Studentenleben

New Normal – Das Leben nach der Corona-Pandemie

Lockdown, AHA, Homeoffice – durch die Corona-Pandemie hat sich unser Wortschatz um einige Begriffe erweitert und unsere Gewohnheiten mussten sich teilweise drastisch verändern. Der Besuch von schulischen Einrichtungen, dem Einzelhandel oder dem eigenen Arbeitsplatz war und ist zeitweise nicht mehr möglich. Doch was macht so eine Umstellung mit der Gesellschaft und welche Neuerungen bleiben bestehen? Was ist das „New Normal“ nach der Pandemie?

Definition und Geschichte

Was genau soll „New Normal“ denn eigentlich aussagen? New Normal oder ins Deutsche übersetzt Neue Normalität beschreibt einen Zustand, in dem sich Gesellschaft, Wirtschaft und andere Bereiche nach einer Krise befinden. Dieser Begriff wird verwendet, wenn die Situation nach, oder auch bereits während, der Krise anders ist als die davor, also eine neue Normalität einkehrt. Das bedeutet, bezogen auf die Corona-Pandemie kann man von einem New Normal sprechen, wenn sich Angewohnheiten, Prozesse und ähnliches durch die Pandemie verändert haben. Der Begriff New Normal wurde in der Geschichte zum Beispiel bereits in den USA in Verbindung mit der großen Rezession 2007-2009 verwendet. In Deutschland oder auch Österreich nutzten zahlreiche Politiker den Ausdruck „neue Normalität“ in ihren Reden bezüglich der Corona-Pandemie. Zur Verwendung des Begriffs, bezogen auf die Verhaltensweisen in der Pandemie, hagelte es allerdings auch Kritik. Einige waren der Meinung, man sollte den Krisenzustand nicht vorschnell zum Normalzustand erklären. Doch nachdem der Pandemiezustand nun schon eine Weile anhält, können wir uns einmal damit beschäftigen, welche neue Normalität sich womöglich daraus ableiten lässt.

Berufswelt

Die Arbeitswelt während der Pandemie prägt vor allem ein Begriff: Homeoffice. Aufgrund von Abstandsregeln und Social Distancing ist das Arbeiten im Büro vor Ort nicht mehr zu empfehlen. Und so wird umgesetzt, was sich viele Arbeitnehmer:innen schon seit Jahren wünschen. Arbeiten von Zuhause aus wird in vielen Bereichen zur Normalität.

Die Corona-Krise wirkt in diesem Fall wie ein Brandbeschleuniger zur Etablierung flexibler Arbeitsorte. Laut einer gemeinsamen Studie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) und der Deutschen Gesellschaft für Personalführung e.V. (DGFP), war vor der Pandemie in nur 17 % der befragten Unternehmen für die Mitarbeiter:innen das Arbeiten im Homeoffice eine Möglichkeit. Während der Pandemie im Mai 2020 waren 42 % der befragten Unternehmen mit ihren bis dahin erlangten Homeoffice Erfahrungen so zufrieden, dass sie das Arbeiten von Zuhause aus auch gerne nach der Pandemie weiter anbieten würden.

Bei so vielen Mitarbeiter:innen im Homeoffice wird ein Unternehmen und auch der:die einzelne Arbeitnehmer:in allerdings auch vor Herausforderungen gestellt. Für virtuelle Meetings mit Arbeitgeber:in oder Kund:in muss die Internetverbindung stark genug sein. Und wer von uns hatte noch nie das Problem, dass in der Zoom-Konferenz angezeigt wurde „Ihre Internetverbindung ist instabil“. Auch Dienstreisen werden in Zukunft wohl stärker überdacht und vermehrt durch digitale Meetings ersetzt werden. Der Umwelt wird es jedenfalls guttun. Ich persönlich finde die Vorstellung gar nicht schlecht, meinen Arbeitsort in Zukunft vielleicht flexibler wählen zu können. Wer würde es nicht genießen, besonders im Sommer, mit einer Tasse Kaffee auf der Terrasse in der Sonne zu arbeiten. Für uns Medien-Studierende hat das Ganze natürlich auch einen Vorteil: In einer digitaleren Arbeitswelt werden wir öfter gebraucht werden. Die Komplikationen, die im Homeoffice bei vielen privaten Haushalten auftreten können zeigen jedenfalls, dass die Digitalisierung in Deutschland deutlich hinterherhinkt. Auch im nächsten Bereich, der sich durch die Krise verändern musste, wird dies deutlich.

Bildung

Im deutschen Bildungssystem gibt es den Aufschrei nach mehr Digitalisierung schon eine Weile. Häufig wurde die Einführung digitaler Lernformen angekündigt und von der Anschaffung von Tablets oder Laptops für die Schüler:innen gesprochen. In einer Sonderauswertung der PISA-Studie 2018 wurde der Zugang zu online Lernplattformen geprüft.

Von 78 teilnehmenden Ländern erreicht Deutschland hier nur Platz 66. Doch bis zum Beginn der Corona-Pandemie hatte sich diesbezüglich nicht viel getan. Die meisten Schüler:innen haben nach wie vor Frontalunterricht genossen, wie wir es vermutlich alle aus der eigenen Schulzeit noch kennen. Als schließlich aufgrund hoher Infektionszahlen auch der Besuch der Schulen nicht mehr sicher war, musste sich etwas tun. Den Schüler:innen mussten nun die Inhalte des Lehrplans Zuhause zur Verfügung gestellt werden. Hausaufgaben sollten erledigt werden und Lehrer:innen war es auferlegt, diese ohne das Einsammeln von Zetteln zu korrigieren. Schnell wurde klar, dass deutsche Schulen im Thema digitale Bildung deutliche Probleme aufweisen.

Da zum Beispiel nicht jede:r Schüler:in einen eigenen Laptop besitzt, mussten die Schulen eigene Geräte anschaffen und bereitstellen. Lehrer:innen waren gezwungen zu lernen, mit Videokonferenz-Tools umzugehen und eine gewisse Infrastruktur für das Hochladen von Inhalten und Hausaufgaben musste aufgebaut werden.

Weil ein gewisses Level an Digitalisierung der Schulen nun zwangsläufig erreicht werden musste, bleibt nur zu hoffen, dass man nach der Pandemie nicht einfach zum vorherigen Zustand zurückkehrt. Auch bei zukünftigem Präsenzunterricht in den Schulen sollten den Schüler:innen digitale Anwendungen nähergebracht werden. So wird hoffentlich durch die Corona Krise ein New Normal im Bildungssystem einkehren. Doch natürlich sind nicht nur Schüler:innen bis zur Sekundarstufe 2 betroffen. Auch an Hochschulen wurde Digitalisierung aufgrund der Corona-Pandemie zum aktuellen Thema. Weitere Informationen zur Digitalisierung der Hochschulen findest du hier.

Einzelhandel

Zuletzt blieb auch der Einzelhandel von der Corona-Krise nicht unbeeinflusst. Dass Onlinehandel in der heutigen Zeit eine wichtige Rolle spielt, ist bekannt. Jeder von uns bestellt vermutlich mittlerweile einige Dinge lieber online, als in die Stadt zu fahren und vor Ort zu shoppen. Jährlich steigt das Umsatzvolumen, welches durch E-Commerce generiert wird.

Und besonders im Jahr 2020, als der Einzelhandel zeitweise schließen musste, sind die Zahlen enorm gestiegen. Besonders im Bereich der Produkte des täglichen Bedarfs, also Lebensmittel oder Drogerieprodukte, hat der Onlinehandel mächtig zugelegt. Nach einer Studie des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh), stieg das Verkaufsvolumen in diesem Bereich im Zeitraum April bis Juni 2020 um ganze 51,2 Prozent. Und auch nach der akuten Phase der Pandemie im Frühjahr blieb die Nachfrage nach diesen Produkten online erhöht. Dies sollte für ein andauernd hohes Interesse auch in Zukunft sprechen. Das deutsche New Normal im Bereich Einzelhandel könnte also sein, seine Lebensmitteleinkäufe in Zukunft online zu erledigen. In den USA zum Beispiel ist Lebensmittel Versandhandel bereits jetzt deutlich weiterverbreitet als in Deutschland. Ich für meinen Teil finde, es könnte angenehm sein, sich in Zukunft nach einem anstrengenden Arbeits- oder Uni-Tag die Lebensmittel an die Haustür liefern zu lassen. So muss man an stressigen Tagen nicht zur Einkaufs-Rushhour etliche Minuten an einer Supermarktkasse verschwenden. Und auch in diesem Fall spielt die Entwicklung wohl uns Medien-Studierenden in die Karten. Beim erstellen oder verbessern neuer Online-Shops können wir mit unserer Expertise tatkräftig mitwirken.

Fazit

Ob nun also flexibler Arbeitsplatz, mehr Online-Lehre oder Lebensmittellieferungen an die Haustür – Niemand weiß, was auch nach der Pandemie noch erhalten bleibt. Welche Teile des New Normals man schließlich gut und welche man eher weniger sinnvoll findet, muss jeder für sich selbst entscheiden. Allgemein bin ich persönlich der Meinung, man sollte neuen Konzepten gegenüber immer aufgeschlossen bleiben.

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Studium

Animationsfilme und andere Mammutaufgaben – Bernadette Tshiang Tshiananga im Portrait

Für viele Studierenden stellt die Bachelorarbeit eine große Hürde dar. Im Studiengang m.gp ist es zudem nicht selten, dass im Rahmen dieser Arbeit ein Film produziert wird. Doch wie verwirklicht man derart große und aufwändige Projekte? Bernadette Tshiang Tshiananga berichtet von ihren Erfahrungen im Studium, der Arbeit an ihrem Animationsfilm „MADOGO“ und gibt Tipps für die Umsetzung der Bachelorarbeit.

Bernadette, genannt „Berni“, ist eine talentierte Illustratorin, leidenschaftliche Animatorin und erprobte Mediengestalterin. Daneben verfolgt sie viele weitere Interessen und spielt Basketball. Auf ihrem Instagram-Acccount teilt sie Zeichnungen, Malereien und Animationen. Filmerische Arbeiten sind auf ihrem YouTube-Kanal zu sehen.

Erfahrungen im Studium

Direkt nach dem Schulabschluss begann Bernadette an der Hochschule Offenburg den Bachelorstudiengang medien.gestaltung und produktion (m.gp) zu studieren. Sie erzählt, dass viele ihrer Mitstudierenden bereits vor dem Studium eine Ausbildung, zum Beispiel als Grafikdesigner:innen, abgeschlossen hatten. Gerade im ersten Semester habe sie daher viel nachholen müssen, um auf das gleiche Niveau zu kommen. Dabei wären die technischen Aspekte und das Erlernen verschiedener zuvor unbekannter Programme fordernd gewesen. Auf die Frage, was für sie die größten Herausforderungen im Studium gewesen seien, antwortet sie lachend: „Die Deadlines“.

Während des Studiums hätte sie sehr viel kreative Freiheit gehabt und in verschiedene Bereiche reinschnuppern können. Durch Animationsübungen und -projekte konnte sie ihre Animationsleidenschaft entdecken. Das wäre damals etwas komplett Neues für sie gewesen. Heute macht ihr Animation immer noch viel Spaß. Allerdings hätte sie sich mehr Input für Spezialisierungen gewünscht.

Bei einigen Fächern wie zum Beispiel der Querschnittskompetenz „Einführung in den Bewegtbildjournalismus“ habe sie sich durchbeißen müssen. Es wäre schwierig gewesen, die erlernten Kenntnisse umzusetzen. Doch im Nachhinein sei sie froh, durch diese Erfahrung einiges gelernt zu haben. Auch das Praxissemester habe ihr viel gebracht. Sie war in einem, wie sie berichtet, eher traditionellen Animationsstudio tätig gewesen: Studio FILM BILDER in Stuttgart. Dort habe sie den Animations-Workflow erst richtig kennen gelernt. „Ich hätte MADOGO sonst nicht umsetzen können“, meint sie ernst. Studierenden möchte sie noch mit auf den Weg geben:

Man kann mit allen reden. Hinter Profs und Behörden stecken auch nur Menschen. Wenn man ein Problem hat, kann man immer mit den Personen Kontakt aufnehmen.

Bernadette Tshiang Tshiananga

Ein Animationsfilm als Bachelorarbeit

Bei der Arbeit an dem Film „MADOGO“ entstanden noch vor der eigentlichen Animation die Konzeption, ein Storyboard und ein Animatic. Später wurden auch Effekte und die Vertonung umgesetzt, um den fertigen Film zu erhalten. Zusätzlich hatte Bernadette ein Artbook gestaltet, um all diejenigen Dinge festzuhalten, die man im fertigen Film nicht sieht. Dazu gehören beispielsweise die ersten Skizzen, die Konzeption und das Design der Charaktere. Betreut wurde die Bachelorarbeit von Professor Götz Gruner und Professorin Sabine Hirtes.

Beim Schreiben des Drehbuches ließ sich Bernadette von einer Geschichte inspirieren, die sie von ihrem Vater als Kind erzählt bekommen hatte. Schon während des Zuhörens hätte sie damals die Visualisierung vor Augen gehabt. Für die Umsetzung wählte sie die Technik Zeichentrick, da sie sich zu diesem Zeitpunkt andere Animationstechniken nicht zugetraut hätte. Sie betont an dieser Stelle:

Wichtig war die Geschichte, nicht die Technik.

Bernadette Tshiang Tshiananga
Filmplakat von MADOGO

Synopsis: „Looking for his mother, young Madogo wanders aimlessly through the Savannah of primitive, spiritual world. He meets strange, odd men who all want to find Madogo’s mother too. But only after he told them that his mother is the most beautiful woman in the world.“

Director: Bernadette Tshiang Tshiananga | Visual Developement & Animation: Lisa Gerbershagen | Character Animation: Esther Woyzella, Anna-Maria Stefan | Backgrounds: Martin Rauscher | Music & Sound: Benjamin Schnitzer | Animation Assistance: Zaid Ghasib, Anna Altvater | Translation: Guy Kiddey | Voices: Madogo: Sharayu & Shantanu Khaladkar; Gorillaman: Lawrence King; Toadman: Peter Larsen; Hyenaman: David Kidwell

Zum Animieren wurden die Programme TV Paint und Adobe Photoshop gewählt. Arbeitsschritte wurden standardisiert, um als Team ein einheitliches Endergebnis zu erzielen. Zu diesen Arbeitsschritten gehörten:

  • das Blocking: das Festlegen der Schlüsselbilder, der Posen und des Timings
  • das Inking: das saubere Zeichnen der Linien für jeden einzelnen Frame
  • die Koloration: die Einfärbung der Frames
  • das Zeichnen von Highlights und Schatten: die Lichtsetzung und Schaffung eines räumlichen Effekts.

Die Arbeit an dem Film wäre von Anfang bis Ende durchstrukturiert worden, erklärt Bernadette. Anhand des Drehbuchs waren ein Drehplan und ein Produktionsplan erstellt worden. Das Planen sei extrem wichtig, doch man müsse auch lernen mit unvorhergesehenen Ereignissen umzugehen. „Teilweise waren alle Rechner im Studio belegt und die Arbeit war nicht möglich […] Einmal war das Backup nicht gemacht und eine Woche Arbeit war weg“, erinnert sie sich.

Auf die Teamarbeit angesprochen betont Bernadette: „Es wäre alleine nicht möglich gewesen“. Sie erzählt, dass ein gutes Team mit Leuten, die verlässlich und mit Herz dabei sind, sehr wichtig sei. Zudem sei es ratsam mit den Personen vorher die Prioritäten und zeitlichen Ressourcen abzuklären. Sie erwähnt, dass der Film nie genau so werden würde, wie man es sich zu Beginn vorstellt. Der Film habe seinen ganz eigenen Charakter deswegen erhalten, da sich verschiedenste Menschen mit ihrer individuellen Kreativität verwirklichen konnten. Dabei spricht sie auch ihre Rolle als Regisseurin an:

Man darf nicht zu arg an seinen Vorstellungen hängen. Die anderen Teammitglieder müssen sich auch einbringen können.

Bernadette Tshiang Tshiananga
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Tipps für die Bachelorarbeit

  • Möglichst früh anfangen
  • Einen guten Zeitplan machen
  • Alles genau mit den Professor:innen abklären
  • Viel mit Leuten reden, um andere Einblicke erlangen zu können
  • Spaß haben

Bevor man sich für ein Thema oder ein Projekt entscheidet, solle man lieber lange überlegen, um dann auch etwas zu machen, an dem man Spaß habe. Wenn man vorhabe ein filmisches Projekt umzusetzen, empfiehlt Bernadette, sich gut vorzubereiten, indem man zum Beispiel ein Storyboard und einen Drehplan macht. „Deadlines einzuhalten ist sehr wichtig“, betont sie schmunzelnd. Daher sollte auch der Termin bei der Anmeldung der Arbeit strategisch gewählt werden:

Erst dann die Thesis anmelden, wenn man sich schon relativ gut mit dem Thema auskennt.

Bernadette Tshiang Tshiananga

Nach dem Studium

Nach dem Abschluss spielte Bernadette zunächst mit dem Gedanken, sich in Richtung Animation zu spezialisieren. Jedoch gäbe es in Deutschland kaum Master-Studiengänge zu dem Thema. Daher betätigte sie sich erst einmal als Illustratorin und arbeitete an der Hochschule Karlsruhe in der Öffentlichkeitsarbeit. Nachdem sie zwei Jahre lang gearbeitet hatte, beschloss sie den Master-Studiengang Creative Direction an der Hochschule Pforzheim zu studieren. Denn auch Regie und Teamleitung hätten ihr während des Studiums viel Spaß gemacht. Mit der Weiterbildung möchte sie „wieder den Kopf anstrengen“ und ihren Horizont erweitern. Sie könne nun auch mehr Wissen über die Medien-Branche erlangen. Nun die Master-Thesis bei einem Unternehmen zu schreiben, fände sie auch gut, statt einfach „ins Blaue hinein Kunst zu machen“.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sowohl bei der Bachelorarbeit als auch bei anderen umfangreichen Projekten und „Mammutaufgaben“ die Planung von größter Wichtigkeit ist. Bei der Umsetzung eines Filmes sind für den Erfolg die Zusammenarbeit und Kooperation im Team von entscheidender Bedeutung. Zudem sollte gerade bei künstlerischen Projekten der Spaß nicht vergessen werden, um voller Kreativität arbeiten zu können.

Abschließend möchte ich mich bei Berni für die Zeit des Interviews und die spannenden Antworten bedanken!

Weitere Beiträge zu den Themen Bachelorarbeit und Animation:

Bildquellen

Alle grafischen Inhalte des Beitrags sind von Bernadette Tshiang Tshiananga.

Studium

Erfahrungsbericht E-Learning im Studium – bringt das was?

Willst du etwas Neues lernen? Gerade jetzt, während der Pandemie, verbringen wir mehr Zeit am PC. Was hälst du davon, dich in dieser Zeit mit neuen Hobbys zu beschäftigen oder deine kreativen Fähigkeiten auszubauen?


Was ist E-Learning?

E-Learning findet in Form von Online Kursen bzw. Klassen statt und ist ein Begriff, der den meisten Studierenden bekannt vorkommen sollte. Eine bestimmte E-Learning Plattform nutzen Studierende im Alltag fast tagtäglich, nämlich Moodle!
Mit Moodle können Professor/innen den Studierenden Vorlesungen in einem Moodle-Kurs anbieten. Das können sowohl Skripte als auch Videos sein. Auch organisatorische Anliegen, wie z. B. Raumbelegung oder Gruppenaufteilungen, können auf Moodle abgerufen werden.

Vergleicht man Moodle mit bekannten E-Learning Plattformen, wie Skillshare oder LinkedIn, merkt man, dass sie im Kern ziemlich ähnlich aufgebaut sind.
Geworben wird hauptsächlich mit dem Wissen von Experten z.B. in Mediengestaltung, Informatik oder BWL.
Solche im E-Learning Segment bezeichneten Masterclasses haben einen gewissen Anreiz. Wer wollte nicht schon immer einmal von Samuel L. Jackson in Schauspiel unterrichtet werden oder von Aaron Blaise, ein Disney Veteran, in Animation.
Solche Möglichkeiten finden sich nur hinter E-Learning Plattformen!

Sich einen Überblick verschaffen

Auf den ersten Blick kann es überwältigend wirken, wenn man sich über geeignete E-Learning Plattformen informieren möchte. Es gibt sie wie Sand am Meer und das mit unterschiedlichen Schwerpunkten! Will man beispielsweise eine Sprache lernen, gibt es dementsprechend die Plattform dazu.
Wer sich also gerne einen Überblick verschaffen möchte, findet eine Auflistung der bekanntesten E-Learning Plattformen genau hier!

Betrachten wir die Lernplattformen individuell, zeigen sich Stärken als auch Schwächen. Unten aufgelistet folgt mein Erfahrungsbericht zu einigen von ihnen, die ich zu meiner Studienzeit genutzt als auch für diesen Beitrag getestet habe.

Preisgestaltung

Um Zugriff auf das Lernmaterial zu erhalten, bieten E-Learning Plattformen ein Abo-Modell an. Je nach Plattform können Preis sowie Angebotsauswahl stark variieren.

Zwei Abo-Modelle unterschiedlicher E-Learning Plattformen im Vergleich:

Dabei ist zu unterscheiden, dass LinkedIn Learning Premium nicht das gleiche ist wie LinkedIn Premium!

Good-to-know: Informiere dich im Voraus, welche Klassen du belegen möchtest und nutze unbedingt die angebotene Testphase. Wenn es sich nur um 1 oder 2 Klassen handelt, kann man dies leicht in den Testtagen abarbeiten und man spart sich damit das gute Geld!


Plattformen im Test

Skillshare

Skillshare gehört mit ihren weltweit 8 Millionen Nutzern zu eins der bekanntesten E-Learning Webseiten. Das Augenmerk der Plattform ist es, Nutzern in projektbezogenen Klassen mit Experten zu vernetzen.

Dabei ist zu beachten, das Skillshare größtenteils auf die Kreativlinge unter uns ausgerichtet ist. Es lässt sich jedoch auch für Marketing und Führung etwas finden.

Als Neukunde wird man mit einer stylischen und gut organisierten Startseite begrüßt. Springt man nun zu einer Klasse und ignoriert den grünen Button, der einem zu einer Testphase einlädt, findet man sich auch schon mitten im Auswahlmenü der Klasse wieder.

Dort findet man zum einen die Lehrvideos, die Beschreibung und Materialien, als auch die Werke ehemaliger Absolventen! Ein Pluspunkt gibt es für den Kommentarbereich. Jede Klasse ist in schmackhafte Häppchen aufgeteilt.

Das erste Video ist kostenlos, die weiteren Lehrvideos sind gesperrt und können nur durch ein Premium Account freigeschaltet werden.
Nun gut, möchte man jetzt also weiter die Klasse besuchen, muss man zahlen. Mit einem Monats-Abo von 14€ erhält man Zugriff auf über 27.000 Premium Klassen.

Vor- und Nachteile

  • Geeignet für kreative Menschen (Mediengestaltung, Animation, Motion Graphics)
  • Viele qualitativ hochwertige Lehrvideos
  • Verschiedene Klassen für verschiedene Fähigkeitsstufen
  • Feedback zu Fragen und Arbeiten
  • Abo Modell ist übersichtlich und preiswert
  • Jederzeit kündbar
  • Ungeeignet für die, die nichts Kreatives suchen
  • Die meisten Lehrvideos verstecken sich hinter einer Preisbarriere
  • Abo Modell
  • Nur 14 tägige Testphase

Fazit

Skillshare ist für jedermann gedacht, der seine Fähigkeiten als auch Wissen erweitern oder einfach etwas Neues lernen möchte. Egal ob Freelancer, die etwas Eigenes aufbauen oder einem Medienstudenten, der sein Portfolio erweitern möchte, es findet sich zu jeder Fähigkeitsstufe etwas. Ob es sich für dich rentiert, musst du selbst entscheiden. Mit einem Monatsabo von 14€ ist das was Skillshare mit sich bringt, sehr erschwinglich!

LinkedIn Learning

Mit dem Erwerb der Plattform lynda.com mischt auch LinkedIn seit 2017 im E-Learning Segment mit und ist für Leute ausgelegt, die Richtung Business, Marketing und Programmieren tendieren. Gewissermaßen alles, um als Start-Up durchzustarten!

Um auf LinkedIns E-Learning Plattform zuzugreifen, braucht man ein LinkedIn-Profil. Da viele Unternehmen heutzutage stark auf LinkedIn verkehren, kann sich dies als sehr nützlich erweisen.
Hat man dementsprechend ein Profil angelegt und belegt ein Lernpfad, wird man bei Vollendung dessen, mit einem Zertifikat belohnt. Dieses Zertifikat ziert somit dein Profil und kann für den ein oder anderen potenziellen Arbeitgeber attraktiv wirken.

Zugriff auf die Lehrvideos erhält man erst, wenn man kostenpflichtig ein Abo abschließt. Ein Wehrmutstropfen ist der kostenlose Monat, den sie mit ins Abo packen.

Navigiert man also über die Facebook ähnliche Oberfläche und beginnt einen Lernpfad, so bekommt man einen Überblick auf die benötigten Elemente, um es zu bestehen.
Ein Lernpfad kombiniert mehrere Kurse zu einer großen Oberthematik. Nur durch das Bestehen eines Lernpfads, erhält man ein Zertifikat.
Jeder Kurs ist in 2-6-minütige Videos unterteilt. Sehr hilfreich, da einige Themen sehr trocken erzählt werden, somit kann man auf die für sich interessanten Themen springen. Hat man ein Kapitel vollendet, gibt es sogar einen kleinen Test.
Betrachtet man die Qualität der Videos, wird der Inhalt sehr statisch dem Zuschauer vermittelt. Viele Lehrvideos haben die Qualität einer guten PowerPoint-Präsentation. Dies kann positiv als auch negativ gelten; zum einen werden Inhalte klar und deutlich präsentiert zum anderen differenziert es sich nicht vom normalen Lehrprinzip.

Auch der Kommentarbereich ist wieder zu finden, doch im Gegensatz zur Skillshare wird der Kommentarbereich selten besucht – natürlich gibt es Ausnahmen!

Vor- und Nachteile

  • Geeignet für Business und Marketing
  • Einbindung des LinkedIn Profil
  • Lernpfade und Zertifikate
  • Viele Videos
  • Ein Monatige Testphase
  • Jederzeit kündbar
  • Ungeeignet für die die nicht Richtung Business und Marketing gehen wollen
  • Keine Vorschau von Lehrvideos möglich
  • Videos sind zu schlicht aufgebaut (Person redet vor der Kamera)
  • Teures Abo Modell von 29,49€ im Monat

Fazit

Für den Business-Entrepreneur von Morgen ist LinkedIn Learning ein guter Start, um sich Wissen anzueignen als auch der perfekte Ort, um Kontakte zu knüpfen. Wer sich also denkt, „Allgemeine Betriebswirtschaftslehre“, beim Prof. Breyer-Mayländer reicht nicht aus, hat mit LinkedIn Learning ein Platz zum Austoben gefunden!

W3Schools


Anstatt jetzt auf traditionelle E-Learning Plattformen einzugehen, die sich ausschließlich für das Erlernen von Programmiersprachen spezialisiert sind, wie z.B. Codeacademy, möchte ich auf eine kostenlose Alternative zurückgreifen. W3schools ist in der Theorie nämlich auch eine E-Learning Plattform! 
Es kann nicht mit schicken Lehrvideos punkten, doch eins kann es, dir Programmieren beibringen!

Egal ob CSS, HTML, Java oder Python, alles wird ausführlich mit Beispielen erklärt und lädt zum Ausprobieren ein. Möchte man sein Können testen, kann man das, indem man ein Examen ablegt. Für einen Betrag von 95$, kann man in der gewünschten Programmiersprache gewertet werden. Beim Bestehen des Examen wird man, wie bei LinkedIn Learning, mit einem Zertifikat ausgezeichnet!

W3schools ist für jeden MI oder Units-Studenten ein Muss. Möchte man tiefer in die Materie blicken, kann man immer noch eine E-Learning Plattform, wie Codeacademy, in Erwägung ziehen.


Fazit

„Free Tutorials, Online-Classes, Online Learning and Training“, das sind alles Begrifflichkeiten die dazu bewegen sollen, auf E-Learning Plattformen zu klicken. Doch gratis sind sie meistens nicht!
Klar, werben die meisten mit einer Testphase, doch danach muss man in die Taschen greifen.
Als Student ein starker Kritikpunkt!

E-Learning Plattformen können dem Studenten helfen, Ziele im Auge zu behalten und können eine Stütze zum eigentlichen Studentenleben sein. Das einzige Problem jedoch, neben dem Preis, ist es, dass man zuerst die richtige Plattform für sich finden muss und das heißt ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren!

Bildquellen
  • Beitragsbild
    • eigenes Bild
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Studium

Vom Hobby zum Beruf – im Interview mit Oliver Altmann

Beruflich das machen, was man in der Freizeit gerne tut, ist das Ziel und der Traum vieler junger Menschen. Oliver Altmann hat durch das Studium an der Hochschule Offenburg das geschafft, wovon viele träumen: er geht beruflich seinem Hobby nach. In diesem Interview erzählt über sein Studium und seinen heutigen Beruf als Webentwickler.

Steckbrief:

Name: Oliver Altmann

Beruf: Webentwickler

Studium:

  • B.Sc Medien und Informationswesen
    ( Hochschule Offenburg )
  • M.Sc Medien und Kommunikation
    (Hochschule Offenburg)

Mitgewirkt an:

Portrait – Oliver Altmann

Portrait: Oliver Altman

Interview

Wann und aus welchen Gründen hast du dich entschieden nach dem Bachelor noch
den Master zu machen?

„Die Entscheidung MuK zu studieren, fiel während meiner Bachelorthesis. Als Absolvent von MI empfiehlt es sich den Master direkt anzuhängen, da diese aufeinander aufbauen und dadurch den Masterabschluss erleichtern. Zudem hat MuK den Schwerpunkt der Unternehmensgründung und Selbständigkeit, was zu diesem Zeitpunkt bei mir von großem Interesse war. Des Weiteren wollte ich mir durch den Master die Möglichkeit zum Erwerb des Doktortitels offen halten.“

Wie gut warst du für das alltägliche Arbeiten nach der Hochschule vorbereitet?

„Aufgrund der projektorientierten und praxisorientierten Ausbildung (Praxissemester) fiel mir der Einstieg in die Berufswelt einfach. Viele Themen aus dem Bereich der IT konnte ich wieder aufgreifen und einsetzen.“

Welche Inhalte und Kompetenzen, die du in deinem Studium erworben hast, spielen in deinem aktuellen Beruf eine große Rolle?

„Die Kernkompetenz des Studiums (vor allem im Masterstudium) ist Aufgabenstellungen jeder Art selbständig effizient zu lösen. Dabei nutze ich fast alle Inhalte der Themenblöcke Medieninformatik und Mediengestaltung. Diese decken die Schwerpunkte meiner Tätigkeit ab.“

Welchen Tipp würdest du Studierenden für MI und MuK mit auf ihren Weg geben?

„MI und MuK sind interdisziplinäre Studiengänge, deren Schwerpunkte man selbst wählen kann. Wichtig ist die Schwerpunkte des Studiums zuerst nach seinem Interesse und den beruflichen Möglichkeiten zu wählen und erst dann nach der Schwierigkeit.
Die besten Noten helfen nach dem Studium nichts, wenn die Interessen und der Spaß mit den zusammenhängenden Kernkompetenzen fehlt. Auf Basis meiner beruflichen Erfahrung legen Unternehmen zuerst den Fokus auf die Persönlichkeit und fachlichen Interessen und nicht auf die Durchschnittsnote des Studiums.“

Wo arbeitest du heute?

„Ich arbeite aktuell bei der Tandem Kommunikation GmbH in Freiburg. Dabei handelt es sich um die Markenagentur der Novellus Holding AG. Wegen der aktuellen Wirtschaftslage und der damit zusammenhängenden Einflüsse der Covid-19-Pandemie wird die Agentur allerdings geschlossen. Aus diesem Grund werde ich meine berufliche Erfahrung bei der Avenit AG in Offenburg erweitern. Als Nebentätigkeit betreibe ich ein eigenes Gewerbe im Bereich der Softwareentwicklung.“

Wie bist du zu diesem Beruf gekommen?

“ Es kann nichts besseres geben, als sein Hobby zum Beruf zu machen. Dabei handelt es sich um die Entwicklung von Webseiten und damit zusammenhängenden Medien. Durch das Studium an der HS-Offenburg konnte ich meine Interessen stärken und mein Wissen im Bereich der Online-Medien professionalisieren.“

„Aus Hobby wurde Beruf“

Oliver Altmann

Welche Herausforderungen siehst du in deinem Job?

„In der Medienwelt besteht die Hauptherausforderung darin, den vielseitigen Kundenwünschen gerecht zu werden und sich von der Konkurrenz durch Alleinstellungsmerkmale abzusetzen. Der Preisdruck der Leistungen schwankt sehr. Die Medienwelt und damit zusammenhängenden technischen Möglichkeiten unterliegen einer ständigen Modernisierung, die man nicht verschlafen darf. Als Beispiel sind kleine Webseiten zu nennen, die vor Jahren noch händisch erstellt wurden. Heute lassen sich diese über Tools zusammenklicken und online publizieren. Somit besteht eine weitere Herausforderung in der Forschung und Entwicklung neuer Medien und der persönlichen Weiterbildung.“

Vielen Dank an Oliver Altmann für den Einblick in seinen Beruf und Alltag. Danke für die Zeit, welche er sich für das Interview genommen hat.

Bildquellen

Titelbild : https://www.freepik.com > Designed by katemangostar

Portrait : Oliver Altman

Studium

Jonathan Rieder – vom MI Studenten zum Selbstständigen

Du hast dein Studium erfolgreich abgeschlossen und dann? Willst du noch einen Master machen oder doch lieber gleich arbeiten? Jonathan Rieder, ein ehemaliger Student des Studiengangs „Medien und Informationswesen“, hat sich für eine Selbstständigkeit nach dem Studium entschieden. In diesem Interview gibt dir Jonathan einen Überblick über sein MI Studium in Offenburg und seine aktuelle Arbeit.

Schon immer an Medien interessiert

Jonathan hat im Wintersemester 2012/2013 sein MI-Studium in Offenburg begonnen. Eigentlich kommt er aus Stuttgart. Im Interview erzählt er mir, dass er dort auch sein Abitur im Bereich Mediengestaltung an einem technischen Gymnasium absolviert hat. Für ihn war schon immer klar, dass er auf jeden Fall etwas in Richtung Medien studieren will. Schon mit dreizehn Jahren war er von Videoschnitt, Kamera, Regie und Produktion begeistert. Deshalb bewarb er sich nach seinem Abitur an mehreren Hochschulen für Medienstudiengänge. Trotz mehrerer Zusagen von unterschiedlichen Hochschulen entschied er sich für die Hochschule Offenburg.

Bilder der Kurzspielfilm-Produktion im Studium

Das hat ihm im Studium besonders gefallen

Am MI-Studium haben ihm besonders die gestalterischen Module gefallen, z.B. Studio Animation im dritten Semester, 3D-Produktion und Video-Produktion im Hauptstudium. Im Modul Video-Produktion hat er zusammen mit weiteren Kommilitonen einen Kurzfilm gedreht. Jonathan hat dabei die Produktion und den Ton übernommen. Er erläutert, dass er dabei viel gelernt habe. Wenn du noch mehr über das Studio Animation wissen willst, dann schau dir hier diesen Beitrag an. Falls du dich mehr für Audio-Produktion interessierst, dann lese dir gerne hier diesen Artikel durch.

Aber auch die technischen Vorlesungen, z.B. Komprimierungsverfahren, fand Jonathan interessant und hilfreich. Er erklärt, dass er sehr froh sei, diese gemacht zu haben, weil er das Wissen daraus bei seiner heutigen Arbeit sehr gut anwenden könne.

Studienarbeiten von Jonathan

Plakat zu dem Filmprojekt
Screenshot aus dem Animationsfilm-Projekt

Das Praxissemester

Für Jonathan war klar, dass er sein Praxissemester am liebsten in einer Großstadt verbringen möchte: Berlin oder Hamburg. Sein Praxissemester hat Jonathan deshalb in einem kleinen Ein-Mann-Tonstudio in Berlin verbracht. Dort hat er Lieder gemischt, Spiele vertont und generell einiges im Bereich Audio und Musik gelernt. Ihm hat das Praxissemester dort sehr gefallen, weil er vieles selbst ausprobieren konnte und eigenverantwortlich arbeiten durfte. Außerdem hat er dort den Arbeitsalltag eines Selbstständigen kennengelernt.

Übersicht über ein Audio-Projekt im Praxissemester

Kein Master nach dem Bachelor

Als er 2017 sein Studium beendete, entschied sich Jonathan gegen einen Master. Stattdessen begann er nach dem Studium direkt zu arbeiten. Schon während des Studiums hat Jonathan den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und in vielfältigen Bereichen gearbeitet. Neben Videoschnitt und Motion Graphics zählten auch Charakteranimationen für Agenturen und Unternehmen zu seinem Aufgabenbereich. Zusätzlich dazu arbeitete er für zwei Jahre noch bei einem großen bekannten Medienunternehmen im Bereich Foto und Video. Dann entschied er sich jedoch wieder ausschließlich für die Selbstständigkeit. Im Interview erläutert er mir, dass er in dieser Woche bei einem kleinen Unternehmen einen Image-Film gedreht habe. Die Post-Produktion dazu mache er auch selbst.

Neben der Arbeit

Neben seiner Selbstständigkeit war er auch im Theater tätig. Dort konnte er seine Medienkompetenz noch weiter ausbauen und stärken. Für ihn war die Arbeit am Theater sowohl Hobby, als auch Beruf. Beruf deshalb, weil er für die Arbeit am Theater bezahlt wurde. Er erklärt, dass er dort technischer Leiter für die Videoproduktion gewesen sei und auch im Bereich des Projektionsmapping gearbeitet habe.

Tipps für Studierende

Natürlich habe ich Jonathan auch noch gefragt, ob er nützliche Ratschläge für Studierende hat. Hier sind sie:

  1. Beiß dich durch’s Grundstudium: Gerade das Grundstudium ist für viele eine große Herausforderung, vor allem natürlich die Informatik und medientechnischen Fächer. Da solltest du viel Disziplin und Durchhaltevermögen aufbringen, um das Grundstudium erfolgreich abzuschließen. Im Hauptstudium erwarten dich viele Auswahlmöglichkeiten und du kannst deine Module aus vier Themenbereichen selbst wählen.

  1. Tipp für’s Hauptstudium: Im Hauptstudium solltest du nur die Module machen, die dir Spaß machen. Wenn du gerne programmieren möchtest, dann belege die Informatik Fächer. Wenn du eher kreativ arbeiten willst, dann entscheide dich für die gestalterischen Module. (Falls du noch weitere Infos zum Hauptstudium willst, dann schau dir hier den Ratgeber für MI-Studierende an.)

  1. Studiere ohne Leistungsdruck und mache dir nicht so viele Sorgen!

Danke

Zum Schluss möchte ich mich noch bei Jonathan für das Interview bedanken. Ich freue mich, dass er seine Erfahrungen aus dem MI Studium mit uns teilt und so anderen Studierenden und Studieninteressierten einen Einblick in das MI Studium und mögliche Karrierewege gibt.

Studentenleben

Justin Bäumle – Ein Mensch mit vielen Facetten

Justin Bäumle ist ein Mensch mit vielen Facetten. Er studiert MI im fünften Semester und gewährt uns einen privaten Einblick in sein Studentenleben. Außerdem erzählt er uns, wie er zur Fotografie gefunden hat, wieso er Portraits lieber analog fotografiert, was ihn an der Musik schon immer fasziniert hat, und er verrät uns sogar ein Geheimnis, womit ihr eure Kochkunst verbessern könnt.

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