Studium

Videomarketing. Was wir von der NBA lernen können

Die National Basketball Associaton ist die populärste Basketball-Liga der Welt. Schon 2016 kamen die einzelnen Accounts der Liga, Teams und Spieler zusammen auf über eine Milliarde Follower/Likes auf den Sozialen Medien. Damit sind sie die erste Sportliga weltweit, die diese Marke knacken konnte. Ein Grund für den Erfolg ist unter anderem der starke Fokus auf Videos als Medium. Im folgenden Artikel möchte ich euch zeigen, was wir von der NBA lernen können, um mit Videoinhalten so richtig durchstarten zu können.

Erst einmal stellt sich die Frage, warum genau Videos denn so wichtig für den Erfolg auf den Sozialen Medien sind. Hierzu fand der Marketingblog Futurebiz heraus, dass Instagram Videos schon 2019 49 % mehr Interaktionen erzielten als statische Fotos. Dadurch gelingt es Marken ihre Zielgruppe besser zu erreichen und an sich zu binden. Die NBA nutzt diese Entwicklung in dem sie regelmäßig vielfältigen Videocontent postet. Dieser reicht von Spielhighlights, über Behind-The-Scenes Footage bis hin zu exklusiven Interviews.

Selbst nachdem die Liga im März wegen der Covid-19-Pandemie abgebrochen wurde, gingen den Verantwortlichen nicht die Ideen aus. Seitdem werden zum Beispiel regelmäßig legendäre Momente aus Spielen der letzten Jahre gezeigt. Außerdem wurde im Rahmen der #nbatogether Kampagne ein neues Talkformat etabliert. Dort kommen vor allem die Stars und Legenden der Liga zu Wort.

Bild 2 – Instagramposts im Engagementvergleich
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Wir lernen also, dass Firmen durch den Einsatz von Videos in Social Media besser ihre Zielgruppe erreichen können. Dabei müssen sie jedoch auch kreativ werden und verschiedene Formate ausprobieren.

Durch technologische Affinität auch für die Zukunft gerüstet

Auch in Sachen Zukunftstechnologie ist die NBA auf dem Vormarsch. Der Grund hierfür ist unter anderem, dass mittlerweile viele Teams im Besitz von Internetmilliardären sind. Die Los Angeles Clippers zum Beispiel gehören dem Microsoft Mitbegründer Steve Ballmer. Seit 2018 haben sie in Kooperation mit ihrem TV-Partner, ein Augmented Reality Erlebnis für ihre Fans im Angebot. Bei Clippers CourtVision kann man sich während der Live-Spiele verschiedene Grafiken einblenden lassen. Diese zeigen zum Beispiel kurz vor dem Wurf die bisherige Trefferquote des Spielers an.

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Auch die Liga an sich experimentiert gerne mit neuen Technologien. Schon 2015 konnte man das erste Spiel der Saison zwischen den Champions Golden State Warriors und New Orleans Pelicans, live via VR-Brille streamen. Dadurch konnten Fans weltweit das erleben, was sonst auch mal bis zu 20 000 $ kosten kann. Ein Spiel aus der ersten Reihe zu verfolgen, nur wenige Meter vom Spielfeld entfernt. Mittlerweile gibt es ein großes Angebot an Video-Content für viele VR-Systeme auf der Website oder dem Youtubechannel der NBA.

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Dabei darf man natürlich nicht verschweigen, welchen Einsatz diese Wette auf die Zukunft erfordert. Allein die Experimente mit VR erfordern einen Einsatz in Millionenhöhe. Es ist klar, dass nicht jede Firma das nötige Kleingeld hat, um ähnliche Projekte umzusetzen. Ich möchte hier vielmehr aufzeigen wie die NBA durch ihre Affinität zur Technik und eine konsequente Umsetzung ihrer Strategie bestens für die Zukunft gewappnet sein wird.

Exklusiver Videocontent für die verschiedenen Sozialen Netzwerke

Anhand von Snapchat erkennt man sehr gut, wie hoch der Stellenwert von Videocontent bei der NBA ist. Seit 2017 gibt es mit dem Netzwerk eine Kooperation, bei der die Liga exklusiven Content nur für die Nutzer von Snapchat produziert. Eine Mini-Serie zu den damaligen Finalspielen wurde extra professionell gefilmt und nachbearbeitet. Am Ende konnten die User in zwei bis fünf Minuten langen Clips die Finalserie verfolgen. Da auf Snapchat vorrangig sehr junge Menschen unterwegs sind, sichert man sich somit früh die Loyalität einer zukünftigen, zahlungskräftigen Kundschaft.

Wir lernen von der NBA, dass guter Video-Content extra für die verschiedenen Channel produziert werden sollte. Der Grund dafür sind zum einen die verschiedenen technischen Vorraussetzungen der Netzwerke wie zum Beispiel das Seitenverhältnis. Während für den Instagram Feed 5:4 oder 1:1 am geeignetsten ist, benötigt Snapchat zum Beispiel ein Format von 9:16. Aber auch die Tonalitäten der Netzwerke unterscheiden sich und sollten deshalb für die Produktion beachtet werden.

Während Highlight Clips bei den meisten Sportarten per Copyright Claim direkt von den sozialen Netzwerken verbannt werden, hat die NBA das Potenzial dieser Videos direkt erkannt. Eine Geschichte dazu schreibt der Instagram Kanal House of Highlights. Omar Raja suchte 2014 nur nach einem Ort, an dem er die Höhepunkte von Basketballspielen finden konnte und baute danach kurzerhand seinen eigenen Kanal auf. Bei House of Highlights fanden Fans kurze Clips der wichtigsten Momente eines Spiels, oftmals nur Minuten nachdem sie überhaupt passiert sind. Anstatt diese Videos aus dem Netz zu entfernen, ließ die NBA Omar gewähren und freute sich über die zusätzliche Aufmerksamkeit, die so generiert werden konnte. House of Highlights hat stand heute (21.05.2020) 17,5 Millionen Follower auf Instagram und gehört zum Turner Network Television das unter anderem eine Partnerschaft mit der NBA pflegt.
https://www.instagram.com/p/CB2Cbh9g1n0/

Bild 3 – Dunks sind eine beliebte Quelle für Highlightclips

Fazit

Unter anderem durch den starken Fokus auf das Medium Video ist die NBA der Social Media Champ aller Sportarten weltweit. Dadurch erreichen sie zum Beispiel einen der jüngsten Zuschauerdurchschnitte aller amerikanischen Profiligen. Die Zukunft wird diese Strategie bestätigen, da sie ein stetiges Wachstum durch eine heranwachsende zahlende Fanbase garantiert.

Davon können nicht nur die anderen Sportarten wie der Fußball lernen. Die gesamtheitliche Strategie rund um das Medium Video ist für viele Branchen ebenfalls vielversprechend. Kombiniert mit Zukunftstechnologien wie Virtual Reality können Firmen durch Videomarketing nachhaltig mehr Aufmerksamkeit generieren.

Möchtest du übrigens mehr über das Thema Virtual Reality erfahren, kannst du hier ein Arbeitspapier der Fakultät M+I zu diesem Thema herunterladen.

Studentenleben

Personal Branding – Warum auch du eine Marke bist

Marken sind allgegenwärtig. Wir finden sie auf der Straße, in unseren Social Media Feeds, in Filmen oder in unserer eigenen Wohnung. Doch Marken können nicht nur im Online-Shop oder in der Einkaufsstraße gekauft werden. Auch Du selbst bist eine Marke. Warum Deine eigene Marke wichtig ist, und wie Dir Personal Branding dabei hilft mehr aus Dir zu machen, erfährst du im Folgenden. 

Marken kennt man. Zumindest jene, die gut präsentiert werden. Es gibt Billig-Marken, alltägliche mittelständische Marken und teure Premium-Marken. Den großen Unterschied dazwischen macht oftmals nicht nur die Qualität, sondern insbesondere auch der Ruf. Gerade teure Marken sind exklusiv, da sich diese nicht jeder leisten kann. Davon werden wohlhabende Personen angezogen und die jeweilige Marke erlangt dadurch zusätzliches Prestige.

So weit, so gut. Jeder von uns weiß, wie Marken funktionieren. Doch vielen ist nicht bewusst, dass Marken nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Individuen, wie beispielsweise auch Dich, wichtig sind. Welche Marke das sein soll? Deine Marke. Du als Person. Die Art und Weise, wie Du Dich der Welt präsentierst und diese von Deinen Fähigkeiten überzeugst. Die Aura, die Du Deiner Umwelt vermittelst und die Aufmerksamkeit, die Du bekommst. Genau das wird auch „Personal Branding“ genannt und ist quasi das persönliche Äquivalent der „Corporate Identity“, welche die Identität von Unternehmen und deren Wirkung auf die Außenwelt bezeichnet.

Personal Branding ist nicht nur für Stars wie Travis Scott, Cristiano Ronaldo oder auch Angelina Jolie wichtig. Auch Du solltest Dir Gedanken um Dich selbst als Marke machen, wenn Du erfolgreich sein und beispielsweise Arbeitgeber oder Kunden von Dir und Deinen Fähigkeiten überzeugen willst. Was dabei besonders wichtig ist? Das erfährst Du hier in weiterer Folge.

Warum ist Personal Branding heutzutage so wichtig?

Denk einfach mal an große Unternehmen, wie Apple, Amazon oder auch Tesla. Klar, jeder kennt die Marken. Aber wen man noch kennt, sind die Führungspersönlichkeiten dieser Unternehmen. Gerade auf Social Media wird oftmals diesen Leuten mehr gefolgt, als der Marke selbst. Seien es der bereits verstorbene Steve Jobs oder auch Jeff Bezos und Elon Musk: Alle davon sind mit den Unternehmen, welche sie führen, eng verbunden. Die Unternehmen gehören quasi zu deren eigenem Personal Branding und stellen einen Teil ihrer Visionen dar. Jene Unternehmen sind Produkte dieser bekannten Persönlichkeiten und wurden von diesen von Beginn an aufgebaut. Sieht man eine dieser Persönlichkeiten, verbindet man sofort Reichtum, Macht, Intelligenz und Innovation mit ihnen.

Bild 2 | Entrepreneur

Doch Personal Branding ist nicht nur für bereits erfolgreiche Menschen wichtig. Es ist auch bedeutend für jene, die es werden wollen. Das betrifft den privaten und auch den beruflichen Bereich. Ziel ist es, Dich zu sehen oder von Dir zu hören und direkt zu wissen, was Du darstellst, was Du kannst und wer Du bist. Das alles natürlich in einem möglichst positiven Licht. Auf diese Art und Weise eilt Dir Dein Ruf stets voraus und ermöglicht Dir neue Chancen.

Was gehört zu einem guten Personal Brand?

Personal Branding kann viele Aspekte beinhalten. Dazu gehören etwa klare Werte und Ideen. Nicht ambivalent sein, sondern klar und deutlich etwas darstellen und eine Meinung zu Themen haben, über die man informiert ist. Inspiration zu vermitteln. Individuell zu sein und seinem eigenen Stil zu vertrauen – wenn notwendig auch gegen Widerstand. Dazu gehört auch verbindlich, verlässlich und vertrauenswürdig zu sein. Auch ein gutes Netzwerk an Kontakten ist hilfreich, um sein Personal Brand zu manifestieren und es in die weite Welt hinauszutragen. Auch extrovertiertes Verhalten und die Fähigkeit zu haben, ein guter Redner zu sein, ist wichtig. Manche sind das auf natürliche Art und Weise und andere können es lernen.

Zudem solltest Du auch erreichbar für andere Leute sein. Zugänglich, mit Ecken und Kanten aber dennoch klaren Messages und Zielen. Wer Deinen Namen hört, muss direkt wissen, wofür Du stehst, was Deine Standpunkte sind und was man von Dir erwarten kann.

Du wirst sehen: Neue Chancen werden auf Dich zufliegen, Vorstellungsgespräche werden erfolgreicher sein und Du wirst Dich viel besser in Form eines Experten auf Deinem Gebiet etablieren. Mit Personal Branding wirst Du Dir Dein gesamtes Leben einfacher machen.

Wie kannst Du konkret starten?

Wie auch beim Aufbau einer Unternehmensmarke startet der erste sichtbare Schritt oftmals mit dem Aufbau einer eigenen Website. Für Dein Personal Brand kann das zum einen natürlich eine echte Website zu Deiner Person mit Arbeitserfahrungen, Publikationen, Arbeitsproben und weiteren Themen sein. Oft ist eine eigene Website jedoch aufwändiger zu verwalten und bietet wenig Möglichkeiten sich mit anderen Menschen auszutauschen und Teil einer Community zu sein. Zusätzlich ist bei der Vermarktung der eigenen Website hoher Einsatz gefragt. Dabei stellen aber gerade diese Aspekte eine wichtige Rolle dar, um Dein Personal Brand voranzutreiben. Wie Du trotz dieser Schwierigkeiten eine Website und Dein eigenes Talent nutzen kannst um herauszustechen, kannst Du im verlinkten Artikel herausfinden.

Die wohl aktuell beste Plattform um Dein Personal Brand in die Welt zu bringen, ist die Business Social Media Plattform LinkedIn. Neben LinkedIn existiert auch noch die Plattform Xing. Diese ist in der DACH Region sehr verbreitet (19Mio. Nutzer) und liegt dort sogar vor den Nutzerzahlen von LinkedIn (14 Mio.). Sie bietet aber deutlich weniger Möglichkeiten zur aktiven Vernetzung und Community-Bildung. Weshalb LinkedIn mit weltweit über 690 Millionen Nutzern, auch der größere internationale Markt ist. Daher werde ich im Folgenden ausschließlich auf LinkedIn näher eingehen. Sehr wahrscheinlich wirst Du von LinkedIn schon einmal gehört haben oder vielleicht sogar ein Profil erstellt haben. Leider kommt es häufig vor, dass diese Profile nicht mit großer Sorgfalt gepflegt werden. Oftmals hört es schon nach dem Eintragen der Berufserfahrung und Schul-/Hochschulausbilung auf.

Bild 3 | LinkedIn Logo

Dr. Natalia Wiechowski, Personal Branding-Strategin, bietet auf LinkedIn Learning einen circa einstündigen Kurs zum Thema Personal Brand an und geht dabei insbesondere auf die Plattform LinkedIn ein. Im folgenden leite ich aus ihren Tipps und Erfahrungen drei Punkte ab, die Dir dabei helfen, LinkedIn bestmöglich zu nutzen und somit Dein Personal Brand zu pushen.

Profil optimieren
Bild 4 | Profil Icon

Viele Berufseinsteiger verstehen ihr LinkedIn Profil als einen „Online-Lebenslauf“ und füllen diesen lediglich mit dem Nötigsten. Laut Dr. Wiechowski sei es aber wichtig zu verstehen, dass das LinkedIn Profil vielmehr eine Art Landingpage zu Deiner Person darstellt. Das Ziel sollte sein, dass Personen die auf Dein Profil stoßen, sich solange wie möglich darauf aufhalten. Sie sollen Dich als Person verstehen, Dir vertrauen und das Gefühl haben, dass Du mit ihnen in Verbindung treten möchtest. Zusätzlich nennt Dr. Wiechowski als wichtigste drei Elemente das Profilbild, das Hintergrundbild und die Zusammenfassung. So sollte beim Profilbild darauf geachtet werden, dass es professionell aber auch menschlich rüberkommt. Das Hintergrundbild sollte sofort widerspiegeln in welcher Industrie und woran Du arbeitest. Beim zusammenstellen einer solchen Bildes kann dir ein Grafiker helfen. Die Zusammenfassung kann genutzt werden um zu verdeutlichen, welche Probleme Du für wen löst und was die Ergebnisse sind.

Großartigen Content erstellen
Bild 5 | Content Icon

Als zweiten Aspekt nennt Dr. Wiechowski das Erstellen von großartigem Content. Natürlich kannst Du lediglich Beiträge die dir gefallen teilen. Willst Du jedoch als Vordenker oder Experte anerkannt werden, solltest Du selbst zum Content Creator werden. Beispiele können Einblicke in den Arbeitsalltag, die eigene Geschichte oder das Lösen von Problemen von potentiellen Kunden sein. Aber auch Fehlschläge aus denen Du gelernt und Erfahrung gesammelt hast sind gerne gesehen. Beispiele für Personen welche regelmäßig großartigen Content produzieren gibt es viele. So zum Beispiel die deutsche Business Bloggerin Céline Flores Willers oder der Content Marketing Profi Gary Vaynerchuk. Dr. Wiechowski betont das Soziale Medien ein „Aufmerksamkeitsspiel“ seien und es das Ziel sei, immer und immer wieder gesehen zu werden.

Netzwerk erweitern
Bild 6 | Networking Icon

Der letzte Punkt auf den ich eingehen will, ist das Netzwerken innerhalb von LinkedIn. Studenten begehen häufig den Fehler sich ausschließlich mit weiteren Kommilitonen oder sich nur mit Leuten die sie im echten Leben getroffen haben, zu vernetzen. Grund dafür ist laut Dr. Wichowski, dass Menschen sich häufig nicht über die Macht der Sozialen Medien bewusst sind. So nennt sie als Beispiel, dass es wahrscheinlicher sei, dass eine Person mit 10 Jahren mehr Berufserfahrung uns mit relevanten Information zu offenen Stellen oder Ausschreibungen versorgt, als jemand der soeben die Universität verlassen hat. LinkedIn bietet mit seinen Filtern hervorragende Möglichkeiten Personen zu suchen, die den eigenen Interessen nahe kommen. Zunächst solltest du dir im klaren werden, welche Personen für dich relevant sind. So könnten Jobtitel, Industrie oder Städte mögliche Filter zur Personensuche sein. Nachdem Du Dich vernetzt hast, sei es außerdem wichtig sozial zu bleiben und die neuen Kontakte zu pflegen.

Personal Branding: Mache Deine Identität bekannt

Wir fassen zusammen: Wenn Du Deine persönliche Marke klar definieren und dieser ein positives Image verleihen kannst, dann bist Du heutzutage in so gut wie jeder Lebenssituation klar im Vorteil. Unabhängig davon, wie Du Dein Geld verdienst und welche Lebensweise Du hast.

Persönliche Errungenschaften sind wichtig, aber beim Thema Personal Branding nicht die Priorität. Viel wichtiger sind Charaktereigenschaften und deren Bekanntheit bei Deinen Mitmenschen auf unserer Welt. Schaffst Du es, eine gute Reputation zu bewahren und anderen klar mitzuteilen, welche Erwartungen von Deiner Marke erfüllt werden, dann wirst auch Du in Zukunft mit Sicherheit viel Erfolg im Leben haben.

Studentenleben

Karriere machen im Online Marketing? Perspektiven und passende Studiengänge

Du findest Online Marketing spannend und möchtest deshalb in diesem Gebiet studieren? Meistens haben die relevanten Studiengänge in Deutschland nicht die Bezeichnung „Online Marketing“ im Namen, daher sollte man wissen, welche Themengebiete für ein solches Studium relevant sind und welche passenden Studiengänge es gibt. In diesem Artikel erfährst du, welche Studiengänge am besten zu einer späteren Tätigkeit im Bereich Online Marketing passen, sowie welche Perspektiven und Berufschancen du später hast.

Ich selbst hatte am Anfang meines Studiums dasselbe Ziel. Ich wollte später beruflich im Bereich Online Marketing tätig sein und suchte deshalb passende Studiengänge. Durch das Internet und die Digitalisierung setzen immer mehr Unternehmen auf digitale Kanäle, um die eigenen Produkte oder Dienstleistungen zu vermarkten. Allein in Deutschland wurden in den letzten zehn Jahren mehr als fünf Milliarden Euro durch Online Werbung erwirtschaftet und diese Zahlen werden in Zukunft noch weiter steigen. Somit werden in fast jedem Unternehmen heutzutage Spezialisten für digitale Werbung benötigt. Ein Studium im Online Marketing fand ich vor meinem Studienbeginn somit als sehr attraktiv. Daher beschloss ich einen Studiengang zu suchen, welcher möglichst viele relevante und angrenzende Themen an das Online Marketing behandelt. Als erstes sammelte ich daher alle für das Online Marketing wichtigen Themen und suchte anschließend ein Studium, was die meisten dieser Themen behandelte. Schauen wir also zunächst auf die relevanten Themengebiete im Bereich Online Marketing:

Instrumente im Online Marketing:

Im Online Marketing geht es nicht nur darum, Social Media Beiträge zu posten und zu hoffen, dass die Beiträge an Reichweite gewinnen. Ganz im Gegenteil, Social Media Marketing ist nur ein Teilgebiet von vielen! Folgende Instrumente gehören zum Online Marketing dazu:

  • SEO: bedeutet Suchmaschinenoptimierung und hat zum Ziel die eigene Unternehmenswebseite für bestimmte Keywords (Schlagwörter) möglichst hoch in den Suchmaschinen zu ranken.
  • SEA: „Search Engine Advertising“ bzw. Suchmaschinenwerbung umfasst das bezahlte Schalten von Werbeanzeigen in den Suchmaschinen Ergebnissen. Meistens auf „Pay Per Click“ Basis.
  • E-Mail Marketing: Im E-Mail Marketing geht es um Kundenbindung. Hier werden durch eine geschickte E-Mail Kommunikation Kunden an das Unternehmen gebunden.
  • Display Marketing: Hier ist von der klassischen Banner Werbung die Rede. Werbetreibende können Banner Anzeigen auf Partner Webseiten oder Werbenetzwerken schalten.
  • Online PR: Auch im Bereich Public Relations bzw. Öffentlichkeitsarbeit können Unternehmen über die digitalen Kanäle tätig werden. Beispielsweise durch Online Pressemitteilungen.
  • Social Media Marketing: Auch auf sozialen Netzwerken können Unternehmen aktiv werden und beispielsweise mit Beiträgen oder auch bezahlten Social Media Werbeanzeigen mehr Reichweite gewinnen und Kunden binden.
  • Affiliate Marketing: Unternehmen können mit Webseitenbetreibern zusammenarbeiten und zahlen diesen Provisionen für erfolgreiche Vermittlungen ihrer Produkte oder Dienstleistungen. So können Unternehmen die Reichweite von großen Webseiten nutzen, um auf ihr Angebot aufmerksam zu machen.
  • Analytics, Usability und Unternehmenswebseite: Zum Online Marketing gehört auch die Optimierung der Unternehmenswebseite an sich. Mit Analyse Tools wird versucht, Einsichten in das Verhalten der Webseiten Besucher zu gewinnen und basierend darauf, die Usability und die Customer Journey an sich zu verbessern.

Wie du siehst, umfasst das Online Marketing so einige Disziplinen. Betrachten wir nun also im Weiteren die passenden Studiengänge.

Passende Studiengänge mit relevanten Thematiken

Ich selbst habe mich vor knapp 4 Jahren dazu entschlossen „Online Medien“ an der Hochschule Furtwangen zu studieren. Im Hauptstudium gibt es auch ein Fach mit dem Titel Online Marketing und man konnte diverse Wahlpflichtfächer wählen, welche an Online Marketing Themen angrenzen. Neben diesen Themen, bestand das Studium auch aus betriebswirtschaftlichen Fächern, design-orientierten Fächer und auch Grundlagen aus der Programmierung wurden behandelt.

Finde deinen passenden Studiengang

Ähnlich sind auch andere Studiengänge aufgebaut, denn selbst wenn du später ausschließlich im Bereich Online Marketing arbeiten willst, sind gewisse Grundlagen besonders wichtig. Das Erstellen von Werbeanzeigen beispielsweise, benötigt Grundkenntnisse im Design, das Umsetzen von Website-Analysen benötigt Grundlagen in der Programmierung und auch über das Zusammenspiel von verschiedenen unternehmerischen Bereichen wie Sales und Marketing sollte man Bescheid wissen.

Folgend findest du eine Auswahl passender Bachelor Studiengänge in Süddeutschland an öffentlichen Hochschulen. Diese Studiengänge beinhalten meist Grundlagen aus Design, Medien, BWL und Programmierung, sowie auch Vertiefungsmöglichkeiten zum Online Marketing im Hauptstudium:

Weitere passende Bachelor Studiengänge findest du hier.

Meistens sind Studiengänge an Hochschulen eher geeignet als Studiengänge an Universitäten, da das Themenfeld Online Marketing eher praxisbezogen ist. Möchtest du dich noch anschließend mit einem Master spezialisieren, kann ich dir den Studiengang Dialogmarketing und E-Commerce an der Hochschule Offenburg empfehlen, welchen ich selbst gewählt habe. Vor allem wenn du dich für E-Commerce und Online Shops interessierst und in dieser Branche tätig werden willst, kann dieser Studiengang besonders spannend für dich sein. Weitere passende Master Studiengänge findest du hier.

Perspektiven, Berufe und Gehälter

Arbeiten kannst du später so gut wie in jedem Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen. Solange das Unternehmen Online beispielsweise über Social Media aktiv ist, gibt es meistens auch passende Jobs. Deine Berufsbezeichnung kann ganz unterschiedlich sein, je nachdem auf was genau du dich spezialisieren möchtest und wo genau du zum Experten werden möchtest. So kannst du beispielsweise als Online Marketing Manager, Social Media Manager, in einem SEO Team oder aber auch im Produktmanagement arbeiten. Wenn du eher mit allen Teilbereichen im Online Marketing zu tun haben möchtest, suche dir ein Unternehmen mit einer breit aufgestellten Marketing Abteilung.

Perspektiven und Gehälter im Online Marketing

Falls du dich lieber ganz genau spezialisieren möchtest, beispielsweise in SEO, dann gehe zu einer Werbeagentur. Oder gehe einen alternativen Weg und gründe deine eigene Agentur oder biete Dienstleistungen im Bereich Online Marketing auf selbständiger Basis an.

Laut Absolventa liegt das Durchschnittsgehalt im Bereich Online Marketing bei ca. 3200€ brutto im Monat. Je nachdem wie groß das Unternehmen ist oder in welcher Branche das Unternehmen tätig ist, unterscheiden sich die Gehälter. Für einen Überblick über mögliche Gehälter klicke hier.

Werde selbst aktiv: Finde deinen passenden Online Marketing Studiengang

Werde selbst aktiv! Schaue beispielsweise die Bachelor Studiengänge aus dem Bereich Medien an der Hochschule Offenburg an oder besuche Informationstage von Hochschulen. Mit dem Finder von Studienwahl.de kannst du dir auch eine umfassendere Liste an passenden Studiengängen zusammenstellen, indem du beispielsweise nach Medienstudiengängen filterst.

Ganz egal für welchen Studiengang du dich entscheidest. Das Online Marketing und die digitale Branche ändert sich rasant schnell. Daher ist es besonders wichtig, dich nicht nur auf das Studium zu verlassen, sondern dass du dir auch nebenher beispielsweise über kostenlose Online Kurse aktuelles Wissen zu relevanten Themen aneignest. Sehr interessant ist etwa das kostenlose Angebot „Think with Google“, aber auch Internetzeitschriften wie T3N oder kostenlose Kursportale wie EDX.

TechTalk

TikTok – Das neue Instagram?

Zunächst war es Facebook, dann kam Instagram und jetzt TikTok? Immer wieder drängen sich neue Social Media Plattformen auf den Markt und generieren innerhalb kürzester Zeit einen Hype. Besonders bei der jungen Zielgruppe liegt TikTok momentan voll im Trend. Aber was macht die Plattform überhaupt aus und kann sie den großen Playern wie Instagram gefährlich werden?

Keine App liegt gerade so im Trend wie TikTok. Während sich die jüngere Generation geradezu auf die App stürzt, fragt sich manch Älterer, was das überhaupt alles soll. Schaut man sich die App-Trends an, wird allerdings schnell deutlich, wie relevant TikTok mittlerweile ist. Stand jetzt ist sie die am häufigsten heruntergeladene App 2020. Alleine im Mai wurde sie weltweit 111 Millionen Mal heruntergeladen. Besonders die jüngere Generation ist auf der Plattform aktiv, die Reichweiten, die dabei erzielt werden, sind zum Teil gigantisch. Viele Videos haben nach kürzester Zeit Millionen von Aufrufen. Neue Trends und Challenges haben dabei auch immer größeren Einfluss auf die Musikindustrie. Viele Künstler werden mit Ihren Songs gerade über TikTok zu Stars. Lil Nas X ist mit seinem Hit „Old Town Road“ nur ein Beispiel dafür.

Wie funktioniert die Plattform TikTok?

Aber was steckt eigentlich genau hinter der Plattform und wie funktioniert sie? TikTok ist eine chinesische Video-Plattform, welche von dem Unternehmen ByteDance 2016 ins Leben gerufen wurde. Die Nutzer können dabei kurze Videos aufnehmen und diese mit einer Vielzahl an Effekten bearbeiten sowie bekannte Songs oder auch Filmszenen hinterlegen. Dabei tanzen sie zu den Songs oder bewegen Ihre Lippen synchron zu der jeweiligen Musik oder den Szenen. In den kurzen Clips ist es den Usern möglich, sich kreativ auszuleben und ihre Videos mit anderen zu teilen. Durch diese Funktion handelt es sich bei TikTok zugleich auch um ein soziales Netzwerk, was beispielsweise einen Vergleich zu Instagram möglich macht. Die Videos können einfach gelikt, geteilt oder kommentiert werden. Darüber hinaus können die Clips auch, ähnlich wie bei Instagram, mit verschiedenen Hashtags versehen werden. Wodurch immer wieder neue Trends oder Challenges auf der Plattform entstehen.

Bild 2 | TikTok-Kanal von @charlidamelio

Vergleich zu Instagram

Nachdem der Hype um Snapchat schon wieder deutlich abgeflacht ist, steht nun mit TikTok der nächste potenzielle Konkurrent für Instagram in den Startlöchern. Durch die Möglichkeit, seine eigenen Beiträge mit einer Vielzahl an Menschen zu teilen, wird bei der App der Vergleich zu Instagram oft herangezogen. Die Frage, die sich hierbei stellt, ist inwieweit sich die Apps eigentlich voneinander unterscheiden und ob TikTok eventuell das Potenzial, hat den großen Player Instagram zu verdrängen. Aus diesem Grund werden im Folgenden ein paar Merkmale der Plattformen miteinander verglichen.

Zielgruppe

Sowie alle sozialen Netzwerke, hat auch TikTok seine eigene Zielgruppe. Die App legt dabei den Fokus auf die Generation Z. Die meisten Nutzer sind im Durchschnitt zwischen 16 und 24 Jahre alt. Lediglich knapp 30% der Nutzer sind älter als 25. Vergleicht man diese Zahlen, mit den Zahlen von Instagram lässt sich erkennen, dass TikTok gerade für die jüngere Zielgruppe relevant ist. Auf Instagram sind die Nutzer im Durchschnitt zwischen 24 und 30 Jahre alt.

Aktive Nutzer

Mit rund 800 Millionen aktiven Nutzern ist TikTok weltweit sehr stark vertreten. Zu beachten ist dabei allerdings, dass alleine 500 Millionen dieser Nutzer aus China stammen. Mit rund einer Milliarde Nutzer hat Instagram hierbei noch leicht die Nase vorne. Darüber hinaus sind die Nutzer von Instagram auch gleichmäßiger über den Globus verteilt. Auch in Deutschland ist das deutlich zu erkennen. Hier besitzt Instagram fast 20 Millionen aktive Nutzer, TikTok hingegen lediglich 5 Millionen. Das zeigt, dass auch wenn TikTok aktuell einen regelrechten Boom erlebt und die Downloadzahlen innerhalb kurzer Zeit durch die Decke gegangen sind, die aktiven Nutzerzahlen von Instagram gerade in Europa und Amerika noch deutlich größer sind.

Aufbau und Content

Die Handhabung ist bei beiden Apps sehr ähnlich. In dem jeweiligen „Home-Screen“ werden die neusten Beiträge der Nutzer angezeigt, denen man folgt. Des Weiteren werden einem ähnliche Beiträge vorgeschlagen und es besteht die Möglichkeit aktiv nach Nutzern oder Hashtags zu suchen. Genau wie bei Instagram ist es bei TikTok auch möglich, die Clips zu liken, zu kommentieren oder zu teilen. Das Design der App sorgt dafür, dass man durch einfaches Scrollen schnell zum nächsten Video gelangt. Was den Content betrifft ergeben sich allerdings leichte Unterschiede. Während bei Instagram hauptsächlich Bilder oder Storys gepostet werden, stehen bei TikTok eher kurze kreative Clips im Vordergrund, die zudem meist auch etwas aufwendiger zu erstellen sind.

Vermarktung

Dass Instagram mittlerweile auch stark für Vermarktungszwecke jeglicher Art benutzt wird, ist uns allen bekannt. Ob Produktplatzierungen von Unternehmen und Influencern in Stories oder #Anzeigen in den verschiedensten Posts. Man wird auf Instagram mittlerweile ständig mit Werbung konfrontiert. Mit steigenden Nutzerzahlen rückt natürlich auch bei TikTok dieses Thema immer mehr in den Fokus. Während in der Musikindustrie Musiktitel wie „Toosie Slide“ von Drake schon extra für die Plattform zugeschnitten werden, indem sie dank einer einfachen Choreografie zum Mittanzen anregen, wird nun auch die Produktplatzierung immer weiter vorangetrieben. Dies erfolgt über eine „Hashtag Challenge“. Die Nutzer posten dabei Videos von sich mit den jeweiligen Produkten und versehen diese mit einem bestimmten Hashtag. Durch die Challenge wird dem Hashtag eine kaufbare Funktion hinzugefügt und man kann direkt nach den Produkten suchen. Dabei entsteht nicht nur eine hohe Reichweite, sondern auch eine starke Interaktion mit den Nutzern. Nichtsdestotrotz ist das Thema Vermarktung auf TikTok noch nicht so präsent, wie auf Instagram.

Influencer auf TikTok

Wie auf jeder großen Social-Media-Plattform gibt es auch auf TikTok viele große Influencer, die sich innerhalb kürzester Zeit eine große Reichweite aufbauen konnten. Zu den größten zählen dabei:

Charli D’Amelio

Charli D‘ Amelio ist mit ihren 63 Millionen Followern momentan die absolute Nummer eins auf der Plattform und das, obwohl sie erst seit Sommer 2019 aktiv auf der Video-Plattform vertreten ist. Mit gerade einmal 16 Jahren generiert der US-amerikanische Teenager mit ihren Videos durchschnittlich rund 30 Millionen Aufrufe und ist dabei mittlerweile auch auf Instagram und YouTube ziemlich erfolgreich.

Zach King

Mit knapp 45 Millionen Followern ist Zach King der erfolgreichste männliche TikToker. Der 30 Jährige erstellte bereits früher auf der Plattform Vine kurze Videos und war damit damals schon sehr erfolgreich. Seit 2018 ist er nun auf TikTok aktiv und unterscheidet sich dabei nicht nur mit seinem Alter stark von seinen Kollegen und Kolleginnen, sondern auch mit seinem Content. In den kurzen Videos kreiert er immer wieder neue Illusionen und begeistert damit seine Follower.

LisaandLena

Aber auch deutsche TikToker sind auf der Plattform schon sehr erfolgreich. Die bekanntesten sind dabei wohl die 17-jährigen Zwillinge LisaandLena. Sie waren damals mit rund 30 Millionen Followern einer der größten Kanäle auf der Plattform Musically welche 2018 in TikTok übergingen. Anfang 2019 legten die Zwillinge eine Pause ein und sind jetzt seit Mai wieder aktiv. Dabei konnten sie in dieser kurzen Zeit schon wieder 7,5 Millionen Follower für sich gewinnen.

Schaut man sich die Top-Influencer der App an wird schnell deutlich, dass die TikTok App gerade bei jungen Nutzern sehr beliebt ist. Bis auf Ausnahmen wie ZachKing sind die meisten der Top-Influencer selbst noch Teenager und sprechen damit die junge Zielgruppe optimal an.

Kritik an der Plattform

Neben dem ganzen Hype steht TikTok aber auch immer wieder negativ in der Kritik. Das Thema Meinungsfreiheit steht hierbei besonders im Zentrum. Beispielsweise hatte die Plattform das Video einer Nutzerin zwischenzeitlich gelöscht, welche auf die Verfolgung muslimischer Uiguren in China aufmerksam gemacht hatte. Das Video erreichte millionenfache Aufrufe und wurde erst, nachdem die Kritik über die Zensur immer lauter wurde, wieder online gestellt. Des Weiteren wird die Plattform auch immer wieder verdächtigt, Videos von Nutzerinnen und Nutzern mit Behinderung zu unterdrücken und dabei ihre Reichweite zu beschränken. Es scheint als würden Nutzer, die nicht in das perfekte Bild passen oder andere Meinungen vertreten, bewusst von der App unterdrückt werden. In einem offiziellen Statement bekräftigt das Unternehmen die Nutzer dadurch, lediglich vor Mobbing schützen zu wollen.

Bild 3 | Meinungsfreiheit auf TikTok oft kritisiert

Nur ein kurzer Hype oder doch mehr?

Diese Frage lässt sich leider momentan noch nicht so leicht beantworten. Auch wenn die App gerade zu den beliebtesten überhaupt zählt und die Downloadzahlen stetig steigen, bleibt abzuwarten, wie sie sich weiterentwickelt. Die großen Plattformen wie Instagram und Facebook haben gerade im westlichen Raum, was die aktiven Nutzer betrifft, noch immer die Nase vorne. Des Weiteren ist nicht ersichtlich inwieweit beispielsweise Instagram und TikTok überhaupt als Konkurrenten angesehen werden können. Auch wenn die Apps sich in gewissen Punkten ähneln, unterscheiden sie sich doch, was das Thema Zielgruppe und Content betrifft. Wie sich die App also weiter entwickelt bleibt spannend! Was das Thema Meinungsfreiheit und Gleichberechtigung betrifft, besteht aber auf jeden Fall Handlungsbedarf!

Habt Ihr nun Lust auf TikTok bekommen? Dann ladet euch die App doch einfach mal herunter und macht euch selbst ein Bild davon. Um die Inhalte zu sehen, müsst Ihr euch nicht erst auf der Plattform registrieren, sondern lediglich die App herunterladen – Viel Spaß!

TechTalk

Unseriöse Webseiten und Anbieter erkennen

Du möchtest ein Video streamen, ohne dabei Malware zu erhalten? Oder möchtest du online shoppen und überprüfen, ob es sich um einen echten und seriösen Online-Händler handelt, bevor du deine Bankverbindung oder privaten Daten hinterlässt? An welchen Anzeichen lassen sich erkennen, ob es sich um unseriöse Webseiten handelt?

Da durch Corona viele Geschäfte geschlossen waren und der stationäre Handel immer noch eingeschränkt ist, wirst du vielleicht mehr als vorher online aktiv sein. Durch das Verbot von „Geoblocking“ kannst du seit 2018 zudem auch innerhalb Europas leichter online einkaufen oder Angebote einholen. Damit du dich gegen falsche Informationen und Abzocke im Internet schützen kannst, solltest du die betreffenden Seiten richtig einschätzen können. Hier findest du einige Warnsignale, sodass du unseriöse Webseiten und Anbieter erkennst.

Offensichtliche Anzeichen für unseriöse Webseiten

Manchmal ist eine Webseite so aufgebaut, dass die vorhandene Unseriösität deutlich erkennbar ist. Wenn du auf so einer Webseite landest, gibt es gleich mehrere offensichtliche Anzeichen:

  • Spam auf der Seite: Wenn auf einer Seite inhaltsferne Gewinnspiele aufblinken oder irreführende Links hinterlegt sind, handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine betrügerische Seite.
  • Pop-ups: Wenn du auf einer Seite mit „Pop-ups“ landest, ist es am besten alle automatisch geöffneten Fenster sofort zu schließen und die Seite zu verlassen.
  • Bösartige Redirects: Falls du sofort auf eine völlig andere Webseite weitergeleitet wirst, handelt es sich um einen „Redirect“. Das kann bedeuten, dass die ursprüngliche Webseite nicht echt war, oder es sich um eine seriöse Seite handelt, die von Malware angegriffen wurde. Es ist möglich, dass die ursprüngliche Seite keine bösartigen Absichten hat, doch auf so einer Seite wollen wir uns nicht aufhalten!

Identität des Anbieters

Klare Informationen über den Anbieter sind auf jeder Webseite innerhalb der Europäischen Union Pflicht. Der Name des Betreibers sowie die Anschrift muss angegeben sein. Zudem muss der Anbieter eine Kontaktaufnahme gewährleisten können. Bei Unternehmensformen muss außerdem die Rechtsform wie auch das Handelsregister angegeben sein. Ob die angegebene Adresse existiert, kannst du leicht mit Kartendiensten, wie Google Maps Street View, herausfinden.
Findest du keine Angaben zum Anbieter vor, will dieser womöglich nicht identifiziert werden und das sollte ein Warnsignal für dich sein!

Überprüfe die URL

Achte auch darauf, dass die URLs korrekt geschrieben sind. Die meisten von uns überfliegen die Texte nur. Unseriöse Anbieter von Webseiten wissen das und ändern oft Namen geringfügig ab, wie zum Beispiel „Yah00.com“ statt „Yahoo.com“ oder „Paypa1.com“ statt „Paypal.com“. Dadurch sollst du unwissentlich deine Passwörter, Kreditkartennummern odere andere privaten Daten weitergeben. Falle nicht auf diesen Trick herein! Es dauert nur einen kurzen Moment, um zu überprüfen, ob eine URL sicher ist. Aber es lohnt sich!

Ein weiterer Weg, um sicherzustellen, ob es sich um eine seriöse Webseite handeln könnte, ist darauf zu achten, dass sie HTTPS verwendet. HTTP (Hypertext Transfer Protocol) ist das grundlegende Protokoll zum Senden von Daten zwischen deinem Webbrowser und der besuchten Webseite. HTTPS ist die sichere Version davon, der Zusatz „S“ steht einfach für „Secure“. HTTPS sollte für Online-Banking oder -Shopping verwendet werden, da es die Kommunikation verschlüsselt.

Bild 2: HTTPS Sicherheit

Woher weiß man aber, ob eine Website HTTPS verwendet? Schaue einfach nach, ob ein Vorhängeschloss in der Navigationsleiste deines Browsers angezeigt wird. Wenn ja, weißt du, die Webseite verwendet ein vertrauenswürdiges, digitales SSL-Zertifikat – mit anderen Worten, die übertragenen Daten werden verschlüsselt.
Phishing-Webseiten können, genauso wie jede andere Webseite, HTTPS verwenden, um legitim zu erscheinen. Deshalb gilt: Verlasse dich nicht ausschließlich auf das Vorhängeschloss deines Browsers!

Google überprüft mit „Googles Safe Browsing-Technologie“ Milliarden von URLs pro Tag. Damit kannst du auch unseriöse Webseiten oder Anbieter ausfindig machen.

Kein blindes Vertrauen in Gütesiegel

Gütesiegel sollen uns aufzeigen, welche Mindestkriterien der Anbieter einhält. Die Verleiher von Gütesiegeln können bei Problemen auch oftmals als Streitschlichter eingeschaltet werden.
Inzwischen werden bekannte Gütesiegel auch auf Webseiten oder in Shops integriert, obwohl die jeweilige Prüforganisation die Siegel nicht verliehen hat.
Wer sich deshalb unsicher ist, sollte auf das Siegel direkt klicken; öffnet sich ein neues Fenster mit dem Zertifikat des Siegel-Anbieters, ist es echt.

Datenschutzrichtlinien

Falls du nicht ohne Weiteres erkennen kannst, ob die Webseite seriös ist, überprüfe die Datenschutzrichtlinien. Seriöse Webseiten sollten über eine Seite für ihre Datenschutzrichtlinien verfügen, da diese gesetzlich vorgegeben sind. Nimm dir also die Zeit und suche nach den Richtlinien.Und was ist, wenn die Datenschutzrichtlinie unverständlich ist? Leider sind viele Datenschutzrichtlinien voll von Juristenjargon und deshalb schwer verständlich.

Bild 3: Datenschutz

Ein guter Ansatz wäre, mithilfe der Tastenkombination von Strg+F (oder Command-F auf macOS) nach Wörtern wie „Dritte“, „Daten“ oder „speichern“ zu suchen. Damit sollst du ein Verständnis dafür bekommen, wie die Seite mit deinen persönlichen Daten umgeht und was sie damit beabsichtigt, zum Beispiel „den Verkauf von Daten an Dritte“.

Prävention

Häufig bietet eine Recherche im Internet Aufschluss über die Seriosität einer Website. Für Internetseiten und Angebote, mit denen bereits andere Menschen schlechte Erfahrungen gemacht haben, finden sich dann entsprechende Informationen im Netz.
Wenn du eine Auflistung für unseriöse Webseiten suchst oder sogar eine entdeckt hast, wird dir hier weitergeholfen: Verbraucherschutz

Die meisten Webbrowser bieten außerdem Sicherheitsfunktionen an, mit denen du dich im Internet besser schützen kannst. Diese integrierten Tools können lästige Pop-ups blockieren, Do-Not-Track-Anforderungen an Webseiten senden und gefährliche Downloads blockieren.
Nimm dir einen Moment Zeit, um diese Einstellungen zu überprüfen.
So findest du sie:

  • Chrome:  Einstellungen > Erweitert > Sicherheit und Datenschutz
  • Edge:  Einstellungen > Erweiterte Einstellungen
  • Firefox:  Extras > Einstellungen > Datenschutz & Sicherheit
  • Safari:  Einstellungen > Datenschutz

Wie immer gilt: Augen auf – besonders im Internet!
Nimm dir die Zeit und überprüfe die Webseite mit den erläuterten Tipps auf die Seriosität. Ein Anzeichen sollte ausreichen, damit du keine persönlichen Daten hinterlässt!

Studium, TechTalk

Creating Worlds – Bericht zur FMX 2018

Die Exkursion zur FMX bietet Einblicke hinter die Kulissen großer Kino-Produktionen sowie vieler weiterer Projekte der Digitalen Künste. Zudem demonstrieren dort internationale Aussteller eindrucksvolle neue Technologien. Welche sind das? In diesem Artikel erfahrt ihr es!

FMX – Was ist das überhaupt?

Hinter dem recht kryptischen Namen verbirgt sich eine internationale Konferenz rund um die Bereiche Visuelle Effekte, Animation, Games und Immersive Media, welche jährlich in Stuttgart stattfindet.

Unter dem diesjährigen Thema „Creating Worlds“, gab es neben Präsentationen großer Firmen wie ILM (Industrial Light and Magic) zu den Visuellen Effekten in Star Wars Episode 8 und Thor Ragnarok, unzählige weitere spannende Vorträge mit Einblicken in die Produktion verschiedenster Filme, Spiele und neuer Techniken. Auf zwei Stockwerke verteilt konnte man Ideen und Projekte internationaler Universitäten und Hochschulen ausprobieren. Außerdem war ein Blick auf die neueste Technik in der Branche möglich. Hochinteressant für Studenten ist der Recruiting-Hub, welcher es ermöglicht mit zahlreichen Firmen ins Gespräch und an hilfreiche Tipps für Praktika sowie Jobs zu kommen.

Für eine Atempause zwischendurch bot sich die Möglichkeit, bei der parallel stattfindenden ITFS (Internationales Trickfilmfestival), auf einer großen Open-Air-Leinwand am Stuttgarter Schlossplatz, Animationsfilme in der Sonne zu genießen.

Meine Highlights

Da die Angebote derart vielfältig waren, möchte ich über zwei Themen ausführlicher berichten. Diese bieten einen Einblick in die Zukunft der digitalen Welten.

Digital Humans

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Heutzutage werden lebensechte Charaktere und Animationen in Echtzeit per Motion-Capture erfasst, gerendert und wiedergegeben. Was früher als Zukunftsmusik galt, demonstriert die „Siren-Demo“ eindrucksvoll live.

Nicht nur, dass sich die Performance der Darstellerin direkt auf ihr künstliches Pendant überträgt, die Besucher können sich sogar durch eine AR-Anwendung (Augmented-Reality) frei im digitalen Raum um die Person herumbewegen.

Diese Technologie demonstrierte Cubic-Motion auf der GDC 2016 (Game Developers Conference) zum ersten Mal. Sie bietet vor allem für die Spiele-Entwicklung neue Maßstäbe und fand schon in Titeln wie „Ryse – Son of Rome“ und „Hellblade – Senuas Sacrifice“ Verwendung. Doch über täuschend realistische Körper- und Gesichtsanimationen hinaus, ergeben sich völlig neue Möglichkeiten in Echtzeit mit digitalen Charakteren zu interagieren, was mit Spannung auf die Zukunft warten lässt.

„By 2024, we may all be interacting with digital humans in some way or other, whether its via headsets, films, TV, games, live performances and broadcasts, or by directing digital assistants in our homes in real-time.” (Andy Wood, Chairman of Cubic Motion)

Einblick in Animationssysteme von morgen

Es war der Vortrag, den ich mir doch recht zufällig anhörte, welcher am meisten Eindruck hinterließ. Er beschäftigte sich mit den Animationssystemen, die heutzutage in Videospielen Verwendung finden und uns mit Charakteren und der Welt interagieren lassen. Doch bei Weitem hätte ich mir nicht die Komplexität hinter diesen Mechanismen vorstellen können.

Wer sich mit Animationen in Spielen beschäftigt oder Software-Engineering überstanden hat, dem wird der Begriff „State-Machine“ (Zustandsautomat) bekannt sein. Hier werden verschiedene Zustände über fest definierte Übergänge eingenommen. Dies bildet, oder eher bildete bisher, die Grundlage für Animationssysteme. Denn die heutigen Mechaniken sind so komplex, dass sie zu viel Speicher und Performance verbrauchen.

Aus diesem Grund liegt die Zukunft in Neuronalen Netzwerken, die eigenständig lernen, passende Animationen zum richtigen Zeitpunkt abzuspielen. Diese Informationen lassen sich schließlich in kompakte Dateien verpacken. Sie ermöglichen hocheffiziente, sehr natürliche Bewegungssysteme, die dynamisch auf verschiedenste Situationen reagieren und faszinierende Resultate liefern. Wie diese in Aktion aussehen, zeigt das folgende Video:

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Infos zur Exkursionsanmeldung

Um an der Exkursion teilzunehmen, müsst ihr euch rechtzeitig auf der Prüfungs- und Notenverwaltungsseite der Hochschule anmelden. Dort findet ihr anschließend unter dem Reiter „Fremdleistung anmelden (neu)“ den Punkt „Bachelor: Exkursionen (Ex)“. Hierunter den Eintrag zur FMX/ITFS (das Ticket gilt für beide Veranstaltungen). Der Anmeldungszeitraum reicht von kurz nach Semesterstart (nur SS) bis ca. 2 Monate vor der Veranstaltung!

Seid ihr registriert bekommt ihr von Prof. Sabine Hirtes alle weiteren wichtigen Infos per Email mitgeteilt.

Eine Woche, unzählige Eindrücke – Fazit

Nach vielem Zuhören und Ausprobieren neigte sich die FMX dann dem Ende zu. Was kann ich davon behalten?

Zuerst, dass in nächster Zeit viele interessante Neuerungen auf uns zu kommen und man auf die Zukunft gespannt sein darf. Aber auch, dass man immer bedenken sollte, wie viel Arbeit hinter jedem Frame Spiel oder Film steckt.

Die FMX 2019 findet vom 30.04. bis 03.05.2019 statt. Wer noch mehr Informationen rund um die Veranstaltung erfahren möchte, findet diese auf der offiziellen Homepage. Übrigens ist der Eintritt für die Exkursionsteilnehmer kostenfrei, da die Hochschule ihn erstattet, und lohnt sich daher doppelt.


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