Studium

The Science of Comfort: Was Rewatching mit Marketing zu tun hat

Netflix schlägt dir ständig neue Serien und Empfehlungen vor. Trotzdem schaust du zum zehnten Mal Friends, Gilmore Girls, Brooklyn Nine-Nine oder Modern Family. Du kennst jede Folge, jeden Witz und kannst sogar die Dialoge mitsprechen. Warum also immer wieder dieselbe Serie? Zufall? Nicht ganz. Was wirklich hinter Comfort-Binge steckt und welche Learnings sich daraus für guten Content ableiten lassen, erfährst du hier.

Vor einiger Zeit habe ich mich dabei erwischt, wie ich zum gefühlt hundertsten Mal eine Folge Modern Family gestartet habe. Besonders in stressigen Phasen passiert mir das. Prüfungsphase, drei Deadlines, zwanzig Tabs offen und einfach keine Energie mehr. Das Gefühl, dass der Tag irgendwie zu lang und trotzdem nicht lang genug war. Netflix schlägt mir dann natürlich sofort fünf neue Must-See-Serien vor. Ich klicke keine davon an.

Stattdessen: Staffel 1, Folge 1. Friends

Und plötzlich sitze ich nicht mehr vor meiner To-do-Liste. Ich sitze im Central Perk auf dem iconic orangenen Sofa neben Phoebe und höre Chandlers sarkastische Witze, die ich schon zehnmal gehört habe – und ich muss trotzdem lachen. Mir geht’s direkt besser. Und genau da fing ich an, mich zu fragen: Was macht das eigentlich mit uns? Und was, wenn Content Marketing genauso funktionieren könnte?

Und ich bin offenbar nicht die Einzige, die das macht

Wer einmal nach „Comfort Serien“ oder „Comfort Binge“ sucht, findet schnell hunderte Menschen, die genau dasselbe erleben. Auf Reddit wird sogar regelmäßig darüber diskutiert, warum sie immer wieder dieselben Serien schauen – und die Antworten klingen tatsächlich vertraut:

Comment
by u/Aragato94 from discussion
in KeineDummenFragen
Comment
by u/Aragato94 from discussion
in KeineDummenFragen

Was dein Gehirn beim Rewatching wirklich macht

Dass sich Comfort-Serien gut anfühlen, ist kein Zufall. Tatsächlich laufen beim Rewatching verschiedene psychologische Prozesse ab, die dafür sorgen, dass wir uns entspannter, sicherer und manchmal sogar glücklicher fühlen. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch der Mere-Exposure-Effekt: Je häufiger wir etwas sehen, desto vertrauter und sympathischer erscheint es uns oft.

Warum ich oder auch du also nach einem stressigen Tag lieber zu Friends als zu einer neuen Serie greifen, lässt sich deshalb nicht nur mit Gewohnheit erklären – sondern auch mit der Art und Weise, wie unser Gehirn auf Vertrautheit reagiert.

😮‍💨

Stressabbau

Wenn du bereits weißt, wie eine Geschichte ausgeht, fällt die Unsicherheit weg. Dein Körper entspannt, Cortisol sinkt – Comfort-Binging ist also Stressabbau mit Fernbedienung.

🧠

Kognitive Entlastung

Eine neue Serie kostet dich Energie. Bei deiner Comfort-Serie fällt die Denkarbeit weg – kein emotionales Investment, kein Interpretieren. Einfach nur abschalten und dem Alltag entfliehen – genau das brauchen wir manchmal.

🌙

Emotionale Regulation durch Nostalgie

Schon das Intro reicht manchmal aus, um die Stimmung zu heben. Einige Serien stammen aus den 2000ern & entführen uns in eine einfachere Welt – wie ein emotionaler Reset.

Falls du dich gerade dabei ertappt hast, an deine eigene Comfort-Serie zu denken und tiefer in die Psychologie hinter dem Comfort-Rewatching eintauchen möchtest, kann ich dir dieses Video empfehlen: 👇🏼

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Die Freundschaften, die eigentlich keine sind

Wer zehn Staffeln mit denselben Figuren verbringt, kennt irgendwann nicht nur ihre Geschichten, sondern auch ihre Macken, Running Gags und Eigenheiten. Kein Wunder also, dass wir mit der Zeit eine emotionale Verbindung entwickeln. Man spricht hier von der parasozialen Beziehung. Damit sind einseitige emotionale Bindungen zu Medienfiguren gemeint. Obwohl Chandler, Blair Waldorf oder Jake Peralta nichts von unserer Existenz wissen, entsteht mit der Zeit ein Gefühl von Vertrautheit und Nähe.

Fun Fact 💡

Wenn du schon einmal ein „Welche Friends-Figur bin ich?“-Quiz gemacht hast, hast du vermutlich bereits eine parasoziale Beziehung zu den Charakteren aufgebaut. Schließlich behandeln wir die Figuren nicht wie fiktive Personen, sondern wie echte Menschen, mit denen wir uns vergleichen oder identifizieren. Falls du neugierig geworden bist, kannst du es hier selbst ausprobieren.

Studien zeigen sogar, dass solche parasozialen Beziehungen ein Gefühl von Zugehörigkeit vermitteln können. Die Figuren werden mit der Zeit zu vertrauten Begleitern. Vielleicht schauen wir Comfort-Serien also nicht nur wegen der Handlung erneut – wir „besuchen“ gewissermaßen bekannte Menschen.

🎧 Wenn du tiefer in das Thema eintauchen möchtest, kann ich dir diese Podcast-Folge empfehlen:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Was hat das mit Marketing zutun?

Auf den ersten Blick vielleicht nicht besonders viel. Schließlich sprechen wir hier über Friends, Brooklyn Nine-Nine und Comfort-Binge – nicht über Marken oder Social Media. Doch wenn wir einen Blick auf die Psychologie dahinter werfen, wird die Verbindung schnell deutlich. Unser Gehirn liebt Vertrautheit. Menschen suchen nicht immer nach Neuem. Gerade in einer Welt voller Informationsüberlastung kann Vertrautheit ein Wettbewerbsvorteil sein.

Tatsächlich gibt es bereits Marken, die genau dieses Prinzip nutzen. Wer regelmäßig die Social-Media-Kanäle von Duolingo oder Hugendubel verfolgt, weiß oft schon ziemlich genau, was einen erwartet. Wiederkehrende Formate, bekannte Gesichter und eine konsistente Tonalität schaffen Vertrautheit – und genau deshalb kommen Menschen immer wieder zurück.

Hugendubel zeigt auf TikTok nicht nur Bücher, sondern vor allem die Menschen dahinter. Mitarbeitende wie Günther werden regelmäßig in den Content eingebunden und haben sich bereits zu Ikonen in der Community entwickelt. Dadurch entsteht eine parasoziale Beziehung: Nutzer*innen haben das Gefühl, die Mitarbeitenden zu kennen, obwohl die Beziehung einseitig bleibt. Diese emotionale Nähe führt dazu, dass einige Kund*innen die Filiale sogar besuchen, um die Mitarbeitenden aus den Videos einmal persönlich zu treffen. Parasoziale Beziehungen können Vertrauen, Sympathie und langfristige Bindung an eine Marke fördern.

Duolingo hat auf TikTok etwas geschafft, von dem die meisten Marken nur träumen: eine Figur, die man sofort erkennt und irgendwie auch mag – ohne dass man genau erklären kann warum. Die grüne Eule Duo taucht immer wieder in denselben Alltagssituationen auf, erinnert an vergessene Streak-Tage, kommentiert das eigene Prokrastinieren und macht sich selbst zum Running Gag. Durch diese konstante Wiederholung erkennen Nutzer*innen die Figur sofort wieder und verbinden sie zunehmend mit positiven Emotionen und der Marke – genau hier greift der Mere-Exposure-Effekt. Das Ergebnis: Duolingo wird nicht als App wahrgenommen, sondern als Charakter – fast wie ein Serienmaskottchen. Dazu kommen Push-Notifications und tägliche Erinnerungen, die die App gezielt als Ritual in den Alltag einbetten – aus einer Gewohnheit wird also Comfort Content.

Erfolgreicher Content funktioniert deshalb oft wie eine Lieblingsserie: Das Grundgerüst bleibt gleich, während einzelne Episoden neue Geschichten erzählen. Guter Content muss nicht immer maximale Aufmerksamkeit erzeugen. Manchmal ist er erfolgreich, weil er zuverlässig präsent ist.

Doch was bedeutet das konkret für Content Marketing? Schauen wir uns drei Learnings an, die sich direkt aus unseren Lieblingsserien ableiten lassen 👇🏼

Staffel-Finale: 3 Learnings für dein Content Marketing

Menschen streamen nicht nur Stories – sie streamen Gefühle. Genau dort beginnt starkes Content Marketing: mit Formaten, Gesichtern und Routinen, auf die man sich wirklich freut.

Und jetzt stell dir vor, dein Instagram-Account wäre morgen eine Serie auf Netflix. Würden Menschen die nächste Folge anschauen, weil sie neugierig sind? Oder weil sie sich darauf freuen?

Wenn du also das nächste Mal zum wiederholten Mal deine Comfort-Serie startest, genieße das gute Gefühl ruhig. Denn dahinter steckt weit mehr als Gewohnheit – und vielleicht sogar eine der wertvollsten Lektionen für gutes Content Marketing.

Bildquellen

Aufmacher: Hintergrund erstellt mit ChatGPT, bearbeitet in Canva. Enthält folgende Bilder:

Weitere Bilder:

Studium

Zwischen Offenburg und Gengenbach – DEC an drei Standorten

Neuer Studiengang, neue Stadt und gleich drei verschiedene Standorte. Damit dein Start stressfrei gelingt, stelle ich dir die Campi vor und kläre die Frage: Warum die Lage meiner WG in Gengenbach in der Nähe zum Kloster ein echter Glücksgriff bei kompletter Unwissenheit war.

Im Sommer 2025 erhielt ich die Zusage für den Master in Offenburg. Da ich 300 km entfernt in der Nähe von Aschaffenburg wohne, war pendeln für mich keine Option. Also ging die Wohnungs- und WG-Suche los. Auf der Übersichtsseite zu dem Masterstudiengang Dialogmarketing und E-Commerce (DEC) hatte ich herausgefunden, dass sowohl in Gengenbach als auch in Offenburg Vorlesungen stattfinden werden. Also konnte ich in beiden Orten – und auch den umliegenden – nach WGs schauen. Dafür nutzte ich vor allem das Portal WG-Gesucht. Mit etwas Glück fand ich dann eine WG mit schönem altem Holzboden in der Nähe vom Bahnhof in Gengenbach.

Circa einen Monat vor Vorlesungsbeginn, kurz vor meinem Umzug hatte ich mir per Google-Maps einen Überblick über die Gegend um Gengenbach gemacht und bin dabei durch Zufall virtuell am Bildungscampus vorbeigekommen. Die erste Frage die mir durch den Kopf schoss: Gehört dieses Gebäude auch zur Hochschule? Die zweite: Haben wir dort auch Vorlesung? Nach kurzer Recherche auf der Website der Hochschule waren beide Fragen schnell beantwortet. Tatsächlich gehört der sogenannte Bildungscampus zur Hochschule und DEC hat an allen drei Standorten Vorlesung.

Wie oft man an jedem Campus Vorlesung hat und ob man an einem Tag auch mal die Standorte wechseln muss, habe ich dann allerdings erst mit Veröffentlichung des Vorlesungsplans erfahren.

Hier siehst du meine Vorlesungspläne als Beispiel, wie dein Semester aussehen kann. Die Vorlesungen können bei dir zwar an anderen Tagen stattfinden, aber die Hochschule versucht die Module auf zwei bis drei Tage die Woche zu verteilen. So kannst du dein Studium auch besser mit einer Werkstudententätigkeit vereinbaren.


Damit dein Start etwas einfacher wird als meiner, stelle ich dir die Standorte erstmal vor.

Zuerst ein kurzer Überblick auf einer Karte:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Campus Offenburg

Der Campus in Offenburg ist der Hauptcampus der Hochschule – mit fünf Gebäuden (A-E), inklusive Bibliothek und einer Mensa. Hier hast du im Wintersemester die Module für Data Analytics und Social Media Marketing. Im Sommersemester lernst du hier die Grundlagen für Contentmanagement, um einen Blogartikel wie diesen veröffentlichen zu können.

Die Anreise per Auto ist unkompliziert. Der Campus liegt nicht weit entfernt von der Autobahn Ausfahrt. Dein Auto kannst du ganz bequem auf dem großen kostenlosen Parkplatz vor der Hochschule abstellen – hier habe ich immer einen Parkplatz gefunden.

Wenn du mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, kannst du vom Bahnhof in einer halbe Stunde zu Fuß den Campus erreichen. Um schneller an dein Ziel zu kommen, stehen mietbare Fahrräder sowohl am Bahnhof als auch an der Hochschule zur Verfügung. Die Busverbindung zur Hochschule ist nicht wirklich vorhanden.

In der Mensa gibt es immer die Auswahl zwischen einem vegetarischem und nicht-vegetarischem Mittagessen. Mit deiner Campus-Card kannst du dort problemlos bezahlen.

Die Anzahl der Steckdosen in den Räumen ist – Spoiler-Warnung – höher als die in Gengenbach, aber auch nur an den Wänden. Falls du also dein Laptop oder Tablet während einer Vorlesung laden möchtest, solltest du dich zu Beginn schon strategisch an eine Wand setzen.

Bildungscampus Gengenbach

Im Wintersemester bist du als DEC-Student*in nur dann am Bildungscampus in Gengenbach, wenn du bei den Einführungstagen dabei bist. Ansonsten wirst du den Standort erst im Sommersemester wieder für Multi-Channel-Logistics, CRM und Marketingprojekte wiedersehen. Der Campus liegt etwas außerhalb von Gengenbach, hat einen eigenen kleineren kostenlosen Parkplatz und teilt sich die Mensa mit der Schule daneben.

Wenn du mit dem Zug anreist, kannst du im Bahnhof Gengenbach aussteigen und musst dann den 20 minütigen Weg zu Fuß zurücklegen. Eine Busverbindung ist zur Schule daneben allerdings auch vorhanden. Sowohl am Bahnhof, als auch an der Hochschule stehen wieder mietbare Fahrräder zur Verfügung.

Außen
Fahrradplatz
Innen

Vor Ort gibt es mehrere Möglichkeiten sich mit deinen Kommiliton*innen zum Beispiel für Gruppenarbeiten zusammenzusetzen. Die Steckdosen in den Räumen sind auch wieder nur an der Wand und in kleiner Anzahl vorhanden.

Vorlesungsraum

In Gengenbach und Offenburg gibt es die Bäcker-Kette “Dreher”. In der Nähe vom Bildungscampus gibt es im Industriegebiet auch eine Filiale. (s. Karte)

Kloster Gengenbach

Das Kloster liegt mitten in der Altstadt von Gengenbach, was für mich optisch auf jeden Fall einen Pluspunkt bringt. Der Nachteil durch seine Lage ist aber dadurch auf jeden Fall die Erreichbarkeit für Student*innen. Vom Bahnhof Gengenbach läufst du ca. 10 Minuten über den Marktplatz zu diesem Campus. Wenn du mit dem Auto anreist und Glück hast, kannst du auf dem Seitenstreifen an der Friedrichstraße (s. Karte) kostenlos parken. Falls dort schon alles belegt ist, kannst du nur noch auf die kostenpflichtigen Besucherparkplätze ausweichen. Die Stadt Gengenbach hat leider im Frühjahr 2026 die Preise (ein Tag für 10 €) erhöht, was das Parken für einen ganzen Tag sehr teuer macht.

Im Kloster selbst ist die Anzahl der Steckdosen das nächste Problem. Hier lohnt es sich taktisch in den Pausen kurz an den wenigen Steckdosen dein Laptop mit Strom zu versorgen. Nur musst du schnell sein, sonst schnappt dir einer deiner Kommilliton*innen den Platz weg.

Das Kloster hat keine Mensa, dafür aber in der Nähe eine Filiale des „Drehers“ und auch andere Cafés der Altstadt. Hier findest du in der Mittagspause immer was Leckeres.

In den alten Mauern des Klosters findest du auch den sogenannten Kreativraum: ein gemütlich eingerichtetes Zimmer, in dem auch manche Seminare stattfinden. Zudem auch das UX-Labor, das du während des Moduls E-Commerce Konzeption und Testing nutzen darfst. Im selben Gebäude findest du die kleine Bibliothek.

Fazit: Warum meine WG ein echter Glücksgriff war

Nach den ersten Wochen im Master und dem Einleben in Gengenbach hat sich schnell gezeigt: Die Entscheidung für die WG direkt an der Altstadt war goldrichtig. Besonders am langen Vorlesungsdonnerstag, der von 8 bis 19 Uhr ging, war die Lage ein riesiger Vorteil. Statt einer langen Anreise und der morgendlichen Parkplatzsuche trennten mich gerade einmal fünf Minuten Fußweg vom Kloster-Campus.

Auch die beiden anderen Standorte ließen sich von hier aus problemlos ansteuern: Zum Campus in Offenburg ging es bequem mit dem Auto, was dank der guten Parksituation vor Ort völlig stressfrei war, und auch der Bildungscampus war von der WG aus superschnell erreichbar.

Gengenbach oder Offenburg? Mein persönliches Resümee

Natürlich wäre eine Wohnung in Offenburg eine gute Alternative gewesen. Von dort aus erreicht man die dortigen Standorte schnell mit dem Bus oder dem Fahrrad und kommt für die Vorlesungen in Gengenbach unkompliziert mit dem Zug von A nach B.

Ich würde mich trotzdem jederzeit wieder für Gengenbach als Wohnort entscheiden. Neben der logistisch guten Lage für das Studium bietet die Kleinstadt einfach eine besondere Lebensqualität. Nach den Vorlesungen durch die historische Altstadt zu schlendern oder die regelmäßigen Märkte zu besuchen, ist der perfekte Ausgleich zum Master-Alltag. Besonders der Adventsmarkt im Winter macht Gengenbach in dieser Zeit zu einem ganz besonderen Ort.

Für mich war die Wahl der WG der ideale Ausgangspunkt, um das Studium an den drei verschiedenen Campus-Standorten entspannt zu meistern.

Zum Abschluss hier noch eine kleine Zusammenfassung zu den drei Campi.

Antworten auf weitere mögliche Fragen von dir

Coverbild: mit Gemini generiert

Alle Bilder sind aus meiner eigenen Galerie 🙂

Vorlesungspläne und andere Grafiken mit Canva erstellt

Studium

B2B-Marketing für das Handwerk – und warum du hier deine berufliche Zukunft finden könntest

Mit dem Studiengang „Dialogmarketing und E-Commerce“ stehen euch viele Türen offen – doch welche Tür wählen? Dieser Blogbeitrag ist für all jene, die noch nicht genau wissen, wo es sie beruflich einmal hinziehen könnte. Ich möchte euch einen Einblick in die Arbeit im Marketing eines B2B-Unternehmens im deutschen Mittelstand geben – mit der Zielgruppe Handwerk. Denn das alte Klischee von „trockener Technik“ und „langweiligen Produktdatenblättern“ gilt schon lange nicht mehr. Marketing im technischen B2B-Bereich kann kreativ, modern und extrem spannend sein.

Wie ich in die Branche gekommen bin

Mein Name ist Katharina und ich arbeite seit knapp sieben Jahren im Marketing bei Hager. Ein Unternehmen in der Elektrobranche mit der Hauptzielgruppe Elektrohandwerk. Hager zählt in der Branche zu den Marktführern, ist außerhalb davon aber kaum bekannt – ein typischer „Hidden Champion“, wie es sie im deutschen Mittelstand häufig gibt.

Schon während meines Abiturs habe ich mir viele Gedanken gemacht, in welchem Bereich und welcher Branche ich mich beruflich wohlfühlen könnte.

Wenn man meine Lehrer*innen aus der Schulzeit fragt, war wahrscheinlich schon seit der ersten Klasse klar, dass ich später irgendetwas mit Kommunikation machen würde – sehr zum Leidwesen meiner Sitznachbar*innen….

Das „Was“ war also schnell klar. Aber das „Wo“?

Im Rahmen eines Praktikums in der 9. Klasse durfte ich dann die Elektrobranche kennenlernen – und sie hat mich sofort begeistert. Für mich vereint sie Sinnhaftigkeit, technische Innovationen und Zukunftsthemen wie Energiewende oder Digitalisierung.

Was bedeutet B2B-Marketing überhaupt?

Eine Definition vorab: Von B2B spricht man, wenn ein Unternehmen seine Produkte oder Dienstleistungen nicht an Endkund*innen verkauft, sondern an andere Unternehmen – also „Business-to-Business“.

In der Elektrobranche – beispielsweise bei Unternehmen wie „Hager“– oder in der Sanitärbranche – etwa „Hansgrohe“ – verkaufen produzierende Unternehmen ihre Produkte meist über einen mehrstufigen Vertrieb an den Fachgroßhandel. Dieser lagert die Ware und verkauft sie anschließend an das Fachhandwerk weiter.

In der Werkzeugbranche wiederum vertreiben manche Hersteller ihre Produkte direkt über eigene Online-Shops oder Stores. In beiden Fällen ist das Handwerk die zentrale Zielgruppe. (Hinweis: Die Werkzeuge werden auch über Baumärkte und Endkund*innen vertrieben, dies ist aber in diesem Beitrag nicht der Fokus)

Besonders spannend finde ich dabei, dass hier selten die Endkund*innen, Bauherr*innen oder Investor*innen alleine entscheidet, welche Marke eingesetzt wird. Häufig liegt diese Entscheidung auch bei den Fachbetrieben, die täglich mit den Produkten arbeiten und ihre Erfahrungen und Empfehlungen weitergeben.

Die Zielgruppe Handwerk

In vielen Bereichen unseres Alltags sind wir auf das Handwerk angewiesen. Gerade in der Elektrobranche gibt es erklärungsbedürftige oder sogar sicherheitsrelevante Arbeiten, die ausschließlich von Fachkräften durchgeführt werden dürfen. Hinzu kommt: Viele Tätigkeiten im Handwerk sind körperlich anspruchsvoll und finden unter herausfordernden Bedingungen statt – beispielsweise auf Baustellen oder Dächern im Sommer.

Genau deshalb finde ich das Handwerk eine unglaublich spannende Zielgruppe. Denn wer erfolgreich für diese Branche kommunizieren möchte, muss die Menschen, ihren Arbeitsalltag und ihre Herausforderungen wirklich verstehen.

Aus meiner Erfahrung gibt es dabei vier zentrale Punkte:

Vertrauen schlägt Werbung

Im Marketing für Handwerksbetriebe zählen weniger große Werbeversprechen, sondern vor allem Zuverlässigkeit, Qualität und praktische Lösungen. Entscheidend ist, ob Produkte im Arbeitsalltag wirklich funktionieren und ob man der Marke vertraut.

Deshalb ist es wichtig, die eigenen USPs und die Wahrnehmung der Marke am Markt genau zu kennen und gezielt in die Kommunikation einfließen zu lassen – man sollte nichts vorspielen!

Geschäft bleibt persönlich

Auch im B2B-Bereich entstehen viele Entscheidungen über persönliche Kontakte, Empfehlungen und langfristige Beziehungen. Deshalb spielen Messen, Außendienst und guter Kundenservice weiterhin eine wichtige Rolle.

Das Marketing muss diese Kommunikation sinnvoll begleiten und eine konsistente Markenwahrnehmung schaffen.

Praxisnah und fachlich korrekt

Marketing für das Handwerk sollte verständlich, relevant und praxisnah sein. Gleichzeitig spielen technische Details und Fachbegriffe eine wichtige Rolle und sollten in die Kommunikation einfließen: z.B. wenn es um Normen und Gesetze in der Branche geht.

Deshalb ist die enge Zusammenarbeit zwischen Marketing und technischen Fachabteilungen essenziell.

Die Branche wird digitaler

Auch das Handwerk verändert sich zunehmend. Viele Betriebe informieren sich online, nutzen Social Media oder arbeiten mit digitalen Tools.

Dadurch wird digitales Marketing immer relevanter. Hierbei ist es aber umso wichtiger authentisch zu bleiben und die Zielgruppe zu verstehen. Nicht immer ist z.B. eine „lockere“ Ansprache sinnvoll und zielführend.

Warum Marken im Handwerk so stark sind

Gerade im Handwerk ist Kundenloyalität extrem stark ausgeprägt. Viele Betriebe bleiben einer Marke über Jahre oder sogar Jahrzehnte treu. Und das funktioniert wirklich: Im Handwerk gibt es Marken, bei denen die Kundenbindung fast schon religiöse Züge annimmt.

Natürlich spielt die Qualität der Produkte eine entscheidende Rolle und ist nicht von der Hand zu weisen: Aber darüber hinaus liegt die eigentliche Stärke dieser Marken meiner Meinung nach in ihrer Markenführung und Kommunikation. Denn diese Unternehmen verkaufen nicht „nur“ Werkzeuge – sondern ein Lebensgefühl für Handwerker.

Hilti hat aus meiner Sicht verstanden, dass Handwerker keine Lust auf langweilige Werbung haben. Niemand möchte sich freiwillig eine PowerPoint-Präsentation über Bohrhämmer anschauen. Deshalb zeigt die Marke reale Baustellen, echte Einsätze und authentische Anwendungssituationen. Die Botschaft dahinter lautet sinngemäß:
„Mit Hilti bist du kein normaler Handwerker – du bist Profi.“

Auf Social Media funktioniert das hervorragend. Die Marke zeigt:

  • Maschinen im Einsatz
  • Baustellen-Content
  • Produkttests
  • echte Handwerker:innen

Dadurch entsteht eine starke emotionale Bindung zur Marke, an der auf Social Media über 100.000 Menschen teilhaben.

Festool verfolgt einen etwas anderen Ansatz: Besonders im Holz- und Innenausbau gilt die Marke als Premiumanbieter. Man könnte sagen: Festool ist das „Apple des Holzhandwerks“. Das zeigt sich auch in der Kommunikation. Bilder, Videos und Produkte wirken hochwertig, aufgeräumt und präzise.

Die Botschaft:
„Wer professionell und präzise arbeitet, nutzt Festool.“

Viele Handwerker:innen posten ihre Werkstätten inzwischen freiwillig auf Social Media – ähnlich wie andere Menschen ihre neuen Autos präsentieren. Dadurch entsteht sogenannter User-Generated-Content, der für die Marke enorm wertvoll ist.

DEC-Master – eine gute Vorbereitung?

Mit diesem Wissen über Markenwahrnehmung im B2B Bereich, erscheint die Arbeit im Marketing umso entscheidender für den Erfolg des Unternehmens. Denn hier entsteht die Kommunikation über die DNA des Unternehmens. Hier wird sichergestellt, dass die potentiellen Kund*innen von der Marke und den neuen Produkten und Lösungen erfahren.

Ihr stellt euch jetzt zurecht die Frage:

Aber wie bereitet mich der Studiengang DEC denn auf das Arbeiten im Marketing eines B2B Unternehmens vor?

Aus meiner „Sommersemester‑Perspektive“ kann ich sagen: DEC trifft ziemlich genau das, was man im B2B‑Marketing später braucht:

Was mir besonders gefällt: KI wird nicht als Fremdkörper behandelt, sondern ganz selbstverständlich mitgedacht. Nicht als „Problem“, sondern als Werkzeug, das einem die Arbeit erleichtern kann und neue Perspektiven eröffnet – diese Erkenntnisse werden im Berufsleben sehr nützlich sein.

Und der Ausblick?
Im Wintersemester geht’s dann mehr in Richtung Analyse. Ein Thema, das in der Praxis entscheidend wird: datengetriebenes Arbeiten, Analyse‑Methoden, digitale Marketing‑Technologien. Das hilft dabei, Kampagnen messbar zu machen, Zielgruppen besser zu verstehen und Entscheidungen fundierter zu treffen.
Einen spannenden Einblick in das Wintersemester gibt euch dieser Beitrag von Marlene.

Kurz gesagt: DEC bereitet euch gut darauf vor im B2B‑Marketing zu starten – durch eine Mischung aus Praxis, Tools und strategischem Denken.

Warum mich die Arbeit im B2B-Marketing begeistert

Aber dieses Wissen ist natürlich nur die halbe Miete. Dass mir die Arbeit hier so viel Spaß macht, liegt vor allem an den Aufgaben selbst. Das oft etwas trockene Image von ‚Business-to-Business‘ täuscht nämlich gewaltig.

Warum ich so gerne in diesem Bereich arbeite und was mich daran fasziniert, hat vor allem drei Gründe:

1. Man lernt Zielgruppen wirklich zu verstehen

Damit Marketingkampagnen funktionieren, muss man verstehen, wen man überhaupt erreichen möchtest. Dabei geht es nicht darum, was euch persönlich gefällt – sondern was für die Zielgruppe relevant ist. Genau darin liegt aber auch die Herausforderung: Häufig arbeitet man mit Zielgruppen, mit denen man vorher kaum Berührungspunkte hatte. Deshalb ist aus meiner Sicht Zuhören unglaublich wichtig. Um Bedürfnisse, Probleme und den Arbeitsalltag besser zu verstehen, helfen beispielsweise:

  • Umfragen
  • Interviews
  • Social Media
  • Datenanalysen
  • direkter Austausch mit Kund:innen

Die Erkenntnisse werden anschließend häufig in sogenannten Personas zusammengefasst.

In meinem eigenen Job arbeite ich genau in diesem Bereich: im Zielgruppenmarketing.

Meine Aufgabe ist es, die Zielgruppe im Unternehmen zu vertreten und gleichzeitig Inhalte sowie Angebote zu entwickeln, die nachhaltig begeistern. So stellt das Unternehmen sicher, dass Kampagnen für neue Produkte und Lösungen so ausgearbeitet sind, dass sie die Kunden auch ansprechen. Zusätzlich werden durch meine Arbeit auch neue Inhalte und Medien erarbeitet und bespielt – so sind z.B. Wissens-Poster ein wichtiges Medium für Berufsschulen.

2. Marketing im Handwerk ist moderner als viele denken

Was ich an B2B-Marketing im Handwerk besonders spannend finde, ist die moderne Art der Kommunikation. Viele Unternehmen setzen längst nicht mehr nur auf klassische Werbung, sondern auf:

  • Social Media
  • Podcasts
  • Events
  • digitale Content-Formate
  • Influencer aus der Branche

Besonders spannend finde ich, dass Inhalte oft deutlich praxisnäher und authentischer sind als in vielen anderen Branchen.

Ein Beispiel aus meiner Arbeit:
Um das junge Elektrohandwerk besser zu erreichen, habe ich gemeinsam mit einem Kollegen den Podcast „Zukunft elektrisch“ gegründet. Dort sprechen wir mit Expert*innen aus dem Unternehmen sowie Gästen aus der Branche über aktuelle Themen. Ziel ist es, komplexe Inhalte aus der Elektrobranche verständlich und kurzweilig aufzubereiten, sodass man sich „einfach“ weiterbilden kann.
Das ist wichtig, denn die Elektrobranche ist im Wandel und es kommen viele neue Technologien und Lösungen auf den Markt. Die Hersteller möchten sicherstellen, dass das Fachhandwerk eine Möglichkeit hat sich dahingehend weiterzubilden bzw. aktuell zu halten. Der Podcast ist daher, neben anderen Medien, ein wichtiger Kommunikationskanal um die Zielgruppe zu informieren.

Hier findest du den Podcast, zum Reinhören:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

3. Man beschäftigt sich mit Zukunftstechnologien

Viele Produkte im B2B-Bereich – gerade in der Elektro- oder Werkzeugbranche – sind technisch komplex und erklärungsbedürftig.

Genau das macht die Arbeit für mich spannend. Themen wie: Energiewende, Nachhaltigkeit, Smart Home, Digitalisierung oder KI verändern die Branche aktuell enorm. Dadurch entstehen ständig neue Produkte, Lösungen und Technologien. Damit diese erfolgreich eingesetzt werden können, reicht es allerdings nicht aus, sie einfach nur zu verkaufen. Das Fachhandwerk muss verstehen wie Produkte funktionieren, wie sie installiert werden und wie sie im Alltag eingesetzt werden. Genau hier spielt das Marketing eine wichtige Rolle.

Gemeinsam mit Produktmanagement und technischen Expert*innen entstehen Inhalte wie:

  • How-to-Videos
  • Schulungen
  • Produktdemonstrationen
  • FAQ-Seiten
  • Anleitungen

So werden komplexe Themen und neue Lösungen verständlich und praxisnah erklärt, sodass auch der Einbau problemlos funktioniert.

Was ich daran besonders mag:
Man bewirbt nicht einfach irgendein Produkt, sondern beschäftigt sich ständig mit Technologien und Entwicklungen, die direkten Einfluss auf die Zukunft haben. In meiner Position arbeite ich z.B. aktiv an Schulungen und Webinaren für das junge Elektrohandwerk und Lehrenden mit und bewerbe diese dann gezielt auf den passenden Kanälen, um die Zielgruppe zu erreichen.

Mein Fazit:

Die wenigsten denken bei Marketing wahrscheinlich an das Handwerk.

Aber ich kann sagen, dass spannende Marketingarbeit auch oder vielleicht besonders im B2B-Bereich entstehen kann: Man beschäftigt sich mit echten Herausforderungen aus der Praxis, arbeitet an Zukunftsthemen wie Digitalisierung oder der Energiewende und entwickelt Kommunikationsmittel, die Menschen im Arbeitsalltag erreichen und weiterhelfen. Außerdem finde ich spannend, wie nah man im B2B-Marketing an den Zielgruppen arbeitet. Man beschäftigt sich nicht nur mit Kampagnen, sondern versucht wirklich zu verstehen, was Kund*innen brauchen und wie Marken langfristig Vertrauen aufbauen können.

Deshalb glaube ich, dass B2B-Marketing für das Handwerk gerade für DEC-Studierende ein sehr spannendes Berufsfeld sein kann. Und das Wichtige: Der Studiengang Dialogmarketing & E-Commerce bereitet euch darauf sehr gut vor – viele Inhalte aus dem Studium lassen sich später direkt in der Praxis anwenden.

–> Hast du Fragen zu meiner Arbeit oder möchtest dich mit mir austauschen?
Schreib mir gerne!

Dass man mit dem Master DEC in vielen Bereichen starten kann, zeigen euch auch die folgenden Beiträge von Alumnis aus dem DEC Studiengang:

Birgit Mellert und ihr Weg ins internationale Marketing

Florian Brenner uns sein Weg zum Data Consultant

B2B Definition: vgl. https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/business-business-markt-28155/version-439133

Bilder: Eigene Aufnahmen und Bearbeitung durch Canva

Titelbild: Generiert mit Gemini und Canva

Grafiken: Generiert mit Canva

Studium

Mein ehrlicher DEC-Survival-Guide durch das Wintersemester

Nur zwei Tage in der Woche Uni? Das Studium „Dialogmarketing & E-Commerce“ im idyllischen Schwarzwald wirkt erst einmal ziemlich entspannt. Doch der Schein trügt: Projektarbeiten und Deadlines stapeln sich schneller, als dir lieb ist. Damit du nicht im Stress untergehst, zeige ich dir hier, mit welchen Tipps und Tricks du das Wintersemester erfolgreich rockst.

Eine Studentin steht vor dem Kloster Gengenbach, der Hochschule Offenburg und schaut in den Himmel, wo eine Gedankenblase mit den Worten: "Next Step: DEC-Master" steht.

Nach meinem Bachelor in Medien und Informationswesen an der Hochschule Offenburg war für mich klar: Das war noch nicht alles. Als ich dann den DEC-Master direkt hier entdeckt habe, war die Entscheidung eigentlich sofort gefallen. Drei Semester, starker Praxisbezug und der Campus war mir schon bestens bekannt. Warum also wechseln, wenn man hier schon alles hat, was man braucht?

Neben meinen eigenen Erfahrungen stecken in diesem Guide auch Insights aus einer Umfrage unter 19 Alumni, die ich persönlich via LinkedIn kontaktiert habe. Damit bist du für den Start im DEC bestens gewappnet.

Trennelement mit To-Do-Liste

Die Vorbereitung: Dein Werkzeugkoffer für das Semester

Bevor wir zu den einzelnen Stationen kommen, musst du deine Grundausrüstung prüfen. Ohne die richtigen Werkzeuge stürzt du ab, noch bevor der November richtig anfängt.

Ein Koffer mit der Aufschrift "DEC", der 4 Elemente enthält: einmal eine Gruppe, die zusammensteht. Ein Symbol, dass KI darstellt. Eine Mealprep-Box. Und ein Symbol, dass einen Menschen in der Mitte zeigt und um ihn herum sind Symbole die ein Orga Tool darstellen sollen.

Such dir dein Dream-Team: Im DEC-Master kommst du alleine nicht weit. Eine verlässliche Gruppe ist der wichtigste Baustein für deinen Erfolg. Die Alumni bestätigen: Auf ihrer Prioritätenliste steht das Team unangefochten auf Platz 1. Such dir also gezielt Leute, die genauso motiviert sind wie du.

KI als „Secret Weapon“: Ich setze NotebookLM, Claude und Gemini gezielt ein, um auch bei anspruchsvollen Klausuren oder Projekten die Inhalte nicht nur zu überfliegen, sondern wirklich zu durchdringen. KI Tools belegen in der Umfrage unter Ehemaligen Platz 2.

Nutz ein Orga-Tool: Notion rettet dich vor dem Chaos in WhatsApp oder Drive. Mit meinem Template behältst du Deadlines sicher im Griff. Genau deshalb landen solche Organisationstools bei den Absolvent*innen auf Platz 3.

Meal-Prep-Hack: Ein Teil der Vorlesungen findet im Kloster Gengenbach statt, wo es keine Mensa gibt. Meal Prep ist für mich deshalb Pflicht. Inspiration dazu findest du in einem Beitrag hier auf honey.

Trennelement mit Frau, die durch ein Fernglas schaut.

Ein Blick auf dein Semester: Was dich erwartet

Kurz-Check gefällig? Um nicht den Überblick zu verlieren, behalte diese Meilensteine im Kopf: drei Referate, zwei Großprojekte und drei Klausuren.

Übersichts-Grafik von den Prüfungsleistungen, die im Wintersemester anstehen.

Damit du nicht nur allgemeine Hacks bekommst, gehen wir jetzt jede Station einzeln durch.

Trennelement mit gelber Flagge, wo eine 1 draufsteht.

Station 1: Die Kletterpassagen im Präsentationsmarathon

Prüfungen sind in dieser Phase noch weit weg. Zuerst heißt es: Durchbeißen durch ein dichtes Netz aus Recherche, Meetings und Deadlines.

Zwei Hände die ein Smartphone bedienen, und dabei Symbole erscheinen, wie ein Daumen hoch, ein Like, ein Share und ein Textsymbol.

Social Media Marketing

Ihr haltet ein Referat über ein aktuelles Thema. Wir hatten zum Beispiel virtuelle Influencer. Teilt die Aufgaben früh auf. Trefft euch regelmäßig für gemeinsame Diskussionen. Der Vortrag muss am Ende wie aus einem Guss klingen. Vermeidet, dass der Vortrag nur aus einzelnen Stücken besteht. Die Präsentation findet im Januar statt.

Ein Einkaufswagen mit Smiley-Barometer

Konsumentenpsychologie

Ihr bearbeitet Themen wie Markenzufriedenheit, Markensympathie oder Markenloyalität. Da die Phase schon im November oder Dezember startet, solltet ihr frühzeitig anfangen. Das zahlt sich am Ende definitiv aus.

Ein Graphen, der nach oben steigt und von einer Lupe näher betrachtet wird.

Trends im Datenmanagement

Hier steht ein Vortrag zu einem Trendthema wie Künstliche Intelligenz auf dem Programm. Reine Theorie verfehlt hier das Ziel. Bringe handfeste Praxisbeispiele mit. Der Start ist ebenfalls im November. Gute Pläne für dein Zeitmanagement sind auch hier Pflicht.

Psst! Meine persönlichen Top 3 Präsentationstipps
Grüner Haken

Öffnet nie mit „Heute präsentieren wir euch das Thema X“. Das vergisst jeder sofort. Startet stattdessen mit einer provokanten These, einer überraschenden Zahl oder einem kurzen echten Beispiel. Die ersten 30 Sekunden entscheiden, ob das Publikum zuhört oder abschaltet.

Grüner Haken

Übt nicht nur die Inhalte, sondern explizit die Übergänge zwischen den Sprechenden. Genau dort verlieren Gruppen ihren Flow. Und genau das fällt Professor*innen auf.

Grüner Haken

Macht den „So what?“-Test: Nach jeder Folie fragt ihr euch: Was soll unser Publikum damit mitnehmen? Wenn ihr keine klare Antwort habt, braucht die Folie nicht in eure Präsentation.

Trennelement mit gelber Flagge, auf der eine zwei steht.

Station 2: Die Königsetappe mit zwei Großprojekten

Zwei Mammutprojekte laufen parallel zu deinen anderen Aufgaben. Das Geniale daran: Du arbeitest hier nicht für die sprichwörtliche Schublade, sondern löst echte, handfeste Cases für Praxispartner. Mit welchen Unternehmen kooperiert wird, variiert von Semester zu Semester. In unserem Fall (Wintersemester 25/26) war das beispielsweise der Medienkonzern Hubert Burda Media. Die finalen Präsentationen stehen im Januar an.

Fünf Studentinnen präsentieren in einem Vorlesungsraum ein Projekt.

Dialogmarketing und Mediaplanung Workshop

In unserem Semester haben wir organischen Content für die Climaclic Klimalotterie erstellt. Dafür mussten wir Künstliche Intelligenz als Werkzeug nutzen. Nutzt eure individuellen Stärken für die Aufgabenverteilung und stimmt euch regelmäßig ab, um den Prozess effizient zu steuern und Unnötiges frühzeitig zu eliminieren.

Fünf Studentinnen präsentieren in einem Vorlesungsraum ein Projekt.

E-Commerce-Konzeption und -Testing

Wir durften ein komplettes UX-Testing für den neuen Aboshop von Focus durchführen. Mit echten Probanden, Eyetracking und Tiefeninterviews haben wir die Benutzerführung auf Herz und Nieren geprüft. Das bedeutet zwar extrem viel Arbeit, aber es ist ein steiler Lernanstieg, bei dem man viel mitnimmt. Und glaub mir: Nach diesem Projekt siehst du jede Website mit anderen Augen und weißt endlich, was ein wirklich gutes Nutzererlebnis ausmacht.

Alumni Info Symbol
Was die Alumni für die Großprojekte empfehlen:
  • Unternehmen proaktiv einbinden: Tretet frühzeitig mit den Praxispartnern in Kontakt, denn das hinterlässt einen professionellen Eindruck und wird sehr geschätzt.
  • Regelmäßiger Austausch mit den Profs: Klärt frühzeitig die jeweiligen Erwartungen, da diese den Projekterfolg maßgeblich beeinflussen.
  • Fokus bewahren: Verliert euch nicht zu sehr in Details. Baut die Präsentation wie eine Storyline auf, bei der ihr erst das Problem skizziert und dann die Lösung vorstellt.
  • Strukturierte Teamarbeit: Klare Rollen und kurze, zielgerichtete Meetings sind der Schlüssel. Wer versucht, alles gleichzeitig gemeinsam zu machen, landet meist im Chaos.
Trennelement mit einer Frau, die auf einer Bank sitzt.

Zwischenstation Gengenbach: Dein Ausgleich auf dem Weg nach oben


Im DEC hast du zwei Vorlesungstage pro Woche: einen am Campus Offenburg, den anderen im Kloster Gengenbach.
Mein Tipp: Nutz Gengenbach für deinen Ausgleich. Das Städtchen liegt mitten im Grünen zwischen Wald und Weinbergen. Es ist der perfekte Ort für Spaziergänge durch die Altstadt, Kaffeetrinken mit Kommiliton*innen, Sport oder abendliche Bar-Besuche. Die Alumni sind sich übrigens einig: Dieser Ausgleich ist essenziell. Ohne diese bewussten Pausen knallst du im Februar ungebremst gegen die Wand. Laptop weglegen und durchatmen ist keine Schwäche, sondern deine wichtigste Erfolgsstrategie.

Meine Go-To-Spots in Gengenbach

Trennelement mit 3 Alumni, die einen traurigen und einen fröhlichen Smiley in der Hand jeweils halten

Die Meinung der Alumni

Was sagen die Alumni noch zum Studium? Hier sind weitere spannende Fragen und Antworten, die ich für dich gesammelt habe:

Würdest du den DEC-Studiengang weiterempfehlen?

Das Ergebnis ist differenziert, aber positiv: Rund 42 % sagen „Eher ja“, weitere ca. 31 % empfehlen ihn „Auf jeden Fall“. Auf der anderen Seite würden rund 21 % eher abraten und ca. 5 % würden ihn nicht weiterempfehlen.

Als Gründe für eine Empfehlung nannten die Alumni vor allem den starken Praxisbezug mit echten Unternehmensprojekten, den Netzwerkaufbau und die Abwechslung von Marketing und Technik-Themen. Besonders hervorgehoben wurde, dass man durch die Teamarbeit die wertvollsten Soft Skills gewinnt. Kritik gab es hingegen für den hohen Aufwand im Vergleich zu den ECTS.

Ist ein Werkstudentenjob im Wintersemester realistisch?

Es kommt auf das richtige Maß an!

Der „Sweet Spot“ (52,6 %): Bis zu 15 Stunden pro Woche sind für die meisten gut machbar.

Die Vorsichtigen (26,3 %): Sie empfehlen maximal 10 Stunden, um entspannt durchzukommen.

Die Power-User (15,8 %): 20 Stunden sind machbar, aber eben eher die Ausnahme.

Mein persönlicher Rat: Übernimm dich nicht! Falls du dich für einen Job entscheidest, hilft mir ein Notion-Dashboard extrem dabei, zwischen Vorlesungen und Arbeit nicht den Überblick zu verlieren.

Wann wird’s richtig stressig?

Das Ergebnis ist eindeutig: 63,2 % nennen die Phase von Januar bis Februar – Projekt-Endspurts und Klausurenphase kombiniert – als die härteste Zeit. Für 31,6 % war die Phase von November bis Dezember mit den Präsentationen am belastendsten.

Als Grund nannten sie zu viele parallele Deadlines und fehlende Pausen zwischen Abgaben und Prüfungen. Zudem passiert häufig der klassische Fehler, die Klausurvorbereitung wegen der Präsentationen zu lange aufzuschieben.

Welche Fächer sind wirklich am schwersten?

Die Alumni haben mir jeweils ihre Top 3 der schwierigsten Fächer verraten. Hier ist das Gesamtergebnis (n=19):

  1. Data Analytics – 63,2 % (klarer Spitzenreiter)
  2. Online- und Social Media Recht – 52,6 %
  3. Trends im Datenmanagement – 36,8 %
  4. UX-Testing und Multichannel Retailing – je 31,6 %
  5. Dialogmarketing-Präsentation – 15,8 %
  6. Social Media Marketing – 5,3 %

Damit du bestens für die beiden anspruchsvollsten Fächer gewappnet bist, werfen wir im nächsten Abschnitt einen Blick auf die Klausuren.

Trennelement mit gelber Flagge, auf der eine drei steht.

Station 3: Der finale Gipfelsturm in der Klausurenphase

Die Prüfungsphase zieht sich über etwa drei Wochen. Da die Zeitabstände zwischen den Klausuren extrem kurz sind, zahlt sich eine gute Vorbereitung aus. Wer hier strukturiert bleibt, kommt entspannter durch diese Phase.

Online und Social Media Recht

Du hast keine Juravorkenntnisse? Willkommen im Club. Die juristische Fallprüfung erfordert eine neue Denkweise. Sei unbedingt in der Vorlesung präsent. Das dort besprochene Schema ist der Schlüssel für die Klausur.

Mein Geheimtipp: Nutze Falllösebücher aus der Bibliothek. So gewinnst du Sicherheit in der Anwendung, da das genau der Kern der Klausur ist.

Ein Schnappschuss eines Schreibtisches, auf dem sich zwei Gesetzbücher befinden, sowie ein Fall-Löse-Buch.

Fälle üben, üben, üben …

Multi-Channel-Management als Verbundklausur

Multi-Channel-Retailing: Hier wartet ein 50-Fragen-Katalog auf dich. Manche Ehemaligen schwören darauf, die Antworten stur auswendig zu lernen. Mein Tipp: Arbeite den Katalog wöchentlich auf, dann hast du kurz vor der Prüfung keinen Stress.

Strategisches Marketing: Dieses Fach ist sehr praxisnah. Der Professor nutzt anschauliche Beispiele aus seinem Berufsleben, wodurch die Theorie sofort greifbar wird. Wer in der Vorlesung aktiv mitmacht, verankert das Wissen direkt und spart sich so viel Lernaufwand für die Klausur.

Ein Vorlesungssaal, bei dem ein Beamer eine Vorlesungsfolie projiziert, wo es über "Entscheiden & Führen" geht

Sketchnotes statt trockener Folien im Strategischen Marketing

Data Modelling, Mining und Analytics

Die Klausur besteht aus zwei Teilen:

Data Analytics: Hier sind die Altklausuren pures Gold. Fang so früh wie möglich an, diese zu üben. Das Labor ist zudem eine super Abwechslung: Hier wendest du die Theorie praktisch an, wodurch sie viel besser hängen bleibt.

Data Modelling, Mining: Nutze unbedingt die zusätzlichen Übungsstunden des Professors. Ihr rechnet dort echte Aufgaben aus alten Prüfungen durch. Das ist die effektivste Vorbereitung, die du bekommen kannst.

Ein PC im KNIME Labor, wo man das Programm "KNIME" sieht mit Workflow.

Im KNIME-Labor

Das perfekte Lern-Timing?

Hier gehen die Meinungen etwas auseinander:

Mein Rat: Setz auf Beständigkeit statt auf Panik. Je eher du startest, desto stressfreier wird deine Prüfungsphase.

Vorsicht vor der Lawine: Wahlpflichtfächer

Du kannst im Wintersemester zwar schon Wahlpflichtfächer belegen, obwohl diese eigentlich für das Sommersemester konzipiert sind. Mein Rat: Mache freiwillig maximal ein Fach. Das Wintersemester ist extrem kompakt. Spare dir deine Kapazitäten für die Kernfächer.

Welche Wahlpflichtfächer wählen? Das empfehlen die Alumni:

Alle Details zu den Fächern findest du direkt im Moodle-Kurs, sobald du immatrikuliert bist.

Trennelement mit Gipfel und gelber Flagge.

Der Blick vom Gipfel

Das Wintersemester im DEC ist herausfordernd. Doch nach der letzten Prüfung im Februar weißt du, warum du hier bist: Du wächst an den Aufgaben und nimmst praxisnahe Fähigkeiten mit, die dir kein Lehrbuch bieten kann.

Eine Studentin, die auf dem Gipfel sitzt und in der rechten Hand eine gelbe Flagge mit der Aufschrift "DEC" in der Luft schwingt.

Bist du bereit, den DEC-Gipfel im Wintersemester zu stürmen? Hier geht’s direkt zur Bewerbung.

Noch unsicher, ob der Studiengang zu dir passt? Finde es in meinem Quiz heraus:

Textquellen
Bildquellen
  • Titelbild: mit Gemini und Canva erstellt
  • Einleitungsbild: eigenes Foto mit Canva bearbeitet
  • alle Zwischen-und Umfrage-Grafiken: mit Canva erstellt
  • Werkzeugkoffer: mit Canva erstellt
  • Überblicks-Grafik: mit Canva erstellt
  • Präsentations-Grafiken: mit Canva erstellt
  • Großprojekte: eigene Bilder mit Gemini bearbeitet
  • Zwischenstation Gengenbach: eigene Bilder mit Canva bearbeitet
  • Klausuren-Bilder: eigene Bilder mit Gemini nachbearbeitet
  • Blick vom Gipfel: eigenes Bild bearbeitet mit Gemini
Studentenleben

Ästhetik, Sport und Zukunftspläne: Aylin im Portrait

Bei Aylin gilt: Keine Standartfloskeln, sondern Fokus auf den, was wirklich zählt. Das Portrait zeigt Aylin, wie sie den Spagat zwischen Masterstudium und persönlicher Balance meistert. Ein ehrlicher Einblick in ein Leben voller Ästhetik, Sport und Zukunftsplänen, bei denen eins feststeht: Karriere ja, aber eben nicht um jeden Preis.

Fact-Check: Aylin im Schnelldurchlauf

Bevor wir tief in Aylins Geschichte eintauchen, starten wir mit einem schnellen Rundum-Check über sie.

Aylins Weg zum Master

Dass Aylin heute erfolgreich im Master sitzt, war für sie nicht ganz selbstverständlich. Aufgewachsen mit sechs Geschwistern und ohne akademischen familiären Hintergrund, fand sie vor allem in ihren älteren Geschwistern wichtige Vorbilder. Sie lebten ihr vor, was machbar ist, und weckten in Aylin den Gedanken: „Warum eigentlich nicht auch ich?“

Allerdings lief nicht alles von Anfang an glatt. In ihrer Realschulzeit fiel ihr das Lernen oft schwer und Zweifel am Erfolg eines späteren Studiums begleiteten sie. Die Wende kam dann mit dem Wechsel auf das Wirtschaftsgymnasium. Aylin merkte schnell, dass ihr BWL absolut liegt, blühte auf und tankte neues Selbstvertrauen. Ihre logische Konsequenz: das anschließende Bachelorstudium in Offenburg.

 

Nach dem Bachelor-Abschluss stand sie vor der klassischen Frage, die vermutlich jeder Studierende kennt: direkter Berufseinstieg oder doch noch den Master? Aylin hat sich ganz bewusst für das weiterstudieren entschieden. Weniger wegen eines starren Karriereplans, sondern weil sie sich schlichtweg noch zu jung für einen Vollzeitjob fühlte. Der Master schenkt ihr die Zeit, sich fachlich wie persönlich weiterzuentwickeln und sich über ihre Zukunft klar zu werden.

Dabei erlebt sie den Master als deutlich praxisnäher, als sie zunächst erwartet hatte. Besonders die vielen Gruppenarbeiten prägen ihren Studienalltag. Es geht nicht nur darum, eigene Aufgaben zu erledigen, sondern sich abzustimmen, gemeinsam Ideen zu entwickeln und Verantwortung im Team zu übernehmen. Genau das macht das Studium manchmal herausfordernd, aber auch lebendig.

Theorie trifft Praxis

Neben dem Master-Studium stellt Aylin ihre Fähigkeiten direkt in der Praxis unter Beweis. Sie arbeitet bei der Straumann Group im Produktmarketing. Stark eingebunden im Social-Media-Bereich, gehört das Gestalten von Content, zu einer ihrer Hauptaufgaben. An ihrer Arbeit begeistert sie vor allem die Mischung daraus, sich kreativ auszutoben und gleichzeitig fachlich dazuzulernen. Sie sagt selber, dass sie merkt wie wichtig es ist, echtes Interesse an dem zu haben, was man tut. Denn wenn einem eine Aufgabe richtig Spaß macht, fällt es auch viel leichter, gut darin zu werden. Diese Erkenntnis hilft ihr dabei, ihre beruflichen Interessen besser einzuordnen. Gleichzeitig meint sie, dass sie sich nicht für immer auf einen einzigen Bereich festlegen möchte, sie braucht Abwechslung, neue Eindrücke und Herausforderungen, an denen sie wachsen kann.

Zwischen Social Media, Cafés und schönen Momenten

Wenn man Aylin kennenlernt, merkt man schnell, dass sie ein Mensch ist, der sehr auf Ästhetik bedacht ist. Sie achtet im Alltag gerne darauf, wie Dinge aussehen, egal ob Kleidung, Make-Up oder Bilder von schönen Momenten, die sie festhält. Im Gespräch hat sie mir erzählt, dass es ihr dabei gar nicht um oberflächliche Perfektion geht, sondern vielmehr darum, Dinge bewusst schön zu gestalten, sie wahrzunehmen und sich dadurch einfach wohlzufühlen. Sie liebt es, Bilder zu machen und Augenblicke festzuhalten, nicht nur für Social Media, sondern auch für sich selbst.

Besonders gerne trifft sie sich mit Freundinnen in Cafés. Dort kann sie abschalten, reden, lachen und den Uni- und Arbeitsalltag für einen Moment hinter sich lassen. Gleichzeitig passen diese Treffen perfekt zu ihrem Sinn für Ästhetik, denn Aylin hat einfach ein Auge für ein schönes Café, gutes Licht und den besonderen Moment.

Deshalb sind Plattformen wie Instagram und TikTok für sie auch weit mehr als nur ein netter Zeitvertreib. Sie nutzt sie intensiv im Alltag, um sich inspirieren zu lassen, neue Trends aufzusaugen und Ideen zu sammeln.

 

Gleichzeitig geht Aylin aber auch sehr offen mit den Kehrseiten von Social Media um und weiß, dass sie sich oft davon beeinflussen lässt. Trends, Meinungen und perfekte Bilder aus den Bereichen Mode, Reisen, Beauty oder Lifestyle gehen nicht spurlos an ihr vorbei und verändern manchmal ganz automatisch die eigene Wahrnehmung.

Trotz des Wissens, dass online extrem viel inszeniert ist, bleibt eine gewisse Wirkung eben selten aus.

Sport als Ausgleich

Um den Kopf vom Uni- und Arbeitsstress freizubekommen, setzt Aylin voll auf Bewegung. Krafttraining nimmt einen großen Platz in ihrem Leben ein und gibt ihr im Alltag eine feste Struktur. Sie geht regelmäßig ins Gym und achtet diszipliniert auf ihre Ernährung. Ebenso gehören Tennis und Tanzen zu ihren Interessen, auch wenn sie diesen nicht immer regelmäßig nachgeht. Für Aylin ist das Ganze weit mehr als nur ein Hobby, es hilft ihr aktiv vom Stress abzuschalten. 

Du möchtest noch mehr darüber erfahren, wie Aylin mit Stress umgeht, und mehr Struktur in ihren Alltag bringt? Schaue dir hier ihren Beitrag an: Vom Dauerstress zur Struktur: Mein System für Studium, Job und Freizeit

Fernweh im Herzen, die Familie im Gepäck

Das Reisen zählt zu einer der großen Leidenschaften von Aylin. Für sie bedeutet Reisen weit mehr als eine bloße Auszeit von der gewohnten Routine. Es ist für sie mehr ein Gefühl von echter Freiheit und eine Quelle für neue Inspiration. Am liebsten würde sie einmal die ganze Welt mit eigenen Augen sehen, wobei ein ganz besonderes Traumreiseziel ganz oben auf ihrer Liste steht: einmal auf die Philippinen zu reisen. 

Doch so sehr sie das Fernweh auch packt, ihre absoluten Lieblingsurlaube sind die, die sie mit ihrer Familie teilen kann. Denn diese gemeinsamen Tage sind für die mehr als nur eine normale Urlaubsreise. Es ist wertvolle, unbezahlbare Zeit, im Kreis ihrer Liebsten, welche früher in einer so großen Familie nicht immer selbstverständlich war. Genau aus diesem Grund, möchte ihre Familie daraus in Zukunft eine feste neue Tradition machen. Einmal im Jahr wollen sie für eine Woche alle zusammen wegfahren und dies dann später auch gerne noch mit Partnern und Kindern.

 

Der Blick nach vorn

Wie es nach dem Master weitergeht? Das kann sie selber noch nicht ganz beantworten. Was sie aber weiß ist, dass sie nicht sofort in den klassischen 40-Stunden Arbeitsalltag starten möchte. Vielmehr zieht es sie erst einmal raus aus der gewohnten Umgebung. Vielleicht kommt der Umzug in eine andere Stadt für eine gewisse Zeit oder es geht ins Ausland um neue Erfahrung zu sammeln. Immerhin steht eine Reise auf die Philippinen ganz oben auf ihrer Bucket List. Eins ist auf jeden Fall sicher, egal wie weit sie dabei wegzieht, ihre Familie bleibt für sie immer der feste Bezugspunkt und ein Ort an den sie jederzeit zurückkommen kann.

Karriere ist ihr zwar wichtig, aber eben nicht um jeden Preis. Aylin möchte sich weiterentwickeln, aber gleichzeitig genug Raum für sich selbst behalten. Es geht ihr um die richtige Balance im Leben: Platz für bewusste, disziplinierte Auszeiten im Gym, für inspirierende Treffen bei Kaffee-Dates mit ihren Freundinnen und all die schönen Augenblicke, die das Leben abseits von Hörsaal und Job erst lebenswert machen.

Du möchtest mehr über Aylin und ihren weiteren Weg erfahren, dann melde dich gerne bei ihr 🙂

 

 

Bildquellen
  • Titelbild: Eigene Aufnahmen von Aylin, Bearbeitet via Canva von mir
  • Abbildung 1 Steckbrief: Eigene Aufnahmen von Aylin, Bearbeitet via Canva von mir
  • Abbildung 2 Weg zum Master: Eigene Aufnahmen von Aylin, Bearbeitet via Canva von mir
  • Abbildung 3 Foto Icon: Erstellt via Canva
  • Abbildung 4 Café: Eigene Aufnahmen von Aylin
  • Abbildung 5 Sport: Eigene Aufnahmen von Aylin
  • Abbildung 6 Reisen: Icon erstellt via Canva
  • Abbildung 7 Reisen: Eigene Aufnahmen von Aylin
  • Abbildung 8 Arbeit: Icon erstellt via Canva

Studentenleben

People Pleasing: Trau dich Nein zu sagen!

In unserer Gesellschaft wird oft großen Wert darauf gelegt, anderen zu gefallen. Sei es in der Familie, am Arbeitsplatz oder im Freundeskreis – das Bedürfnis, von anderen gemocht und akzeptiert zu werden, ist tief in uns verwurzelt. Doch obwohl es wichtig ist, respektvoll und hilfsbereit zu sein, kann ein übermäßiges Streben danach, es allen recht zu machen, zu großen Problemen führen. In diesem Blogbeitrag wollen wir uns genauer mit dem Phänomen des „People Pleasing“ beschäftigen. Bist du bereit, deine eigenen Bedürfnisse zu priorisieren?

Was bedeutet People Pleasing?

Der Begriff „People Pleasing“ stammt aus dem anglo-amerikanischen und bedeutet übersetzt „Menschen gefallen“. Es bezieht sich auf das Verhalten, in dem Menschen systematisch versuchen, anderen zu gefallen, oft auf Kosten der eigenen Bedürfnisse, Werte und Grenzen. People-Pleaser beschäftigen sich übermäßig damit, wie sie für andere Menschen sein müssen und ihre Gedanken kreisen immer um die Frage, wie sie es schaffen können, dass die Menschen um sie herum zufrieden sind.

So richten People-Pleaser nicht nur ihr Denken und Verhalten nach anderen aus, sondern auch ihre Gefühle. Wer es allen recht machen will, verbirgt beispielsweise seinen Ärger oder stellt die eigenen Bedürfnisse für andere zurück. People-Pleaser haben oft Angst vor Ablehnung oder Konflikten und streben danach, Harmonie und Zustimmung um jeden Preis aufrechtzuerhalten. Wie zu Beginn erwähnt, handelt es sich dabei nicht um eine psychische Erkrankung, sondern um ein erlerntes Verhaltensmuster.

Dabei ist mir wichtig hervorzuheben, dass People Pleasing nichts ist, wofür man sich schämen muss. Wie jedes erlernte Verhalten kann es durch Achtsamkeit und Training überwunden werden.

Wie entsteht People Pleasing?

Es gibt verschiedene Gründe, warum Menschen zu People-Pleasern werden. Hier einige mögliche Faktoren:

Kindheitserfahrungen

Viele People-Pleaser haben in ihrer Kindheit gelernt, dass die Bedürfnisse und Wünsche anderer wichtiger sind als ihre eigenen. Das kann beispielsweise durch Eltern vermittelt worden sein, die hohe Erwartungen hatten oder Zuneigung und Anerkennung nur für bestimmte Verhaltensweisen zeigten. Zusätzlich wird in manchen Familien viel Wert auf Harmonie gelegt, um Konflikte zu vermeiden. So lernen Kinder, dass es besser ist, die eigenen Bedürfnisse zurückzustellen, um den Frieden in der Familie zu wahren.

Sozialer Druck

Auch soziale und kulturelle Erwartungen können eine Rolle spielen. In manchen Kulturen oder sozialen Gruppen wird das Bedürfnis, anderen zu gefallen und sich anzupassen, besonders gerne gesehen. In Japan beispielsweise ist es kulturell verankert, dass Harmonie und Anpassung in der Gruppe einen hohen Stellenwert haben. Menschen bemühen sich oft, ihre eigenen Wünsche und Meinungen zugunsten des Gruppenwohls zurückzustellen und soziale Erwartungen zu erfüllen.

Geringes Selbstwertgefühl

Ein geringes Selbstwertgefühl kann auch dazu führen, dass eine Person ständig nach Bestätigung und Anerkennung durch andere sucht, um sich wertvoll zu fühlen.
Du hast das Gefühl, du zweifelst an dir selbst? Dann schaue dir doch den Beitrag „Mut statt Zweifel: Tipps für mehr Selbstvertrauen“ an!

Angst vor Kritik und Ablehnung 

Auch negative Erfahrungen wie Kritik oder Ablehnung in der Vergangenheit können dazu beitragen, dass jemand besonders sensibel auf die Meinung anderer reagiert. Beispielsweise wurdest du in der Schule für ein Referat stark kritisiert und hast seitdem große Schwierigkeiten, vor einer Gruppe zu sprechen. Diese Erfahrung hat sich negativ auf dein Selbstvertrauen ausgewirkt, wodurch du jetzt bei Vorträgen nervös bist und stundenlang an deinen Präsentationen feilst, um jegliche Kritik zu vermeiden.

Woran erkenne ich, ob ich ein People-Pleaser bin?

Um festzustellen, ob du dazu neigst, die Bedürfnisse und Erwartungen anderer über deine eigenen zu stellen, gibt es bestimmte Verhaltensweisen und Denkmuster, die darauf hindeuten können:

„Klassischerweise sagen People-Pleaser Ja, selbst dann, wenn sie eigentlich Nein meinen.“  

Frau Dr. Wardetzki,
Diplom-Psychologin, Supervisorin, Coach und Autorin

Du opferst deine eigenen Bedürfnisse und Ansichten, um die Wünsche, Forderungen und Erwartungen anderer zu erfüllen. Dabei stimmst du allem zu und verzichtest auf deine eigene Meinung, um der Ansicht des anderen zu entsprechen und seine Gefühle nicht zu verletzen. Zum Beispiel gehst du zu Veranstaltungen, obwohl du keine Lust hast, nur um deine Freunde nicht zu enttäuschen.

Es fällt dir schwer, um Hilfe zu bitten, weil du Angst hast, andere zu verärgern. Außerdem hast du das Gefühl, dass du es nicht wert bist, dass man sich um dich kümmert. Das kann im Studium der Fall sein, wenn du ein Thema in der Vorlesung nicht verstehst, oder später im Berufsleben, wenn du zu viel Arbeit auf dem Tisch hast.

Ein weiteres typisches Merkmal ist, dass du anderen sehr leicht verzeihst. Das gilt auch dann, wenn du immer wieder von denselben Menschen verletzt wirst. Oft entschuldigst du dich sogar für Dinge, an denen du keine Schuld hast, um Konflikte zu vermeiden. Beispielsweise hat ein Freund oder eine Freundin deine Gefühle wiederholt verletzt, und du entschuldigst dich dafür, dass du so sensibel reagiert hast.

Um das Verhalten noch besser zu verstehen und gleichzeitig etwas zum Lachen zu haben, schau dir den Sketch aus der amerikanischen Comedy-Fernsehsendung „Saturday Night Live“ mit der berühmten Sängerin und Schauspielerin Ariana Grande an:

Negative Folgen des People Pleasing

Wer nicht auf seine eigenen Bedürfnisse achtet und gesunde Grenzen setzt, verausgabt sich, fühlt sich irgendwann erschöpft und wie in einem Hamsterrad gefangen. People Pleasing führt unweigerlich zu mehr Stress und psychischer Belastung und das Risiko für psychische oder psychosomatische Erkrankungen steigt. Das Selbstwertgefühl leidet, weil People-Pleaser extrem hohe Ansprüche an sich selbst stellen, die sie oft nicht erfüllen können. Sie machen nicht die Erfahrung, dass andere sie auch mögen, wenn sie nicht gefällig sind, und sie erfahren nicht den Respekt, den Menschen haben, wenn man ihnen klare Grenzen setzt.

People-Pleaser sagen nicht, was sie belastet, was sie brauchen oder was sie frustriert. Diese Gefühle verschwinden aber nicht, nur weil sie nicht ausgesprochen werden. Deshalb entladen sie sich zeitversetzt. Nicht zuletzt kann People Pleasing die eigene Lebendigkeit und Authentizität kosten. Denn wer ständig andere und anderes über sich stellt, lebt früher oder später an sich selbst vorbei und verliert sich.

Meine Tipps für Wege aus dem People Pleasing

Um das Muster des People Pleasings zu durchbrechen, kannst du bewusst Schritte dagegen unternehmen. Hier sind einige praktische Tipps, die dir dabei helfen können:

Übe dich in Selbstreflexion

Nimm dir Zeit, deine eigenen Bedürfnisse, Wünsche und Gefühle zu erkennen. Frage dich selbst: Tue ich das, weil ich es wirklich will oder nur, um jemand anderem zu gefallen? Dazu gibt es tolle Tipps und Übungen, mit denen du deine Fähigkeit zur Selbstreflexion verbessern kannst.

Setze klare Grenzen

Übe, klare Grenzen zu setzen und „Nein“ zu sagen, wenn etwas nicht deinen Bedürfnissen entspricht. Wenn ein Freund dich bittet, ihm beim Lernen für seine Logistikklausur zu helfen, du aber unbedingt für deine anstehende Statistikprüfung lernen musst, ist es in Ordnung zu sagen: „Ich kann dir diesmal leider nicht helfen“.

Verbessere deine Kommunikationsfähigkeiten

Arbeite daran, deine Gedanken und Gefühle auf gesunde und konstruktive Weise auszudrücken. Wenn bei deiner nächsten Projektarbeit für die Hochschule immer ein Mitglied die Führung übernimmt, ohne die Meinungen der anderen zu berücksichtigen, musst du dich nicht zurückhalten, sondern kannst sagen: „Ich finde es wichtig, dass wir alle unsere Ideen einbringen. Können wir herausfinden, wie wir effektiver zusammenarbeiten können?“

Praktiziere Selbstfürsorge

Gib deiner eigenen Selbstfürsorge Priorität. Nimm dir regelmäßig Zeit für Aktivitäten, die dir guttun und dich erfüllen. Das kann etwas ganz Einfaches sein, wie ein Buch zu lesen, das du schon lange lesen wolltest. Ein kleiner Buchtipp von mir zum Thema People Pleasing ist „Du musst nicht von allen gemocht werden“.

Baue dein Selbstvertrauen auf

Arbeite daran, dein Selbstvertrauen zu stärken. Erkenne deine Stärken und Erfolge und erinnere dich daran, dass dein Wert nicht von der Zustimmung anderer abhängt. Hier findest du 30 Übungen, mit denen du dein Selbstvertrauen stärken kannst. Egal, ob du gerade erst anfängst oder schon etwas Erfahrung hast – diese einfachen Tipps lassen sich problemlos in deinen Alltag integrieren. Schon eine aufrechte Haltung kann dir zu mehr Selbstvertrauen verhelfen!

Suche professionelle Hilfe

Wenn du merkst, dass People Pleasing dein Leben stark beeinträchtigt, kann es hilfreich sein, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Trau dich, darüber zu sprechen, denn es geht vielen Menschen so wie dir!

Ein paar Worte zum Schluss…

People Pleasing mag auf den ersten Blick eine positive Eigenschaft sein, kann aber langfristig zu großen Problemen führen. Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass es unmöglich ist, es allen recht zu machen und es bedeutender ist, für seine eigenen Bedürfnisse einzustehen. Dennoch ist es entscheidend, keine harten Grenzen zu ziehen und nicht egoistisch zu werden. Es ist ein Ausdruck von Wohlwollen, sich um andere zu kümmern. Aber es macht einen Unterschied, ob man es macht, weil man Angst vor den Konsequenzen hat oder ob man sich frei dafür entscheidet.

Studentenleben

Bye Bye Rückenschmerzen: Stärkt euren Körper mit Pilates

Kennt ihr das? Nach einem langen Nachmittag am Schreibtisch taucht ihr aus eurem Lerntunnel auf und plötzlich schmerzt der Rücken. Kein Wunder: Als Studierende verbringen wir viel Zeit in Vorlesungen, Seminaren und zu Hause vor dem PC. Ausreichende Bewegung kommt da oft zu kurz. Doch was kann man dagegen tun? Eine Lösung ist Pilates. In diesem Artikel stelle ich euch die Sportart vor und gebe euch praktische Tipps und Übungen mit, wie ihr eure Rückenmuskulatur nachhaltig stärken könnt.

Warum Pilates?

Pilates ist eine ganzheitliche Trainingsmethode, die darauf abzielt, Kraft, Flexibilität und Körperkontrolle zu verbessern. Der Fokus liegt dabei insbesondere darauf, die tiefe Bauch- und Rückenmuskulatur zu stärken sowie sich während des Trainings kontrolliert zu bewegen und bewusst zu atmen. Für uns Studierende ist Pilates daher ideal, um den Körper zu stärken und gleichzeitig Stress abzubauen. Durch regelmäßiges Pilates-Training könnt ihr nicht nur Rückenschmerzen vorbeugen, sondern auch eure Konzentration und euer Wohlbefinden steigern.

Im Gegensatz zu vielen anderen Workouts legt Pilates weniger Wert auf intensive Cardio-Übungen, sondern konzentriert sich auf das Training des gesamten Körpers mit sanften, aber effektiven Bewegungen. Daher ist die Sportart auch für Unerfahrene gut geeignet.

In 10 sessions, you feel better, in 20 sessions you look better, in 30 sessions you have a completely new body.

Joseph Pilates, Begründer der Fitnessmethode Pilates

Vorteile von Pilates

Pilates bietet euch zahlreiche Vorteile – nicht nur für den Körper, sondern auch für den Geist.

Stärkung der Core-Muskulatur
Pilates konzentriert sich auf die Stärkung des „Powerhouse“, also der Muskeln rund um Bauch, Rücken und Beckenboden. Eine starke Core-Muskulatur verbessert nicht nur die Körperstabilität und Körperhaltung, sondern kann auch Rückenschmerzen vorbeugen.

Verbesserte Flexibilität und Beweglichkeit
Die fließenden Bewegungen beim Pilates fördern die Flexibilität und Beweglichkeit des gesamten Körpers.

Gelenkschonendes Training
Während des Pilates-Trainings werden die Gelenke nicht übermäßig belastet.

Stressabbau und mentale Entspannung
Das bewusste Atmen und die Konzentration auf die Übungen können euch dabei helfen, den Kopf freizubekommen und den Stress des Studienalltags hinter euch zu lassen.

Mehr Konzentration
Durch die Konzentration auf kontrollierte Bewegungen und bewusstes Atmen kann Pilates dazu beitragen, eure Konzentration und Produktivität im Studium zu steigern.

Für jeden geeignet
Pilates-Übungen können an individuellen Bedürfnisse und Fitnesslevel angepasst werden, sodass sie sowohl für Einsteigende als auch für Fortgeschrittene gut umsetzbar sind.

Soziales Miteinander und Motivation
Das gemeinsame Training in Pilates-Kursen oder -gruppen bietet die Möglichkeit, euch mit Gleichgesinnten auszutauschen und euch gegenseitig zu motivieren. Das soziale Miteinander kann dabei helfen, den inneren Schweinehund zu überwinden und am Ball zu bleiben.

Apropos innerer Schweinehund …

… schon gewusst? Hier findet ihr im Newsroom einen Artikel dazu, wie ihr euren inneren Schweinehund im Sport überwinden könnt.

Die wichtigsten Pilates-Prinzipien: Darauf solltet ihr achten

Grundsätzlich ist Pilates ein Ganzkörpertraining mit einigen Besonderheiten, die ihr vor Beginn der Übungen beachten solltet.

Aufmerksam und konzentriert sein
Während des Trainings ist es wichtig, dass ihr euch voll auf euren Körper und die beteiligten Muskeln konzentriert. Durch bewusstes Fokussieren könnt ihr euer Körperbewusstsein verbessern und die Übungen präziser ausführen.

Richtig atmen
Achtet darauf, dass ihr während der Übungen bewusst und kontrolliert atmet, denn das ist entscheidend für eine korrekte Ausführung. Atmet vor der Übung tief durch die Nase ein und lenkt die Luft in den Bauch. Sobald ihr die Bewegung ausführt, ihr also aktiv Kraft aufwendet, atmet ihr aus. Orientiert euch dabei an eurem individuellen Atemrhythmus. In diesem Video findet ihr eine detaillierte Anleitung.

Das Powerhouse aktivieren
Die Aktivierung des Powerhouse ist entscheidend beim Pilates. Es umfasst wichtige Muskeln wie Zwerchfell, Rücken, Bauch und Beckenboden. Um es zu aktivieren, konzentriert euch darauf, diese Muskeln bewusst anzuspannen. Stellt euch vor, ihr zieht den Bauchnabel zur Wirbelsäule und spannt die Bauchmuskeln an, während ihr den Beckenboden nach oben zieht. Dadurch erhaltet ihr Stabilität und Kraft während der Übungen und verbessert eure Körperhaltung. In diesem Video findet ihr eine detaillierte Anleitung.

Kontrolliert und präzise trainieren
Beim Pilates stehen kontrollierte, präzise ausgeführte Bewegungen im Mittelpunkt. So kann das Training effektiv und langfristig die Muskulatur stärken und Rückenschmerzen nicht nur lindern, sondern auch vorbeugen. Führt die Übungen daher lieber etwas langsamer, dafür aber genau aus, um Verletzungen zu vermeiden.

Fließende Bewegungen machen
Die Übungen sollten nahtlos ineinander übergehen, um einen fließenden Bewegungsablauf aufrechtzuerhalten. Vermeidet hastige Übergänge und konzentriert euch darauf, im „Flow“ zu bleiben, um effizient zu trainieren.

Auf Gleichgewicht und Koordination achten
Gleichgewicht und Koordination sind ebenfalls wichtige Prinzipien im Pilates. Auf diese Weise könnt ihr eure Körperbeherrschung verbessern und Verletzungen vorbeugen.

Alle sechs Prinzipien sind miteinander verbunden und bilden die Grundlage für ein effektives Pilates-Training. Wenn ihr sie beachtet, könnt ihr ein tieferes Verständnis für den Körper entwickeln und Rückenschmerzen den Kampf ansagen.

Checkliste vor dem Training

Das ist ja alles schön und gut – doch wie genau startet man jetzt mit Pilates und was braucht man alles dafür?, fragt ihr euch jetzt vielleicht. Deswegen habe ich euch eine Checkliste zusammengestellt, wie ihr euch auf euer erstes Pilates-Training vorbereiten könnt.

  • Geeigneter Trainingsraum: Sucht euch einen ruhigen und gut belüfteten Raum, in dem ihr euch wohl fühlt und genug Platz für eure Übungen habt.
  • Kleidung & Schuhe: Wählt bequeme Kleidung, die locker und atmungsaktiv ist und euch ausreichend Bewegungsfreiheit ermöglicht. Sportschuhe braucht ihr beim Pilates-Training übrigens nicht.
  • Equipment: Im Optimalfall habt ihr für die Übungen auf dem Boden eine Yoga-Matte, ein Handtuch tut es im Notfall aber auch. Weiteres Equipment braucht ihr nicht, beim Pilates trainiert ihr mit dem eigenen Körpergewicht. Schnappt euch außerdem eine Trinkflasche und trinkt während des Trainings ausreichend.
  • Langsam starten: Beginnt langsam, startet mit einfachen Übungen und steigert euch dann Schritt für Schritt. Überfordert euren Körper nicht gleich zu Beginn und achtet auf eure Grenzen. Hört auf euren Körper: Wenn ihr Schmerzen oder Unwohlsein verspürt, beendet die Übung oder macht eine Pause. Denkt immer daran: Übung macht den Meister.

Pilates-Übungen für den Einstieg

Hier sind einige einfache Pilates-Übungen für euch, die ihr machen könnt, um Rückenschmerzen vorzubeugen. Wichtig dabei: Achtet auf die Pilates-Prinzipien, führt jede Übung langsam und kontrolliert aus und konzentriert euch auf die richtige Atmung.

Hundred
  • Legt euch auf den Rücken.
  • Hebt die Beine in einem 90-Grad-Winkel an.
  • Hebt den Kopf und die Schultern leicht an und streckt die Arme neben dem Körper aus.
  • Pumpt mit den Armen auf und ab, während ihr langsam bis 100 zählt.
  • Achtet darauf, die Bauchmuskeln während der gesamten Übung anzuspannen.
Saw
  • Setzt euch aufrecht auf den Boden mit ausgestreckten Beinen.
  • Streckt die Arme zur Seite aus, sodass sie auf Schulterhöhe sind.
  • Dreht den Oberkörper zur Seite und greift mit der gegenüberliegenden Hand das gegenüberliegende Fußgelenk.
  • Atmet aus, während ihr euch zur Seite neigt, und versucht, euren Fuß zu berühren.
  • Spürt die Dehnung in den Seitenmuskeln.
  • Haltet die Dehnung für etwa 15-30 Sekunden und wechselt dann zur anderen Seite.
  • Führt die Übung auf jeder Seite 3-5 Mal durch und steigert euch nach Bedarf.
Shoulder Bridge
  • Legt euch auf den Rücken und beugt die Knie, sodass die Füße flach auf dem Boden stehen.
  • Die Arme liegen neben dem Körper, die Handflächen zeigen nach unten.
  • Drückt die Füße in den Boden und hebt das Becken langsam an, während ihr die Wirbelsäule Stück für Stück vom Boden abrollt.
  • Haltet die obere Position für etwa 5-10 Sekunden und spannt dabei die Gesäßmuskeln an.
  • Rollt dann Wirbel für Wirbel wieder zurück auf den Boden.
  • Versucht zunächst 1-2 Sätze mit je 5-10 Wiederholungen pro Satz und steigert euch nach Bedarf.

Wenn ihr euch unsicher seid, wie ihr die Übung am besten ausführt, schaut gerne mal auf YouTube vorbei: Hier werden die Übungen nochmal ausführlicher beschrieben und gezeigt.

Solltet ihr bereits Rückenschmerzen haben, findet ihr hier ein einfaches Pilates-Workout, um dem entgegenzuwirken:

https://youtu.be/l-d4BzPIllE?feature=shared

Pilates-Angebote rund um Offenburg und Umgebung

Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt, Pilates mal auszuprobieren: In Offenburg und Umgebung gibt es zahlreiche Pilates-Angebote, die ihr nach einem langen Tag in der Hochschule nutzen könnt.

  1. Fitnessstudios: In Offenburg und Umgebung gibt es mehrere Yoga- und Pilates-Studios, die regelmäßig Pilates-Kurse anbieten wie z. B. das Fitness Loft. Schaut euch um und findet das Studio, das am besten zu euch passt.
  2. Polizeisportverein Offenburg: Der Polizeisportverein Offenburg bietet ebenfalls Pilates-Kurse an. Hier könnt ihr unter Anleitung erfahrener Trainer Pilates in einer Gruppe von Gleichgesinnten praktizieren und euch gegenseitig motivieren.
  3. Krankenkassen-geförderte Kurse: Einige Krankenkassen bieten Zuschüsse oder Erstattungen für bestimmte Gesundheitskurse an, darunter auch für zertifizierte Pilates-Kurse wie z. B. von Fithoch3. Informiert euch bei eurer Krankenkasse über mögliche Angebote und nehmt an geförderten Kursen teil, um eure Gesundheit zu verbessern.
Übrigens … Alle sind willkommen!

Auch wenn in diesem Artikel fast ausschließlich Frauen abgebildet sind und Pilates aktuell ein eher frauenlastiger Sport ist: Männer und Personen jeglichen Geschlechts sind natürlich ebenso willkommen. Let’s sweat together!

Hilfreiche Pilates-Apps

Natürlich könnt ihr das Ganze auch erstmal zu Hause ausprobieren. Hier sind einige kostenlose Pilates-Apps zum Reinschnuppern:

  1. 5 Minuten Pilates Training: iOS | Android
  2. Body by Blogilates: iOS | Android
  3. FitOn Workouts & Fitness Plans: iOS | Android

Auf Spotify gibt es außerdem einen Pilates-Podcast und diverse Pilates-Playlists als perfekte Begleiter für euer erstes Pilates-Workout.

Kurz zusammengefasst | Pilates bietet euch eine effektive Möglichkeit, euren Körper zu stärken und gleichzeitig Stress abzubauen. Indem ihr regelmäßig Pilates-Übungen in euren Alltag integriert, könnt ihr Rückenschmerzen vorbeugen, eure Haltung verbessern und euer allgemeines Wohlbefinden steigern. Nutzt die verschiedenen Sportangebote rund um Offenburg und Umgebung, um gemeinsam mit anderen zu trainieren und eure Gesundheit zu fördern. Darüber hinaus könnt ihr auch kostenlose Pilates-Apps nutzen, um euer Training flexibel von zu Hause aus zu absolvieren. Also, worauf wartet ihr noch? Schnappt euch eure Yogamatten, Kommilitonen und Kommilitoninnen – und los geht’s!

« »
Studentenleben

Zwischen Pforzheim, Bali und dem, was noch kommt: Jenny im Porträt

Studentenleben

Zwischen Pforzheim, Bali und dem, was noch kommt: Jenny im Porträt

Abi in der Pandemie, ein ungeplantes Marketingstudium und ein Solotrip nach Bali – Jennys Weg war selten so wie erwartet, aber immer genau richtig. Wie aus einem Ort fürs Studium ein Zuhause wurde, was sie alleine in Bali gelernt hat und wohin sie als nächstes will, erfährst du hier.

"Zwischen Pforzheim, Bali und dem, was noch kommt: Jenny im Porträt" Weiterlesen
Studentenleben

Screen-time, but make it worth it: vom Doom-Scrolling zum Skill-Scrolling

Studentenleben

Screen-time, but make it worth it: vom Doom-Scrolling zum Skill-Scrolling

Drei Stunden am Handy sind doch nichts, oder? Falsch gedacht. Hochgerechnet verbringst du damit fast ein Jahrzehnt deines Lebens am Bildschirm. Die gute Nachricht: Das Problem ist nicht die Zeit auf dem Display, sondern wie wir sie managen. Tausche das energieraubende Doom-Scrolling ab heute gegen aktives Skill-Scrolling. Ich zeige dir in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie auch du dein Smartphone vom Zeitfresser zum Mentor machst.

"Screen-time, but make it worth it: vom Doom-Scrolling zum Skill-Scrolling" Weiterlesen