht mehr?
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  • Hast du das Gefühl, ständig beobachtet oder bewertet zu werden und traust dich deshalb nicht, nochmal einen neuen Weg einzuschlagen?

Du fühlst dich bei mehreren dieser Punkte ertappt? Dann steckst du vielleicht gerade schon mitten in deiner Quarterlife Crisis. Auch wenn dieses Gefühl zunächst unangenehm ist und sich eher nach absolutem Chaos als nach persönlicher Weiterentwicklung anfühlt, ist es genau das: ein Zeichen für inneres Wachstum


Warum der Einbruch eigentlich dein Aufbruch ist

Doch warum sollten ausgerechnet Orientierungslosigkeit, Zweifel und das Gefühl, festzustecken, eine Chance sein? Ganz einfach: Zufriedenheit ist selten der Auslöser für echte Veränderung. Solange alles „ganz okay“ läuft, hinterfragen wir nichts. Erst, wenn wir anfangen zu zweifeln und sich die Dinge nicht mehr richtig anfühlen, kommen wir ins Handeln. 

Die Quarterlife Crisis ist im Grunde nichts anderes als ein lauter Weckruf deines Unterbewusstseins, der dir sagen möchte: „Hey, der Weg, den du gerade gehst, passt vielleicht nicht mehr zu dir.“ 

Wenn man diese Phase so betrachtet, ist die Krise weniger ein Problem, als vielmehr eine Chance, dich neu auszurichten und das auf gleich drei verschiedene Weisen

Lange bevor du angefangen hast, bewusst Entscheidungen zu treffen, haben andere sie für dich getroffen. Welche Werte zählen und wie ein „richtiges“ Leben aussehen sollte. Die Quarterlife Crisis ist der Moment, in dem du vielleicht sogar zum ersten Mal eine ehrliche Bestandsaufnahme deiner Identität machst: Wer bin ich eigentlich und was will ich wirklich? Die Krise muss für dich kein Identitätsverlust sein, sondern die Chance auf einen Identitäts-Reset.

Zweifel fühlen sich nie gut an, aber sie können dich dazu bringen, Dinge zu hinterfragen, die du bisher als gegeben hingenommen hast: Bestimmte Vorstellungen, wie deine Karriere aussehen soll, Leistungsdruck, den du dir selbst machst oder auch gesellschaftliche Erwartungen. Die Krise kann deine Chance sein, bewusst auszumisten und dich von Wegen zu lösen, die sich nicht mehr richtig anfühlen.

Eine der größten Herausforderungen aber gleichzeitig auch Chancen der Quarterlife Crisis, ist es, Unsicherheiten auszuhalten. Wenn du lernst, dass du nicht sofort alle Antworten haben musst aber trotzdem Schritt für Schritt weitergehen kannst, verändert das deinen Umgang mit Ängsten und Zweifeln grundlegend. Diese Fähigkeit, dir in unklaren Phasen selbst zu vertrauen, kann für zukünftige, schwierige Situationen eine richtige Superkraft sein. 


Krise, but make it managable: Meine Tipps

Akzeptanz statt Widerstand: Anstatt mich ständig dafür zu verurteilen, dass ich so viel zweifle, versuche ich mir bewusst zu machen, dass Unsicherheiten ein wichtiger Teil von persönlichem Wachstum sind. Es ist okay, mal planlos zu sein und nicht alles bis ins kleinste Detail durchgeplant zu haben. 

Action over Overthinking: Jede Situation zu überanalysieren, wird dich nicht weiterbringen. Wenn mir das endlose Gedankenkarussell mal wieder zu viel wird versuche ich, bewusst ins Tun zu kommen, weil ich gemerkt habe, dass ich Klarheit oft erst dann finde, wenn ich einfach mal mache.

Bye-bye Vergleichsdruck: Ich versuche aktiv, mich nicht mehr mit anderen und deren Leben zu vergleichen. Jeder Mensch hat andere Ziele und eine andere Geschwindigkeit, diese Ziele zu erreichen. Es gibt keine universelle Timeline fürs Leben. Was mir dabei am meisten geholfen hat? Social-Media-Detox. Mein Tipp: Für den Start einfach mal eine Woche im Monat, alle Social-Apps vom Handy löschen. 

Routinen durchbrechen: Routinen sind gut, können sich manchmal aber auch einengend anfühlen. Wenn du dieses Gefühl hast, kann es helfen, bewusst neue Hobbys auszuprobieren. Ich habe zum Beispiel angefangen Tennis zu spielen. Durch die neue Sportart bewege ich mich nicht nur mehr, sondern bin auch in einem komplett neuen Umfeld, das mir neue Impulse gibt.

Bist du eher der kreative Typ? Dann gefällt dir bestimmt der der Beitrag von Marlene zum Thema Häkeln.

Tausch dich aus: Das war mein wichtigstes Learning. Als ich angefangen habe, mit meinen Freund*innen und Kommiliton*innen offen über meine Zweifel zu sprechen, wurde mir sehr schnell klar: Es geht fast allen so! Jeder hat diese Phasen, in denen er absolut planlos ist, an den eigenen Entscheidungen zweifelt oder riesige Angst vor der Zukunft hat. Zu sehen, dass ich mit diesem Gefühlschaos nicht alleine bin, hat mich wahnsinnig erleichtert. Also, trau dich und tausche dich mit deinem Umfeld aus. 

Step-by-step: Wir müssen nicht sofort für alles die perfekte Lösung haben. Du musst nicht wissen, wo du in 5 Jahren stehst (ich weiß es auch nicht). Es reicht, wenn du dich auf den nächsten Schritt konzentrierst, der direkt vor dir liegt.

Perfekt für deinen nächsten Spaziergang gegen das Overthinking und für weitere Tipps zur Quarterlife Crisis: 

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Dein Takeaway

Die Quarterlife Crisis ist kein Zeichen dafür, dass du bisher falsche Entscheidungen getroffen hast, sondern ein Zeichen dafür, dass du dich weiterentwickelst! Es ist völlig okay, gerade noch mitten im Prozess zu stecken und bei der nächsten Familienfeier keine Antwort auf die Frage zu haben, wie es als Nächstes bei dir weiter geht. Manchmal musst du einfach aufhören zu grübeln und anfangen zu machen. Ich bin jedenfalls unglaublich froh, dass ich vor drei Monaten auf mein Bauchgefühl gehört und den Master gestartet habe, anstatt wie alle anderen in meinem Umfeld direkt ins Berufsleben einzusteigen. Such dir nicht den perfekten Plan für die nächsten zehn Jahre, sondern such dir einfach den nächsten kleinen Schritt für heute!

Wie meine Kommilitonin Suvi ihre ganz persönliche Quarterlife Crisis gemeistert und durch den DEC-Master an der Hochschule Offenburg eine neue Richtung für sich gefunden hat, erfährst du hier.


Wichtiger Hinweis

Wenn dich die Krise im Alltag sehr einnimmt und die Orientierungslosigkeit zu einer dauerhaften psychischen Belastung wird, musst du da nicht allein durch. Hier findest du professionelle Unterstützung und Anlaufstellen, die dir in dieser Phase zur Seite stehen können.


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Studium

Zwischen Hörsaal und Hauptbahnhof: Lohnt sich der DEC Master als Pendlerin?

Zugverspätungen am Morgen, spontane Planänderungen zwischen zwei Vorlesungen und trotzdem mitten im Masterleben: Genau das bedeutet für mich der Alltag im DEC Master in Offenburg. Vor dem Studienstart habe ich mich oft gefragt, ob ein Masterstudium als Pendlerin wirklich machbar ist – oder ob der ständige Wechsel zwischen Hörsaal und Bahn irgendwann zu viel wird. Heute weiß ich: Es ist herausfordernd, manchmal chaotisch, aber definitiv möglich. In diesem Beitrag nehme ich euch mit in meinen Studienalltag, teile ehrliche Erfahrungen aus dem Pendlerleben und erzähle, was ich rückblickend gerne schon vor dem Start gewusst hätte.


Wie ich mich für den DEC Master entschieden habe

Nach meinem Bachelor in Pforzheim habe ich mich für verschiedene Masterstudiengänge in ganz Deutschland beworben, unter anderem in Köln, Düsseldorf und Offenburg. Vor meiner Entscheidung habe ich mich außerdem mit einer Freundin ausgetauscht, die den DEC Master bereits absolviert hatte. Besonders die praxisnahen Inhalte, die flexible Studienstruktur und der Austausch im Studiengang haben mich überzeugt.

Dadurch konnte ich mir das Studium viel besser vorstellen und Offenburg wurde für mich immer interessanter. Als dann schließlich die Zusage kam, wusste ich relativ schnell, dass ich den Master dort machen möchte. Vor allem der Fokus auf E-Commerce und digitale Themen hat für mich perfekt gepasst, weil digitale Geschäftsmodelle und Onlinehandel heute einfach immer wichtiger werden.

Die eigentliche Frage war eher: Ziehe ich nach Offenburg oder bleibe ich in Pforzheim wohnen? Zu diesem Zeitpunkt war ich nämlich gerade erst mit Freunden in eine neue WG gezogen. Ein Umzug kam für mich deshalb ehrlich gesagt nicht wirklich infrage. Da ich aber wusste, dass die Vorlesungen meistens nur an zwei Tagen pro Woche stattfinden, war für mich schnell klar: Ich werde pendeln!


Was steckt hinter dem DEC Master?

DEC steht für „Dialogmarketing und E-Commerce“ und verbindet Themen rund um Marketing, Kundenansprache und digitalen Handel.
Im Bereich Dialogmarketing lernt man unter anderem, wie Unternehmen Kund:innen über verschiedene Kanäle hinweg ansprechen und langfristige Kundenbeziehungen aufbauen. Themen wie Multi-Channel-Marketing und Customer-Relationship-Management spielen dabei eine wichtige Rolle.
Der Bereich E-Commerce beschäftigt sich stärker mit digitalen Geschäftsmodellen, User Experience und den Prozessen hinter dem Onlinehandel. Dabei spielen auch Themen wie Logistik, Ethik und Nachhaltigkeit eine Rolle.


Was macht den DEC Master besonders?

Was mir direkt aufgefallen ist: Der Master ist deutlich praxisorientierter aufgebaut als mein Bachelorstudium. Viele Inhalte werden nicht nur theoretisch behandelt, sondern direkt in Gruppenarbeiten, Projekten oder Präsentationen angewendet. Dadurch arbeitet man automatisch viel mit anderen Studierenden zusammen, was den Austausch im Studienalltag deutlich stärker macht.

Gerade dieser Praxisbezug hat mir persönlich sehr gefallen, weil man viele Inhalte nicht nur „lernt“, sondern direkt anwendet. Außerdem merkt man schnell, dass viele Studierende ähnliche Interessen und berufliche Ziele haben, wodurch eine angenehme und motivierte Atmosphäre entsteht.


Der Vorlesungsalltag im Master

Einer der größten Unterschiede zu meinem Bachelor war für mich definitiv die Studienstruktur. Da die Vorlesungen meistens nur an zwei Tagen pro Woche stattfinden, ließ sich das Studium für mich deutlich flexibler planen – gerade auch als Pendlerin. Wie der Studienalltag im DEC Master tatsächlich aussieht, lässt sich oft nur schwer über Modulbeschreibungen erklären. Deshalb hier die wichtigsten Infos und Erfahrungen aus meinem Alltag im Studium auf einen Blick:

Natürlich bringen Gruppenarbeiten auch Herausforderungen mit sich. Gerade wenn viele neben dem Studium arbeiten oder andere Verpflichtungen haben, kann es manchmal schwierig sein, gemeinsame Termine zu finden. Trotzdem gehört genau diese Zusammenarbeit für mich auch zu den Dingen, die den Masteralltag realistischer machen.


Die Realität als Pendlerin

Nur zweimal pro Woche pendeln“ klingt erstmal relativ entspannt. Im Alltag sieht das Ganze manchmal aber etwas anders aus. Gerade die Deutsche Bahn hat meinen Studienalltag definitiv öfter beeinflusst, als mir lieb gewesen wäre. Verspätungen oder spontane Zugausfälle gehören leider manchmal dazu und vor allem morgens kann das schnell stressig werden, wenn man pünktlich zur Vorlesung kommen möchte. Es gab auch Tage, an denen ich spontan mit dem Auto fahren musste, weil die Bahn gar nicht gefahren ist oder die Verbindungen so unzuverlässig waren, dass ich sonst zu spät gekommen wäre.

Besonders am Anfang fand ich das teilweise anstrengender als gedacht. Man muss definitiv lernen, flexibler zu werden und Alternativen einzuplanen. Mit der Zeit habe ich aber gemerkt, dass man sich schnell gewisse Routinen aneignet und den Alltag dadurch deutlich besser organisieren kann. Trotzdem hatte das Pendeln für mich nicht nur Nachteile.

Für die Planung meiner Verbindungen nutze ich meistens die DB Navigator App der Deutschen Bahn, da man dort Verspätungen oder Ausfälle oft frühzeitig sieht.


Wie ich die Zeit im Zug nutze

Die Zugfahrten zwischen Pforzheim und Offenburg sind zwar oft ziemlich lang, aber mittlerweile nutze ich die Zeit bewusst für Uni, Organisation oder einfach mal zum Abschalten.


Was ich vor dem Studienstart gerne gewusst hätte

Rückblickend gibt es einige Dinge, die ich vor dem Start des Masters gerne schon gewusst hätte. Als Pendlerin machen kleine organisatorische Dinge im Alltag oft einen größeren Unterschied, als man am Anfang denkt.

Es gibt mehrere Standorte und Gebäude

Am Anfang war ich ehrlich gesagt etwas verwirrt wegen der verschiedenen Standorte. Im Alltag ist das aber deutlich entspannter, als es erstmal klingt. Meistens finden die Vorlesungen eines Tages am gleichen Standort statt, sodass man nicht ständig zwischen den Campussen wechseln muss. Der Campus in Offenburg besteht außerdem aus mehreren Gebäuden. Nach den ersten Wochen findet man sich dort aber eigentlich ziemlich schnell zurecht. Falls ihr euch vorab schon etwas orientieren möchtet, gibt es im Honey Newsroom auch einen Campus Guide zur Hochschule Offenburg.

Vom Bahnhof zum Campus

Die Anbindung zum Campus in Offenburg fand ich persönlich sehr entspannt, da man vom Bahnhof aus relativ schnell dort ist.

Nach Gengenbach dauert die Fahrt etwas länger und besonders zum Bildungscampus braucht man nochmal zusätzliche Zeit. Zum Kloster kann man vom Bahnhof aus gut laufen, während zum Bildungscampus ein Fahrrad oder Bus teilweise praktischer ist.

Wenn ein Bus mal ausfällt oder man wegen einer Verspätung knapp dran ist, können die Leihräder echt hilfreich sein. Sowohl am Bahnhof in Offenburg als auch in Gengenbach gibt es die Möglichkeit, Fahrräder auszuleihen. Damit ist man oft innerhalb weniger Minuten am jeweiligen Campus. Dafür benötigt man lediglich die passende App.

Parksituation

Die Parksituation am Bildungscampus in Gengenbach und am Campus in Offenburg fand ich insgesamt sehr entspannt, da man dort kostenlos parken kann. Am Kloster sieht das etwas anders aus: Dort kostet das Parken aktuell ca. 10 € pro Tag. Zwar gibt es beispielsweise in der Einachstraße oder am Otto-Ernst-Sutter-Weg vereinzelt kostenlose Parkmöglichkeiten, dort braucht man allerdings oft etwas Glück.
Das Parkticket kann man dort aber ganz unkompliziert über eine App buchen, wodurch man nicht jedes Mal extra zum Automaten laufen muss.

Würde ich nochmal pendeln?

Rückblickend würde ich mich definitiv wieder für den DEC Master entscheiden und wahrscheinlich auch wieder pendeln.

Natürlich gab es stressige Tage, spontane Zugausfälle oder Situationen, in denen ich mir gewünscht hätte, näher an der Hochschule zu wohnen. Trotzdem hatte das Pendeln für mich insgesamt deutlich mehr Vorteile als Nachteile. Gerade durch die flexible Studienstruktur, die wenigen Präsenztage pro Woche und den praxisnahen Aufbau ließ sich das Studium für mich sehr gut mit meinem Alltag kombinieren.

Würde ich allerdings für einen kompletten Bachelor pendeln? Wahrscheinlich eher nicht. Für einen Master mit überschaubarer Studiendauer und flexibler Struktur finde ich das Pendeln dagegen absolut machbar.

Falls ihr euch grundsätzlich fragt, welche Eigenschaften oder Skills im DEC Master hilfreich sind, kann ich euch außerdem den Beitrag „How to DEC: Auf diese Skills kommt es wirklich an!“ aus dem Honey Newsroom empfehlen.
Wenn ihr ansonsten noch Fragen zum Studienalltag, Pendeln oder generell zum DEC Master habt, könnt ihr mir auch gerne auf Instagram schreiben 🙂

Bildquellen
  • eigene Aufnahmen
  • KI-generierte Bilder mit ChatGPT

Studentenleben

Mehr als eine Oldtimer-Rallye: Warum sich Durchhalten am Ende auszahlt

Wenn man an eine Oldtimer-Rallye denkt, stehen meist zuerst die Fahrzeuge, die Strecke und die besondere Atmosphäre im Mittelpunkt. Doch während der Bosch Boxberg Klassik wurde für mich mehr daraus: ein Projekt voller Planung, Verantwortung und ein Moment, der mir gezeigt hat, warum sich Durchhalten manchmal erst am Ende wirklich begreifen lässt.

Bosch Boxberg Klassik

Die Bosch Boxberg Klassik ist eine Oldtimer-Rallye welche immer am letzten Juni Wochenende stattfindet. Hier stehen historische Fahrzeuge, abwechslungsreiche Strecken und die Begeisterung für Automobile Geschichte im Mittelpunkt. Dabei geht es darum, die Strecke mit Präzision, Aufmerksamkeit und Gefühl zu meistern. Für Zuschauerinnen und Zuschauer stehen oft die Fahrzeuge, der Klang der Motoren und die besondere Atmosphäre im Vordergrund. Für mich zeigt sich während meines Praxissemesters aber noch eine andere Seite.

Wie funktioniert eine Oldtimer-Rallye?

Bei einer Oldtimer-Rallye geht es nicht um Höchstgeschwindigkeit. Viel wichtiger sind Präzision, Orientierung und ein gutes Zusammenspiel zwischen Fahrer und Beifahrer. Gefahren wird ohne technische Hilfsmittel wie Navigationsgerät oder digitaler Karte. Stattdessen erhält jedes Team ein Roadbook, in dem die Strecke mit sogenannten „Chinesenzeichen“ dargestellt ist. Der Beifahrer liest diese Hinweise und navigiert den Fahrer Schritt für Schritt durch die Strecke. Unterwegs warten verschiedene Wertungsprüfungen, bei denen Geschicklichkeit, zeitliche Genauigkeit und Präzision gefragt sind. Dabei hilft es, das eigene Fahrzeug gut zu kennen und einschätzen zu können, wie es in unterschiedlichen Situationen reagiert. Für Abweichungen oder Fehler in den Wertungsprüfungen gibt es Strafpunkte. Am Ende gewinnt das Team, das über die gesamte Rallye hinweg die wenigsten Strafpunkte gesammelt hat.

Mein Blick hinter die Kulissen

Während meines Praxissemesters im Bachelor, habe ich die Möglichkeit bekommen selbst Teil des Organisationsteams zu sein. Dabei wurde mir bewusst: Eine Oldtimer-Rallye besteht nicht nur aus schönen Autos und einer tollen Strecke. Damit die Teilnehmenden zwei gelungene Tage erleben, geschieht im Hintergrund schon lange vorher sehr viel. 

Damit das Veranstaltungswochenende ein gelungenes Event ergibt, müssen vorher viele kleine und große Aufgaben erledigt werden. Von der Planung, über Abstimmungen im Team bis hin zu organisatorischen Details vor Ort. Hinter solch einer Veranstaltung steckt deutlich mehr Arbeit als man auf den ersten Blick vermutet. Genau das fand ich besonders spannend. Ich durfte sehen und miterleben, wie aus vielen einzelnen Aufgaben, Schritt für Schritt ein großes Ganzes entsteht.

Ich durfte an ganz unterschiedlichen Aufgaben mitarbeiten, wie beispielsweise das Programmheft mitgestalten, das Roadbook kontrollieren und Grafiken erstellen. Zudem unterstützte ich bei der Kommunikation mit den Teilnehmenden, bereitete E-Mails vor und half gegen Ende dann auch dabei Teilnehmertaschen und Materialien für das Veranstaltungswochenende zu packen. Gemeinsam mit meinen Arbeitskollegen war ich zudem an verschiedenen Locations unterwegs, um diese vorab anzuschauen, Abläufe zu planen und organisatorische Details vorzubereiten. Ebenso haben wir im Vorfeld die Strecke abgefahren, um das Roadbook auf Plausibilität zu prüfen.

Wenn aus Planung Wirklichkeit wird

Die Planung einer solchen Veranstaltung ist nicht immer einfach. Es gibt stressige Phasen, unerwartete Herausforderungen und Momente, in denen nicht alles so läuft wie man es sich vorgestellt hat. Man arbeitet an Aufgaben, ohne immer direkt zu sehen, wo diese hinführen. 

Auch während der Vorbereitung tauchten immer wieder Dinge auf, auf die man reagieren musste. So gab es zum Beispiel unerwartete Baustellen auf der Strecke, die nicht rechtzeitig verschwunden waren. An diesen Stellen musste erneut umgeplant und die Route angepasst werden. Auch bei manchen Plätzen für die Wertungsprüfungen brauchte es Geduld, weil die Genehmigungen der Gemeinden länger dauerten als erwartet. Genau solche Situationen haben mir gezeigt, dass Planung nicht bedeutet, dass alles von Anfang an perfekt feststeht. Planung bedeutet auch, flexibel zu bleiben und Lösungen zu finden, wenn sich etwas verändert.

Doch genau das macht den Moment, in dem die Veranstaltung beginnt, besonders. Wenn die Teilnehmenden vor Ort sind, die ersten Fahrzeuge durch das Starttor rollen und die Rallye zum Leben erwacht, wird sichtbar, wofür sich diese monatelange Arbeit gelohnt hat. Aus vielen einzelnen Planungsschritten wird plötzlich ein echtes Erlebnis.

Ein Moment der bleibt

Besonders ein Moment ist mir am letzten Rallyetag bis heute im Kopf geblieben. Mein Chef kam am Sonntag, dem letzten Veranstaltungstag auf mich zu. Für einen kurzen Moment standen wir einfach da und haben uns die Szenerie angeschaut. Die Oldtimer, die Teilnehmenden, das Team und all das was in den letzten Wochen und Monaten zuvor geplant und vorbereitet wurde vereint an einer Stelle.

Dann kam die Frage auf:

Und ehrlich gesagt, bis zu diesem Moment, hab ich mir darüber kaum Gedanken gemacht. Ich hatte Aufgaben erledigt, mitorganisiert und versucht Probleme zu lösen. Aber erst nach dieser Frage wurde mir wirklich bewusst, dass all diese einzelnen Aufgaben etwas bewirkt hatten. Diese Erkenntnis hat mir gezeigt, dass wir den Wert unserer Arbeit manchmal erst erkennen, wenn wir kurz innehalten und das Ergebnis im Ganzen betrachten.


Was hat das Ganze jetzt mit deinem Studium zu tun?

Vielleicht geht es dir im Studium manchmal ähnlich. Du arbeitest dich von Aufgabe zu Aufgabe, von Abgabe zu Abgabe oder Prüfung zu Prüfung. In stressigen Phasen siehst du oft nur noch den nächsten Termin und konzentrierst dich darauf, irgendwie weiter zu kommen. 

Durch mein Praxissemester habe ich gemerkt, dass Verantwortung nicht immer bedeutet, von Anfang an alles perfekt zu können. Oft beginnt Verantwortung mit kleinen Aufgaben wie Mails vorbereiten, Informationen kontrollieren, mitdenken, nachfragen oder eine Aufgabe zuverlässig zu Ende bringen. Im ersten Moment wirkt das vielleicht nicht groß. Doch genau dadurch wächst man Schritt für Schritt in ein Projekt hinein.

Diese Erfahrung hat auch meinen Blick auf das Studium verändert. Ich nehme Aufgaben heute weniger als einzelne To-Dos war, die einfach nur erledigt werden müssen. Stattdessen sehe ich stärker, dass jede Abgabe, jedes Projekt und jede schwierige Phase etwas mehr mit mir macht. Man lernt nicht nur fachlich dazu, sondern entwickelt auch mehr Sicherheit, Selbstständigkeit und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Es geht nicht nur darum, Prüfungen zu bestehen, sondern an Herausforderungen zu wachsen.

Manchmal lohnt es sich kurz stehen zu bleiben!

Oldtimer bringen noch einen weiteren Gedanken mit sich. Sie erinnern daran, dass nicht immer nur die Geschwindigkeit zählt. Bei einer Oldtimer-Rallye geht es nicht darum möglichst schnell ans Ziel zu kommen, sondern die Strecke bewusst zu erleben, aufmerksam zu bleiben und den Moment wahrzunehmen.

Genau darin liegt auch ein wichtiger Teil des Studiums! Natürlich möchtest du Prüfungen bestehen, Projekte abschließen und irgendwann deinen Abschluss in der Hand halten. Aber wenn du nur von einem Ziel zum nächsten hetzt, übersiehst du schnell was unterwegs passiert. Neue Erfahrungen, Menschen die dich begleiten, Fähigkeiten die du entwickelst und Momente, die dich prägen.

Es hat mir gezeigt, dass durchhalten wichtig ist, aber nicht alles im Leben nur aus Ankommen und Schnelligkeit besteht. Es lohnt sich zwischendurch kurz innezuhalten. Nicht um stehenzubleiben, sondern um dir bewusst zu machen, wie weit du schon gekommen bist und was du bisher alles erreicht hast. Sei stolz darauf! 

Wie bereits gesagt: manchmal hilft der Blick zurück, um zu erkennen was aus vielen einzelnen Schritten geworden ist. Der Rückblick zur Oldtimer-Rallye zeigt genau das: die Fahrzeuge, die Strecke, die Menschen und die Atmosphäre, die am Ende all die Vorbereitung sichtbar gemacht haben.

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Bildquellen
  • Titelbild: eigene Aufnahmen, bearbeitet mit Canva
  • Abbildung 1: erstellt mit Canva und Affinity Designer
  • Abbildung 2: Eigene Aufnahme
  • Abbildung 3: erstellt und bearbeitet mit Canva
  • Abbildung 4: Bosch Fotogruppe
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Studium

Mit K-Pop im Ohr und Koffer in der Hand: Valeria im Porträt

Vom stillen Fernstudium ins bunte Campusleben: Valeria hat den Neustart gewagt und bringt neben ihrer Kreativität auch eine faszinierende Mischung aus italienischem Temperament und südkoreanischer Popkultur an die Hochschule. Zwischen K-Pop-Songs, italienischem Essen und Reiseabenteuern verfolgt sie ihren Traum, im Marketing zu arbeiten, mit voller Leidenschaft. Ein Blick in Valerias Alltag zeigt, wie spannend kulturelle Vielfalt und persönliche Entwicklung sein können.

Wenn man Valeria kennenlernt, spürt man direkt ihre herzliche Offenheit, die sie aus ihrem familiären Umfeld mitbringt. Ihre Eltern stammen aus Italien, und für Valeria ist ihre Herkunft weit mehr als ein geografischer Ursprung: Es ist ein Gefühl von Verbundenheit, Tradition und Liebe zu gutem Essen. Ob selbstgemachte Lasagne oder Cannelloni mit Spinat – bei Valeria geht die Liebe eindeutig durch den Magen.

Doch Valerias Begeisterung für kulturelle Vielfalt endet nicht an den Grenzen Italiens. Sie liebt es, neue Länder und neue Kulturen zu erkunden. Diese Offenheit spiegelt sich auch in ihrem Privatleben wider: Ihr Freund stammt aus Lateinamerika und bringt so eine weitere Facette in ihren bunten Alltag. Neben der italienischen und lateinamerikanischen Kultur hat sie auch die südkoreanische Kultur für sich entdeckt und lieben gelernt.

Um Valeria noch besser kennenzulernen, habe ich ihr Entweder-Oder Fragen gestellt:

Sie liebt es, in der Stadt zu leben. Für sie ist alles jederzeit mit der Straßenbahn erreichbar. Trotzdem zieht es sie bei Reisen immer wieder ans Meer. Abends macht sie es sich gerne zu Hause mit einer Tasse Tee und Chips vor dem Fernseher gemütlich. Bei wichtigen Entscheidungen hört sie auf ihr Bauchgefühl und vertraut darauf, dass alles gut wird. Valeria ist weder ein Sommer- noch ein Wintermensch: Sie liebt den Frühling mit all seinen Farben.

Ein typischer Tag von Valeria

Während andere morgens noch die Schlummertaste drücken, startet Valeria früh in den Tag – und ist besonders vormittags am produktivsten. Sie ist ein absoluter Morgenmensch. Auch an freien Tagen versucht sie, früh aufzustehen, um ihren Rhythmus beizubehalten. Nach einem schnellen Frühstück setzt sie sich zum Lernen oder Arbeiten an ihren Schreibtisch. Gegen 12:30 Uhr macht sie ihre Mittagspause, oft zusammen mit ihrer Mutter. Die beiden schauen dann eine Serie und genießen die gemeinsame Zeit. Danach setzt sie sich erneut an die Arbeit. Gegen 18 Uhr kommt oft ihr Freund, und gemeinsam schauen sie „the Office“ oder „Ghibli-Filme“ und essen zu Abend. Ihren Tag beendet sie schließlich mit ihrer koreanischen Skincare-Routine.

Die koreanische Kultur spielt nicht nur in ihrem Abendprogramm eine bedeutende Rolle. Auch in ihrem Alltag fühlt sie sich dem Land und der Kultur sehr verbunden. Neben dem Essen und dem Lifestyle gefällt ihr insbesondere die Musik namens K-Pop.

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An der koranischen Kultur begeistert sie insbesondere das Zusammenspiel aus Tradition und Moderne. Südkorea schafft es an der Kultur festzuhalten und gleichzeitig neue Trends zu setzen. 



Mit Neugier im Gepäck

Ihr Traum ist es, eines Tages nach Südkorea zu reisen und die Kultur hautnah selbst mitzuerleben. Bis dahin lebt sie die Kultur mit ihren Routinen aus und holt sich ein kleines Stück Korea zu sich nach Hause.

Reisen zählt zu Valerias größten Hobbys. Das Interesse an neuen Ländern und Kulturen hat sie von ihrer Mutter, schmunzelt sie. Zu ihren liebsten bereits bereisten Ländern gehören Kroatien, Slowenien, Griechenland und Italien.

Wenn sie in neue Länder reist, faszinieren sie vor allem die Museen. Sie spricht sogar von einer „Museumsvorliebe“. In jedem neuen Land und jeder neuen Stadt muss sie die bekanntesten Museen besuchen. Vor ihren Reisen nimmt sie sich bewusst die Zeit für eine ausführliche Recherche. Insbesondere das Taschenmuseum in Slowenien ist ihr im Gedächtnis geblieben. Sie hat immer einen Plan, nur die Reihenfolge entscheidet sie spontan. Ihre Lieblingsbeschäftigung auf Reisen ist es, Bilder zu machen und etwas neues zu erleben. Ein einfacher Strandurlaub kommt dabei für sie nicht infrage. Für bisherige und noch anstehende Reisen verfolgt Valeria folgendes Motto:

Die besten Erinnerungen entstehen, wenn sie spontan sind.

Valeria Giglio

Ihre Traumhochzeit findet auch im Ausland statt. Genauer gesagt auf Sizilien. Insbesondere im Süden des Landes schwärmt sie von der Herzlichkeit und Offenheit der Menschen.

Vom Fernstudium auf den Campus

Ihrer Zukunft blickt sie offen entgegen. Sie wünscht sich, glücklich und gesund zu sein. Für ihre berufliche Zukunft war die Wahl des DEC-Masters (Dialogmarketing und E-Commerce) die richtige Entscheidung. Er vereint genau das, was sie sich für ihren späteren Beruf vorstellt. Sie lebt ihre Kreativität gerne aus, entwickelt neue Ideen und mag es auch, analytisch zu arbeiten. Welche genaue Richtung sie letztendlich einschlägt, weiß sie noch nicht genau. Durch ihr Praktikum beim GREENTECH Festival könnte sie sich sowohl Performance als auch Social Media Marketing vorstellen. Bis dahin konzentriert sie sich auf ihre Stärken mit viel Fantasie, Kreativität und Vorstellungskraft.

Valeria ist im März 2026 frisch in den DEC-Master gestartet. Zuvor hat sie an der Macromedia University im Fernstudium ihren Bachelor im Bereich „Medien- und Kommunikationsmanagement“ abgeschlossen. Der Sprung vom Fern- zum Präsenzstudium kam ganz bewusst. Valeria wollte mehr Austausch und Kontakt zu Mitstudierenden. Sie wollte das Studium nochmal abseits ihres Bildschirms erleben und stärker in die Praxis eintauchen. Dabei hat der DEC-Master genau das, zusammen mit ihrer gewünschten Vertiefung im Marketing vereint. Bereits in der kurzen Zeit sind ihr einige Unterschiede aufgefallen.

Durch das Präsenzstudium hat sie deutlich mehr und persönlicheren Kontakt zu ihren Kommiliton*innen und Dozent*innen. Gruppenarbeiten und Absprachen gestalten sich dadurch einfacher und unkomplizierter.

Das Studium an der Hochschule fühlt sich intensiver an, weil man stärker eingebunden ist. Gleichzeitig ist das Studium dadurch lebendiger und motivierender. Gerade durch den Austausch mit anderen erhält man andere Ideen und Inspirationen.

Während des Fernstudiums an der Macromedia konnte sie Vorlesungen flexibel anschauen und war an keinen festen Stundenplan gebunden. Dadurch war das Arbeiten neben dem Studium einfacher.

Ein Nachteil des Präsenzstudiums ist das Pendeln. Valeria wohnt in Freiburg und pendelt je nach Vorlesungsort nach Offenburg oder Gengenbach. Mit der Deutschen Bahn kann das sehr zeitintensiv werden. So nimmt der Campus-Alltag deutlich mehr Zeit in Anspruch.

Ihr bisheriges Fazit zum DEC-Master ist sehr positiv. Der Neustart an einer Präsenz-Hochschule hat sich jetzt schon gelohnt. Sie hat spannende Module und kann genau das Wissen vertiefen, welches in ihrem Bachelor zu kurz kam. Zudem mag sie die Gruppenarbeiten sowie den Austausch mit den anderen Studierenden. Sie ist sehr gespannt, was noch kommt.

Titelbild: Private Aufnahmen von Valeria Giglio und Bearbeitung via Canva von Svenja Fischer

Abbildung 1: Grafik erstellt via Canva von Svenja Fischer

Abbildung 2: Private Aufnahmen von Valeria Giglio und Bearbeitung via Canva von Svenja Fischer

Abbildung 3: Erstellt via Canva

Abbildung 4: Grafik erstellt via Canva von Svenja Fischer

Abbildung 5-12: Private Aufnahmen von Valeria Giglio

Abbildung 13: Grafik erstellt via Canva von Svenja Fischer

Abbildung 14: Grafik erstellt via Canva von Svenja Fischer

Icons erstellt via Canva von Svenja Fischer

Studentenleben

Vom Dauerstress zur Struktur: Mein System für Studium, Job und Freizeit

Mit diesem Gefühl bin ich nicht allein. Viele Studierende fühlen sich durch die Kombination aus Studium, Arbeit und Privatleben dauerhaft gestresst und überfordert. Wenn auch du dich gerade in dieser Situation wiederfindest, dann ist dieser Blogbeitrag genau das Richtige für dich. Ich möchte dir zeigen, welche Strategien mir geholfen haben, wieder mehr Balance in meinen Alltag zu bringen.


Aber was bedeutet eigentlich eine gesunde Work-Life-Balance?

Für mich bedeutet sie, Studium, Arbeit und Freizeit so in Einklang zu bringen, dass man langfristig leistungsfähig bleiben kann, ohne dauerhaft unter Stress zu stehen. Dabei geht es nicht darum, jeden Bereich perfekt aufzuteilen oder immer alles im Griff zu haben. Viel wichtiger ist es, den eigenen Alltag bewusst so zu gestalten, dass neben Verpflichtungen auch genügend Raum für Erholung, soziale Kontakte und persönliche Interessen bleibt.

Eine gesunde Work-Life-Balance bedeutet also nicht, jeden Tag maximal produktiv zu sein. Sie bedeutet vielmehr, auf die eigenen Bedürfnisse zu achten und langfristig ein Gleichgewicht zu schaffen, das sowohl der mentalen Gesundheit als auch der eigenen Leistungsfähigkeit guttut.


Warum Balance mehr ist als nur Freizeit

Warum ist eine gesunde Work-Life-Balance eigentlich so wichtig? Diese Frage lässt sich ganz einfach beantworten: Deine körperliche und mentale Gesundheit sollte immer Priorität haben. Denn eine schlechte Work-Life-Balance kann auf Dauer krank machen. Dass viele junge Erwachsene und Studierende damit zu kämpfen haben, zeigen beispielsweise Zahlen der Techniker Krankenkasse. Laut dem TK-Gesundheitsreport 2023 fühlen sich 68 % der Studierenden durch Stress erschöpft. Außerdem leiden 43 % unter Schlafproblemen und mehr als die Hälfte berichtet von Konzentrationsschwierigkeiten. Auch eine weitere Studie mit Befragungen aus den Jahren 2017 bis 2021 zeigt deutlich, dass eine fehlende Work-Life-Balance besonders bei jungen Erwachsenen die mentale Gesundheit stark belasten und sogar zu depressiven Symptomen führen kann.

Bist du hingegen ausgeglichen, wirkt sich das positiv auf deine Motivation und Produktivität aus. Aufgaben fallen leichter, machen mehr Spaß und du schaffst oft mehr, ohne dich dauerhaft gestresst zu fühlen.


Der erste Schritt zur Besserung: Reflexion

Bevor man etwas verändern kann, muss man sich erst einmal bewusst machen, was genau einen eigentlich belastet. Oft hat man nur das Gefühl, dauerhaft gestresst oder unzufrieden zu sein, ohne genau benennen zu können, woran es wirklich liegt. Deshalb war Reflexion für mich einer der wichtigsten Schritte.

Ich habe mich gefragt: Was fehlt mir aktuell eigentlich? Und was möchte ich langfristig verändern? Bei mir war schnell klar, dass durch Uni und Arbeit vor allem meine sportlichen Aktivitäten zu kurz gekommen sind. Dadurch habe ich mich immer unausgeglichener gefühlt. Gleichzeitig hat auch meine Ernährung unter meinem stressigen Alltag gelitten, weil ich oft nur irgendwo etwas gegessen habe.

Dabei haben genau diese beiden Dinge für mich eigentlich eine sehr hohe Priorität, weil sie mein Wohlbefinden stark beeinflussen. Mein größter Pain Point war also nicht die viele Arbeit an sich, sondern dass ich die Dinge, die mir guttun, nicht mehr richtig in meinen Alltag integrieren konnte.


Wie ich den Stress von morgen schon am Abend kille!

Die To-do-Liste für den nächsten Tag schreiben: Ich plane meinen nächsten Tag immer schon am Abend davor. Dabei sortiere ich meine Aufgaben nach Priorität und Deadlines. Dinge, die dringend abgegeben werden müssen oder besonders wichtig für Uni oder Arbeit sind, erledige ich zuerst. Falls die Zeit nicht für alles reicht, verschiebe ich bewusst einzelne Punkte auf den nächsten Tag, anstatt mich unnötig zu stressen. Diese Tools helfen dir: Notion und Todoist.

Den Tag im Kalender oder Planer organisieren: Ein kurzer Blick in den Kalender hilft enorm, um den Überblick zu behalten. So weiß ich genau, was am nächsten Tag ansteht und kann meinen Tag realistischer planen. Dieses Tool rettet dich: Google Kalender.

Tasche für den nächsten Tag vorbereiten: Damit morgens kein Stress entsteht, packe ich meine Tasche schon am Abend. Wenn ich nach der Uni oder Arbeit direkt zum Sport möchte, nehme ich meine Gymbag direkt mit.

Mealprep vorbereiten: Auch mein Essen bereite ich meistens schon am Abend vor – vor allem Frühstück und Essen für die Uni oder Arbeit. Das spart Zeit, Geld und verhindert, dass man unterwegs nur schnell irgendetwas Ungesundes isst. Funfact: Gefühlt bestehen 90 % meiner Mahlzeiten aus Rezepten der beiden Influencerinnen Laetitia und Ruqquyyac. Besonders wenn du nach einfachen und proteinreichen Rezepten suchst, wirst du dort definitiv fündig.

Rechtzeitig schlafen gehen: Genug Schlaf macht einen riesigen Unterschied. Schlafmangel zieht sich oft durch den ganzen nächsten Tag und sorgt dafür, dass man unkonzentriert und schneller gestresst ist. Mir ist es durch Schlafmangel sogar schon passiert, dass ich morgens fast eine Stunde panisch meinen Geldbeutel gesucht habe – nur um irgendwann zu merken, dass ich ihn die ganze Zeit in der Hand hatte.

A Day in My Life!

Eine feste Morgenroutine entwickeln: Eine Morgenroutine hilft mir enorm, entspannt in den Tag zu starten. Wenn man weiß, wie lange man morgens braucht, gerät man automatisch weniger in Stress. Ich weiß zum Beispiel genau: Wenn ich nicht spätestens um 6:30 Uhr im Bad stehe, wird der Morgen stressig. Also plane ich morgens bewusst etwas mehr Zeit ein, damit auch noch Raum für kleine Selfcare-Momente bleibt.

Sich bewusst Zeit für sich selbst nehmen: Wenn ich mich wohlfühle – zum Beispiel mit einem Outfit, in dem ich mich selbstbewusst fühle – startet auch mein Tag direkt besser. Außerdem vergesse ich durch meine Routine seltener Dinge wie Frühstücken.

Bewegung in den Alltag integrieren: Ich versuche, nicht den ganzen Tag nur zu sitzen. Statt mit dem Auto zu fahren, laufe ich zum Beispiel lieber zum Bahnhof und sammle dadurch ganz nebenbei meine Schritte im Alltag.

Kein Multitasking: In der Uni oder auf der Arbeit versuche ich bewusst, kein Multitasking zu machen. Früher war ich oft in Versuchung, während einer Vorlesung noch schnell etwas für die Arbeit zu erledigen. Am Ende habe ich dadurch aber weder richtig gearbeitet noch wirklich in der Vorlesung aufgepasst und den Inhalt komplett verpasst. Heute konzentriere ich mich bewusst auf eine Aufgabe nach der anderen. Dadurch arbeite ich oft produktiver und deutlich entspannter.

Nach Uni oder Arbeit bewusst abschalten: Sobald mein Arbeitstag vorbei ist, versuche ich auch mental abzuschalten. Dauerhaft an die nächste Prüfung oder offene Aufgaben zu denken, sorgt nur für zusätzlichen Stress und macht es schwer, wirklich zur Ruhe zu kommen.

Nach der Uni oder Arbeit aktiv bleiben: Direkt nach der Uni oder Arbeit auf die Couch zu gehen, macht mich meistens sofort müde. Deshalb versuche ich, direkt zum Sport oder nach draußen zu gehen, bevor ich in dieses „Ich-bleibe-jetzt-liegen“-Gefühl komme.


Tipps für dein Kalender

Plane Dinge, die dir guttun, wie Sport, Me-Time oder andere Hobbys, bewusst wie feste Termine in deinen Kalender ein. Dadurch werden sie automatisch Teil deines Alltags und geraten nicht ständig in den Hintergrund. Falls Deadlines oder Aufgaben wegen Uni oder Arbeit für dich unrealistisch werden, kommuniziere das offen. Oft haben andere mehr Verständnis, als man denkt, und gemeinsam findet sich meistens eine Lösung.

Außerdem ist es wichtig zu lernen, auch mal Nein zu sagen. Gerade bei sozialen Aktivitäten fällt das oft schwer. Trotzdem solltest du deine eigenen Prioritäten kennen und einen gesunden Mittelweg finden. Ich plane zum Beispiel bewusst Me-Time in meinen Kalender ein, weil ich weiß, dass ich diese Zeit brauche, um mich zu erholen und neue Energie zu tanken.


Eine gesunde Work-Life-Balance entsteht nicht von heute auf morgen. Oft sind es schon kleine Veränderungen und bewusste Routinen, die langfristig einen großen Unterschied machen können. Wichtig ist vor allem, auf die eigenen Bedürfnisse zu hören und sich bewusst Zeit für Dinge zu nehmen, die einem guttun.

Natürlich gibt es auch bei mir immer wieder Phasen, in denen nicht alles perfekt läuft und ich in alte Muster zurückfalle. Gerade in stressigen Zeiten klappt es nicht immer, jede Routine konsequent einzuhalten – und das gehört auch irgendwie dazu. Wichtig ist vor allem, immer wieder zurück zu einer gesunden Balance zu finden.

Denn am Ende bringt es nichts, dauerhaft nur zu funktionieren und dabei sich selbst zu vernachlässigen. Studium, Arbeit und Freizeit müssen nicht perfekt aufgeteilt sein, aber sie sollten so im Gleichgewicht stehen, dass du dich langfristig wohlfühlst, gesund bleibst und deinen Alltag auch wieder genießen kannst!

Melde dich gerne bei weiteren Fragen zum Thema Work-Life-Balance im DEC Master:


Studie: TK-Gesundheitsreport 2023: https://www.tk.de/presse/themen/praevention/gesundheitsstudien/tk-gesundheitsreport-2023-2149758?tkcm=ab

Studie: Der Zusammenhang zwischen Work-Life-Konflikten und mentaler Gesundheit: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39793020/

Studie: Wie häufig fühlst du dich in deinem Privatleben oder im Studium gestresst?: Student stress Germany 2015 and 2023| Statista

Lektüre: Work-Life-Balance: Definitionen, Ursachen und Auswirkungen: https://link.springer.com/rwe/10.1007/978-3-030-05031-3_20-1

Lektüre: Workation, Work-Life-Balance, Workaholic – Wie die Gen Z und Unternehmen ein Match werden: https://doi.org/10.1007/978-3-658-46737-1

Ratgeberartikel: Work-Life-Balance: https://mlp-financify.de/lebenssituationen/freizeit/work-life-balance

Ratgeberartikel: Work-Life-Balance – 7 Tipps für mehr Wohlbefinden: https://www.amadeus-fire.de/blog/work-life-balance-7-tipps-fuer-mehr-wohlbefinden

  • Titelbild: Private Aufnahmen, eigene Darstellung mit Canva
  • Bild 1: Aber was bedeutet eigentlich eine gesunde Work-Life-Balance?, eigene Darstellung mit Canva
  • Bild 2: Der erste Schritt zur Besserung: Reflexion, eigene Darstellung mit Canva
  • Bild 3: Meine Routine für mehr Balance im Alltag, private Aufnahmen, eigene Darstellung mit Canva
  • Bild 4-14: Erstellt mit Chatgbt
  • Bild 15: Fazit, eigene Darstellung mit Canva, Mithilfe von Chatgbt

Studium

Research Rabbit: Bring deine Literaturrecherche mit diesem KI-Tool auf das nächste Level!

Was haben das KI-Tool „Research Rabbit“ und Lewis Carrolls Erzählung „Alice in Wonderland“ gemeinsam? Alice folgt im Traum einem weißen Kaninchen und fällt durch dessen Bau in ein unterirdisches Wunderland. Inspiriert durch das Märchen, entschieden sich die drei aus Seattle stammenden Entwickler für den Namen „Research Rabbit“. Genauso wie man in die Tiefen der Literaturrecherche gelangen kann, navigiert man auf der Benutzerplattform immer weiter durch sein eigenes „Rabbit Hole“. Willst du auch ein Research Rabbit sein?

Was kann Research Rabbit?

Research-Rabbit ist ein vollständig kostenloses KI-Tool für Literaturrecherche, welches seit dem Jahr 2021 den Nutzern zur Verfügung steht. Lediglich die Erstellung eines eigenen Accounts ist notwendig.

Zentrale Nutzenaspekte

Im Vergleich zu anderen Literaturrecherche-Plattformen verlierst du dich nicht zwischen mehreren Datenbanken und unzähligen Tabs, sondern kannst einfach die Suchfunktion der Research Rabbit-Plattform nutzen und eine oder mehrere „Collections“ deiner relevanten Literaturergebnisse erstellen.

Das Tool eignet sich hervorragend für Team- oder Forschungsprojekte. Eine „Collection“ aus mehreren Papers kann ganz einfach geteilt und gemeinsam im Team bearbeitet werden. Abgesehen von der Entdeckung von Papers eignet sich das Tool zudem besonders zur Entdeckung von relevanten Personen in dem jeweiligen Recherchegebiet. Damit ist es für Studierende möglich, besonders relevante Personen für die Studienarbeit, schnell zu entdecken. Forschende können Research Rabbit nutzen, um andere Forschungsnetzwerke weltweit für das eigene Gebiet vereinfacht zu ergründen. Damit ist es nicht nur für Studierende gedacht, sondern auch für alle, die Forschungsarbeit betreiben.

Die zentralen Nutzenaspekte

Research Rabbit als „Spotify für Papers“

Die Entwickler bezeichnen Research Rabbit auch als „Spotify für Papers“. Der Empfehlungsmechanismus von Research Rabbit funktioniert ähnlich wie die Empfehlung neuer Songs auf Spotify. Hierbei unterscheidet man zwischen der durch Algorithmen vorgenommenen Personalisierung (implizit), und deiner aktiv selbst gesteuerten Personalisierung (explizit).

Genauso wie du auf Spotify Playlists nach deinen Vorlieben erstellen kannst, erstellst du auf Research Rabbit deine eigenen „Collections“ aus Papers. Dies bezeichnet man auch als explizite Personalisierung. Basierend auf diesen Inhalten empfiehlt dir das KI-Tool entsprechende wissenschaftliche Publikationen, die für dich relevant sein könnten.

Die implizite Personalisierung basiert auf deinem bisherigen Nutzerverhalten. Anhand vorangegangener Interaktionen stellt der Algorithmus fest, welche Inhalte du bevorzugst. Auf Spotify sind das unter anderem Künstlerinnen und Künstler, deren Songs du häufig angehört hast, wobei auf Research Rabbit beispielsweise gestellte Suchanfragen, oder Papers ähnlicher Inhalte, die du gelesen hast.

Basierend auf diesem nutzerspezifischen Verhalten empfiehlt dir das KI-Tool entsprechende Inhalte für dein Recherche-Gebiet.

Suche auf Research Rabbit nach jeglichen Publikationen

Ohne unzählige Datenbanken und Tabs zu öffnen, kannst du alleine die Suchfunktion von Research Rabbit nutzen und direkt entsprechende Papers einer „Collection“ hinzufügen.

Die Literaturrecherche in Research Rabbit: Hinzufügen einer Publikation

Ein Blick auf die Benutzeroberfläche

Einige Publikationen können auf der Plattform direkt als PDF heruntergeladen werden. Ansonsten klickst du auf den Titel und gelangst damit auf eine andere Website, auf welcher du dich meistens mit der Hochschul-Mailadresse einloggen kannst und somit Zugriff bekommst. Die Mehrheit der Papers ist lediglich durch entsprechende Hochschul-Berechtigung zugänglich.

Zu jedem Paper kann auch der „Abstract“ eingeblendet werden, sodass man schnell einen Überblick bekommt, um was es in den verschiedenen Papers in der „Collection“ geht. In einer Übersicht verkürzt sich damit auch der Entscheidungsprozess, welche Publikationen du tatsächlich in deine eigene Arbeit aufnehmen möchtest.

Die Benutzeroberfläche von Research Rabbit

Sobald mindestens ein Paper in einer „Collection“ hinzugefügt ist, beginnt der Algorithmus von Research Rabbit mit der Generierung von Empfehlungen. Diese Empfehlungen können auf zwei Arten erkundet werden: Einerseits über die Kategorie „Explore Papers“ und des Weiteren über die Kategorie „Explore People“.

  • Explore Papers: Hier kann eine Recherche-Auswahl für ähnliche Arbeiten („Similar Work“), Referenzen („All References“), oder Zitationen („All Citations“), getroffen werden. Für das Generieren entsprechender Empfehlungen kann dabei entweder ein Paper spezifisch ausgewählt werden, oder es werden Empfehlungen auf Basis von allen hinzugefügten Papers in der entsprechenden „Collection“ ausgespielt.
  • Explore People: Durch das Anklicken der Auswahl „These Authors“ werden weitere Publikationen von Autorinnen und Autoren aus der angelegten „Collection“ empfohlen. Durch das Anklicken der Auswahl „Suggested Authors“ zeigt das KI-Tool eine Liste an weiteren empfehlenswerten Verfasserinnen und Verfassern auf, die für das entsprechende Recherchegebiet relevante Publikationen veröffentlicht haben.

Visualisierte Paper-Verbindungen

Netzwerk-Ansicht

Ein besonderer Nutzenfaktor von Research Rabbit ist die netzwerkartige Visualisierung der Verbindungen zwischen den Papers. Grüne Knoten repräsentieren Publikationen, die sich bereits in deiner „Collection“ befinden, und blaue Knoten alle Publikationen, die noch nicht zur „Collection“ hinzugefügt wurden. Je dunkler der Farbton, desto aktueller ist die Veröffentlichung. Alle Knoten ohne eine Vernetzung stehen noch in keiner Beziehung zu anderen Publikationen. Dies bedeutet, dass die Werke, in den anderen empfohlenen Publikationen aus der Liste, noch nicht als Referenz genannt, oder als Quelle zitiert wurden.

Es ist außerdem auch möglich die empfohlenen Publikationen in der „Timeline-Ansicht“ zu sehen. In dieser Ansicht siehst du sofort welche Publikationen die höchste Aktualität haben und eventuell erst neu veröffentlicht wurden.

Timeline-Ansicht

Hier sind die grünen Knoten wieder alle Publikationen, die schon in der eigenen „Collection“ vorhanden sind, wobei die blauen Knoten alle Empfehlungen für die zu Beginn getroffene Auswahl „Similar Work“ darstellen. Dieselben Visualisierungsmöglichkeiten sind auch für die entsprechend auswählbaren Kategorien „All References“ und „All Citations“ möglich. Die Liste an Empfehlungen basiert entsprechend auf allen Referenzen in Bezug zur „Collection“ oder allen Zitationen, die in den Papers aus der vorhandenen „Collection“ vorkommen.

Visualisierte Personen-Netzwerke

Research Rabbit ermöglicht zudem die Ergründung der Verbindung zwischen Autorinnen und Autoren untereinander. Ist eine Vernetzung zwischen den genannten Personen in der Map zu sehen, so kann davon ausgegangen werden, dass mindestens eine gegenseitige Zitation oder Referenz-Nennung vorhanden ist.

Die Autoren-Map

Je stärker die graue Linie, desto öfter ist zwischen den Autorinnen und Autoren eine Beziehung im Sinne von Zitationen oder Referenzen vorgekommen. In der Abbildung links scheint die Person „Ana Paiva“ im Bereich der „Suggested Authors“ sehr relevant zu sein. Unter ihrem Namen, in der Empfehlungsliste, ist zu sehen, dass sie laut Research Rabbit 552 Publikationen hat und 8028 mal zitiert wurde. Außerdem ist ihre Tätigkeit mit der „University of Lisbon“ in Verbindung zu bringen.

Bei näherem Interesse für solch eine möglicherweise sehr einflussreiche Autorin im Recherchegebiet, kann auf den Namen der Person in der Map geklickt werden. Anschließend wird dir auf der Benutzeroberfläche eine Auswahl zwischen „Published Work“ oder „Collaborators“ angezeigt. Durch das Anklicken von beispielsweise „Published Work“ blendet dir das KI-Tool alle entsprechenden Publikationen von „Ana Paiva“ ein.

Auf diese Weise kannst du dich nach Interesse durch ein unendliches „Rabbit Hole“ durchklicken. Der theoretisch unendliche Workflow kann durch eine Scroll-Funktion von Anfang bis Ende und umgekehrt rückverfolgt werden.

Der Aufbau einer „Collection“ im Team

Eine „Collection“ kann als ein temporärer Link oder permanent mit Dritten geteilt werden. Hier müssen lediglich entsprechende Mail-Adressen eingetragen werden und die Erlaubnis für „Can Add Papers“ oder „Read-Only“ vermerkt werden.

Die Funktion „Read-Only“ eignet sich zum Beispiel besonders gut für Lehrpersonen, welche empfehlenswerte Literatur mit Studenten teilen wollen und die „Collection“ selbst zusammenstellen. Die Funktion „Can Add Papers“ eignet sich für die gemeinsame Projektarbeit, sodass jeder dieselben Bearbeitungsmöglichkeiten auf der Plattform hat.

Subjektive Relevanz einer Publikation einstufen

Alle Papers können mit einer kleinen Notiz versehen werden, sodass deine Projektbeteiligten wichtige Informationen mitbekommen. So kannst du eine Einschätzung für die subjektive Relevanz des Papers hinterlassen oder zum Beispiel „schon gelesen!“ notieren.

Das Veröffentlichungsdatum eines Papers ist neben dem entsprechenden Titel zu sehen. Folglich kann ein erster Eindruck für die Aktualität der Publikation gewonnen werden. Unter dem Veröffentlichungsdatum steht zudem die Anzahl, wie oft diese Publikation schon in anderen Werken zitiert wurde. Dies könnte ein Indiz für die Relevanz und den Einfluss der jeweiligen wissenschaftlichen Publikation in dem entsprechenden Recherchegebiet sein.

Kritikpunkte und finale Empfehlungen

Wie jedes Tool ist auch Research Rabbit nicht ganz makellos. Im Folgenden sind deshalb einige Kritikpunkte aufgeführt:

Die Kritikpunkte

Eine Priorisierungs-Funktion der Papers gibt es noch nicht, wobei man auch nicht symbolisch oder farblich „schon gelesen“ markieren kann. Diese Aspekte sind für die Benutzeroberfläche noch ausbaufähig.

Außerdem kann ein spezifischer Pfad, bei dem du dich durchgeklickt hast, nicht gespeichert werden. Deswegen ist es besonders wichtig, alle Publikationen, die du als relevant erachtest, auch ohne zu Zögern in eine „Collection“ aufzunehmen.

Da der Algorithmus erst durch den Input mehrerer Papers die besten Empfehlungen generieren kann, ist es für den Beginn der Recherche sehr sinnvoll andere Suchmasken oder die herkömmlichen Bibliothekskataloge zu nutzen. Ein Input von etwa fünf bis zehn relevanten wissenschaftlichen Publikationen steigert die Qualität der Empfehlungen schon entscheidend.

Da die Empfehlungen auf nutzerspezifischem Verhalten basieren, ist stets die Gefahr der Entstehung einer „Filterblase“ zu berücksichtigen. Während es bei Spotify bedeutet, dass immer wieder die gleichen Künstlerinnen und Künstler empfohlen werden und möglicherweise neue Genres oder Künstler verpasst werden, kann dies bei einem KI-Tool wie Research Rabbit dazu führen, dass die wissenschaftliche Recherche einseitig wird. Dies kann sich negativ auf die Studienarbeit auswirken. Um dieser Gefahr entgegenzuwirken ist beispielsweise ein regelmäßiger Austausch mit einer Mentorin oder einem Mentor sehr wertvoll, sodass neue Perspektiven eingenommen werden können.

Meine Nutzungserfahrung mit dem KI-Tool im Rückblick

Ich empfand es als größten Vorteil, dass ich zum ersten Mal nicht mehrere Datenbanken separat durchsuchen musste. Stattdessen konnte ich viele Publikationen direkt als PDF herunterladen, oder durch maximal einen Klick auf den Titel, zur entsprechenden Website für den Download gelangen. Der Überblick aller „Abstracts“ in einer Empfehlungsliste hat mir den Entscheidungsprozess für subjektiv relevante Papers stark verkürzt.

Während meiner Nutzung von Research Rabbit hatte ich jedoch das Gefühl, relativ schnell in eine Filterblase zu geraten, da mir überwiegend thematisch ähnliche Artikel empfohlen wurden. An diesem Punkt erwies sich der Austausch mit meinen Projektbeteiligten als äußerst hilfreich. In Gesprächen kamen stets viele neue Ideen zusammen, die es mir ermöglichten, mit einem erweiterten Blickwinkel neue Suchanfragen zu stellen, und damit die Empfehlungsergebnisse in eine andere Richtung zu lenken.

Gewinne mehr Einblicke zu Research Rabbit über das YouTube Video von Danny talks Tech: „How I use Research Rabbit for academic research“. Ein weiteres nützliches KI-Tool für die Literaturrecherche findest du in dem Beitrag ELICIT: Literaturrecherche leicht gemacht, dank KI.

Bildquellen

  • Titelbild: Eigene Erstellung mit dem AI Image Generator
  • Bilder „Die zentralen Nutzenaspekte“ & „Die Kritikpunkte“: Eigene Darstellungen
  • Alle weiteren Bilder: Selbst erstellte Bildschirmaufnahmen von der Reserach Rabbit Benutzeroberfläche
Studentenleben

People Pleasing: Trau dich Nein zu sagen!

In unserer Gesellschaft wird oft großen Wert darauf gelegt, anderen zu gefallen. Sei es in der Familie, am Arbeitsplatz oder im Freundeskreis – das Bedürfnis, von anderen gemocht und akzeptiert zu werden, ist tief in uns verwurzelt. Doch obwohl es wichtig ist, respektvoll und hilfsbereit zu sein, kann ein übermäßiges Streben danach, es allen recht zu machen, zu großen Problemen führen. In diesem Blogbeitrag wollen wir uns genauer mit dem Phänomen des „People Pleasing“ beschäftigen. Bist du bereit, deine eigenen Bedürfnisse zu priorisieren?

Was bedeutet People Pleasing?

Der Begriff „People Pleasing“ stammt aus dem anglo-amerikanischen und bedeutet übersetzt „Menschen gefallen“. Es bezieht sich auf das Verhalten, in dem Menschen systematisch versuchen, anderen zu gefallen, oft auf Kosten der eigenen Bedürfnisse, Werte und Grenzen. People-Pleaser beschäftigen sich übermäßig damit, wie sie für andere Menschen sein müssen und ihre Gedanken kreisen immer um die Frage, wie sie es schaffen können, dass die Menschen um sie herum zufrieden sind.

So richten People-Pleaser nicht nur ihr Denken und Verhalten nach anderen aus, sondern auch ihre Gefühle. Wer es allen recht machen will, verbirgt beispielsweise seinen Ärger oder stellt die eigenen Bedürfnisse für andere zurück. People-Pleaser haben oft Angst vor Ablehnung oder Konflikten und streben danach, Harmonie und Zustimmung um jeden Preis aufrechtzuerhalten. Wie zu Beginn erwähnt, handelt es sich dabei nicht um eine psychische Erkrankung, sondern um ein erlerntes Verhaltensmuster.

Dabei ist mir wichtig hervorzuheben, dass People Pleasing nichts ist, wofür man sich schämen muss. Wie jedes erlernte Verhalten kann es durch Achtsamkeit und Training überwunden werden.

Wie entsteht People Pleasing?

Es gibt verschiedene Gründe, warum Menschen zu People-Pleasern werden. Hier einige mögliche Faktoren:

Kindheitserfahrungen

Viele People-Pleaser haben in ihrer Kindheit gelernt, dass die Bedürfnisse und Wünsche anderer wichtiger sind als ihre eigenen. Das kann beispielsweise durch Eltern vermittelt worden sein, die hohe Erwartungen hatten oder Zuneigung und Anerkennung nur für bestimmte Verhaltensweisen zeigten. Zusätzlich wird in manchen Familien viel Wert auf Harmonie gelegt, um Konflikte zu vermeiden. So lernen Kinder, dass es besser ist, die eigenen Bedürfnisse zurückzustellen, um den Frieden in der Familie zu wahren.

Sozialer Druck

Auch soziale und kulturelle Erwartungen können eine Rolle spielen. In manchen Kulturen oder sozialen Gruppen wird das Bedürfnis, anderen zu gefallen und sich anzupassen, besonders gerne gesehen. In Japan beispielsweise ist es kulturell verankert, dass Harmonie und Anpassung in der Gruppe einen hohen Stellenwert haben. Menschen bemühen sich oft, ihre eigenen Wünsche und Meinungen zugunsten des Gruppenwohls zurückzustellen und soziale Erwartungen zu erfüllen.

Geringes Selbstwertgefühl

Ein geringes Selbstwertgefühl kann auch dazu führen, dass eine Person ständig nach Bestätigung und Anerkennung durch andere sucht, um sich wertvoll zu fühlen.
Du hast das Gefühl, du zweifelst an dir selbst? Dann schaue dir doch den Beitrag „Mut statt Zweifel: Tipps für mehr Selbstvertrauen“ an!

Angst vor Kritik und Ablehnung 

Auch negative Erfahrungen wie Kritik oder Ablehnung in der Vergangenheit können dazu beitragen, dass jemand besonders sensibel auf die Meinung anderer reagiert. Beispielsweise wurdest du in der Schule für ein Referat stark kritisiert und hast seitdem große Schwierigkeiten, vor einer Gruppe zu sprechen. Diese Erfahrung hat sich negativ auf dein Selbstvertrauen ausgewirkt, wodurch du jetzt bei Vorträgen nervös bist und stundenlang an deinen Präsentationen feilst, um jegliche Kritik zu vermeiden.

Woran erkenne ich, ob ich ein People-Pleaser bin?

Um festzustellen, ob du dazu neigst, die Bedürfnisse und Erwartungen anderer über deine eigenen zu stellen, gibt es bestimmte Verhaltensweisen und Denkmuster, die darauf hindeuten können:

„Klassischerweise sagen People-Pleaser Ja, selbst dann, wenn sie eigentlich Nein meinen.“  

Frau Dr. Wardetzki,
Diplom-Psychologin, Supervisorin, Coach und Autorin

Du opferst deine eigenen Bedürfnisse und Ansichten, um die Wünsche, Forderungen und Erwartungen anderer zu erfüllen. Dabei stimmst du allem zu und verzichtest auf deine eigene Meinung, um der Ansicht des anderen zu entsprechen und seine Gefühle nicht zu verletzen. Zum Beispiel gehst du zu Veranstaltungen, obwohl du keine Lust hast, nur um deine Freunde nicht zu enttäuschen.

Es fällt dir schwer, um Hilfe zu bitten, weil du Angst hast, andere zu verärgern. Außerdem hast du das Gefühl, dass du es nicht wert bist, dass man sich um dich kümmert. Das kann im Studium der Fall sein, wenn du ein Thema in der Vorlesung nicht verstehst, oder später im Berufsleben, wenn du zu viel Arbeit auf dem Tisch hast.

Ein weiteres typisches Merkmal ist, dass du anderen sehr leicht verzeihst. Das gilt auch dann, wenn du immer wieder von denselben Menschen verletzt wirst. Oft entschuldigst du dich sogar für Dinge, an denen du keine Schuld hast, um Konflikte zu vermeiden. Beispielsweise hat ein Freund oder eine Freundin deine Gefühle wiederholt verletzt, und du entschuldigst dich dafür, dass du so sensibel reagiert hast.

Um das Verhalten noch besser zu verstehen und gleichzeitig etwas zum Lachen zu haben, schau dir den Sketch aus der amerikanischen Comedy-Fernsehsendung „Saturday Night Live“ mit der berühmten Sängerin und Schauspielerin Ariana Grande an:

Negative Folgen des People Pleasing

Wer nicht auf seine eigenen Bedürfnisse achtet und gesunde Grenzen setzt, verausgabt sich, fühlt sich irgendwann erschöpft und wie in einem Hamsterrad gefangen. People Pleasing führt unweigerlich zu mehr Stress und psychischer Belastung und das Risiko für psychische oder psychosomatische Erkrankungen steigt. Das Selbstwertgefühl leidet, weil People-Pleaser extrem hohe Ansprüche an sich selbst stellen, die sie oft nicht erfüllen können. Sie machen nicht die Erfahrung, dass andere sie auch mögen, wenn sie nicht gefällig sind, und sie erfahren nicht den Respekt, den Menschen haben, wenn man ihnen klare Grenzen setzt.

People-Pleaser sagen nicht, was sie belastet, was sie brauchen oder was sie frustriert. Diese Gefühle verschwinden aber nicht, nur weil sie nicht ausgesprochen werden. Deshalb entladen sie sich zeitversetzt. Nicht zuletzt kann People Pleasing die eigene Lebendigkeit und Authentizität kosten. Denn wer ständig andere und anderes über sich stellt, lebt früher oder später an sich selbst vorbei und verliert sich.

Meine Tipps für Wege aus dem People Pleasing

Um das Muster des People Pleasings zu durchbrechen, kannst du bewusst Schritte dagegen unternehmen. Hier sind einige praktische Tipps, die dir dabei helfen können:

Übe dich in Selbstreflexion

Nimm dir Zeit, deine eigenen Bedürfnisse, Wünsche und Gefühle zu erkennen. Frage dich selbst: Tue ich das, weil ich es wirklich will oder nur, um jemand anderem zu gefallen? Dazu gibt es tolle Tipps und Übungen, mit denen du deine Fähigkeit zur Selbstreflexion verbessern kannst.

Setze klare Grenzen

Übe, klare Grenzen zu setzen und „Nein“ zu sagen, wenn etwas nicht deinen Bedürfnissen entspricht. Wenn ein Freund dich bittet, ihm beim Lernen für seine Logistikklausur zu helfen, du aber unbedingt für deine anstehende Statistikprüfung lernen musst, ist es in Ordnung zu sagen: „Ich kann dir diesmal leider nicht helfen“.

Verbessere deine Kommunikationsfähigkeiten

Arbeite daran, deine Gedanken und Gefühle auf gesunde und konstruktive Weise auszudrücken. Wenn bei deiner nächsten Projektarbeit für die Hochschule immer ein Mitglied die Führung übernimmt, ohne die Meinungen der anderen zu berücksichtigen, musst du dich nicht zurückhalten, sondern kannst sagen: „Ich finde es wichtig, dass wir alle unsere Ideen einbringen. Können wir herausfinden, wie wir effektiver zusammenarbeiten können?“

Praktiziere Selbstfürsorge

Gib deiner eigenen Selbstfürsorge Priorität. Nimm dir regelmäßig Zeit für Aktivitäten, die dir guttun und dich erfüllen. Das kann etwas ganz Einfaches sein, wie ein Buch zu lesen, das du schon lange lesen wolltest. Ein kleiner Buchtipp von mir zum Thema People Pleasing ist „Du musst nicht von allen gemocht werden“.

Baue dein Selbstvertrauen auf

Arbeite daran, dein Selbstvertrauen zu stärken. Erkenne deine Stärken und Erfolge und erinnere dich daran, dass dein Wert nicht von der Zustimmung anderer abhängt. Hier findest du 30 Übungen, mit denen du dein Selbstvertrauen stärken kannst. Egal, ob du gerade erst anfängst oder schon etwas Erfahrung hast – diese einfachen Tipps lassen sich problemlos in deinen Alltag integrieren. Schon eine aufrechte Haltung kann dir zu mehr Selbstvertrauen verhelfen!

Suche professionelle Hilfe

Wenn du merkst, dass People Pleasing dein Leben stark beeinträchtigt, kann es hilfreich sein, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Trau dich, darüber zu sprechen, denn es geht vielen Menschen so wie dir!

Ein paar Worte zum Schluss…

People Pleasing mag auf den ersten Blick eine positive Eigenschaft sein, kann aber langfristig zu großen Problemen führen. Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass es unmöglich ist, es allen recht zu machen und es bedeutender ist, für seine eigenen Bedürfnisse einzustehen. Dennoch ist es entscheidend, keine harten Grenzen zu ziehen und nicht egoistisch zu werden. Es ist ein Ausdruck von Wohlwollen, sich um andere zu kümmern. Aber es macht einen Unterschied, ob man es macht, weil man Angst vor den Konsequenzen hat oder ob man sich frei dafür entscheidet.

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