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The Science of Comfort: Was Rewatching mit Marketing zu tun hat

Netflix schlägt dir ständig neue Serien und Empfehlungen vor. Trotzdem schaust du zum zehnten Mal Friends, Gilmore Girls, Brooklyn Nine-Nine oder Modern Family. Du kennst jede Folge, jeden Witz und kannst sogar die Dialoge mitsprechen. Warum also immer wieder dieselbe Serie? Zufall? Nicht ganz. Was wirklich hinter Comfort-Binge steckt und welche Learnings sich daraus für guten Content ableiten lassen, erfährst du hier.

Vor einiger Zeit habe ich mich dabei erwischt, wie ich zum gefühlt hundertsten Mal eine Folge Modern Family gestartet habe. Besonders in stressigen Phasen passiert mir das. Prüfungsphase, drei Deadlines, zwanzig Tabs offen und einfach keine Energie mehr. Das Gefühl, dass der Tag irgendwie zu lang und trotzdem nicht lang genug war. Netflix schlägt mir dann natürlich sofort fünf neue Must-See-Serien vor. Ich klicke keine davon an.

Stattdessen: Staffel 1, Folge 1. Friends

Und plötzlich sitze ich nicht mehr vor meiner To-do-Liste. Ich sitze im Central Perk auf dem iconic orangenen Sofa neben Phoebe und höre Chandlers sarkastische Witze, die ich schon zehnmal gehört habe – und ich muss trotzdem lachen. Mir geht’s direkt besser. Und genau da fing ich an, mich zu fragen: Was macht das eigentlich mit uns? Und was, wenn Content Marketing genauso funktionieren könnte?

Und ich bin offenbar nicht die Einzige, die das macht

Wer einmal nach „Comfort Serien“ oder „Comfort Binge“ sucht, findet schnell hunderte Menschen, die genau dasselbe erleben. Auf Reddit wird sogar regelmäßig darüber diskutiert, warum sie immer wieder dieselben Serien schauen – und die Antworten klingen tatsächlich vertraut:

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by u/Aragato94 from discussion
in KeineDummenFragen
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Was dein Gehirn beim Rewatching wirklich macht

Dass sich Comfort-Serien gut anfühlen, ist kein Zufall. Tatsächlich laufen beim Rewatching verschiedene psychologische Prozesse ab, die dafür sorgen, dass wir uns entspannter, sicherer und manchmal sogar glücklicher fühlen. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch der Mere-Exposure-Effekt: Je häufiger wir etwas sehen, desto vertrauter und sympathischer erscheint es uns oft.

Warum ich oder auch du also nach einem stressigen Tag lieber zu Friends als zu einer neuen Serie greifen, lässt sich deshalb nicht nur mit Gewohnheit erklären – sondern auch mit der Art und Weise, wie unser Gehirn auf Vertrautheit reagiert.

😮‍💨

Stressabbau

Wenn du bereits weißt, wie eine Geschichte ausgeht, fällt die Unsicherheit weg. Dein Körper entspannt, Cortisol sinkt – Comfort-Binging ist also Stressabbau mit Fernbedienung.

🧠

Kognitive Entlastung

Eine neue Serie kostet dich Energie. Bei deiner Comfort-Serie fällt die Denkarbeit weg – kein emotionales Investment, kein Interpretieren. Einfach nur abschalten und dem Alltag entfliehen – genau das brauchen wir manchmal.

🌙

Emotionale Regulation durch Nostalgie

Schon das Intro reicht manchmal aus, um die Stimmung zu heben. Einige Serien stammen aus den 2000ern & entführen uns in eine einfachere Welt – wie ein emotionaler Reset.

Falls du dich gerade dabei ertappt hast, an deine eigene Comfort-Serie zu denken und tiefer in die Psychologie hinter dem Comfort-Rewatching eintauchen möchtest, kann ich dir dieses Video empfehlen: 👇🏼

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Die Freundschaften, die eigentlich keine sind

Wer zehn Staffeln mit denselben Figuren verbringt, kennt irgendwann nicht nur ihre Geschichten, sondern auch ihre Macken, Running Gags und Eigenheiten. Kein Wunder also, dass wir mit der Zeit eine emotionale Verbindung entwickeln. Man spricht hier von der parasozialen Beziehung. Damit sind einseitige emotionale Bindungen zu Medienfiguren gemeint. Obwohl Chandler, Blair Waldorf oder Jake Peralta nichts von unserer Existenz wissen, entsteht mit der Zeit ein Gefühl von Vertrautheit und Nähe.

Fun Fact 💡

Wenn du schon einmal ein „Welche Friends-Figur bin ich?“-Quiz gemacht hast, hast du vermutlich bereits eine parasoziale Beziehung zu den Charakteren aufgebaut. Schließlich behandeln wir die Figuren nicht wie fiktive Personen, sondern wie echte Menschen, mit denen wir uns vergleichen oder identifizieren. Falls du neugierig geworden bist, kannst du es hier selbst ausprobieren.

Studien zeigen sogar, dass solche parasozialen Beziehungen ein Gefühl von Zugehörigkeit vermitteln können. Die Figuren werden mit der Zeit zu vertrauten Begleitern. Vielleicht schauen wir Comfort-Serien also nicht nur wegen der Handlung erneut – wir „besuchen“ gewissermaßen bekannte Menschen.

🎧 Wenn du tiefer in das Thema eintauchen möchtest, kann ich dir diese Podcast-Folge empfehlen:

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Was hat das mit Marketing zutun?

Auf den ersten Blick vielleicht nicht besonders viel. Schließlich sprechen wir hier über Friends, Brooklyn Nine-Nine und Comfort-Binge – nicht über Marken oder Social Media. Doch wenn wir einen Blick auf die Psychologie dahinter werfen, wird die Verbindung schnell deutlich. Unser Gehirn liebt Vertrautheit. Menschen suchen nicht immer nach Neuem. Gerade in einer Welt voller Informationsüberlastung kann Vertrautheit ein Wettbewerbsvorteil sein.

Tatsächlich gibt es bereits Marken, die genau dieses Prinzip nutzen. Wer regelmäßig die Social-Media-Kanäle von Duolingo oder Hugendubel verfolgt, weiß oft schon ziemlich genau, was einen erwartet. Wiederkehrende Formate, bekannte Gesichter und eine konsistente Tonalität schaffen Vertrautheit – und genau deshalb kommen Menschen immer wieder zurück.

Hugendubel zeigt auf TikTok nicht nur Bücher, sondern vor allem die Menschen dahinter. Mitarbeitende wie Günther werden regelmäßig in den Content eingebunden und haben sich bereits zu Ikonen in der Community entwickelt. Dadurch entsteht eine parasoziale Beziehung: Nutzer*innen haben das Gefühl, die Mitarbeitenden zu kennen, obwohl die Beziehung einseitig bleibt. Diese emotionale Nähe führt dazu, dass einige Kund*innen die Filiale sogar besuchen, um die Mitarbeitenden aus den Videos einmal persönlich zu treffen. Parasoziale Beziehungen können Vertrauen, Sympathie und langfristige Bindung an eine Marke fördern.

Duolingo hat auf TikTok etwas geschafft, von dem die meisten Marken nur träumen: eine Figur, die man sofort erkennt und irgendwie auch mag – ohne dass man genau erklären kann warum. Die grüne Eule Duo taucht immer wieder in denselben Alltagssituationen auf, erinnert an vergessene Streak-Tage, kommentiert das eigene Prokrastinieren und macht sich selbst zum Running Gag. Durch diese konstante Wiederholung erkennen Nutzer*innen die Figur sofort wieder und verbinden sie zunehmend mit positiven Emotionen und der Marke – genau hier greift der Mere-Exposure-Effekt. Das Ergebnis: Duolingo wird nicht als App wahrgenommen, sondern als Charakter – fast wie ein Serienmaskottchen. Dazu kommen Push-Notifications und tägliche Erinnerungen, die die App gezielt als Ritual in den Alltag einbetten – aus einer Gewohnheit wird also Comfort Content.

Erfolgreicher Content funktioniert deshalb oft wie eine Lieblingsserie: Das Grundgerüst bleibt gleich, während einzelne Episoden neue Geschichten erzählen. Guter Content muss nicht immer maximale Aufmerksamkeit erzeugen. Manchmal ist er erfolgreich, weil er zuverlässig präsent ist.

Doch was bedeutet das konkret für Content Marketing? Schauen wir uns drei Learnings an, die sich direkt aus unseren Lieblingsserien ableiten lassen 👇🏼

Staffel-Finale: 3 Learnings für dein Content Marketing

Menschen streamen nicht nur Stories – sie streamen Gefühle. Genau dort beginnt starkes Content Marketing: mit Formaten, Gesichtern und Routinen, auf die man sich wirklich freut.

Und jetzt stell dir vor, dein Instagram-Account wäre morgen eine Serie auf Netflix. Würden Menschen die nächste Folge anschauen, weil sie neugierig sind? Oder weil sie sich darauf freuen?

Wenn du also das nächste Mal zum wiederholten Mal deine Comfort-Serie startest, genieße das gute Gefühl ruhig. Denn dahinter steckt weit mehr als Gewohnheit – und vielleicht sogar eine der wertvollsten Lektionen für gutes Content Marketing.

Bildquellen

Aufmacher: Hintergrund erstellt mit ChatGPT, bearbeitet in Canva. Enthält folgende Bilder:

Weitere Bilder:

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Zwischen Offenburg und Gengenbach – DEC an drei Standorten

Neuer Studiengang, neue Stadt und gleich drei verschiedene Standorte. Damit dein Start stressfrei gelingt, stelle ich dir die Campi vor und kläre die Frage: Warum die Lage meiner WG in Gengenbach in der Nähe zum Kloster ein echter Glücksgriff bei kompletter Unwissenheit war.

Im Sommer 2025 erhielt ich die Zusage für den Master in Offenburg. Da ich 300 km entfernt in der Nähe von Aschaffenburg wohne, war pendeln für mich keine Option. Also ging die Wohnungs- und WG-Suche los. Auf der Übersichtsseite zu dem Masterstudiengang Dialogmarketing und E-Commerce (DEC) hatte ich herausgefunden, dass sowohl in Gengenbach als auch in Offenburg Vorlesungen stattfinden werden. Also konnte ich in beiden Orten – und auch den umliegenden – nach WGs schauen. Dafür nutzte ich vor allem das Portal WG-Gesucht. Mit etwas Glück fand ich dann eine WG mit schönem altem Holzboden in der Nähe vom Bahnhof in Gengenbach.

Circa einen Monat vor Vorlesungsbeginn, kurz vor meinem Umzug hatte ich mir per Google-Maps einen Überblick über die Gegend um Gengenbach gemacht und bin dabei durch Zufall virtuell am Bildungscampus vorbeigekommen. Die erste Frage die mir durch den Kopf schoss: Gehört dieses Gebäude auch zur Hochschule? Die zweite: Haben wir dort auch Vorlesung? Nach kurzer Recherche auf der Website der Hochschule waren beide Fragen schnell beantwortet. Tatsächlich gehört der sogenannte Bildungscampus zur Hochschule und DEC hat an allen drei Standorten Vorlesung.

Wie oft man an jedem Campus Vorlesung hat und ob man an einem Tag auch mal die Standorte wechseln muss, habe ich dann allerdings erst mit Veröffentlichung des Vorlesungsplans erfahren.

Hier siehst du meine Vorlesungspläne als Beispiel, wie dein Semester aussehen kann. Die Vorlesungen können bei dir zwar an anderen Tagen stattfinden, aber die Hochschule versucht die Module auf zwei bis drei Tage die Woche zu verteilen. So kannst du dein Studium auch besser mit einer Werkstudententätigkeit vereinbaren.


Damit dein Start etwas einfacher wird als meiner, stelle ich dir die Standorte erstmal vor.

Zuerst ein kurzer Überblick auf einer Karte:

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Campus Offenburg

Der Campus in Offenburg ist der Hauptcampus der Hochschule – mit fünf Gebäuden (A-E), inklusive Bibliothek und einer Mensa. Hier hast du im Wintersemester die Module für Data Analytics und Social Media Marketing. Im Sommersemester lernst du hier die Grundlagen für Contentmanagement, um einen Blogartikel wie diesen veröffentlichen zu können.

Die Anreise per Auto ist unkompliziert. Der Campus liegt nicht weit entfernt von der Autobahn Ausfahrt. Dein Auto kannst du ganz bequem auf dem großen kostenlosen Parkplatz vor der Hochschule abstellen – hier habe ich immer einen Parkplatz gefunden.

Wenn du mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, kannst du vom Bahnhof in einer halbe Stunde zu Fuß den Campus erreichen. Um schneller an dein Ziel zu kommen, stehen mietbare Fahrräder sowohl am Bahnhof als auch an der Hochschule zur Verfügung. Die Busverbindung zur Hochschule ist nicht wirklich vorhanden.

In der Mensa gibt es immer die Auswahl zwischen einem vegetarischem und nicht-vegetarischem Mittagessen. Mit deiner Campus-Card kannst du dort problemlos bezahlen.

Die Anzahl der Steckdosen in den Räumen ist – Spoiler-Warnung – höher als die in Gengenbach, aber auch nur an den Wänden. Falls du also dein Laptop oder Tablet während einer Vorlesung laden möchtest, solltest du dich zu Beginn schon strategisch an eine Wand setzen.

Bildungscampus Gengenbach

Im Wintersemester bist du als DEC-Student*in nur dann am Bildungscampus in Gengenbach, wenn du bei den Einführungstagen dabei bist. Ansonsten wirst du den Standort erst im Sommersemester wieder für Multi-Channel-Logistics, CRM und Marketingprojekte wiedersehen. Der Campus liegt etwas außerhalb von Gengenbach, hat einen eigenen kleineren kostenlosen Parkplatz und teilt sich die Mensa mit der Schule daneben.

Wenn du mit dem Zug anreist, kannst du im Bahnhof Gengenbach aussteigen und musst dann den 20 minütigen Weg zu Fuß zurücklegen. Eine Busverbindung ist zur Schule daneben allerdings auch vorhanden. Sowohl am Bahnhof, als auch an der Hochschule stehen wieder mietbare Fahrräder zur Verfügung.

Außen
Fahrradplatz
Innen

Vor Ort gibt es mehrere Möglichkeiten sich mit deinen Kommiliton*innen zum Beispiel für Gruppenarbeiten zusammenzusetzen. Die Steckdosen in den Räumen sind auch wieder nur an der Wand und in kleiner Anzahl vorhanden.

Vorlesungsraum

In Gengenbach und Offenburg gibt es die Bäcker-Kette “Dreher”. In der Nähe vom Bildungscampus gibt es im Industriegebiet auch eine Filiale. (s. Karte)

Kloster Gengenbach

Das Kloster liegt mitten in der Altstadt von Gengenbach, was für mich optisch auf jeden Fall einen Pluspunkt bringt. Der Nachteil durch seine Lage ist aber dadurch auf jeden Fall die Erreichbarkeit für Student*innen. Vom Bahnhof Gengenbach läufst du ca. 10 Minuten über den Marktplatz zu diesem Campus. Wenn du mit dem Auto anreist und Glück hast, kannst du auf dem Seitenstreifen an der Friedrichstraße (s. Karte) kostenlos parken. Falls dort schon alles belegt ist, kannst du nur noch auf die kostenpflichtigen Besucherparkplätze ausweichen. Die Stadt Gengenbach hat leider im Frühjahr 2026 die Preise (ein Tag für 10 €) erhöht, was das Parken für einen ganzen Tag sehr teuer macht.

Im Kloster selbst ist die Anzahl der Steckdosen das nächste Problem. Hier lohnt es sich taktisch in den Pausen kurz an den wenigen Steckdosen dein Laptop mit Strom zu versorgen. Nur musst du schnell sein, sonst schnappt dir einer deiner Kommilliton*innen den Platz weg.

Das Kloster hat keine Mensa, dafür aber in der Nähe eine Filiale des „Drehers“ und auch andere Cafés der Altstadt. Hier findest du in der Mittagspause immer was Leckeres.

In den alten Mauern des Klosters findest du auch den sogenannten Kreativraum: ein gemütlich eingerichtetes Zimmer, in dem auch manche Seminare stattfinden. Zudem auch das UX-Labor, das du während des Moduls E-Commerce Konzeption und Testing nutzen darfst. Im selben Gebäude findest du die kleine Bibliothek.

Fazit: Warum meine WG ein echter Glücksgriff war

Nach den ersten Wochen im Master und dem Einleben in Gengenbach hat sich schnell gezeigt: Die Entscheidung für die WG direkt an der Altstadt war goldrichtig. Besonders am langen Vorlesungsdonnerstag, der von 8 bis 19 Uhr ging, war die Lage ein riesiger Vorteil. Statt einer langen Anreise und der morgendlichen Parkplatzsuche trennten mich gerade einmal fünf Minuten Fußweg vom Kloster-Campus.

Auch die beiden anderen Standorte ließen sich von hier aus problemlos ansteuern: Zum Campus in Offenburg ging es bequem mit dem Auto, was dank der guten Parksituation vor Ort völlig stressfrei war, und auch der Bildungscampus war von der WG aus superschnell erreichbar.

Gengenbach oder Offenburg? Mein persönliches Resümee

Natürlich wäre eine Wohnung in Offenburg eine gute Alternative gewesen. Von dort aus erreicht man die dortigen Standorte schnell mit dem Bus oder dem Fahrrad und kommt für die Vorlesungen in Gengenbach unkompliziert mit dem Zug von A nach B.

Ich würde mich trotzdem jederzeit wieder für Gengenbach als Wohnort entscheiden. Neben der logistisch guten Lage für das Studium bietet die Kleinstadt einfach eine besondere Lebensqualität. Nach den Vorlesungen durch die historische Altstadt zu schlendern oder die regelmäßigen Märkte zu besuchen, ist der perfekte Ausgleich zum Master-Alltag. Besonders der Adventsmarkt im Winter macht Gengenbach in dieser Zeit zu einem ganz besonderen Ort.

Für mich war die Wahl der WG der ideale Ausgangspunkt, um das Studium an den drei verschiedenen Campus-Standorten entspannt zu meistern.

Zum Abschluss hier noch eine kleine Zusammenfassung zu den drei Campi.

Antworten auf weitere mögliche Fragen von dir

Coverbild: mit Gemini generiert

Alle Bilder sind aus meiner eigenen Galerie 🙂

Vorlesungspläne und andere Grafiken mit Canva erstellt

Studium

B2B-Marketing für das Handwerk – und warum du hier deine berufliche Zukunft finden könntest

Mit dem Studiengang „Dialogmarketing und E-Commerce“ stehen euch viele Türen offen – doch welche Tür wählen? Dieser Blogbeitrag ist für all jene, die noch nicht genau wissen, wo es sie beruflich einmal hinziehen könnte. Ich möchte euch einen Einblick in die Arbeit im Marketing eines B2B-Unternehmens im deutschen Mittelstand geben – mit der Zielgruppe Handwerk. Denn das alte Klischee von „trockener Technik“ und „langweiligen Produktdatenblättern“ gilt schon lange nicht mehr. Marketing im technischen B2B-Bereich kann kreativ, modern und extrem spannend sein.

Wie ich in die Branche gekommen bin

Mein Name ist Katharina und ich arbeite seit knapp sieben Jahren im Marketing bei Hager. Ein Unternehmen in der Elektrobranche mit der Hauptzielgruppe Elektrohandwerk. Hager zählt in der Branche zu den Marktführern, ist außerhalb davon aber kaum bekannt – ein typischer „Hidden Champion“, wie es sie im deutschen Mittelstand häufig gibt.

Schon während meines Abiturs habe ich mir viele Gedanken gemacht, in welchem Bereich und welcher Branche ich mich beruflich wohlfühlen könnte.

Wenn man meine Lehrer*innen aus der Schulzeit fragt, war wahrscheinlich schon seit der ersten Klasse klar, dass ich später irgendetwas mit Kommunikation machen würde – sehr zum Leidwesen meiner Sitznachbar*innen….

Das „Was“ war also schnell klar. Aber das „Wo“?

Im Rahmen eines Praktikums in der 9. Klasse durfte ich dann die Elektrobranche kennenlernen – und sie hat mich sofort begeistert. Für mich vereint sie Sinnhaftigkeit, technische Innovationen und Zukunftsthemen wie Energiewende oder Digitalisierung.

Was bedeutet B2B-Marketing überhaupt?

Eine Definition vorab: Von B2B spricht man, wenn ein Unternehmen seine Produkte oder Dienstleistungen nicht an Endkund*innen verkauft, sondern an andere Unternehmen – also „Business-to-Business“.

In der Elektrobranche – beispielsweise bei Unternehmen wie „Hager“– oder in der Sanitärbranche – etwa „Hansgrohe“ – verkaufen produzierende Unternehmen ihre Produkte meist über einen mehrstufigen Vertrieb an den Fachgroßhandel. Dieser lagert die Ware und verkauft sie anschließend an das Fachhandwerk weiter.

In der Werkzeugbranche wiederum vertreiben manche Hersteller ihre Produkte direkt über eigene Online-Shops oder Stores. In beiden Fällen ist das Handwerk die zentrale Zielgruppe. (Hinweis: Die Werkzeuge werden auch über Baumärkte und Endkund*innen vertrieben, dies ist aber in diesem Beitrag nicht der Fokus)

Besonders spannend finde ich dabei, dass hier selten die Endkund*innen, Bauherr*innen oder Investor*innen alleine entscheidet, welche Marke eingesetzt wird. Häufig liegt diese Entscheidung auch bei den Fachbetrieben, die täglich mit den Produkten arbeiten und ihre Erfahrungen und Empfehlungen weitergeben.

Die Zielgruppe Handwerk

In vielen Bereichen unseres Alltags sind wir auf das Handwerk angewiesen. Gerade in der Elektrobranche gibt es erklärungsbedürftige oder sogar sicherheitsrelevante Arbeiten, die ausschließlich von Fachkräften durchgeführt werden dürfen. Hinzu kommt: Viele Tätigkeiten im Handwerk sind körperlich anspruchsvoll und finden unter herausfordernden Bedingungen statt – beispielsweise auf Baustellen oder Dächern im Sommer.

Genau deshalb finde ich das Handwerk eine unglaublich spannende Zielgruppe. Denn wer erfolgreich für diese Branche kommunizieren möchte, muss die Menschen, ihren Arbeitsalltag und ihre Herausforderungen wirklich verstehen.

Aus meiner Erfahrung gibt es dabei vier zentrale Punkte:

Vertrauen schlägt Werbung

Im Marketing für Handwerksbetriebe zählen weniger große Werbeversprechen, sondern vor allem Zuverlässigkeit, Qualität und praktische Lösungen. Entscheidend ist, ob Produkte im Arbeitsalltag wirklich funktionieren und ob man der Marke vertraut.

Deshalb ist es wichtig, die eigenen USPs und die Wahrnehmung der Marke am Markt genau zu kennen und gezielt in die Kommunikation einfließen zu lassen – man sollte nichts vorspielen!

Geschäft bleibt persönlich

Auch im B2B-Bereich entstehen viele Entscheidungen über persönliche Kontakte, Empfehlungen und langfristige Beziehungen. Deshalb spielen Messen, Außendienst und guter Kundenservice weiterhin eine wichtige Rolle.

Das Marketing muss diese Kommunikation sinnvoll begleiten und eine konsistente Markenwahrnehmung schaffen.

Praxisnah und fachlich korrekt

Marketing für das Handwerk sollte verständlich, relevant und praxisnah sein. Gleichzeitig spielen technische Details und Fachbegriffe eine wichtige Rolle und sollten in die Kommunikation einfließen: z.B. wenn es um Normen und Gesetze in der Branche geht.

Deshalb ist die enge Zusammenarbeit zwischen Marketing und technischen Fachabteilungen essenziell.

Die Branche wird digitaler

Auch das Handwerk verändert sich zunehmend. Viele Betriebe informieren sich online, nutzen Social Media oder arbeiten mit digitalen Tools.

Dadurch wird digitales Marketing immer relevanter. Hierbei ist es aber umso wichtiger authentisch zu bleiben und die Zielgruppe zu verstehen. Nicht immer ist z.B. eine „lockere“ Ansprache sinnvoll und zielführend.

Warum Marken im Handwerk so stark sind

Gerade im Handwerk ist Kundenloyalität extrem stark ausgeprägt. Viele Betriebe bleiben einer Marke über Jahre oder sogar Jahrzehnte treu. Und das funktioniert wirklich: Im Handwerk gibt es Marken, bei denen die Kundenbindung fast schon religiöse Züge annimmt.

Natürlich spielt die Qualität der Produkte eine entscheidende Rolle und ist nicht von der Hand zu weisen: Aber darüber hinaus liegt die eigentliche Stärke dieser Marken meiner Meinung nach in ihrer Markenführung und Kommunikation. Denn diese Unternehmen verkaufen nicht „nur“ Werkzeuge – sondern ein Lebensgefühl für Handwerker.

Hilti hat aus meiner Sicht verstanden, dass Handwerker keine Lust auf langweilige Werbung haben. Niemand möchte sich freiwillig eine PowerPoint-Präsentation über Bohrhämmer anschauen. Deshalb zeigt die Marke reale Baustellen, echte Einsätze und authentische Anwendungssituationen. Die Botschaft dahinter lautet sinngemäß:
„Mit Hilti bist du kein normaler Handwerker – du bist Profi.“

Auf Social Media funktioniert das hervorragend. Die Marke zeigt:

  • Maschinen im Einsatz
  • Baustellen-Content
  • Produkttests
  • echte Handwerker:innen

Dadurch entsteht eine starke emotionale Bindung zur Marke, an der auf Social Media über 100.000 Menschen teilhaben.

Festool verfolgt einen etwas anderen Ansatz: Besonders im Holz- und Innenausbau gilt die Marke als Premiumanbieter. Man könnte sagen: Festool ist das „Apple des Holzhandwerks“. Das zeigt sich auch in der Kommunikation. Bilder, Videos und Produkte wirken hochwertig, aufgeräumt und präzise.

Die Botschaft:
„Wer professionell und präzise arbeitet, nutzt Festool.“

Viele Handwerker:innen posten ihre Werkstätten inzwischen freiwillig auf Social Media – ähnlich wie andere Menschen ihre neuen Autos präsentieren. Dadurch entsteht sogenannter User-Generated-Content, der für die Marke enorm wertvoll ist.

DEC-Master – eine gute Vorbereitung?

Mit diesem Wissen über Markenwahrnehmung im B2B Bereich, erscheint die Arbeit im Marketing umso entscheidender für den Erfolg des Unternehmens. Denn hier entsteht die Kommunikation über die DNA des Unternehmens. Hier wird sichergestellt, dass die potentiellen Kund*innen von der Marke und den neuen Produkten und Lösungen erfahren.

Ihr stellt euch jetzt zurecht die Frage:

Aber wie bereitet mich der Studiengang DEC denn auf das Arbeiten im Marketing eines B2B Unternehmens vor?

Aus meiner „Sommersemester‑Perspektive“ kann ich sagen: DEC trifft ziemlich genau das, was man im B2B‑Marketing später braucht:

Was mir besonders gefällt: KI wird nicht als Fremdkörper behandelt, sondern ganz selbstverständlich mitgedacht. Nicht als „Problem“, sondern als Werkzeug, das einem die Arbeit erleichtern kann und neue Perspektiven eröffnet – diese Erkenntnisse werden im Berufsleben sehr nützlich sein.

Und der Ausblick?
Im Wintersemester geht’s dann mehr in Richtung Analyse. Ein Thema, das in der Praxis entscheidend wird: datengetriebenes Arbeiten, Analyse‑Methoden, digitale Marketing‑Technologien. Das hilft dabei, Kampagnen messbar zu machen, Zielgruppen besser zu verstehen und Entscheidungen fundierter zu treffen.
Einen spannenden Einblick in das Wintersemester gibt euch dieser Beitrag von Marlene.

Kurz gesagt: DEC bereitet euch gut darauf vor im B2B‑Marketing zu starten – durch eine Mischung aus Praxis, Tools und strategischem Denken.

Warum mich die Arbeit im B2B-Marketing begeistert

Aber dieses Wissen ist natürlich nur die halbe Miete. Dass mir die Arbeit hier so viel Spaß macht, liegt vor allem an den Aufgaben selbst. Das oft etwas trockene Image von ‚Business-to-Business‘ täuscht nämlich gewaltig.

Warum ich so gerne in diesem Bereich arbeite und was mich daran fasziniert, hat vor allem drei Gründe:

1. Man lernt Zielgruppen wirklich zu verstehen

Damit Marketingkampagnen funktionieren, muss man verstehen, wen man überhaupt erreichen möchtest. Dabei geht es nicht darum, was euch persönlich gefällt – sondern was für die Zielgruppe relevant ist. Genau darin liegt aber auch die Herausforderung: Häufig arbeitet man mit Zielgruppen, mit denen man vorher kaum Berührungspunkte hatte. Deshalb ist aus meiner Sicht Zuhören unglaublich wichtig. Um Bedürfnisse, Probleme und den Arbeitsalltag besser zu verstehen, helfen beispielsweise:

  • Umfragen
  • Interviews
  • Social Media
  • Datenanalysen
  • direkter Austausch mit Kund:innen

Die Erkenntnisse werden anschließend häufig in sogenannten Personas zusammengefasst.

In meinem eigenen Job arbeite ich genau in diesem Bereich: im Zielgruppenmarketing.

Meine Aufgabe ist es, die Zielgruppe im Unternehmen zu vertreten und gleichzeitig Inhalte sowie Angebote zu entwickeln, die nachhaltig begeistern. So stellt das Unternehmen sicher, dass Kampagnen für neue Produkte und Lösungen so ausgearbeitet sind, dass sie die Kunden auch ansprechen. Zusätzlich werden durch meine Arbeit auch neue Inhalte und Medien erarbeitet und bespielt – so sind z.B. Wissens-Poster ein wichtiges Medium für Berufsschulen.

2. Marketing im Handwerk ist moderner als viele denken

Was ich an B2B-Marketing im Handwerk besonders spannend finde, ist die moderne Art der Kommunikation. Viele Unternehmen setzen längst nicht mehr nur auf klassische Werbung, sondern auf:

  • Social Media
  • Podcasts
  • Events
  • digitale Content-Formate
  • Influencer aus der Branche

Besonders spannend finde ich, dass Inhalte oft deutlich praxisnäher und authentischer sind als in vielen anderen Branchen.

Ein Beispiel aus meiner Arbeit:
Um das junge Elektrohandwerk besser zu erreichen, habe ich gemeinsam mit einem Kollegen den Podcast „Zukunft elektrisch“ gegründet. Dort sprechen wir mit Expert*innen aus dem Unternehmen sowie Gästen aus der Branche über aktuelle Themen. Ziel ist es, komplexe Inhalte aus der Elektrobranche verständlich und kurzweilig aufzubereiten, sodass man sich „einfach“ weiterbilden kann.
Das ist wichtig, denn die Elektrobranche ist im Wandel und es kommen viele neue Technologien und Lösungen auf den Markt. Die Hersteller möchten sicherstellen, dass das Fachhandwerk eine Möglichkeit hat sich dahingehend weiterzubilden bzw. aktuell zu halten. Der Podcast ist daher, neben anderen Medien, ein wichtiger Kommunikationskanal um die Zielgruppe zu informieren.

Hier findest du den Podcast, zum Reinhören:

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3. Man beschäftigt sich mit Zukunftstechnologien

Viele Produkte im B2B-Bereich – gerade in der Elektro- oder Werkzeugbranche – sind technisch komplex und erklärungsbedürftig.

Genau das macht die Arbeit für mich spannend. Themen wie: Energiewende, Nachhaltigkeit, Smart Home, Digitalisierung oder KI verändern die Branche aktuell enorm. Dadurch entstehen ständig neue Produkte, Lösungen und Technologien. Damit diese erfolgreich eingesetzt werden können, reicht es allerdings nicht aus, sie einfach nur zu verkaufen. Das Fachhandwerk muss verstehen wie Produkte funktionieren, wie sie installiert werden und wie sie im Alltag eingesetzt werden. Genau hier spielt das Marketing eine wichtige Rolle.

Gemeinsam mit Produktmanagement und technischen Expert*innen entstehen Inhalte wie:

  • How-to-Videos
  • Schulungen
  • Produktdemonstrationen
  • FAQ-Seiten
  • Anleitungen

So werden komplexe Themen und neue Lösungen verständlich und praxisnah erklärt, sodass auch der Einbau problemlos funktioniert.

Was ich daran besonders mag:
Man bewirbt nicht einfach irgendein Produkt, sondern beschäftigt sich ständig mit Technologien und Entwicklungen, die direkten Einfluss auf die Zukunft haben. In meiner Position arbeite ich z.B. aktiv an Schulungen und Webinaren für das junge Elektrohandwerk und Lehrenden mit und bewerbe diese dann gezielt auf den passenden Kanälen, um die Zielgruppe zu erreichen.

Mein Fazit:

Die wenigsten denken bei Marketing wahrscheinlich an das Handwerk.

Aber ich kann sagen, dass spannende Marketingarbeit auch oder vielleicht besonders im B2B-Bereich entstehen kann: Man beschäftigt sich mit echten Herausforderungen aus der Praxis, arbeitet an Zukunftsthemen wie Digitalisierung oder der Energiewende und entwickelt Kommunikationsmittel, die Menschen im Arbeitsalltag erreichen und weiterhelfen. Außerdem finde ich spannend, wie nah man im B2B-Marketing an den Zielgruppen arbeitet. Man beschäftigt sich nicht nur mit Kampagnen, sondern versucht wirklich zu verstehen, was Kund*innen brauchen und wie Marken langfristig Vertrauen aufbauen können.

Deshalb glaube ich, dass B2B-Marketing für das Handwerk gerade für DEC-Studierende ein sehr spannendes Berufsfeld sein kann. Und das Wichtige: Der Studiengang Dialogmarketing & E-Commerce bereitet euch darauf sehr gut vor – viele Inhalte aus dem Studium lassen sich später direkt in der Praxis anwenden.

–> Hast du Fragen zu meiner Arbeit oder möchtest dich mit mir austauschen?
Schreib mir gerne!

Dass man mit dem Master DEC in vielen Bereichen starten kann, zeigen euch auch die folgenden Beiträge von Alumnis aus dem DEC Studiengang:

Birgit Mellert und ihr Weg ins internationale Marketing

Florian Brenner uns sein Weg zum Data Consultant

B2B Definition: vgl. https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/business-business-markt-28155/version-439133

Bilder: Eigene Aufnahmen und Bearbeitung durch Canva

Titelbild: Generiert mit Gemini und Canva

Grafiken: Generiert mit Canva

Studium

Mein ehrlicher DEC-Survival-Guide durch das Wintersemester

Nur zwei Tage in der Woche Uni? Das Studium „Dialogmarketing & E-Commerce“ im idyllischen Schwarzwald wirkt erst einmal ziemlich entspannt. Doch der Schein trügt: Projektarbeiten und Deadlines stapeln sich schneller, als dir lieb ist. Damit du nicht im Stress untergehst, zeige ich dir hier, mit welchen Tipps und Tricks du das Wintersemester erfolgreich rockst.

Eine Studentin steht vor dem Kloster Gengenbach, der Hochschule Offenburg und schaut in den Himmel, wo eine Gedankenblase mit den Worten: "Next Step: DEC-Master" steht.

Nach meinem Bachelor in Medien und Informationswesen an der Hochschule Offenburg war für mich klar: Das war noch nicht alles. Als ich dann den DEC-Master direkt hier entdeckt habe, war die Entscheidung eigentlich sofort gefallen. Drei Semester, starker Praxisbezug und der Campus war mir schon bestens bekannt. Warum also wechseln, wenn man hier schon alles hat, was man braucht?

Neben meinen eigenen Erfahrungen stecken in diesem Guide auch Insights aus einer Umfrage unter 19 Alumni, die ich persönlich via LinkedIn kontaktiert habe. Damit bist du für den Start im DEC bestens gewappnet.

Trennelement mit To-Do-Liste

Die Vorbereitung: Dein Werkzeugkoffer für das Semester

Bevor wir zu den einzelnen Stationen kommen, musst du deine Grundausrüstung prüfen. Ohne die richtigen Werkzeuge stürzt du ab, noch bevor der November richtig anfängt.

Ein Koffer mit der Aufschrift "DEC", der 4 Elemente enthält: einmal eine Gruppe, die zusammensteht. Ein Symbol, dass KI darstellt. Eine Mealprep-Box. Und ein Symbol, dass einen Menschen in der Mitte zeigt und um ihn herum sind Symbole die ein Orga Tool darstellen sollen.

Such dir dein Dream-Team: Im DEC-Master kommst du alleine nicht weit. Eine verlässliche Gruppe ist der wichtigste Baustein für deinen Erfolg. Die Alumni bestätigen: Auf ihrer Prioritätenliste steht das Team unangefochten auf Platz 1. Such dir also gezielt Leute, die genauso motiviert sind wie du.

KI als „Secret Weapon“: Ich setze NotebookLM, Claude und Gemini gezielt ein, um auch bei anspruchsvollen Klausuren oder Projekten die Inhalte nicht nur zu überfliegen, sondern wirklich zu durchdringen. KI Tools belegen in der Umfrage unter Ehemaligen Platz 2.

Nutz ein Orga-Tool: Notion rettet dich vor dem Chaos in WhatsApp oder Drive. Mit meinem Template behältst du Deadlines sicher im Griff. Genau deshalb landen solche Organisationstools bei den Absolvent*innen auf Platz 3.

Meal-Prep-Hack: Ein Teil der Vorlesungen findet im Kloster Gengenbach statt, wo es keine Mensa gibt. Meal Prep ist für mich deshalb Pflicht. Inspiration dazu findest du in einem Beitrag hier auf honey.

Trennelement mit Frau, die durch ein Fernglas schaut.

Ein Blick auf dein Semester: Was dich erwartet

Kurz-Check gefällig? Um nicht den Überblick zu verlieren, behalte diese Meilensteine im Kopf: drei Referate, zwei Großprojekte und drei Klausuren.

Übersichts-Grafik von den Prüfungsleistungen, die im Wintersemester anstehen.

Damit du nicht nur allgemeine Hacks bekommst, gehen wir jetzt jede Station einzeln durch.

Trennelement mit gelber Flagge, wo eine 1 draufsteht.

Station 1: Die Kletterpassagen im Präsentationsmarathon

Prüfungen sind in dieser Phase noch weit weg. Zuerst heißt es: Durchbeißen durch ein dichtes Netz aus Recherche, Meetings und Deadlines.

Zwei Hände die ein Smartphone bedienen, und dabei Symbole erscheinen, wie ein Daumen hoch, ein Like, ein Share und ein Textsymbol.

Social Media Marketing

Ihr haltet ein Referat über ein aktuelles Thema. Wir hatten zum Beispiel virtuelle Influencer. Teilt die Aufgaben früh auf. Trefft euch regelmäßig für gemeinsame Diskussionen. Der Vortrag muss am Ende wie aus einem Guss klingen. Vermeidet, dass der Vortrag nur aus einzelnen Stücken besteht. Die Präsentation findet im Januar statt.

Ein Einkaufswagen mit Smiley-Barometer

Konsumentenpsychologie

Ihr bearbeitet Themen wie Markenzufriedenheit, Markensympathie oder Markenloyalität. Da die Phase schon im November oder Dezember startet, solltet ihr frühzeitig anfangen. Das zahlt sich am Ende definitiv aus.

Ein Graphen, der nach oben steigt und von einer Lupe näher betrachtet wird.

Trends im Datenmanagement

Hier steht ein Vortrag zu einem Trendthema wie Künstliche Intelligenz auf dem Programm. Reine Theorie verfehlt hier das Ziel. Bringe handfeste Praxisbeispiele mit. Der Start ist ebenfalls im November. Gute Pläne für dein Zeitmanagement sind auch hier Pflicht.

Psst! Meine persönlichen Top 3 Präsentationstipps
Grüner Haken

Öffnet nie mit „Heute präsentieren wir euch das Thema X“. Das vergisst jeder sofort. Startet stattdessen mit einer provokanten These, einer überraschenden Zahl oder einem kurzen echten Beispiel. Die ersten 30 Sekunden entscheiden, ob das Publikum zuhört oder abschaltet.

Grüner Haken

Übt nicht nur die Inhalte, sondern explizit die Übergänge zwischen den Sprechenden. Genau dort verlieren Gruppen ihren Flow. Und genau das fällt Professor*innen auf.

Grüner Haken

Macht den „So what?“-Test: Nach jeder Folie fragt ihr euch: Was soll unser Publikum damit mitnehmen? Wenn ihr keine klare Antwort habt, braucht die Folie nicht in eure Präsentation.

Trennelement mit gelber Flagge, auf der eine zwei steht.

Station 2: Die Königsetappe mit zwei Großprojekten

Zwei Mammutprojekte laufen parallel zu deinen anderen Aufgaben. Das Geniale daran: Du arbeitest hier nicht für die sprichwörtliche Schublade, sondern löst echte, handfeste Cases für Praxispartner. Mit welchen Unternehmen kooperiert wird, variiert von Semester zu Semester. In unserem Fall (Wintersemester 25/26) war das beispielsweise der Medienkonzern Hubert Burda Media. Die finalen Präsentationen stehen im Januar an.

Fünf Studentinnen präsentieren in einem Vorlesungsraum ein Projekt.

Dialogmarketing und Mediaplanung Workshop

In unserem Semester haben wir organischen Content für die Climaclic Klimalotterie erstellt. Dafür mussten wir Künstliche Intelligenz als Werkzeug nutzen. Nutzt eure individuellen Stärken für die Aufgabenverteilung und stimmt euch regelmäßig ab, um den Prozess effizient zu steuern und Unnötiges frühzeitig zu eliminieren.

Fünf Studentinnen präsentieren in einem Vorlesungsraum ein Projekt.

E-Commerce-Konzeption und -Testing

Wir durften ein komplettes UX-Testing für den neuen Aboshop von Focus durchführen. Mit echten Probanden, Eyetracking und Tiefeninterviews haben wir die Benutzerführung auf Herz und Nieren geprüft. Das bedeutet zwar extrem viel Arbeit, aber es ist ein steiler Lernanstieg, bei dem man viel mitnimmt. Und glaub mir: Nach diesem Projekt siehst du jede Website mit anderen Augen und weißt endlich, was ein wirklich gutes Nutzererlebnis ausmacht.

Alumni Info Symbol
Was die Alumni für die Großprojekte empfehlen:
  • Unternehmen proaktiv einbinden: Tretet frühzeitig mit den Praxispartnern in Kontakt, denn das hinterlässt einen professionellen Eindruck und wird sehr geschätzt.
  • Regelmäßiger Austausch mit den Profs: Klärt frühzeitig die jeweiligen Erwartungen, da diese den Projekterfolg maßgeblich beeinflussen.
  • Fokus bewahren: Verliert euch nicht zu sehr in Details. Baut die Präsentation wie eine Storyline auf, bei der ihr erst das Problem skizziert und dann die Lösung vorstellt.
  • Strukturierte Teamarbeit: Klare Rollen und kurze, zielgerichtete Meetings sind der Schlüssel. Wer versucht, alles gleichzeitig gemeinsam zu machen, landet meist im Chaos.
Trennelement mit einer Frau, die auf einer Bank sitzt.

Zwischenstation Gengenbach: Dein Ausgleich auf dem Weg nach oben


Im DEC hast du zwei Vorlesungstage pro Woche: einen am Campus Offenburg, den anderen im Kloster Gengenbach.
Mein Tipp: Nutz Gengenbach für deinen Ausgleich. Das Städtchen liegt mitten im Grünen zwischen Wald und Weinbergen. Es ist der perfekte Ort für Spaziergänge durch die Altstadt, Kaffeetrinken mit Kommiliton*innen, Sport oder abendliche Bar-Besuche. Die Alumni sind sich übrigens einig: Dieser Ausgleich ist essenziell. Ohne diese bewussten Pausen knallst du im Februar ungebremst gegen die Wand. Laptop weglegen und durchatmen ist keine Schwäche, sondern deine wichtigste Erfolgsstrategie.

Meine Go-To-Spots in Gengenbach

Trennelement mit 3 Alumni, die einen traurigen und einen fröhlichen Smiley in der Hand jeweils halten

Die Meinung der Alumni

Was sagen die Alumni noch zum Studium? Hier sind weitere spannende Fragen und Antworten, die ich für dich gesammelt habe:

Würdest du den DEC-Studiengang weiterempfehlen?

Das Ergebnis ist differenziert, aber positiv: Rund 42 % sagen „Eher ja“, weitere ca. 31 % empfehlen ihn „Auf jeden Fall“. Auf der anderen Seite würden rund 21 % eher abraten und ca. 5 % würden ihn nicht weiterempfehlen.

Als Gründe für eine Empfehlung nannten die Alumni vor allem den starken Praxisbezug mit echten Unternehmensprojekten, den Netzwerkaufbau und die Abwechslung von Marketing und Technik-Themen. Besonders hervorgehoben wurde, dass man durch die Teamarbeit die wertvollsten Soft Skills gewinnt. Kritik gab es hingegen für den hohen Aufwand im Vergleich zu den ECTS.

Ist ein Werkstudentenjob im Wintersemester realistisch?

Es kommt auf das richtige Maß an!

Der „Sweet Spot“ (52,6 %): Bis zu 15 Stunden pro Woche sind für die meisten gut machbar.

Die Vorsichtigen (26,3 %): Sie empfehlen maximal 10 Stunden, um entspannt durchzukommen.

Die Power-User (15,8 %): 20 Stunden sind machbar, aber eben eher die Ausnahme.

Mein persönlicher Rat: Übernimm dich nicht! Falls du dich für einen Job entscheidest, hilft mir ein Notion-Dashboard extrem dabei, zwischen Vorlesungen und Arbeit nicht den Überblick zu verlieren.

Wann wird’s richtig stressig?

Das Ergebnis ist eindeutig: 63,2 % nennen die Phase von Januar bis Februar – Projekt-Endspurts und Klausurenphase kombiniert – als die härteste Zeit. Für 31,6 % war die Phase von November bis Dezember mit den Präsentationen am belastendsten.

Als Grund nannten sie zu viele parallele Deadlines und fehlende Pausen zwischen Abgaben und Prüfungen. Zudem passiert häufig der klassische Fehler, die Klausurvorbereitung wegen der Präsentationen zu lange aufzuschieben.

Welche Fächer sind wirklich am schwersten?

Die Alumni haben mir jeweils ihre Top 3 der schwierigsten Fächer verraten. Hier ist das Gesamtergebnis (n=19):

  1. Data Analytics – 63,2 % (klarer Spitzenreiter)
  2. Online- und Social Media Recht – 52,6 %
  3. Trends im Datenmanagement – 36,8 %
  4. UX-Testing und Multichannel Retailing – je 31,6 %
  5. Dialogmarketing-Präsentation – 15,8 %
  6. Social Media Marketing – 5,3 %

Damit du bestens für die beiden anspruchsvollsten Fächer gewappnet bist, werfen wir im nächsten Abschnitt einen Blick auf die Klausuren.

Trennelement mit gelber Flagge, auf der eine drei steht.

Station 3: Der finale Gipfelsturm in der Klausurenphase

Die Prüfungsphase zieht sich über etwa drei Wochen. Da die Zeitabstände zwischen den Klausuren extrem kurz sind, zahlt sich eine gute Vorbereitung aus. Wer hier strukturiert bleibt, kommt entspannter durch diese Phase.

Online und Social Media Recht

Du hast keine Juravorkenntnisse? Willkommen im Club. Die juristische Fallprüfung erfordert eine neue Denkweise. Sei unbedingt in der Vorlesung präsent. Das dort besprochene Schema ist der Schlüssel für die Klausur.

Mein Geheimtipp: Nutze Falllösebücher aus der Bibliothek. So gewinnst du Sicherheit in der Anwendung, da das genau der Kern der Klausur ist.

Ein Schnappschuss eines Schreibtisches, auf dem sich zwei Gesetzbücher befinden, sowie ein Fall-Löse-Buch.

Fälle üben, üben, üben …

Multi-Channel-Management als Verbundklausur

Multi-Channel-Retailing: Hier wartet ein 50-Fragen-Katalog auf dich. Manche Ehemaligen schwören darauf, die Antworten stur auswendig zu lernen. Mein Tipp: Arbeite den Katalog wöchentlich auf, dann hast du kurz vor der Prüfung keinen Stress.

Strategisches Marketing: Dieses Fach ist sehr praxisnah. Der Professor nutzt anschauliche Beispiele aus seinem Berufsleben, wodurch die Theorie sofort greifbar wird. Wer in der Vorlesung aktiv mitmacht, verankert das Wissen direkt und spart sich so viel Lernaufwand für die Klausur.

Ein Vorlesungssaal, bei dem ein Beamer eine Vorlesungsfolie projiziert, wo es über "Entscheiden & Führen" geht

Sketchnotes statt trockener Folien im Strategischen Marketing

Data Modelling, Mining und Analytics

Die Klausur besteht aus zwei Teilen:

Data Analytics: Hier sind die Altklausuren pures Gold. Fang so früh wie möglich an, diese zu üben. Das Labor ist zudem eine super Abwechslung: Hier wendest du die Theorie praktisch an, wodurch sie viel besser hängen bleibt.

Data Modelling, Mining: Nutze unbedingt die zusätzlichen Übungsstunden des Professors. Ihr rechnet dort echte Aufgaben aus alten Prüfungen durch. Das ist die effektivste Vorbereitung, die du bekommen kannst.

Ein PC im KNIME Labor, wo man das Programm "KNIME" sieht mit Workflow.

Im KNIME-Labor

Das perfekte Lern-Timing?

Hier gehen die Meinungen etwas auseinander:

Mein Rat: Setz auf Beständigkeit statt auf Panik. Je eher du startest, desto stressfreier wird deine Prüfungsphase.

Vorsicht vor der Lawine: Wahlpflichtfächer

Du kannst im Wintersemester zwar schon Wahlpflichtfächer belegen, obwohl diese eigentlich für das Sommersemester konzipiert sind. Mein Rat: Mache freiwillig maximal ein Fach. Das Wintersemester ist extrem kompakt. Spare dir deine Kapazitäten für die Kernfächer.

Welche Wahlpflichtfächer wählen? Das empfehlen die Alumni:

Alle Details zu den Fächern findest du direkt im Moodle-Kurs, sobald du immatrikuliert bist.

Trennelement mit Gipfel und gelber Flagge.

Der Blick vom Gipfel

Das Wintersemester im DEC ist herausfordernd. Doch nach der letzten Prüfung im Februar weißt du, warum du hier bist: Du wächst an den Aufgaben und nimmst praxisnahe Fähigkeiten mit, die dir kein Lehrbuch bieten kann.

Eine Studentin, die auf dem Gipfel sitzt und in der rechten Hand eine gelbe Flagge mit der Aufschrift "DEC" in der Luft schwingt.

Bist du bereit, den DEC-Gipfel im Wintersemester zu stürmen? Hier geht’s direkt zur Bewerbung.

Noch unsicher, ob der Studiengang zu dir passt? Finde es in meinem Quiz heraus:

Textquellen
Bildquellen
  • Titelbild: mit Gemini und Canva erstellt
  • Einleitungsbild: eigenes Foto mit Canva bearbeitet
  • alle Zwischen-und Umfrage-Grafiken: mit Canva erstellt
  • Werkzeugkoffer: mit Canva erstellt
  • Überblicks-Grafik: mit Canva erstellt
  • Präsentations-Grafiken: mit Canva erstellt
  • Großprojekte: eigene Bilder mit Gemini bearbeitet
  • Zwischenstation Gengenbach: eigene Bilder mit Canva bearbeitet
  • Klausuren-Bilder: eigene Bilder mit Gemini nachbearbeitet
  • Blick vom Gipfel: eigenes Bild bearbeitet mit Gemini
Studentenleben

Ästhetik, Sport und Zukunftspläne: Aylin im Portrait

Bei Aylin gilt: Keine Standartfloskeln, sondern Fokus auf den, was wirklich zählt. Das Portrait zeigt Aylin, wie sie den Spagat zwischen Masterstudium und persönlicher Balance meistert. Ein ehrlicher Einblick in ein Leben voller Ästhetik, Sport und Zukunftsplänen, bei denen eins feststeht: Karriere ja, aber eben nicht um jeden Preis.

Fact-Check: Aylin im Schnelldurchlauf

Bevor wir tief in Aylins Geschichte eintauchen, starten wir mit einem schnellen Rundum-Check über sie.

Aylins Weg zum Master

Dass Aylin heute erfolgreich im Master sitzt, war für sie nicht ganz selbstverständlich. Aufgewachsen mit sechs Geschwistern und ohne akademischen familiären Hintergrund, fand sie vor allem in ihren älteren Geschwistern wichtige Vorbilder. Sie lebten ihr vor, was machbar ist, und weckten in Aylin den Gedanken: „Warum eigentlich nicht auch ich?“

Allerdings lief nicht alles von Anfang an glatt. In ihrer Realschulzeit fiel ihr das Lernen oft schwer und Zweifel am Erfolg eines späteren Studiums begleiteten sie. Die Wende kam dann mit dem Wechsel auf das Wirtschaftsgymnasium. Aylin merkte schnell, dass ihr BWL absolut liegt, blühte auf und tankte neues Selbstvertrauen. Ihre logische Konsequenz: das anschließende Bachelorstudium in Offenburg.

 

Nach dem Bachelor-Abschluss stand sie vor der klassischen Frage, die vermutlich jeder Studierende kennt: direkter Berufseinstieg oder doch noch den Master? Aylin hat sich ganz bewusst für das weiterstudieren entschieden. Weniger wegen eines starren Karriereplans, sondern weil sie sich schlichtweg noch zu jung für einen Vollzeitjob fühlte. Der Master schenkt ihr die Zeit, sich fachlich wie persönlich weiterzuentwickeln und sich über ihre Zukunft klar zu werden.

Dabei erlebt sie den Master als deutlich praxisnäher, als sie zunächst erwartet hatte. Besonders die vielen Gruppenarbeiten prägen ihren Studienalltag. Es geht nicht nur darum, eigene Aufgaben zu erledigen, sondern sich abzustimmen, gemeinsam Ideen zu entwickeln und Verantwortung im Team zu übernehmen. Genau das macht das Studium manchmal herausfordernd, aber auch lebendig.

Theorie trifft Praxis

Neben dem Master-Studium stellt Aylin ihre Fähigkeiten direkt in der Praxis unter Beweis. Sie arbeitet bei der Straumann Group im Produktmarketing. Stark eingebunden im Social-Media-Bereich, gehört das Gestalten von Content, zu einer ihrer Hauptaufgaben. An ihrer Arbeit begeistert sie vor allem die Mischung daraus, sich kreativ auszutoben und gleichzeitig fachlich dazuzulernen. Sie sagt selber, dass sie merkt wie wichtig es ist, echtes Interesse an dem zu haben, was man tut. Denn wenn einem eine Aufgabe richtig Spaß macht, fällt es auch viel leichter, gut darin zu werden. Diese Erkenntnis hilft ihr dabei, ihre beruflichen Interessen besser einzuordnen. Gleichzeitig meint sie, dass sie sich nicht für immer auf einen einzigen Bereich festlegen möchte, sie braucht Abwechslung, neue Eindrücke und Herausforderungen, an denen sie wachsen kann.

Zwischen Social Media, Cafés und schönen Momenten

Wenn man Aylin kennenlernt, merkt man schnell, dass sie ein Mensch ist, der sehr auf Ästhetik bedacht ist. Sie achtet im Alltag gerne darauf, wie Dinge aussehen, egal ob Kleidung, Make-Up oder Bilder von schönen Momenten, die sie festhält. Im Gespräch hat sie mir erzählt, dass es ihr dabei gar nicht um oberflächliche Perfektion geht, sondern vielmehr darum, Dinge bewusst schön zu gestalten, sie wahrzunehmen und sich dadurch einfach wohlzufühlen. Sie liebt es, Bilder zu machen und Augenblicke festzuhalten, nicht nur für Social Media, sondern auch für sich selbst.

Besonders gerne trifft sie sich mit Freundinnen in Cafés. Dort kann sie abschalten, reden, lachen und den Uni- und Arbeitsalltag für einen Moment hinter sich lassen. Gleichzeitig passen diese Treffen perfekt zu ihrem Sinn für Ästhetik, denn Aylin hat einfach ein Auge für ein schönes Café, gutes Licht und den besonderen Moment.

Deshalb sind Plattformen wie Instagram und TikTok für sie auch weit mehr als nur ein netter Zeitvertreib. Sie nutzt sie intensiv im Alltag, um sich inspirieren zu lassen, neue Trends aufzusaugen und Ideen zu sammeln.

 

Gleichzeitig geht Aylin aber auch sehr offen mit den Kehrseiten von Social Media um und weiß, dass sie sich oft davon beeinflussen lässt. Trends, Meinungen und perfekte Bilder aus den Bereichen Mode, Reisen, Beauty oder Lifestyle gehen nicht spurlos an ihr vorbei und verändern manchmal ganz automatisch die eigene Wahrnehmung.

Trotz des Wissens, dass online extrem viel inszeniert ist, bleibt eine gewisse Wirkung eben selten aus.

Sport als Ausgleich

Um den Kopf vom Uni- und Arbeitsstress freizubekommen, setzt Aylin voll auf Bewegung. Krafttraining nimmt einen großen Platz in ihrem Leben ein und gibt ihr im Alltag eine feste Struktur. Sie geht regelmäßig ins Gym und achtet diszipliniert auf ihre Ernährung. Ebenso gehören Tennis und Tanzen zu ihren Interessen, auch wenn sie diesen nicht immer regelmäßig nachgeht. Für Aylin ist das Ganze weit mehr als nur ein Hobby, es hilft ihr aktiv vom Stress abzuschalten. 

Du möchtest noch mehr darüber erfahren, wie Aylin mit Stress umgeht, und mehr Struktur in ihren Alltag bringt? Schaue dir hier ihren Beitrag an: Vom Dauerstress zur Struktur: Mein System für Studium, Job und Freizeit

Fernweh im Herzen, die Familie im Gepäck

Das Reisen zählt zu einer der großen Leidenschaften von Aylin. Für sie bedeutet Reisen weit mehr als eine bloße Auszeit von der gewohnten Routine. Es ist für sie mehr ein Gefühl von echter Freiheit und eine Quelle für neue Inspiration. Am liebsten würde sie einmal die ganze Welt mit eigenen Augen sehen, wobei ein ganz besonderes Traumreiseziel ganz oben auf ihrer Liste steht: einmal auf die Philippinen zu reisen. 

Doch so sehr sie das Fernweh auch packt, ihre absoluten Lieblingsurlaube sind die, die sie mit ihrer Familie teilen kann. Denn diese gemeinsamen Tage sind für die mehr als nur eine normale Urlaubsreise. Es ist wertvolle, unbezahlbare Zeit, im Kreis ihrer Liebsten, welche früher in einer so großen Familie nicht immer selbstverständlich war. Genau aus diesem Grund, möchte ihre Familie daraus in Zukunft eine feste neue Tradition machen. Einmal im Jahr wollen sie für eine Woche alle zusammen wegfahren und dies dann später auch gerne noch mit Partnern und Kindern.

 

Der Blick nach vorn

Wie es nach dem Master weitergeht? Das kann sie selber noch nicht ganz beantworten. Was sie aber weiß ist, dass sie nicht sofort in den klassischen 40-Stunden Arbeitsalltag starten möchte. Vielmehr zieht es sie erst einmal raus aus der gewohnten Umgebung. Vielleicht kommt der Umzug in eine andere Stadt für eine gewisse Zeit oder es geht ins Ausland um neue Erfahrung zu sammeln. Immerhin steht eine Reise auf die Philippinen ganz oben auf ihrer Bucket List. Eins ist auf jeden Fall sicher, egal wie weit sie dabei wegzieht, ihre Familie bleibt für sie immer der feste Bezugspunkt und ein Ort an den sie jederzeit zurückkommen kann.

Karriere ist ihr zwar wichtig, aber eben nicht um jeden Preis. Aylin möchte sich weiterentwickeln, aber gleichzeitig genug Raum für sich selbst behalten. Es geht ihr um die richtige Balance im Leben: Platz für bewusste, disziplinierte Auszeiten im Gym, für inspirierende Treffen bei Kaffee-Dates mit ihren Freundinnen und all die schönen Augenblicke, die das Leben abseits von Hörsaal und Job erst lebenswert machen.

Du möchtest mehr über Aylin und ihren weiteren Weg erfahren, dann melde dich gerne bei ihr 🙂

 

 

Bildquellen
  • Titelbild: Eigene Aufnahmen von Aylin, Bearbeitet via Canva von mir
  • Abbildung 1 Steckbrief: Eigene Aufnahmen von Aylin, Bearbeitet via Canva von mir
  • Abbildung 2 Weg zum Master: Eigene Aufnahmen von Aylin, Bearbeitet via Canva von mir
  • Abbildung 3 Foto Icon: Erstellt via Canva
  • Abbildung 4 Café: Eigene Aufnahmen von Aylin
  • Abbildung 5 Sport: Eigene Aufnahmen von Aylin
  • Abbildung 6 Reisen: Icon erstellt via Canva
  • Abbildung 7 Reisen: Eigene Aufnahmen von Aylin
  • Abbildung 8 Arbeit: Icon erstellt via Canva

Studentenleben

Neue Studis aufgepasst: Die besten Erlebnisse in Offenburg & Gengenbach

Du bist für dein Studium nach Offenburg oder Gengenbach gezogen und fühlst dich noch etwas verloren? Keine Sorge! Um dir den Einstieg zu erleichtern und das Beste aus deiner Zeit hier herauszuholen, habe ich eine Liste meiner Lieblingsorte in beiden Städten zusammengestellt. Von klassischen Sehenswürdigkeiten bis hin zu den besten Restaurants und Bars gibt es hier überraschend viel zu entdecken. Bist du bereit für eine Entdeckungsreise durch Offenburg und Gengenbach?

Offenburg und Gengenbach im Überblick:

Offenburg und Gengenbach sind zwei eher kleine, aber sehr charmante Städte im Südwesten Deutschlands. Offenburg ist eine Stadt mit etwa 60.000 Einwohnern und die größte Stadt in der Ortenau. Gengenbach hingegen ist eine kleinere Stadt mit rund 11.000 Einwohnern und bekannt für seine unglaublich schöne Altstadt. Der Hauptcampus der Hochschule befindet sich in Offenburg und konzentriert sich auf die Technik, IT und Medien. Am Campus Gengenbach befindet sich die Fakultät für Wirtschaft, wo die Vorlesungen entweder im Bildungscampus oder im historischen Kloster – mitten in der Innenstadt – stattfinden.

Meine Favoriten, die du hier gesehen haben musst:

Seit meinem Umzug im März 2024 für meinen Master an der Hochschule Offenburg wohne ich in einer kleinen, aber absolut ausreichenden Einzimmerwohnung in Gengenbach. In den wenigen Monaten, die ich hier lebe, habe ich schon super viel entdeckt. Hier sind meine Favoriten, die du unbedingt gesehen haben musst:

Der Aussichtspavillon in den Weinbergen von Gengenbach

Den Aussichtspavillon findest du in den Weinbergen Gengenbachs und er verspricht eine wunderschöne Aussicht auf Gengenbach und die Kinzig. Der Wanderweg führt vorbei an der Jakobuskapelle, die ein markantes Wahrzeichen der Stadt darstellt.

Kleine Bildergalerie des Wanderwegs:

Hier sind einige Eindrücke, die ich auf dem Wanderweg zum Aussichtspavillon festgehalten habe:

Unter dem Titel „ARTist im Weinberg“ haben verschiedene Künstler*innen aus der Region Gemälde entlang des Wanderwegs ausgestellt. Thema der Ausstellung ist das Lied „What a wonderful world“ und soll die Schönheit der Erde und die Glücksmomente in einer oft zu grausamen Welt verdeutlichen.

Hier ein kleiner Einblick in die ausgestellten Kunstwerke:

Tipp:
Um die Weinberge in Gengenbach genauer zu erkunden, kannst du an gemeinsamen Wanderungen der Stadt Gengenbach teilnehmen. Diese sind oft verbunden mit einer leckeren Weinprobe – also eine perfekte Idee, um deine Kommiliton*innen auch außerhalb der Vorlesungen besser kennenzulernen.

Die Gengenbacher Altstadt

Die Altstadt von Gengenbach ist unglaublich schön und auf jeden Fall einen Besuch wert. Du findest dort neben charmanten Fachwerkhäusern und malerischen Ecken eine Auswahl an verschiedenen Cafés und Restaurants, sowie kleineren Geschäften.

In der kurzen Zeit, in der ich hier wohne, habe ich hier schon einiges ausprobiert und bin fasziniert, wie facettenreich dieses kleine Städtchen ist. Ein besonderes Highlight ist das schöne Rathaus am Marktplatz. Zur Weihnachtszeit verwandelt sich das Rathaus in den größten Adventskalender der Welt, was die Stadt in ein festliches Lichtermeer taucht und unzählige Besucher anlockt. Außerdem bietet Gengenbach eine Vielzahl von kulturellen Veranstaltungen und Festen, wie zum Beispiel das jährliche Weinfest oder der traditionelle Fasnachtsumzug.

Die Gengenbacher Altstadt wird auf der Bewertungsplattform Tripadvisor mit 4,5 Sternen bewertet und sehr für ihren Charme gelobt. Lese die Rezensionen der Besucher*innen für weitere Eindrücke, Fotos und Tipps.

Das Schloss Ortenberg

Zwischen Offenburg und Gengenbach liegt das beeindruckende Schloss Ortenberg. Umgeben von Weinbergen bietet es nicht nur eine interessante Geschichte, sondern auch eine fantastische Aussicht auf die Umgebung.

Im 12. Jahrhundert wurde dieses Schloss zur Sicherung des Kinzigtales erbaut und im Laufe der Zeit mehrmals zerstört und wieder aufgebaut. Das heutige Schloss entstand Mitte des 19. Jahrhunderts und wird heute hauptsächlich als Jugendherberge oder für Seminare verwendet.

Tipp:
Das Schloss Ortenberg eignet sich auch super, um alleine oder mit Freunden den Sonnenuntergang zu genießen. Weitere schöne Orte findest du in diesem Blogbeitrag.

Meine Favorite Food-Spots in der Umgebung

Da ich es liebe auswärts Essen zu gehen, habe ich schon einige Restaurants in der Gegend ausprobiert und bisher – zum Glück – nur gute Erfahrungen gemacht.

Namaste Bawi’s

Dieses indische Restaurant findest du in der Gengenbacher Innenstadt, nur wenige Gehminuten vom Kloster entfernt. Die Speisekarte bietet eine riesige Auswahl köstlicher Gerichte, sowohl vegan und vegetarisch, als auch für Fleischliebhaber*innen. Wer kein Fan von indischem Essen ist, kann sich auch für klassische Nudelspezialitäten entscheiden – hier ist also für jeden etwas dabei. Besonders empfehlen kann ich die gemischte Pakora Platte als Vorspeise und danach als Hauptgericht das Butter Chicken mit Reis.

Und wer das Haus nicht mehr verlassen möchte, kann sich das Essen auch nach Hause liefern lassen. Entweder per Telefon bestellen unter 07803 5020187 oder ganz bequem über Lieferando.

Bäckerei Konditorei Café Honig

Das Café Honig liegt in Gengenbach direkt am Marktplatz und bietet neben leckerem Kaffee und Kuchen eine tolle Frühstückskarte an. Ich war absolut begeistert – das Personal war sehr freundlich, schönes Ambiente und liebevoll angerichtetes Frühstück (mit wirklich großen Portionen zum satt werden).

Eiscafé Dolomiti

Das Eiscafé Dolomiti befindet sich direkt neben dem Kloster-Campus in Gengenbach und ist die optimale Belohnung nach einem langen Uni-Tag. Es gibt eine wirklich große Auswahl verschiedener Eissorten, die auch teilweise vegan sind. Außerdem werden kleinere Snacks wie beispielsweise Waffeln oder Crêpes angeboten. Weitere Eindrücke, wie Fotos, Empfehlungen und Bewertungen kannst du auf Tripadvisor nachlesen. Meiner Meinung nach ist das Eiscafé Dolomiti perfekt für die Mittagspause mit deinen Freunden.

Café Zauberflöte

Das Café Zauberflöte in Offenburg ist die perfekte Wahl, um sich nachmittags entspannt mit seinen Freunden zu treffen. Auf der Karte findest du neben Kaffee und Tee auch verschiedene Limonaden oder frisch gepresste Smoothies. Außerdem werden kleinere Gerichte, sowie eine große Frühstücksauswahl angeboten.

Lieblings-Bars in der Umgebung

In Gengenbach gibt es zwar nur wenige Bars, doch dafür bietet Offenburg eine gute Auswahl verschiedener Möglichkeiten. Meine Lieblings-Bars findest du in der Offenburger Innenstadt, die du auch von Gengenbach aus in wenigen Minuten bequem mit der Bahn erreichen kannst.

The Square

Das Square ist eine klassische Studi-Bar in der Offenburger Innenstadt und immer eine gute Gelegenheit, um Kommiliton*innen besser kennenzulernen. Auf der Speisekarte findest du eine riesige Auswahl an (nicht-) alkoholischen Getränken und verschiedene Gerichte von Snacks, über Salate, bis hin zu Burgern und Steaks. Auch Vegetarier*innen und Veganer*innen werden hier fündig und können sich beispielsweise den veganen BBQ-Burger oder überbackene Ofenkartoffeln schmecken lassen.

Tipp:
Jeden Dienstag kannst du im Square Cocktails würfeln. Die gewürfelte Augenzahl von zwei Würfeln ist der Preis deines Cocktails. Ein klassischer Cocktail, wie ein Mojito oder Caipirinha, kosten 9,90€ – es besteht also auch das Risiko einen höheren Preis zu würfeln. Anspannung & Spaß garantiert!

Gecko-Bar

Die Gecko Bar in Offenburg ist ein beliebter Treffpunkt für Studierende, die eine entspannte Atmosphäre und gute Drinks schätzen. Sie liegt zentral in der Innenstadt, in der Nähe des Marktplatzes und ist somit leicht zu Fuß, mit dem Fahrrad oder den Öffis zu erreichen. Auf der Speisekarte finden sich neben einer großen Auswahl an Cocktails auch leckere Snacks und kleine Gerichte. Meiner Meinung nach ist die Gecko Bar – genau wie das Square – ein absolutes Muss für alle, die ihr Studi-Leben voll auskosten möchten.

Tipp:
Jeden Dienstag ab 18 Uhr kannst du in geselliger Runde dein Wissen bei der Quiz-Night testen und tolle Preise gewinnen. Aktuell hast du die Chance auf gratis Mojitos, Bier oder Eistee. Mach mit und genieße einen unterhaltsamen Abend voller Spaß und Spannung!

Die Zäpfle Bar

Eine weitere Bar, die ich dir absolut empfehlen kann, ist die Zäpfle Bar. Dort bekommst du natürlich das beliebte „Tannenzäpfle“ und andere Biersorten der Rothaus-Brauerei. Aber auch wenn du kein Bier magst, wirst du hier fündig: Es gibt eine gute Auswahl an klassischen Cocktails, verschiedenen Weinen und Kaffeespezialitäten. Dazu gibt es seit neuestem kleinere Gerichte und traditionelles Vesper, wie Wurstsalat oder einem Vesperbrett. Die Zäpfle Bar findest du direkt neben dem Offenburger Kino. Sie überzeugt mit ihrer besonderen rustikalen Einrichtung und einem gemütlichen Ambiente.

Tipp:
Der nächste Geburtstag steht vor der Tür und du hast absolut keine Ahnung, was du schenken sollst? Verschenke einen Geschenkgutschein der Zäpfle Bar. Diesen kannst du ganz einfach online bestellen.

Schöllmanns Bar & Küche

Wer eine etwas edlere Bar besuchen möchte, ist im Schöllmanns in Offenburg genau richtig. Du hast eine vielfältige Auswahl verschiedener Drinks, von Cocktails, über Wein, Bier, Cidre und Sekt bis hin zu alkoholfreien und warmen Getränken. Außerdem werden ausgewählte Gerichte angeboten, von kleinen Snacks wie Austern oder Nachos bis hin zu Käsespätzle und Cordon-Bleu.
Die Preise sind nicht wirklich studi-freundlich, für mich jedoch trotzdem einen Besuch wert!

Tipp:
Mein absolutes Highlight im Schöllmanns ist die Dachterrasse. Dort mit Freunden bei einem kühlen Bier den Sonnenuntergang genießen, ist für mich der perfekte Abschluss des Tages.

Weitere Reiseziele in der Nähe

Du kennst jetzt einige Orte in Gengenbach und Offenburg – natürlich will man aber auch mal etwas weiter weg und was anderes sehen. Deshalb gibt es hier nochmal eine kurze Auflistung weiterer Reiseziele in der Umgebung.

Zur leichteren Orientierung findest Du alle Orte auch in der dargestellten Karte und kannst direkt die Navigation starten.

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Mein Fazit

Insgesamt kann ich sagen, dass man das Studi-Leben an der Hochschule Offenburg nicht unterschätzen darf. Klar, es ist nicht vergleichbar mit riesigen Uni-Städten wie München, Stuttgart oder Heidelberg, jedoch haben auch diese beiden kleinen Städte ihren Charme. Speziell beim Lernstress schätze ich die Ruhe hier sehr. Besonders angetan hat es mir der Wanderweg zum Pavillon, da es ein super Ausgleich zum Studium ist und ich danach wieder viel konzentrierter weiterarbeiten kann. Und falls es hier doch mal zu langweilig wird, kann man auch Tages- oder Wochenendausflüge planen, beispielsweise nach Freiburg oder Strasbourg.

Wichtig ist zu Beginn des Studiums gleich Kontakte zu knüpfen, denn mit den richtigen Freunden macht es schließlich überall Spaß!

Bildquellen
  • Altstadt Gengenbach: Pixabay, veröffentlicht von „HM82“ (User ID: 192875)
  • Aussichtspavillon: Eigene Aufnahme
  • Bilder der Gemälde im Weinberg: Eigene Aufnahme
  • Schloss Ortenberg: Pixabay, veröffentlicht von „GUTIFE“ (User ID: 14670110)
  • Indisches Essen: Canva, erstellt von @jakrapop-siri
  • Frühstück: Canva, erstellt von @yupiramos
  • Eisbecher: Canva, erstellt von @brgfx1
  • Kaffee: Canva, erstellt von @nirmanavisual
  • Cocktails: selbst erstellt über Canva mit Icons von @hydricdesign und @anawillz
  • Quiz Night: selbst erstellt mit Schriftart vom Canva Creative Studio
  • Bierflaschen: selbst erstellt über Canva mit Icons von @sketchify und @junedesign
  • Cocktails am Anstoßen: Canva, erstellt von @trendify

Stand: 03.06.2024

Studium

KI als Schreibhilfe: So vermeidest du Plagiatsvorwürfe!

Stell dir vor, du hast gerade deine Abschlussarbeit abgegeben. Doch ein paar Wochen später erhältst du eine schockierende Nachricht: Du wirst des Plagiats beschuldigt! Ein Albtraum für jeden Studierenden, oder? Damit dir das nicht passiert, gebe ich dir in diesem Artikel einen kurzen Überblick darüber, wie generierte Inhalte in akademischen Arbeiten durch KI-Tools erkannt werden und was du beachten solltest, um dich immer im rechtssicheren Rahmen zu bewegen.

Einsatz von KI-Tools und der Aspekt der Eigenleistung

Uns Studierenden steht eine Vielzahl von Werkzeugen zur Verfügung, die uns bei unserer akademischen Arbeit unterstützen können. Insbesondere die künstliche Intelligenz (KI) bietet zahlreiche Anwendungen, die von der Rechtschreibprüfung bis hin zur komplexen Generierung neuer Text-, Bild- und sogar Videoinhalte reichen. Und das oft so gut, dass man den Unterschied gar nicht mehr erkennt…

So habe ich das Titelbild dieses Artikels von Microsoft Copilot generieren lassen,

die Einleitung habe ich mit Hilfe des Chatbots ChatGPT vorformuliert…

und anschließend mit Hilfe des Schreibtools DeepL Write umformuliert sowie grammatikalisch und sprachlich optimiert.

Hättest du es gemerkt?

Willst du mehr über KI-Tools erfahren, die dich im Studium unterstützen können? Dann schau dir den Blog-Beitrag „Künstliche Intelligenz im Hörsaal: Deine Helfer im Uni-Alltag“ von Anna-Lena Richert an!

Wie sieht die Rechtslage bezüglich KI-generierter Inhalte aus?

„Nur eine natürliche Person kann Urheberin eines Werkes sein“

So stellt es Malte Persike, wissenschaftlicher Leiter des Centers für Lehr- und Lernservices (CLS) an der RWTH Aachen, in einem spannenden Artikel auf Welt.de „Wenn die KI die Hausarbeit schreibt – das dürfen Studenten, und das nicht“ klar.


Und auch Reinhard Karger vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken sagt

„Eine Studienarbeit ist eine eigene Leistung, die dazu dient, das wissenschaftliche Arbeiten praktisch zu üben“

Plagiate, das heißt die Übernahme fremder Gedanken in die eigene Arbeit, ohne diese als solche kenntlich zu machen, stellen einen schweren Verstoß und akademischen Missbrauch dar. Ein Plagiat in der Hausarbeit kann für Studierende eine Abmahnung oder im schlimmsten Fall sogar die Exmatrikulation zur Folge haben. Das solltest du also unbedingt vermeiden!

Können KI-generierte Inhalte überhaupt Plagiate sein?

Die Frage ist, wo die Grenze zwischen eigener Leistung und dem Kopieren fremden geistigen Eigentums zu ziehen ist. Schließlich sind es ja die Studierenden, die die Prompts, also die Anweisungen, für das KI-Tool erstellen. Das ist vergleichbar mit der Verwendung eines Taschenrechners zur Lösung einer Rechenaufgabe. Aber…

  • Auch wenn KI-generierte Inhalte zunächst nicht offensichtlich gegen das Urheberrecht verstoßen, basieren die generierten Texte und Bilder zumeist auf öffentlich zugänglichen Trainingsdaten. Es ist also davon auszugehen, dass viele dieser Daten urheberrechtlich geschützt sind.

Was heißt das konkret?

Wir befinden uns aktuell noch in einer rechtlichen Grauzone. Es gibt keine klare Regelung für den Einsatz von KI-generierten Inhalten und es liegt im Ermessen der Hochschulen, ob sie Regularien für generierte Inhalte festlegen oder nicht. Auch an der HS Offenburg gibt es diesbezüglich noch keine klaren Regelungen und es liegt im Ermessen der Lehrenden, ob und in welchem Umfang KI-Tools für die zu erbringenden Leistungen eingesetzt werden dürfen. Um hier auf der sicheren Seite zu sein, kannst du in Absprache mit deinem Dozierenden diese Erweiterung der Eigenständigkeitserklärung für den Einsatz von KI-Tools in deine nächste Arbeit einbauen.

Wenn du noch mehr zur aktuellen Rechtslage bezüglich KI-generierter Inhalte erfahren möchtest solltest du dir unbedingt den Blog Beitrag „Texten mit KI: Das solltest du rechtlich beachten“ von Carolin Eiche anschauen!

In jedem Fall wird es auch in Zukunft wichtig sein, gerade in diesem Bereich auf dem Laufenden zu bleiben. Die Technologie im KI-Bereich entwickelt sich rasant weiter und es gibt keine Garantie dafür, dass KI-generierte Texte in Zukunft urheberrechtlich unbedenklich bleiben.

Gerade deshalb ist es umso wichtiger, dass du bei deinen Abgaben jetzt nicht versehentlich ein Plagiat begehst. Du solltest dich daher auf jeden Fall mit Plagiatscheckern und KI-Detektoren auseinandersetzen, um bei deinen Studienarbeiten auf der sicheren Seite zu sein. Auch beruflich könnte das für dich relevant werden, denn die Algorithmen von Suchmaschinen und Social Media entwickeln sich ebenfalls diesbezüglich weiter und beginnen KI-generierte Inhalte zu erkennen und in den Suchergebnissen entsprechend niedriger zu ranken.

Wie funktionieren KI-Detektoren?

Auch wenn textgenerierende KI-Tools noch nicht so alt sind, gibt es bereits eine Vielzahl verschiedener Tools wie den KI-Detektor von Copyleaks, oder den AI-Detector von Scribbr, die Plagiate und KI-generierte Texte erkennen können. Zu diesem Zweck untersuchen und bewerten sie die Semantik und die Satzstruktur innerhalb eines Textes. Allerdings ist hier zu erwähnen, dass diese Tools noch recht neu und bisher nur bedingt zuverlässig sind.

Aber wie funktioniert das genau?

  • KI-Detektoren verwenden ähnliche Sprachmodelle wie ChatGPT und andere KI-Textgeneratoren
  • Kurz gesagt berechnen sie die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Wort auf ein anderes folgt
  • Wenn die KI-Textgeneratoren den zu prüfenden Text ähnlich erzeugen würden, wird daraus geschlossen, dass der eingegebene Text von ChatGPT oder einem anderen KI-Textgenerator stammt.

Hierfür sind zwei primäre Metriken relevant:

Erstens die Perplexität (engl. Perplexity = Verwirrung)

  • KI-Textgeneratoren erstellen Texte, indem sie die Wahrscheinlichkeit des nächsten Wortes in einem Satz berechnen und das am besten passende, oder wahrscheinlichste Wort an das vorherige reihen. Dadurch entstehen Texte mit geringer Perplexität, die verständlich und flüssig sind, gleichzeitig aber auch monoton oder repetitiv wirken können.
  • Menschen neigen hingegen dazu, Texte mit höherer Perplexität zu schreiben. Menschliche Texte sind kreativer und enthalten tendenziell mehr Tippfehler als KI-generierte Texte.

Ein Beispiel hierzu: Ein Junge geht zum Apfelbaum um…
– einen Apfel zu pflücken -> niedrige Perplexität -> KI-generiert
– einen besseren Blick auf die Eisdiele zu haben -> hohe Perplexität -> menschengeschrieben

Und zweitens die Burstiness (engl. to burst = aufbrechen), die ein Maß für die Variation von Satzstruktur und Satzlänge ist, das heißt ob die übliche Satzstruktur „aufgebrochen“ oder variiert wird.
KI-generierte Texte weisen tendenziell eine geringere Burstiness auf, da KI-Textgeneratoren in der Regel Sätze mit standardisierter Satzstruktur und durchschnittlicher Länge erzeugen.

Das heißt:

  • Niedrige Burstiness = Satzstruktur und -länge werden kaum variiert → von KI erstellt
  • Hohe Burstiness = Satzstruktur und -länge werden variiert → von Mensch geschrieben

Wenn du noch mehr darüber erfahren möchtest oder dich dafür interessierst, wie du dein wissenschaftliches Arbeiten auf die nächste Stufe heben kannst, empfehle ich dir den hier eingebetteten Podcast von Tim Gabel, in dem der Ghostwriter Malte Schuller spannende Einblicke in seine Erfahrungen gibt.

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Wie benutzt du KI-Detektoren

Die Bedienung der meisten AI-Detektoren ist sehr einfach und die Benutzeroberfläche ist meist auch sehr ähnlich aufgebaut. Daher zeige ich es dir hier einmal kurz am Beispiel des AI-Detectors von Scribbr.

Auf der linken Seite gibst du einfach den Text, den du überprüfen möchtest, in das Textfeld ein. Anschließend drückst du unten auf den blauen Button „KI-Text erkennen“ und wartest bis die Überprüfung abgeschlossen ist.
Am Ende wird dir das Programm auf der rechten Seite ein Ergebnis präsentieren, das die Wahrscheinlichkeit angibt, mit der der Text von KI generiert wurde.

Wie zuverlässig sind KI-Detektoren?

Laut den Forschungsergebnissen von Scribbr erkennt ihr eigener KI-Detektor generierte Texte mit einer Genauigkeit von etwa 60%. Das ist sicher ein guter Wert, jedoch meiner Meinung nach nicht ausreichend zuverlässig, um das Ergebnis eines KI-Text-Erkenners als alleinigen Beweis zu verwenden. Es gibt auch Möglichkeiten die Analyse eines KI-Detektors gezielt zu manipulieren.

Hier sind einige Faktoren, die das Ergebnis verfälschen können.

  1. Die Textlänge -> Je länger der Text, umso genauer fällt das Ergebnis aus, da die Datenmenge größer ist
  2. Gezieltes Prompting -> Wenn du den Prompt so gestaltest, dass der Text weniger vorhersehbar generiert wird
  3. Nachbearbeitung und Umformulieren des Textes
  4. Da KI-Textgeneratoren wie ChatGPT ständig weiterentwickelt werden, müssen auch KI-Texterkennungssysteme ständig angepasst werden, um mit den neuesten technologischen Entwicklungen Schritt zu halten. Dies führt häufig dazu, dass die Erkennungssysteme den Innovationen der Textgeneratoren hinterherhinken.

Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass von Menschen geschriebene Texte fälschlicherweise als KI-generiert klassifiziert werden, insbesondere wenn diese Texte eine geringe Perplexität und Burstiness aufweisen. Dies kann z.B. bei Personen der Fall sein, die nicht in ihrer Muttersprache schreiben und daher auf eine eher einfache und häufig identische Satzstruktur zurückgreifen.

Meine Erfahrung und Empfehlungen zum Umgang mit KI-Tools

Abschließend hoffe ich einfach, dass du den Artikel interessant fandest und vielleicht auch das ein oder andere erfahren hast, das du noch nicht wusstest. KI-Tools bieten unendlich viele Möglichkeiten, uns die Arbeit bei Abgaben in der Uni zu erleichtern und auch Arbeitsprozesse im Berufsleben deutlich effizienter zu gestalten. Solange es keine Vorschriften gegen ihren Einsatz gibt, sehe ich auch keinen Grund, sie nicht zu nutzen. Gerade hier finde ich es aber sehr wichtig, sich bewusst zu machen, dass es Werkzeuge sind, die uns bei unseren Aufgaben unterstützen sollen, die eigentliche Denkleistung aber immer noch von uns selbst kommen sollte. Mein Mathelehrer auf dem Gymnasium hatte immer gesagt:

„Der Taschenrechner ist nur so klug, wie derjenige der ihn bedient.“

Ich denke, das lässt sich auch gut auf den Umgang mit KI-Tools übertragen. Gerade im aktuellen Entwicklungsstadium KI-getriebener Technologien solltest du bei generierten Texten alle Fakten und Quellen gegenchecken und dich immer selbst mit deinem Thema auseinandersetzen, damit du auch wirklich verstehst was du geschrieben hast. Und auch wenn es bequem ist, jedes bisschen geschriebenen Text vor der Veröffentlichung noch einmal von DeepL Write umformulieren zu lassen, so geht dadurch doch auch die persönliche Note verloren.
Dennoch gibt es genügend Bereiche, in denen der Einsatz von KI-generierten Inhalten durchaus hilfreich und sinnvoll ist. Gerade am Anfang einer Arbeit, beispielsweise um eine Gliederung oder Struktur für eine Arbeit zu erstellen, oder einfach um das „Leere-Blatt-Syndrom“ zu überwinden. Auch bei einer Schreibblockade kann es helfen, sich zu dem betreffenden Thema Text generieren zu lassen, um daraus neue Inspiration zu schöpfen.
Wie aus meinem Beitrag hervorgegangen sein sollte, entwickeln sich KI-getriebene Technologien rasant weiter. Entsprechend wichtig ist es, dass du dich regelmäßig informierst und auf dem neuesten Stand bleibst, wenn du im Studium, oder beruflich mit KI-Tools arbeitest, um nicht versehentlich Urheberrechte zu verletzen. Und solange die Rechtslage nicht eindeutig ist, ist es immer besser, einmal zu viel mit den Dozierenden oder der Hochschule abzuklären, ob KI für eine Abgabe verwendet werden darf, als im Nachhinein etwas deswegen aberkannt zu bekommen.

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