Studium

Von Grammatik-Guide bis Ideengeber: KI-Tools, die deine Textarbeit verbessern

Dank ChatGPT ist Künstliche Intelligenz (KI) ein heißes Thema, das aus keiner Diskussion mehr wegzudenken ist. Doch weit über den Hype hinaus bietet KI uns Studis praktische Unterstützung, die von der Optimierung deiner Texte bis hin zur schnellen Rechtschreibprüfung reicht.

Diese Helfer können dir nicht nur den Studienalltag erleichtern, sondern dir auch dabei helfen, deine akademischen Fähigkeiten voll auszuschöpfen. Heute stelle ich dir fünf meiner liebsten KI-Tools vor, die dir das Leben leichter machen und dein Schreiben auf die nächste Stufe heben können. Hier erfährst du, was die einzelnen Tools kosten, welche Vor- und Nachteile sie haben und in welchen Bereichen sie besonders hilfreich sind. Und jetzt: viel Spaß beim Lesen!

1. Scribbr – Mehr als nur eine Zitierhilfe

  • Kosten: In der kostenlosen Version kannst du das Tool für die Formulierungshilfe nutzen, was vor allem bei E-Mails oder dem Austausch mit Dozierenden nützlich ist. Die kostenpflichtige Version bietet erweiterte Funktionen, wie einen akademischen Modus, der sich ideal für umfangreichere Hausarbeiten eignet, da du hier weitere Gadgets des Tools nutzen kannst. Achtung: hier zahlst du nach Wortumfang der Arbeit und keinen festen Preis.
  • Vorteile: Scribbr ist benutzerfreundlich und bietet neben dem KI-basierten Schreibassistenten auch kostenlose Tools wie ein Paraphrasierungs-Tool, einen Grammatikprüfer und einen Zusammenfasser. Das macht es zu einem umfassenden Helfer für alle Studierenden, die nicht nur das Writing-Tool interessiert.
  • Nachteile: Obwohl Scribbr viele Vorteile bietet, können die Kosten für einige Studis eine Hürde darstellen, vor allem die Umschreibung ist nur in einem kleinen Rahmen kostenlos verfügbar. Eingeschränkt ist hier auch der Zugang über mobile Endgeräte.
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Im Detail: So sieht die Nutzeroberfläche von Scribbr aus.

2. LanguageTool – Sag Tschüss zu Grammatik- und Rechtschreibfehlern

Dieses Tool ist ein echter Allrounder, wenn es um die Korrektur von Rechtschreibung, Grammatik und sogar vergessenen Wörtern geht.

Ein praktisches Plus: LanguageTool lässt sich als Plugin installieren. Das bedeutet, du kannst es direkt in deinem Schreibprogramm nutzen, ohne ständig zwischen Tabs wechseln und Texte hin- und herkopieren zu müssen. Wie das geht? Das kannst du in dem Blogbeitrag von Vanessa erfahren.

  • Kosten: Es gibt eine kostenlose Version von LanguageTool, die grundlegende Korrekturen erlaubt. Für längere Texte über 10.000 Wörter fallen jedoch Kosten an. Diese beginnen bei ca. 4 €, wenn du das Tool über längere Zeit nutzt.
  • Vorteile: LanguageTool bietet eine gründliche Überprüfung von Grammatik und Stil, unterstützt viele Sprachen und lässt sich leicht in verschiedene Textverarbeitungsprogramme integrieren.
  • Nachteile: In der kostenlosen Version beschränkt sich die Prüfung nur auf grundlegende Grammatik- und Rechtschreibfehler.

Sparfuchstipp: Mit dem Plugin kannst du das Limit umgehen, oder du teilst einfach größere Texte auf, um sie Stück für Stück zu korrigieren.

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Im Detail: So sieht die Nutzeroberfläche von LanguageTool aus.

3. DeepL Write – So einfach die richtigen Worte finden

Entwickelt von den Machern der berühmten Übersetzungssoftware DeepL, bietet DeepL Write hochwertige Textverbesserungsvorschläge, die darauf abzielen, die Klarheit und Lesbarkeit von Texten zu erhöhen. Selbstverständlich werden die Texte auch auf Rechtschreibung und Grammatik korrigiert. Hier kannst du bereits in der kostenlosen Version verschiedene Modi einstellen, in denen der Text verbessert werden soll. Dabei wird zwischen Schreibstil und Ton unterschieden.

Schreibstile, die ihr auswählen könnt: leicht, geschäftlich, akademisch, locker.

Tonalitäten, die ihr auswählen könnt: enthusiastisch, freundlich, souverän, diplomatisch.

  • Kosten: DeepL Write ist in einer Grundversion verfügbar, das heißt, du kannst eine bestimmte Anzahl an Wörtern als Text umformulieren. Ab 2000 Wörtern benötigst du einen Account, um bis zu 5000 Wörter korrigieren lassen zu können. In der kostenpflichtigen Version gibt es ab 10 € im Monat dann auch eine unbegrenzte Anzahl an Wörtern. Aber auch hier kann ich dir empfehlen, den zu korrigierenden Text einfach aufzuteilen und in mehreren Abschnitten zu korrigieren.
  • Die Vorteile:  Dein Text wird nicht nur vom Schreibstil verbessert, sondern kann auch von der Tonalität angepasst werden. Dabei bekommst du verschiedene Wort- und Satzvorschläge, um den für dich am besten klingenden Satzbau zu erarbeiten. Zusätzlich bietet DeepL noch ein Übersetzungstool an, also auch super, wenn du den korrigierten Text direkt in einer anderen Sprache benötigst.
  • Nachteile: Gerade bei größeren Arbeiten kann es nervig sein, wenn du deinen Text immer in Blöcken korrigieren muss. Außerdem ist natürlich auch eine KI nicht fehlerfrei und bei einem komplexen Paraphrasierungswerkzeug kann es natürlich zu Wortmissverständnissen kommen. Daher ist es immer wichtig, den Sinn eines Textes selbst noch einmal zu überprüfen.
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Anwendungstipps: Mit den verschiedenen Modi kannst du deine akademischen Texte, aber auch E-Mails oder Geburtstagsgrüße durch die Tonalität verfeinern. Hier kann ich dir Folgendes empfehlen: anstatt 10 € für eine kostenpflichtige Version zu bezahlen, teile deinen Text auf. Gerade bei akademischen Arbeiten funktioniert die Aufteilung nach Kapiteln sehr gut, so kannst du dich durcharbeiten.

Im Detail: So sieht die Nutzeroberfläche von DeepL Write aus.

4. Writefull – Dein akademischer Retter

Dieses KI-Tool ist der Retter für alle, die wissenschaftliche Texte schreiben müssen. Trainiert an Millionen von Fachartikeln und wissenschaftlichen Arbeiten, bringt es deine Schreibfähigkeiten auf ein hohes wissenschaftliches Niveau und gibt dir akademisches Sprachfeedback. Und für alle, die immer auf der Suche nach den richtigen Worten sind: Es hat noch weitere Features wie einen Paraphrasierer, der dir hilft, Sätze umzuformulieren, sowie einen Titelgenerator und einen Abstractgenerator, die das Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten wirklich erleichtern.

Ein Pluspunkt: Writefull lässt sich als Plugin installieren. Das bedeutet, du kannst es direkt in deinem Schreibprogramm nutzen. Damit du direkt starten kannst, mit dem Installieren des Plugin: dieses Video verrät dir, wie die Installation funktioniert.

  • Kosten: Auch dieses Tool bietet eine kostenlose Version mit grundlegenden Sprachvorschlägen und begrenzten Quoten für nützliche Widgets, wie den Paraphrasierer und den Abstractgenerator, ideal für gelegentliches Nutzen. Die Premium-Version ist bereits ab etwa 6 € pro Monat verfügbar, wenn du das Tool ein Jahr lang nutzt. Damit erhältst du Zugang zu allen Sprachvorschlägen für eine gründlichere Textanalyse, höhere Quoten für Widgets und früheren Zugang zu neuen Funktionen. Diese Features sind ideal für alle, die regelmäßig oder umfangreich schreiben.
  • Vorteile: Writefull passt sich perfekt an die sprachlichen Anforderungen wissenschaftlicher Texte an. Darüber hinaus gewährleistet das Tool eine schnelle und sichere Datenverarbeitung über verschlüsselte Verbindungen ohne Speicherung von Informationen, was insbesondere für Bachelor- und Masterarbeiten wichtig ist. Ein weiterer Pluspunkt ist die breite Anwendbarkeit von Writefull: Es lässt sich nahtlos in Plattformen wie Microsoft Word integrieren, was die Textarbeit erheblich erleichtert.
  • Nachteile: Das Tool ist, stand jetzt, nur auf Englisch verfügbar, was natürlich vor allem für die deutschen wissenschaftlichen Arbeiten ein Nachteil ist. 
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Anwendungstipps: Starte bei deiner Bachelor- oder Masterarbeit mit Writefull durch! Nutze den Abstract- und Titelgenerator, um schnell einen soliden Startpunkt für deine Arbeiten zu schaffen. Diese Tools strukturieren deine Gedanken und geben dir eine klare Richtung vor – ein echter Gamechanger.

Im Detail: So sieht die Nutzeroberfläche von Writefull aus.

5. Aithor – Schreibblockaden waren gestern

Schluss mit Schreibblockaden! Aithor ist die Lösung für alle Schreibherausforderungen im Studium. Egal, ob du vor einer Hausarbeit sitzt oder einfach nur nach kreativer Inspiration suchst – Aithor hilft dir bei den ersten Schritten zu deiner Arbeit. Das Tool erstellt in wenigen Minuten Texte, die dir als Inspirationsquelle dienen können und sich mit etwas Mühe auf ein hohes Niveau bringen lassen.

  • Kosten: Auch dieses Tool bietet eine kostenlose Version mit grundlegenden Sprachvorschlägen und startenden Entwürfen der Arbeit, d.h. einem Inhaltsverzeichnis oder Text des ersten Kapitels inkl. Quellen. In der Premium-Version ab ca. 9 $ pro Monat, wenn du das Tool ein Jahr nutzt.
  • Vorteile: Hier wird schon einmal die Vorarbeit für dich erledigt. Im Gegensatz zu den bereits vorgestellten Tools kannst du hier direkt mit deiner Themenidee an das Tool herangehen und dir die ersten Textentwürfe erstellen lassen. In der Premium-Version gibt es zusätzlich keine Wortbegrenzung mehr, außerdem überarbeitet das Tool die Texte so, dass KI nicht erkannt werden kann. Das ist wirklich eine super Hilfe, um die anfänglichen Schreibblockaden zu überwinden.
  • Nachteile: Die Texte müssen auf jeden Fall noch von dir überarbeitet werden. Selbstverständlich musst du – wie bei allen Texten, die von KI erstellt wurden – noch die Fakten überprüfen und den Text nachbessern. So bist du auf Nummer sicher, dass Plagiate vermieden werden.
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Anwendungstipps: Dieses Tool hilft dir nicht nur bei der Ideenfindung, sondern verwandelt erste Gedanken direkt in ausformulierte Textentwürfe. Es ist also ideal für die ersten Zeilen deiner Arbeit und als Inspiration. Aber Vorsicht: Aithor ist vielseitig und nicht nur für wissenschaftliches Schreiben konzipiert – pass also gut auf, dass du die Formulierungen noch einmal auf akademische Standards prüfst!

Im Detail: So sieht die Nutzeroberfläche von Aithor aus.

Fazit

Zum Abschluss möchte ich dir ans Herz legen, die vorgestellten Tools auszuprobieren. Sie haben meinen Schreibprozess deutlich verbessert und effizienter gemacht, vor allem im Bereich des Schreibens von Hausarbeiten. Aber egal, ob du E-Mails schreibst, an wissenschaftlichen Arbeiten bastelst oder kreative Projekte realisierst – diese Helferlein machen einen großen Unterschied. Also ran an die Tasten und viel Spaß beim Schreiben!

Stand der Quellen: 12.05.2024

Studentenleben

Secondhand-Shopping auf dem Flohmarkt: Wahre Schätze in Freiburg und Umgebung

Jedem Einzelnen kommen wahrscheinlich unterschiedliche Dinge zum Thema „Secondhand“ in den Sinn. Dies kann von vorher genutzten Klamotten bis hin zu Antiquitäten reichen. Ich persönlich verbinde Secondhand nicht mit einem Gegenstand, sondern mit einem Einkaufserlebnis – nämlich dem wohl bekannten „Flohmarkt“. Erst zu Studienzeiten startete meine erste Shopping-Tour durch den bunten Flohmarkt. Im starken Kontrast zur Massenware überraschte mich hier das Angebot an Secondhandware. Eines war für mich sofort klar: Hier findet man ganz besondere Einzelstücke – Wahre Schätze!

Das Shoppen auf dem Flohmarkt kann zu einem unvergesslichen Einkaufserlebnis werden. Oft finden diese Open-Air und bei sonnigem Wetter statt. Nicht selten gibt es auch Mini-Stände, die Essen und Trinken verkaufen – In Freiburg gab es schon die Bandbreite von Kebab-Hot-dog auf dem Habsburger-Flohmarkt bis hin zu Crêpe & Steinofen-Pizza auf dem Wiehre-Flohmarkt. Es ist immer wieder amüsant mit den Verkäufern ins Gespräch zu kommen, wobei das Feilschen auf dem Markt natürlich nicht fehlen darf und einfach Spaß macht.

Kennst du schon deinen Lieblings-Flohmarkt in Südbaden?

In der Abbildung links bekommst du einen Einblick in den Antik- und Kunstmarkt, der jeden Sommer an zwei Tagen in der Trinkhalle Baden-Baden stattfindet. Alleine die Atmosphäre in diesem imposanten Bau ist wohl eher nicht mit jener in einem Einkaufszentrum vergleichbar. Hier kriegt man sicher keine dünne Luft zum Atmen. Auch nicht was die Preise angeht – Obwohl es sich um einen Antikmarkt handelt, ist eine breite Preisspanne von unter zwanzig bis über fünfhundert Euro zu finden, und damit für jeden etwas dabei.

Auf dem Flohmarkt gilt die Maxime: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!“ – Früh aufstehen lohnt sich in diesem Fall definitiv.

(Klicke hier für die Termine zum nächsten Antik- und Kunstmarkt in Baden-Baden)

Ein wahres Highlight in Freiburg ist der 1,4 km lange Habsburger-Flohmarkt.

Für einen Tag im Jahr verwandelt sich die Habsburgerstraße in ein Secondhand-Paradies mit besonderem Ambiente. Auch in diesem Jahr dürfen nur private Verkäufer teilnehmen. Kommerzielle Händler und Neuware sind damit ausgeschlossen.

Die sonst mit Straßenbahnen und Autos laut befahrene Habsburgerstraße wird für einen Tag in eine entspannende und bunt gemalte Kulisse verwandelt.

Bis in die späten Sonnenstunden hinein kann man sich den Abend mit unterhaltender Jazz-Musik talentierter Straßenmusiker und Street-Food zum Schlemmen ausklingen lassen.

Der Habsburger-Flohmarkt ist ein großartiges Beispiel dafür, dass derartige Veranstaltungen in jeder Stadt stattfinden sollten, denn das Entertainment Konzept ist ein wahrer Erfolg: Es werden bis zu 18.000 Besucher erwartet.

(Klicke hier für die Termine zum nächsten Habsburger-Flohmarkt)

Absolut empfehlenswert ist zudem der regelmäßig stattfindende Flohmarkt in der Freiburger Wiehre, rund um den alten Wiehrebahnhof. Hier bist du definitiv mit der legendären „Kaffeekiste“ – ein Outdoor-Café auf drei Rädern und Insider-Tipp – immer gut mit Kaffee und Süßem versorgt.

Abgesehen dieser Highlights in Freiburg und Umgebung sind auch ab- und zu stattfindende Hof-Flohmärkte, in denen Anwohner ihre Ware auf dem eigenen Hof ausstellen sehr beliebt. Das ist ein wahres Event für die gesamte Nachbarschaft, Groß und Klein. Die Nachbarskinder freuen sich dir Waffeln oder Kuchen für einen Euro anzubieten!

Schau in den Beitrag der Badischen Zeitung „Wo ist der nächste Flohmarkt in Freiburg und Umgebung“ rein, um auf dem Laufenden zu bleiben!

Dein Guide zum erfolgreichen Flohmarkt-Einkauf

Der Flohmarkt ist ein Ort voller Überraschungen. Dennoch gibt es einige Aspekte auf die man beim Einkaufen achten sollte, damit einem vor allem negative Überraschungen erspart bleiben. Ich stelle dir einige der wesentlichen Punkte aus meiner Erfahrung heraus vor:

  • Falls du mit dem Auto anreist, solltest du zuvor die Parkmöglichkeiten in der Umgebung des Flohmarkts abchecken. Denn wenn dir ein Einzelstück mit hohem Gewicht gefallen sollte, hast du bestenfalls schon im Voraus einen kurzen „Transportweg“ vom Einkaufsort zum Auto sichergestellt. Grundsätzlich solltest du dir Gedanken machen, wie du die eingekauften Sachen transportieren willst. Außerdem: Zu zweit lässt sich immer mehr Tragen als allein!
  • Kaufe nur bei den Verkäufern ein, die dir auch sympathisch sind. Erstens verschönerst du dir dein Einkaufserlebnis damit oder knüpfst eine neue Bekanntschaft, zweitens kommst du mit diesen Leuten auch eher auf einen Nenner, was den Preis angeht. Also halte dich nicht mit Personen auf, die nicht offen für eine Verhandlung sind!
  • Kaufe nicht direkt ein. Mache dir erst einmal ein Bild von der Lage und schau, was dir gefällt und was nicht. Laufe den Flohmarkt, wenn er nicht allzu lang ist, einmal hin und zurück. Rede zwischendurch mit den Verkäufern und erfrage den ein oder anderen Preis. Am Ende weißt du, woran du Interesse hast, kennst dein Budget, und kannst jetzt entscheiden was du wirklich bei wem Verhandeln und Kaufen willst.
  • Recherchiere vor dem Kauf immer Alternativpreise im Internet. Wie viel verlangen andere Secondhand-Verkäufer auf eBay zum Beispiel? Hier kannst du abschätzen, wie weit du in einer Verhandlung den Preis drücken kannst oder solltest.
  • Falls du nicht weißt, wie ein spezielles Produkt genau heißt, kannst du es auch abfotografieren und die Google-Bildersuche auf deinem Handy verwenden. Hier werden in den Google-Ergebnissen oft auch andere Verkaufsangebote angezeigt.
  • Achte insbesondere bei Klamotten auf den Zustand der Ware. Ich persönlich kaufe keine Klamotten mehr auf dem Flohmarkt ein, da ich schlechte Erfahrung gemacht habe. Ein Thema sind zum Beispiel Tierhaare. Vorher solltest du den Besitzer immer fragen, ob sie Tiere besitzen. Einerseits aus Allergie-Gründen, andererseits, weil man Tierhaare unfassbar schlecht aus gewissen Materialien rausbekommt. Ein anderes Thema sind Flecken, die man nicht entfernen kann oder unangenehme Gerüche, die auch nach unzähligen Waschgängen nicht verschwinden.
  • Gegenstände mit Mängeln, die du dennoch schön findest, kannst du sehr gut verhandeln. Analysiere genau die Mängel und zeige sie dem Verkäufer auf.
  • Zeige nicht zu viel und nicht zu laut Interesse an einem Produkt, vor allem nicht während andere Personen neben dir stöbern. Hier ziehst du zu viel Aufmerksamkeit darauf, sodass es auch die Personen neben dir kaufen werden wollen. Jetzt verpasst du vielleicht sogar selbst die Chance. Außerdem zeigst du dem Verkäufer damit nur wie sehr du es willst, sodass dieser den hohen Preis beibehalten wird, weil er weiß, dass du für die Ware über deine Komfortzone hinaus zahlen würdest.
  • Richtung Ende des Flohmarkts lassen sich außerdem die besten Schnäppchen machen, denn der Verkäufer möchte seine Ware ungerne wieder mit nach Hause tragen.

Secondhand punktet in Design, Qualität & Preis

Bestimmt ist dir aufgefallen, dass etwas ältere Gegenstände, außergewöhnliche Produktdesigns haben. Besonders fällt mir das an Uhren, Lampen, Kleidern oder Taschen auf. Für jeden Einzelnen liegen jedoch andere Dinge im Interesse. Wer in seinem Kleidungsstil oder Interior-Design für zuhause ausgefallene Akzente setzen will, der ist hier jedenfalls genau richtig.

Im Secondhand-Shopping profitierst du nicht nur im Design-Aspekt, sondern definitiv auch in Sachen Materialqualität. Es ist erstaunlich wie gut viele Secondhand-Produkte erhalten sind. Massenware von heute sieht in einem Jahr wesentlich abgenutzter aus als so manch 20-Jahre altes Secondhand-Teil. Dies ist nicht unbedingt auf einen achtsamen Umgang der Vorbesitzer zurückzuführen, sondern rein faktisch auch auf den Einsatz hochwertiger Materialien. Das kann sich heute noch sehen lassen!

Dass der Preis für solch hochwertige und gut erhaltene Ware oft günstig ist, ist natürlich ein als Käufer gerne anzunehmender Nebeneffekt.

Secondhand-Verkäufer kennen oft den wahren Wert ihrer Ware nicht. Hier setzt sich ein erfahrener Secondhand-Shopper in Szene. Mit etwas Glück und Ahnung entdeckt man als Secondhand-Shopper vielleicht sogar eine Antiquität auf dem Flohmarkt. Antiquitäten sind meist älter als 100 Jahre und besitzen damit insbesondere einen ideellen Wert. Manchmal ist sich der Verkäufer nicht dessen bewusst, dass er im Besitz einer Antiquität ist, und möchte das eventuell vererbte Stück einfach „loswerden“.

Was ist der Unterschied zwischen Vintage, Retro & Secondhand ?

Wer sich im Secondhand-Segment bewegt sollte außerdem einige Basis-Vokabeln für den Kauf und Verkauf kennen, denn jeder verbindet einen Begriff wie zum Beispiel „Vintage“ mit einer Erwartung an das Produkt. So werden „Vintage“-Produkte oft mit einer gewissen Qualität assoziiert. Im Folgenden kriegst du deswegen einen kleinen Exkurs in die verschiedenen Begrifflichkeiten. So weißt du beim nächsten Secondhand-Shopping genau, was man von einem als „Vintage“ oder „Retro“ bezeichneten Produkt tatsächlich erwarten kannst.

Vintage

Da der Begriff „Vintage“ zugegebenermaßen charmanter und wertvoller klingt, wird er im allgemeinen Sprachgebrauch häufiger verwendet als das Wort „Secondhand“. Dennoch ist ein wesentlicher Unterschied zu beachten.

Als Vintage bezeichnet man alle Dinge, die mindestens 20-25 Jahre alt sind. Viele verbinden den Begriff Vintage mit einer gewissen Hochwertigkeit und Qualität. Dies liegt überwiegend daran, dass nur die Produkte mit einer gewissen Materialqualität auch so lange „überleben“ können. Dabei müssen Vintage-Produkte keinesfalls schon vorher benutzt worden sein. Neue, unbenutzte Restbestände von Marken oder Läden, die vor mindestens 25 Jahren angefertigt wurden und noch im Archiv bestehen, sind auch Vintage. Ein weiterer Grund für den oft gut erhaltenen Zustand kann natürlich auch der sorgsame Umgang des Besitzers mit der Ware sein. Ein Teil der angebotenen Vintage-Ware sind Designer-Produkte, die im entsprechend hochpreisigen Segment erworben wurden. Und wie es gewöhnlicherweise der Fall ist geht man mit seinem teuren Besitz wesentlich vorsichtiger um als mit Massenware.

Retro

Doch was ist der Unterschied zwischen Vintage und Retro? – Retro-Produkte werden neu produziert und lediglich dem Vintage-Design nachempfunden. Trotz der Neuanfertigung ist bei diesen Artikeln ein massiver Qualitätsunterschied zu den wertvollen Originalen festzustellen.

Secondhand

Laut deutschem Duden bedeutet Secondhand „aus zweiter Hand“ oder sinnverwandt „gebraucht“. Somit gelten alle Vintage- und Retroprodukte, die vorher im Besitz einer anderen Privatperson waren, auch als Secondhandware. Es ist jedoch zu betonen, dass es sich nicht unbedingt um benutzte Produkte handelt. Deswegen ist es erwähnenswert, dass eine Abgrenzung zwischen „Pre-Owned“ und „Pre-Used“ zu treffen ist:

Pre-Owned, heißt im Grunde nur, dass es schon mal in Privatbesitz war, aber noch nicht verwendet wurde, während Pre-Used (Pre-loved ist nur ein schöneres Wort dafür) bedeutet, dass es auch schon verwendet wurde.

Doris Schoger von Rebound Stuff Berlin

In der folgenden Abbildung sind oben beschriebenen Zusammenhänge kompakt zusammengefasst:

Meine „Secondhand-Schätze“

Zum Abschluss kannst du einen Blick in meinen Secondhand-Schrank werfen: Meine „Secondhand-Schätze“ reichen von einem originalen Ölgemälde eines unbekannten Talents, einem nostalgischen Kamera-Stativ und Objektiv, bis zu einem Theaterglas aus Japan. Hierbei ist es erwähnenswert, dass genau das den Reiz an Secondhand-Shopping ausmacht – Denn nicht alle Tage kommt man auf die Idee sich ein Opernglas zu kaufen. Ich bin zwar kein gängiger Theaterbesucher, nehme mir jedoch für diesen Sommer vor das Teil mal zum Einsatz zu bringen.

Für alle Fotografen – auch Objektive oder Kamera-Zubehör findet man immer wieder. Entsprechend der Sensorgröße sind diese kompatibel mit einer neuen Kamera. Wer fotografiert, weiß, wie teuer ein neues Objektiv sein kann – Vielleicht findest auch du zufällig dein gewünschtes Objektiv beim Schlendern durch den Flohmarkt und sparst dir damit einige Scheine.

Die „Wahren Schätze“ im Modebereich dürfen nicht fehlen. Meine absoluten Favoriten sind Vintage-Taschen. Das eingesetzte Material für Vintage-Taschen ist erstaunlich beständig, sowohl für die Ummantelung, als auch für den Klappverschluss. Da mir das Produktdesign mit genau diesem speziellen Klappverschluss aus hochwertigem Metall besonders gefällt kaufe ich mittlerweile fast nur noch Vintage-Taschen.

In Zukunft kann ich mir vorstellen das ein oder andere antike Möbelstück zu restaurieren. Hier motivieren die zahllosen Beiträge auf Social Media, in denen gezeigt wird wie man selbst nach eigener Vorstellung die Möbel neu gestalten kann.

Einen Einblick in meinen gerade beschriebenen Secondhand-Schrank seht ihr in der Galerie unten:

Schenke einem Secondhand-Einzelstück mit Geschichte eine neue Chance. Zögere nicht lange und entdecke diesen Sommer deine „Wahren Schätze“ auf dem Flohmarkt!

Bildquellen

Studentenleben

Stimmen im Einklang – Warum auch DU im Chor singen solltest!

Hast du schon einmal bemerkt, wie sich deine Stimmung hebt, wenn du deine Lieblingsmusik hörst? Das Gefühl, wenn du eine Melodie mitsummst oder sogar laut mitsingst während du alleine im Auto sitzt? Singen hat eine transformative Kraft, die weit über bloße Töne und Worte hinausgeht.
Trotzdem ist Singen für viele Menschen eine intime und oft zurückgezogene Tätigkeit. Was aber, wenn es einen Ort gäbe, an dem du nicht nur angstbefreit singen kannst, sondern sogar dazu ermutigt wirst? Ein Ort, an dem nicht Perfektion das Ziel ist, sondern die Freude am Singen und der gemeinsame Einklang im Vordergrund stehen. Willkommen in der Welt des Chorgesangs!

Wann spricht man eigentlich von einem Chor?

Wenn du an Gesang denkst, fallen dir sicher zuerst bekannte Sängerinnen und Sänger wie Adele oder Freddy Mercury ein. Außergewöhnliche Stimmen, die Emotionen wecken, oft unverwechselbar und einzigartig. Sie sind die Stars der Musikwelt und heben sich deutlich von der Masse ab.

Im Chor dagegen kommt es nicht auf den Klang einzelner Stimmen an, ganz im Gegenteil.

„Das Entscheidende bei einem Chorklang ist,
dass mehrere Stimmen sich zu einem Gesamtklang mischen.“
André Kellinghaus, Chordirektor des Sächsischen Staatsopernchores Dresden

Ziel ist, dass alle Stimmen zu einem runden Gesamtklang verschmelzen, ohne dass Einzelne herauszuhören sind.
Bei mehrstimmigem Gesang muss also jede Stimme von mindestens zwei Personen gleichzeitig gesungen werden, damit man von einem Chor sprechen kann. Es muss chorisch besetzt sein.

Ich habe gerade von der Stimmbesetzung im Chor und auch von der Mehrstimmigkeit, bzw. Polyphonie gesprochen. Damit du nicht den Überblick verlierst, erkläre ich dir diese Begriffe kurz.

Mehrstimmigkeit:

Viele Chorwerke sind mehrstimmig komponiert. Das bedeutet, dass jede Stimme ihre eigene Rolle mit ihrer eigenen Aufgabe und Melodie spielt, was am Ende zu einem schönen harmonischen Gesamtklang führt. Das hat etwas mit Harmonielehre zu tun. 

In der Regel klingen 3 Töne zusammen (Dreiklang): Der Grundton, die Terz (in Dur 4 Halbtöne höher, in Moll 3 Halbtöne höher) und die Quinte (7 Halbtöne höher). Ein c‘-Dur-Akkord besteht beispielsweise aus dem Grundton c‘, dem Ton e‘ als Terz und dem Ton g‘ als Quinte.

Grundton c‘
Terz e‘
Quinte g‘
c‘-Dur-Dreiklang

Wie das in der fertigen Chorpartitur aussehen kann, zeigen das folgende Bild aus Wolfgang Amadeus Mozarts vierstimmig notiertem Lacrimosa (aus dem Requiem KV 626) und der beigefügte Ausschnitt aus unserem Konzert mit dem Maulbronner Kammerchor, das wir im vergangenen Sommer im Rahmen der Klosterkonzerte Maulbronn aufgeführt haben.

Wenn du noch mehr über die Geschichte des Chorgesangs erfahren möchtest, empfehle ich dir diese spannende Episode aus dem Podcast von Terra X History!

Stimmbesetzung:

Da wir alle unterschiedlich hohe oder tiefe Stimmen haben, wirst du, wenn du neu in den Chor kommst, in der Regel von der Chorleitung in die Stimmgruppe eingeteilt, die am besten zu dir passt, damit du in der für dich angenehmsten Stimmlage singen kannst. Die Stimmgruppen im Chor sind in 4 Untergruppen aufgeteilt:

  • Der Sopran ist die höchste Stimmlage und wird meist von Frauen gesungen. Er singt oft die Melodie
  • Der Alt liegt etwas tiefer und wird ebenfalls oft von Frauen gesungen. Er ergänzt den Sopran und verleiht dem Gesamtklang Wärme und Fülle
  • Der Tenor ist die hohe Männerstimme und übernimmt oft die Melodieführung
  • Der Bass ist die tiefe Männerstimme und bildet das Fundament des Chorklangs, indem er die tiefsten Töne liefert und dem Stück Stabilität und Fülle verleiht

Darüber hinaus gibt es die Stimmlage Mezzo-Sopran, die die weibliche Stimmlage beschreibt, die nicht so hoch wie der Sopran und nicht so tief wie der Alt liegt. Ebenso gibt es bei den männlichen Stimmlagen noch den Bariton, der zwischen Tenor und Bass liegt. Wenn du ein Mezzo-Sopran oder ein Bariton bist, wirst du im Chor in eine der vier oben genannten Stimmgruppen eingeteilt, je nachdem, wo du dich am wohlsten fühlst.

Möchtest du deine Stimmlage selbst bestimmen? Dann folge einfach der Video-Anleitung von Martin Selle! Das Video gibt es einmal für weibliche Stimmen und einmal für männliche Stimmen.

Und warum auch DU im Chor singen solltest erfährst du jetzt!

Positive Aspekte des Chorsingens

eins

Gemeinschaft und Zugehörigkeitsgefühl:
Singen im Chor bedeutet, Teil einer eng verbundenen Gemeinschaft zu sein, in der man Freundschaften schließt und sich gegenseitig unterstützt. Man teilt den Stress vor Auftritten, man baut sich gegenseitig auf und hilft sich gegenseitig, sich zu motivieren und besser zu werden. Ein Chor ist ein echtes Team!

Stressabbau und emotionales Wohlbefinden:
Singen im Chor kann Stress abbauen, die Stimmung heben und ein Gefühl des Wohlbefindens fördern, da Endorphine freigesetzt werden. Dazu führt regelmäßiges Singen im Chor zu einer kontrollierten Atmung und einer besseren Körperhaltung, was sich positiv auf deine Gesundheit auswirken kann.

zwei
drei

Auftrittsmöglichkeiten und Bühnenerfahrung:
Das Singen im Chor ermöglicht Auftritte und wertvolle Bühnenerfahrung, die das Selbstvertrauen stärken und die persönliche Entwicklung fördern. Letztes Jahr durfte ich zum Beispiel als Solist die zweite Tenorpartie im Mittelteil von Monteverdis „Beatus Vir“ singen, was ich mir früher definitiv nicht zugetraut hätte.

Mittlerer Teil von Monteverdis „Beatus vir, SV 268“ (1641 n. Chr)

Networking und interkulturelle Kommunikation:
Singen ist eine universelle Sprache, die Emotionen ausdrückt und verbindet. Die Muttersprache spielt dabei keine Rolle. Man singt einfach gemeinsam und hat Spaß dabei. Oft wird im Chor auch fremdsprachiges Repertoire gesungen. Bei geistlichen Stücken wie Oratorien sind die Texte oft in Latein, aber es wird auch in vielen anderen Sprachen gesungen. Allein in den letzten sechs Jahren habe ich im Chor Stücke auf Deutsch, Latein, Italienisch, Englisch, Russisch, Lettisch, Schwedisch, Isländisch, Ungarisch sowie Estnisch gesungen und viele neue Kontakte geknüpft.

vier

Chorsingen ist lebendige Geschichte!
Gerade im Bereich des geistlichen Repertoires können wir anhand der Partitur und der historisch dokumentierten Urtexte die Kompositionen so aufführen und erleben, wie sie vor vielen hundert Jahren aufgeführt wurden, zum Teil sogar am selben Ort. Näher kann man heute lebendige Geschichte nicht mehr erleben!

Stimmliche Entwicklung und Technik:
Das Singen im Chor bietet die Möglichkeit, unter Anleitung erfahrener Chorleiter die stimmlichen Fähigkeiten zu verbessern, sowie die Intonation und die Atemtechnik zu verfeinern. Das ist nicht nur für den Chor relevant. Gerade bei Vorträgen oder langen Videokonferenzen ist eine gesunde Stimmtechnik wichtig, um Überanstrengung und Heiserkeit vorzubeugen.

Kulturelle Bereicherung und Bildung:
Durch das Repertoire des Chores kannst du neue kulturelle und musikalische Traditionen kennen und schätzen lernen. Dies führt auch zu einer breiteren Bildung und einem tieferen Verständnis der Welt um uns herum.

Verbesserung der Musikalität und des Gehörs:
Regelmäßiges Singen im Chor fördert die Entwicklung des musikalischen Gehörs und deine Fähigkeit, Musik zu interpretieren und zu verstehen. Durch das gemeinsame Musizieren und die intensive Auseinandersetzung mit verschiedenen Musikstücken werden Rhythmusgefühl, Tonhöhen- und Harmonieempfinden sowie das musikalische Gedächtnis geschult.

Keine Vorkenntnisse notwendig:
Auch wenn du absolut keine Erfahrung im Singen hast, keine Ahnung von Noten hast und noch nie in deinem Leben eine Partitur gelesen hast, brauchst du keine Angst zu haben! Du kannst trotzdem in einem Chor mitsingen. Viele Chöre erwarten keine Vorkenntnisse und es ist nicht notwendig, eine bestimmte Gesangstechnik zu beherrschen. Auch wenn du (gegebenenfalls) vorsingen musst, geht es in erster Linie darum, deine stimmlichen Fähigkeiten zu beurteilen und deine Stimme einzuordnen. Auch wenn du keinen einzigen Ton triffst, wirst du in der Regel angenommen! Wichtig ist deine Motivation.

Wie findest du DEINEN Chor?

Vielleicht hat dich mein Artikel bis hierher ja schon neugierig gemacht, das Singen in einem Chor auszuprobieren? Dann fragst du dich jetzt bestimmt, wie du den richtigen Chor für dich findest? Hier kann ich dir ein paar Tipps geben.

  1. Als erstes möchte ich dir die „Bundesweite Chorlandkarte“ des Deutschen Chorverbandes empfehlen, auf der aktuell 6029 Chöre (Stand 17.05.2024) mit direktem Link zu deren jeweiliger Webseite hinterlegt sind. Hier wirst du sicher fündig.
  1. Wenn du speziell nach studentischen Chören suchst und selbst an einer Universität oder Hochschule bist, hängen vor allem zu Semesterbeginn fast überall Flyer mit allen relevanten Informationen aus.

Flyer des WS 2023/24 und SoSe 2024 der jungen Kantorei Freiburg

  1. Ansonsten schau einfach mal auf der Homepage deiner Hochschule nach. Oft ist dort zumindest der interne Chor ausgeschrieben, wie z.B. auf der Webseite der HS-Offenburg.
  1. Nicht zuletzt lohnt sich auch ein Blick auf die Webseiten der Städte. Die Stadt Freiburg zum Beispiel listet auf ihrer Homepage 23 Chöre auf, die jeweils mit Bild und einem kleinen Artikel vorgestellt werden.

Bei all diesen Optionen findest du sicher einen Chor der zu dir passen könnte!

Meine eigenen Chorerfahrungen

Ich singe seit 2019 wieder im Chor, und kann sagen, dass es sich seitdem in vielen Aspekten sehr positiv auf mein Leben ausgewirkt hat. Vor allem im ersten Jahr hat sich meine Musikalität enorm verbessert, so dass ich gerade in polyphoner Musik viele Dinge hören und genießen konnte, die ich vorher gar nicht wahrgenommen hätte. Dazu haben sich auch meine stimmlichen Fähigkeiten verbessert, mein Selbstvertrauen gestärkt und ich habe durch meine Zeit im Chor, viele prägende Erfahrungen machen und wertvolle Freundschaften knüpfen können. Ich kann es dir nur empfehlen das Chorsingen für dich selbst einmal auszuprobieren, und hoffe dass mein Artikel dein Interesse in diese Richtung wecken konnte.

Studium

Texten mit KI: Das solltest du rechtlich beachten

In einer Welt, in der Zeitmanagement und Effizienz im Studium eine elementare Rolle spielen, hat Künstliche Intelligenz (KI) längst Einzug in unseren Uni-Alltag gehalten. Doch welche rechtlichen Herausforderungen gibt es? Kann ein von KI generierter Text rechtlich gesehen komplett risikofrei verwendet werden? In diesem Artikel gebe ich dir Tipps, wie du dich insbesondere beim Texten mit KI bestmöglich absichern kannst.

Mittlerweile gibt es unzählige KI-Tools für die unterschiedlichsten Einsatzgebiete, darunter beispielsweise ChatGPT zum Texten, Midjourney zur Bildgenerierung und Sora zur Videoerstellung. KI revolutioniert das tägliche Arbeiten und entwickelt sich rasant weiter. Im Studienalltag nutzen wir KI regelmäßig als Werkzeug, um komplexe Aufgaben schneller zu erledigen, Ideen zu sammeln oder Texte zu strukturieren. Doch bei allen Vorteilen, die KI bietet, solltest du dir der rechtlichen Aspekte bei der Verwendung von ChatGPT & Co. bewusst sein.

Die rechtlichen Herausforderungen

Bislang gibt es weder ein allgemeingültiges Gesetz noch einen konkreten Leitfaden der Hochschule Offenburg, die den Umgang mit KI in der Lehre regeln. Die Verwendung von KI im Studium, insbesondere beim wissenschaftlichen Arbeiten, wirft jedoch einige rechtliche Fragen auf. Besonders die folgenden Aspekte gilt es aus rechtlicher Sicht zu vermeiden, wenn Texte mit KI generiert werden.

eins

Plagiat / Urheberrechtsverletzung

Eine der größten Herausforderungen bei der Nutzung von KI ist es, Plagiate zu vermeiden. Plagiat zu begehen bedeutet in diesem Zusammenhang, fremde Werke als die eigenen auszugeben, also nicht (korrekt) zu zitieren bzw. nicht die (korrekte) Quelle anzugeben.

Tools wie ChatGPT generieren Texte basierend auf öffentlich zugänglichen Daten aus dem Internet, aus denen die Modelle lernen, Muster in Daten zu erkennen und neue Texte zu generieren. Es kann davon ausgegangen werden, dass viele der Trainingsdaten urheberrechtlich geschützt sind, und nicht immer gibt die KI die Quellen korrekt an. Werden Texte ohne weitere Prüfung übernommen, entsteht das Risiko eines Plagiats bzw. einer Urheberrechtsverletzung. Eine Urheberrechtsverletzung kann Schadensersatzansprüche und strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Du bist für die von dir verwendeten Texte verantwortlich.

zwei

Datenschutzverletzung

Um mit ChatGPT und Co. zu arbeiten, werden häufig Texte in das Tool eingegeben. Dabei kann es sich auch um personenbezogene, sensible Daten handeln, die nach der Eingabe durch die KI weiter verarbeitet werden und aus denen die KI lernt. Die Verarbeitung personenbezogener ist laut DSGVO grundsätzlich verboten und darf nur mit Zustimmung der betreffenden Person erfolgen.

Es ist zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht klar, wie ChatGPT hinsichtlich Datenverarbeitung vorgeht. Es ist aktuell fraglich, ob personenbezogene Daten rechtmäßig durch ChatGPT verarbeitet werden.

Ist es also ratsam, beispielsweise ChatGPT für das Generieren von Texten im Studium einzusetzen? ChatGPT selbst beantwortet es wie folgt:

Hier wird deutlich, dass ChatGPT selbst davon abrät, die durch die KI generierten Texte ohne Weiteres zu übernehmen. Stattdessen versteht sich ChatGPT selbst eher als Ideenlieferant, Strukturierungs-Hilfe und Unterstützung bei der Erstellung erster Entwürfe. Doch worauf solltest du noch achten, um KI möglichst rechtssicher für die Textgenerierung zu verwenden?

Was du aus rechtlicher Sicht beachten solltest

Hinterfrage kritisch

Du solltest KI-generierte Texte nie ohne Weiteres in deine Arbeit übernehmen.

KI generierte Texte klingen häufig sprachlich gut und wirken dadurch professionell und glaubhaft. Dass der Text qualitativ hochwertig wirkt, bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass du ihn ohne Weiteres in deine Arbeit übernehmen kannst. KI kann Falschinformationen aufgrund von fehlerhaften Trainingsdaten widergeben oder Fragen aufgrund eines anderen Kontextes missverstehen. Hinterfrage die Antworten der KI daher immer kritisch. Frage dich beispielsweise Folgendes:

  • Welche zentralen Aussagen trifft die KI und was meint sie damit?
  • In welchem Kontext wurden die Aussagen getroffen?
  • Lassen sich die getroffenen Aussagen durch andere Quellen verifizieren?
  • Existieren die von der KI angegebenen Quellen tatsächlich? Handelt es sich dabei um wissenschaftliche Quellen?
Nutze Literaturverwaltungsprogramme und Plagiatschecker

Plagiatschecker wie Copyleaks oder turnitin können dir dabei helfen, das Plagiatsrisiko zu mindern. Außerdem können dich Literaturverwaltungsprogramme wie Elicit oder wisio.app dabei unterstützen, wissenschaftlich aussagekräftige Quellen zu finden.

Schon gewusst? | Hier findet ihr einen weiterführenden Artikel, in dem das Tool Elicit genauer vorgestellt wird.

Gib den Einsatz von KI in deiner Arbeit an

Wenn du KI für deine Arbeit verwendest, solltest du das entsprechend angeben. Aktuell hat die Hochschule Offenburg noch keine Leitlinie/Handreichung zur Regelung von KI in der Lehre veröffentlicht. Es gibt jedoch eine (nicht verpflichtende) Erweiterung der Eigenständigkeitserklärung, mit der du in deiner Arbeit angeben kannst, dass du KI verwendet hast. Du kannst auch deinen eigenen Text verfassen, um auf den Einsatz von KI hinzuweisen. Dabei gilt: Je ausführlicher und genauer du beschreibst, wie und für welche Leistung du KI eingesetzt hast, desto besser. Folgende Angaben solltest du machen:

  1. Welche KI-basierten Tools du verwendet hast,
  2. Wofür genau du diese Tools verwendet hast,
  3. Wie du die Aussagen der KI verifiziert hast,
  4. Ggf. für welche Phase der Arbeit du KI verwendet hast (zum Beispiel ausschließlich zur Recherche oder ähnliches).

Wichtig: Sprich in jedem Fall mit der Betreuung deiner Arbeit und ggf. auch mit dem Unternehmen, in dem du deine Arbeit schreibst, inwiefern du KI verwenden darfst und welche Angabe zur Nutzung du in deiner Arbeit vornehmen solltest.

Erstelle klare Quellenangaben

Achte darauf, dass du alle verwendeten Quellen korrekt angibst und deren Richtigkeit überprüfst, wenn sie von einer KI stammen (Copilot beispielsweise, eine von Microsoft generierte KI zur Textgenerierung, gibt auf Anfrage die im Text verwendeten Quellen an). Das Risiko kann aktuell nicht ganz ausgeschlossen werden, dass die KI Quellen falsch angibt. Gibst du ChatGPT als Quelle an, solltest du dir der Konsequenzen bewusst sein: Sollte die Aussage von ChatGPT falsch sein, trägst du die Verantwortung dafür.

Frage die Expert/innen

Wenn du dir unsicher bist, ob und wie du KI-Textgeneratoren beim Verfassen deiner Arbeit einsetzen darfst: Hol dir Rat von Expert/innen, zum Beispiel von deinen Dozent/innen. Sie können dir helfen, rechtliche Fragen zu klären und sicherzustellen, dass du keine Urheberrechtsverletzungen begehst.

Informiere dich regelmäßig

Da sich die rechtlichen Rahmenbedingungen für KI ständig ändern können, solltest du dich regelmäßig über neue Entwicklungen informieren und deine Vorgehensweise entsprechend anpassen. Bleib auf dem Laufenden über Gesetzesänderungen und die aktuelle Rechtsprechung im Bereich KI und Urheberrecht.

Schon gewusst? | Das Schreibbüro der Hochschule Offenburg bietet aktuell einen Kurs zum Thema Wissenschaftliches Arbeiten mit ChatGPT & Co. an. Hier kannst du alle deine Fragen rund um den Einsatz von KI beim wissenschaftlichen Arbeiten loswerden. Schau gerne mal beim Webinar vorbei, es ist keine Voranmeldung nötig.

Ausblick: KI im Berufsleben

Im Studium bist du aktuell vielleicht nur auf deine Abschlussarbeit fokussiert – allerdings wirst du danach zwangsläufig auch in deinem beruflichen Alltag viel mit KI zu tun haben. Vielleicht bist du aber auch jetzt schon durch deinen Werkstudierenden-Job damit konfrontiert. Daher gebe ich dir einen kleinen Ausblick, welcher weiteren Risiken du dir beim Einsatz von KI im Unternehmenskontext bewusst sein solltest.

  • Unternehmensgeheimnisse: Fließen sensible oder vertrauliche Unternehmensdaten in KI-basierte Tools ein, können diese nach außen gelangen, zum Beispiel an Wettbewerber. Das kann zu einem Wettbewerbsnachteil und weiteren rechtlichen Konsequenzen führen.
  • Datenschutzverletzung: Der Einsatz von KI kann dazu führen, dass private Informationen von Mitarbeitenden nach außen gelangen.
  • Reputations- und Haftungsrisiken: Wenn KI im Unternehmen falsch eingesetzt wird und zu Problemen führt, kann das dem Ruf des Unternehmens nachhaltig schaden und auch rechtliche Konsequenzen haben. Das könnte Kund/innen verärgern und dazu führen, dass das Unternehmen sich vor Gericht verantworten muss.
  • Automatisierung von Entscheidungen: Wenn KI falsch für automatisierte Entscheidungen eingesetzt wird, vor allem bei wichtigen Dingen wie bei der Auswahl von neuen Mitarbeitern, kann das zu ungerechten oder diskriminierenden Entscheidungen führen.

Dieser Risiken solltest du dir bewusst sein. Verstoßen Arbeitnehmende gegen die Vorschriften des Arbeitgebers, die die oben genannten Risiken verhindern sollen, kann es zu Schadensersatzansprüchen, Abmahnung oder Kündigung kommen.

Fazit | Zu Beginn hatte ich die Frage aufgeworfen, ob ein durch KI erstellter Text überhaupt rechtlich komplett risikofrei verwendet werden kann. Die Antwort auf die Frage lautet: Jein. Das Risiko, dass Textpassagen zumindest teilweise einer Urheberschaft durch Dritte unterliegen, kann nicht vollständig ausgeschlossen werden. Du kannst jedoch die oben genannten Tipps befolgen, um das Risiko bestmöglich zu verringern. Aktuell gibt es noch keine rechtliche Regelung zum Einsatz von KI, jedoch liegt bereits ein Gesetzesentwurf (EU Artificial Intelligence Act) vor, der insbesondere Unternehmen und Anbieter von KI regulieren soll. Der KI-Markt ist hoch dynamisch und steht noch ganz am Anfang. In den kommenden Jahren wird es immer mehr KI-Tools und Anwendungsmöglichkeiten geben. Daher ist eine Kompetenz im Umgang mit KI von zentraler Bedeutung, um KI zukünftig sowohl im Studium als auch im beruflichen Umfeld zielführend und reflektiert einsetzen zu können. Die in diesem Artikel genannten Tipps stellen nur eine Momentaufnahme dar – es bedarf einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der Anwendungskompetenz von KI.

Bildquellen
  • Titelbild: Eigens durch die Autorin mit Canva Pro erstellte Kollage
  • Bild Chat-Ausschnitt ChatGPT: Eigens durch die Autorin angefertigter Screenshot
  • Icons frei verfügbar auf Canva Pro

  • Stand der Quellen: 19.05.2024

TechTalk

Spielerisch zum Lernerfolg: Wie Gamification und KI deine Klausurergebnisse optimieren

Stell dir vor, du sitzt spät abends an deinem Schreibtisch und bereitest dich auf die bevorstehenden Klausuren vor. Du grübelst über den Lernstoff, aber das Lernen fühlt sich oft mühsam und wenig motivierend an. Du fragst dich, wie es anderen gelingt, sich so engagiert auf ihre Ziele im Studium zu konzentrieren. Dann entdecke eine neue Welt des Lernens: Gamification und Künstliche Intelligenz (KI). Erfahre jetzt, wie die Kombination daraus dir helfen kann, motivierter und effektiver zu lernen!

Was ist Gamification?

Gamification ist eine innovative Methode, die spielähnliche Elemente wie Punkte, Abzeichen, Herausforderungen und Belohnungen in spielfremde Prozesse und Kontexte integriert. Damit sollen das Engagement und die Motivation der Nutzenden gesteigert und eine unterhaltsame, positive Umgebung geschaffen werden. Für Studierende könnte dies beispielsweise bedeuten, dass Lernmaterialien und Kurse mit spielerischen Elementen angereichert werden, um das Lernen effektiver und interessanter zu gestalten.

Wie funktioniert Gamification?

Nach Yu-kai Chou, Experte für Gamification und Berater für Verhaltensdesign, nutzt Gamification die folgenden menschlichen Antriebe:

  • Epic Meaning & Calling: Motivation, Teil von etwas Großem zu sein und zur Entwicklung einer Sache beizutragen
  • Development & Accomplishment: Innerer Antrieb, sich weiterzuentwickeln, Fähigkeiten zu entwickeln und Herausforderungen zu meistern
  • Empowerment of Creativity & Feedback: Förderung künstlerischer Ausdrucksformen und Demonstration kreativer Fähigkeiten
  • Social Influence & Relatedness: Motivation durch soziale Elemente wie Gemeinschaft, Wettbewerb und das Streben nach Status
  • Ownership & Possession: Drang nach Besitz und Streben nach noch größerem Erfolg
  • Scarcity & Impatience: Verlangen nach Zielen, die schwer zu erreichen oder nicht sofort verfügbar sind
  • Unpredictability & Curiosity: Reiz des Unbekannten und Neugier, bis Regelmäßigkeiten erkannt werden
  • Loss & Avoidance: Motivation, Negatives zu vermeiden, wie den Verlust von Fortschritten oder hart erkämpften Erfolgen

Diese Antriebe werden in Anwendungen, die Gamification nutzen, daher immer wieder geschickt eingesetzt, um ein ansprechendes und motivierendes Erlebnis zu schaffen, das zur aktiven Auseinandersetzung mit den Inhalten anregt. Um dies zu erreichen, werden laut dem ehemaligen Design Lead von Fitbit die folgenden grundlegenden Gamification-Elemente verwendet:

  • Ziele: Nutzende haben klare Ziele wie Level-Erfolge, Punktesammeln oder Aufgabenabschluss, die Sinn und Richtung geben.
  • Regeln: Jedes Spiel hat eigene Regeln, die den Rahmen definieren und klare Richtlinien vorgeben.
  • Feedback: Teilnehmende erhalten kontinuierlich Rückmeldung über ihren Fortschritt durch Punkte, Levelaufstiege oder visuelles Feedback, das sie zum Weitermachen motiviert.
  • Belohnungen: Bei Fortschritt werden Anwendende belohnt, sei es durch virtuelle Items, Rabatte oder Anerkennung, was das gewünschte Verhalten verstärkt.
  • Motivationen: Beteiligte werden motiviert, weiterzumachen, sei es durch Gewinnanreize oder Vergleich mit anderen, wobei die Motivation intrinsisch oder extrinsisch sein kann.
Was ist Fitbit und wie setzen sie Gamification ein?

Fitbit ist ein Beispiel für ein Unternehmen, das viel mit Gamification arbeitet. Das Unternehmen stellt Fitnesstracker her und nutzt Gamification, um Nutzer durch Belohnungen, Fortschrittsüberwachung und sozialen Wettbewerb zu motivieren, ihre Fitnessziele zu erreichen – ähnlich wie bei der Samsung Galaxy Watch oder der Apple Watch.

Du findest das Thema genauso interessant wie ich und möchtest noch mehr Beispiele von bekannten Apps und Unternehmen sehen, die Gamification einsetzen? Dann solltest du unbedingt den Blogbeitrag des oben erwähnten ehemaligen Design Lead von Fitbit lesen.

Wie beeinflusst Gamification deinen Lernerfolg?

Gamification hat nachweislich positive Auswirkungen auf den Lernerfolg. Studien zeigen, dass die Integration spielerischer Elemente in den Lernprozess das Engagement und die Motivation der Lernenden deutlich erhöht. Zudem sind Studierende in einer spielerischen Umgebung eher bereit, sich intensiver mit dem Lernstoff auseinanderzusetzen. Um dies zu erreichen, nutzt Gamification verschiedene Mechanismen:

Icon für Motivation, Aufmerksamkeit und Lernfähigkeit

Steigert Motivation, Aufmerksamkeit und Lernfähigkeit: durch Aktivierung des Belohnungssystems im Gehirn und Ausschütten des Glückshormon Dopamin.

Icon für effektives Lernen

Fördert effektives Lernen: durch Stimulierung des Hippocampus, der für das Erlernen neuer Fähigkeiten und Informationen zuständig ist.

Icon für Konzentration und positive Lernerfahrungen

Hält die Konzentration aufrecht und fördert positive Lernerfahrungen: durch Freisetzung von Endorphinen bei Erfolgserlebnissen.

Icon für den Abbau von Stress und Ängsten

Schafft eine bessere Lernatmosphäre und baut Stress & Angst ab: durch Ausschüttung von Serotonin durch Belohnungen.

Icon für die Erreichung von Teilzielen auf dem Weg zum Gesamtziel

Ermöglicht kleine Lernerfolge auf dem Weg zum Lernziel: durch direktes Feedback, um unmittelbar aus dem eigenen Handeln zu lernen.

Icon für das konzentrierte eintauchen in Aufgaben

Erleichtert das Eintauchen in Aufgaben und motiviert auf diese Weise: durch die Förderung des „Flow“-Zustands, in dem die Lernenden so sehr in eine Aufgabe vertieft sind, dass sie die Zeit vergessen.

Icon für soziale Kompetenzen und Ehrgeiz

Fördert soziale Kompetenzen und steigert den Ehrgeiz: durch Förderung der Gruppendynamik, wenn Lernende gegeneinander antreten oder zusammenarbeiten.

Die vielfältigen positiven Effekte von Gamification tragen dazu bei, dass Lernen mehr Spaß macht und motivierender ist. Du kennst das sicherlich auch: wenn dir das Lernen Spaß macht, fällt es einem deutlich leichter.

Genau diese Effekte kenne ich auch aus eigener Erfahrung mit Gamification. In meinem Fall mit Duolingo zum Sprachenlernen, denn normalerweise langweile ich mich beim Vokabellernen schnell. Aber durch die Gamification in der App bin ich wirklich motiviert und es ist eine Umgebung entstanden, in der ich gerne jeden Tag etwas Zeit in das Lernen investiere.

Na hast du gut aufgepasst?

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Welches der folgenden ist kein Beispiel für ein Gamification-Element?

Was ist KI und wie funktioniert sie?

Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computersystemen, Aufgaben auszuführen, die normalerweise menschliche Intelligenz erfordern, wie zum Beispiel Lernen, Mustererkennung und das Verstehen natürlicher Sprache. Dafür werden KI-Systeme mit speziellen Algorithmen trainiert, die große Mengen von Trainingsdaten verarbeiten, um intelligente Entscheidungen zu treffen. Im Gegensatz zum menschlichen Lernen, das auf der Neuverknüpfung neuronaler Verbindungen im Gehirn beruht, ahmen künstliche neuronale Netze in KI-Systemen die Informationsverarbeitung und Problemlösung des Gehirns nach, übertreffen jedoch die menschlichen Fähigkeiten in manchen Bereichen bei weitem.

Wie beeinflusst KI deinen Lernerfolg?

Icon für Wissenslücken und Lernfortschritt

Genaue Analyse von Wissenslücken und Lernfortschritten: ermöglicht maßgeschneiderte Lehrpläne, die sich an Lernstilen orientieren und von der KI individuell an den Lernenden angepasst werden können.

Icon für automatisiertes Feedback

Automatisiertes Feedback: beschleunigt und verbessert den Lernprozess, indem den Lernenden sofortiges Feedback zu ihren Aufgaben gegeben wird.

Icon für Empfehlungssysteme

Empfehlungssysteme: schlagen basierend auf individuellen Interessen und der bisherigen Lerngeschichte relevante Lernmaterialien vor.

Diese personalisierten Ansätze, kombiniert mit automatisierten Feedbackmechanismen und maßgeschneiderten Empfehlungen, helfen dir, dein Potenzial beim Lernen auszuschöpfen und deine Lernziele effizient zu erreichen.

Das sind auch die Effekte, die ich bei Duolingo selbst erleben kann. Denn hier wird nicht nur mit Gamification gearbeitet, sondern auch mit KI.
Gerade als ich Sprachen aus meiner Schulzeit auffrischen wollte, fand ich das sehr praktisch. Denn Duolingo nutzt die KI, um einzuschätzen, mit welchen Lektionen man aufgrund seines Kenntnisstandes beginnen sollte.
Außerdem hilft mir die KI dabei, Wörter, die mir schwerer fallen, öfter zu lernen, damit ich auch diese Wörter irgendwann problemlos übersetzen und anwenden kann.

Wie viel weißt du noch?

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Welche der folgenden Fähigkeiten umfasst Künstliche Intelligenz (KI)?

Wie die Kombination von KI und Gamification zur Optimierung deiner Lernergebnisse beitragen kann

Die Synergien zwischen KI und Gamification eröffnen ein großes Potenzial, um deinen Lernerfolg auf eine neue Ebene zu heben.

KI kann deine individuellen Lernpräferenzen und -stärken analysieren, um maßgeschneiderte Lernziele und -aktivitäten zu erstellen. Diese personalisierten Inhalte werden durch Gamification-Elemente wie Punkte und Belohnungen ergänzt, die dich motivieren, deine Ziele zu erreichen.

Durch die Echtzeit-Feedback-Funktionen von KI-gesteuerten Systemen erhältst du sofortiges Feedback zu deinen Lernfortschritten. Gamification kann dieses Feedback auf motivierende Weise präsentieren, zum Beispiel durch Belohnungen oder Fortschrittsanzeigen, die dir helfen, auf dem richtigen Weg zu bleiben.

Die von der KI erkannten Schwierigkeiten können in unterhaltsame und motivierende Aufgaben verpackt werden, indem sie durch Gamification in interaktive Lernspiele umgewandelt werden. Diese Ansätze ermutigen dazu, das eigene Wissen kontinuierlich zu erweitern und sich neuen Lernherausforderungen zu stellen.

Darüber hinaus kann die Kombination von KI und Gamification eine unterstützende Lerngemeinschaft fördern, indem soziale Elemente wie Ranglisten und Gruppenwettbewerbe integriert werden. Auf diese Weise profitierst du nicht nur von personalisierten Lerninhalten, sondern auch von einer motivierenden und interaktiven Lernumgebung, die deinen Lernerfolg nachhaltig verbessert. Wie man sieht, gibt es einige Synergiepunkte zwischen KI und Gamification, die zusammenkommen, um einen effektiven und motivierenden Lernprozess zu fördern und dich zu deiner Bestleistung zu bringen.

Welche Gefahren birgt die Kombination von KI und Gamification?

Die Kombination von KI und Gamification verspricht zweifellos eine revolutionäre Steigerung des Lernerfolgs. Es ist jedoch wichtig, sich der potenziellen Gefahren bewusst zu sein:

eins

Abhängigkeit von Belohnungssystemen: Lernende könnten sich mehr auf Belohnungen als auf Inhalte konzentrieren, was langfristig die intrinsische Motivation beeinträchtigen kann.

zwei

Oberflächliches Lernen: Gamification kann dazu führen, dass Lernende Inhalte oberflächlich lernen, um schnell Belohnungen zu erhalten.

drei

Ablenkung: Lernenden könnten mehr Zeit für das Punktesammeln oder das Ranglistenvergleichen und weniger Zeit für das eigentliche Lernen verwenden.

vier

Soziale Isolation: Ein verstärkter Einsatz von KI-basierter Gamification könnte zu weniger sozialen Interaktionen führen, da Lernende mehr Zeit allein mit digitalen Lernsystemen verbringen.

Um diesen potenziellen Gefahren entgegenzuwirken, ist es wichtig, einen ausgewogenen Ansatz zu finden und klare Richtlinien für den Einsatz von KI und Gamification im Lernprozess festzulegen. Eine bewusste und verantwortungsvolle Integration dieser Technologien kann die Vorteile maximieren und die Risiken minimieren.

Prüfe was du noch weißt!

1 / 1

Was ist einer der Hauptvorteil der Kombination von KI und Gamification im Lernprozess?

Mein Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Synergien zwischen KI und Gamification faszinierende Möglichkeiten bieten, um den Lernerfolg zu steigern. Durch die gezielte Integration beider Technologien können individuelle Lernziele effektiv unterstützt, die Motivation gesteigert und der Lernprozess insgesamt optimiert werden. Entscheidend ist jedoch das Erkennen und Minimieren möglicher Herausforderungen durch einen ausgewogenen Einsatz. Mit einem verantwortungsvollen Ansatz können die Vorteile von KI und Gamification voll ausgeschöpft werden, um einen nachhaltigen und motivierenden Lernprozess zu fördern. So kannst auch du deine Lernziele effizient und mit Spaß erreichen.

PS: In diesem Blogbeitrag habe ich Gamification eingesetzt, um zu überprüfen, ob du den Inhalt verstanden hast. Hast du es gemerkt? 😉

Textquellen
Hinweis: Stand der Quellen ist der 02.05.2024
TechTalk

Virtuelle Umkleidekabinen: Die Zukunft des Online-Modehandels

Du hast schon wieder nichts zum Anziehen, aber weder Zeit noch Lust, von Geschäft zu Geschäft zu schlendern? Heutzutage entscheiden sich immer mehr Menschen dafür, Kleidung online zu bestellen. Doch die zahlreichen Retouren nach einem Fehlkauf kosten die Händler zusätzlichen Aufwand und Geld dich Zeit und Nerven. In diesem Beitrag erfährst du, wie und weshalb virtuelle Umkleidekabinen hierfür die perfekte Lösung darstellen.

Augmented Reality in der virtuellen Umkleide:

Die innovativste und attraktivste Lösung ist das Einkaufen in der erweiterten Realität (Augmented Reality). Daher arbeiten viele Online-Modehändler:innen an der Entwicklung der virtuellen Umkleidekabine. Diese bietet eine einfache Alternative für Kund:innen auf halbem Weg zwischen der rein digitalen und der physischen Variante.

Erklärvideo: virtuelle Umkleidekabinen
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1. Was ist eine virtuelle Umkleidekabine? 

Eine virtuelle Umkleidekabine, auch Online-Umkleidekabine oder virtuelle Umkleide (englisch: virtual wardrobe), ist eine Software, die es einem ermöglicht, virtuell Kleidung an sich selbst als Avatar oder an anderen Modellen anzuprobieren.

2. Wie funktioniert eine virtuelle Umkleidekabine?

Die Funktionsweise einer virtuellen Umkleidekabine ist sehr einfach. Als Kunde oder Kundin kannst du entweder ein Foto von dir selbst hochladen oder ein Model auswählen, welches deiner Größe, Form und deinem Hautton am meisten ähnelt. So ist es möglich, jedes Kleidungsstück virtuell anzuprobieren und das Kauferlebnis zu dir nach Hause zu holen. In einigen H&M Filialen können Kund:innen per 3D-Scanner einen Avatar von sich selbst erstellen und ihn für den nächsten Online-Kauf bei der Anprobe verwenden.

Nicht nur H&M, sondern auch Zalando entwickelt dank der Übernahme von Fision eine virtuelle Umkleidekabine für seine Kund:innen. Die Augmented Reality App ermöglicht es dir, eine Silhouette passend zu deinem Körperbau auszuwählen. An ihr kannst du dann die ausgewählte Kleidung anprobieren.

„Wir suchen laufend nach neuen Talenten und Technologien, die uns dabei helfen, unseren Kunden das beste Einkaufserlebnis zu bieten. Dafür investieren wir kontinuierlich in den Ausbau unserer Technologie-Expertise auf dem Weg, die erste Anlaufstelle für Mode zu werden”

Jim Freeman, Mitglied des Vorstands von Zalando

Zalando investiert fortwährend in neueste Technologien, die Kund:innen den Einkauf erleichtern. Die Übernahme von Fision ist ein Teil hiervon.

3. Welche Apps und Plattformen bieten das virtuelle Anprobieren an?

Virtuelle Umkleidekabinen gibt es schon seit Jahren, nur wurden sie bislang nicht großflächig eingeführt. Die ersten Versionen basierten auf Fotos der Kund:innen, über welche dann im Shop virtuell die Kleidung gelegt wurde. Style.me, Zeekit oder YourFit von 3DLOOK bieten Apps an, welche mit verschiedenen Online-Händler:innen kooperieren.

1. Screenshot des DEMOs aus der Webseite von Style.me

YourFit ‚3DLOOK‘

3DLOOK ist eine Plattform für virtuelle Anproben und Größenempfehlungen für Modemarken sowie Einzelhändler. Die App bietet eine einfache Integration mit Shopify, Magento und eigenständigen E-Commerce-Shops über ein Widget oder eine API.
Du kannst die App entweder als Kunde oder Kundin, welche:r nach einem Kleidungsstück sucht, oder als Online-Modehändler:in, verwenden.

Zeekit

Die Zeekit-Plattform bietet Modemarken Umkleidekabinen an, die es ihre:n Kund:innen ermöglichen, Produkte online an einem Modell, oder anhand eigener Fotos anzuprobieren.

Das ist aber nicht alles. Auch virtuelles Styling ist darin möglich. Mit dem digitalen Styling-Tool von Zeekit können Kund:innen mit wenigen Klicks perfekte Outfits kreieren.


4. Vorteile einer virtuellen Umkleidekabine:

Für Online-Modehändler:innen:

  • Unnötige Rücklieferungen und Kosten einsparen (Retourenquote senken)
  • Umwelt entlasten
  • Neukundengewinnung durch Anprobemöglichkeit im Onlineshop
  • Kostenloses Marketing: Freunde und Verwandte können mithilfe von Fotos der Anprobe in den Prozess einbezogen werden

Für Kunden:

  • Zeitersparnis: Keine Warteschlangen an den Kassen und Umkleidekabinen
  • Keine stressigen Anproben mehr in den Geschäften
  • Hohe Kundenzufriedenheit
  • Aufwand für Retouren senken
  • Spannendes Kundenerlebnis Aufgrund der Styling Tools

Die virtuelle Umkleidekabine bringt nicht nur Vorteile mit sich, sondern auch Nachteile. Viele Unternehmen haben Probleme mit der technischen Umsetzung. Nicht alle Abläufe können algorithmisch abgebildet werden und die Kund:innen lassen sich leicht manipulieren. Zudem kann bei einer virtuellen Umkleidekabine nicht auf den Tast- und Geruchssinn zurückgegriffen werden. Das erschwert es den Kund:innen, die Kleidung zu fühlen und sich für einen Kauf zu entscheiden. Für Unternehmen und Kund:innen überwiegen allerdings die Vorteile der virtuellen Umkleidekabinen.


Fazit:

Durch die Investition in virtuelle Umkleidekabinen können Online-Modehändler:innen die Konversionsrate erhöhen und die Anzahl der Warenkörbe steigern. Zudem erhalten sie unbezahlbare Daten über ihre Kunden, die es ihnen ermöglichen, ein noch besseres Einkaufserlebnis zu bieten. Darüber hinaus bieten virtuelle Umkleidekabinen Online-Modehändler:innen die Möglichkeit, die Lücke zwischen Offline- und Online-Einkaufserlebnis weiter zu schließen und ihre:n Kund:innen ein ebenso sicheres wie zufriedenstellendes Einkaufserlebnis zu bieten.

Bildquellen
  • Bild des Beitrags: Eigene Darstellung auf Adobe creative mit Screenshot des DEMOs aus der Webseite Style.me

Studentenleben

Wie geht es weiter? – Panik nach dem Bachelor-Studium

Das Ende deines Studiums naht. Eigentlich müsstest du dich jetzt super fühlen. Stolz sein auf das, was du erreicht hast. Stattdessen jedoch quält dich ein ungutes Gefühl. So viele Gedanken kreisen in deinem Kopf und Fragen machen sich breit. „Ist es jetzt zu spät einen anderen Weg einzuschlagen?“ oder „Bin ich überhaupt bereit für die Arbeitswelt?!“. Du bist ständig am Grübeln und der Gedanke an die Zukunft bereitet dir Sorgen. Das ist normal, denn Angst gehört zum Leben dazu. Doch was, wenn Sie überhandnimmt und zum lähmenden Dauerzustand wird?

Was ist eigentlich Zukunftsangst?

Zukunftsängste können ein Symptom der temporären ängstlichen Verstimmung sein. Sie können sich in schwer zu kontrollierenden Sorgen, innerer Unruhe, permanentem Gefühl von emotionalem Stress und in Schlafproblemen zeigen.

Menschen, die Zukunftsängste haben, stellen sich oft die Frage, was wäre, wenn …? Die Furcht vor dem Künftigen setzt sich dabei meist aus mehreren Komponenten zusammen. Dabei geht es um die Angst vor Veränderungen vor der Ungewissheit, dem Worst-Case-Szenario sowie vor der Entwicklung getroffener Entscheidungen. Treten diese kombiniert auf, können die Sorgen verstärkt werden.

Gründe und Ursachen, warum wir uns vor der Zukunft fürchten …

Meist liegt es an der eigenen negativen Einstellung oder der Fantasie darüber, was alles schiefgehen könnte. Wir stellen uns das Schlimmstmögliche vor und können an nichts anderes mehr denken. Eine der häufigsten Ursachen für Zukunftsängste ist ein geringes Selbstvertrauen. Je weniger wir uns selbst zutrauen, desto schneller geraten wir in den Bann von Sorgen und Ängsten darüber, was die Zukunft für uns bereithält.

Auch negative persönliche Erfahrungen können zu Zukunftsängsten führen oder sie verstärken. Eine Veränderung in der Vergangenheit hat sich negativ auf dein Leben ausgewirkt oder ist nicht verlaufen, wie du es dir gewünscht hättest? Lediglich Probleme, Chaos und Schmerz hat sie dir gebracht? Kein Wunder also, dass du dich vor Veränderungen fürchtest. Die Angst vor der Zukunft holt uns häufig an wichtigen Schnittstellen im Leben ein. Das Ende des Studiums ist so eine. Vieles ist noch ungewiss, Entscheidungen müssen getroffen werden und einiges wird sich verändern.

Wenn dann auch noch das Umfeld mitmischt, dir gut gemeinte Tipps gibt oder dich sogar unter Druck setzt, sind die ständigen Gedanken an das, was kommen könnte, vorprogrammiert. Das Leben in einer Leistungsgesellschaft ist kein Zuckerschlecken. Schon im Kindesalter wird uns eingetrichtert, nur mit den passenden Noten kann etwas aus uns werden. Erfolg zu haben und einen ’guten Job’ zu bekommen ist also ein Ziel, auf das wir seit Beginn unserer Schulzeit hinarbeiten. Dabei begleitet uns ein Erwartungsdruck ausgehend von Familie, Freunde, Lehrer, Dozenten und vor allem von uns selbst. Hinzu kommt die ständige Angst zu versagen und den Ansprüchen, die andere und man selbst an sich hat, nicht zu genügen.

Ein weiterer Auslöser dafür, warum Zukunftsängste heutzutage gerade bei jungen Menschen immer häufiger auftreten, sind die Nachrichten und Medien. Wohin man blickt, überall negative Schlagzeilen. Egal ob Klimawandel, Pandemie oder Gewaltverbrechen jeglicher Art, am liebsten berichten die Medien doch über bestürzende Ereignisse. Und zuletzt gibt es da noch die sozialen Netzwerke. Social Media ist nicht umsonst so oft in der Kritik, vor allem jungen Menschen falsche Eindrücke der Realität zu vermitteln. Grundsätzlich hat man das Gefühl, bei anderen läuft alles super. Doch aufgepasst nicht alles, was glänzt, ist Gold. Wie viel weißt du über die Personen, die sich dort präsentieren? Ja, genau, doch nur das, was sie dir auch zeigen möchten. Und wer redet denn schon gern in der Öffentlichkeit über seine Probleme.


TIPPS zur Bewältigung deiner Ängste

Definieren und aufschreiben

Schreib dir von der Seele, was dir Sorgen bereitet. Wovor hast du eigentlich Angst? Visualisiere und erkenne dadurch, wo genau deine Baustellen sind und was genau dich blockiert.

Selbstvertrauen (weiter)entwickeln

Arbeite an deinem Selbstvertrauen. Führ dir selbst vor Augen, wie weit du es schon geschafft hast. Ruf dir öfter mal deine Stärken in Erinnerung und versuche deine Schwächen als Lernansatz zu sehen.

Sichtweise verändern

Nicht alles im Leben ist schwarz oder weiß. Versuch mal deine Sichtweise auf deine Ängste bewusst in eine Relation zu bringen. Ist es eine Katastrophe oder eher einfach nur eine unangenehme Situation? Beispielsweise, wenn du eine Absage bekommst. Ist doch kein Weltuntergang, wahrscheinlich wartet irgendwo ein viel besserer Job auf dich?

Das Hier und Jetzt genießen

Konzentriere dich auf die Gegenwart. Lebe bewusst im Hier und Jetzt. Das heißt nicht, dass es nicht sinnvoll ist, Pläne zu machen. Man sollte dabei nur nicht vergessen, dass sich unser Leben aktuell weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft abspielt. Schöne Momente können wir nur erleben, wenn wir das Hier und jetzt genießen.

Sprich mit Anderen darüber

Dinge in sich rein Fressen und totzuschweigen, war noch nie eine Lösung. Du fängst an dich zurückzuziehen und gerätst unbewusst in eine Isolation. Freunde und Familie sind doch genau für solche Situationen so unglaublich wichtig. Es ist wichtig zu spüren, dass jemand einem den Rücken stärkt und im besten Fall sogar die Angst nehmen kann. Außerdem bin ich mir ziemlich sicher, dass, wenn du mal deine Kommilitonen darauf ansprichst, viele von ihnen dir bestätigen werden, dass es ihnen nicht anders geht.

Suche dir professionelle Hilfe

Es kann sein, dass dieser Schritt nicht einfach für dich ist. Aber wenn du merkst, dass du überhaupt nicht aus deinen gedanklichen Abwärtsspiralen rauskommst. Solltest du dir auf jeden Fall Hilfe von einer qualifizierten psychologischen Fachkraft holen? Je länger du in diesem Konstrukt gefangen bist, desto leichter können nachhaltige psychische Beeinträchtigungen auftreten oder deine Lebensqualität einschränken. Auf der Website für deutsche Studierendenwerke kannst du durch die Eingabe deines Hochschul-Standortes herausfinden, wo du dich für eine erste psychologische Beratung melden kannst. Für Studierende der Hochschule Offenburg ist das die Website für psychotherapeutische Beratung, des Studierendenwerk Freiburg-Schwarzwald für die Standorte Gengenbach und Offenburg. Hier findest du neben den Kontaktdaten der psychologischen Fachkraft auch Angaben zu den Sprechzeiten und der Vereinbarung von Terminen.


Hast du Zukunftsangst?


Welche Möglichkeiten habe ich nach dem Bachelorstudium?

Master – Studium

Es gibt unterschiedliche Gründe, dich für einen Master zu entscheiden.

Zum Beispiel:

  • Du brauchst den Master-Titel für deinen Traumberuf.
  • Du möchtest dich spezialisieren.
  • Du hast vor, im Management Karriere zu machen.
  • Du brauchst den Master für deine Promotion.
  • Du fühlst dich noch nicht bereit für den Berufseinstieg.
  • Du möchtest in der Forschung Karriere machen.
Ab ins Berufsleben

Eine Alternative zum Master ist der Berufseinstieg.

Wie finde ich einen passenden Job?

Bei der Jobauswahl ist gute Recherche angesagt. Auf verschiedenen Online-Jobbörsen wie Stepstone, Indeed oder der Bundesagentur für Arbeit findest du offene Stellenangebote. Außerdem ist es sinnvoll, sich auf LinkedIn und Xing anzumelden, um auch dort Ausschau nach freien Stellen zu halten und sich bestenfalls direkt mit Recruitern zu vernetzen.

Möglichkeiten für Berufseinsteiger

  • Praktikum
  • Trainee / PreMaster
  • Volontariat
  • Junior Stellen
Zeit zum Reisen

Wenn du noch nicht genau weißt, was du machen möchtest und beide Optionen sich irgendwie nicht richtig anfühlen, dann kannst du die Zeit nutzen und auf Reisen gehen. Wer weiß, ob oder wann du nach deinem Start ins Berufsleben dafür noch die Möglichkeit hast. Ein Benefit ist, dass ein längerer Auslandsaufenthalt neben all den Erfahrungen, die du dabei sammeln kannst, auch eine Bereicherung für deinen Lebenslauf ist. Dabei ist von Vorteil, wenn du während deiner Reise nicht nur reist, sondern vielleicht die ein oder andere internationale Berufserfahrung sammelst. Oder du nutzt verschiedene Reise- oder Arbeitsmodelle wie beispielsweise:

  • Sprachreisen
  • Au-Pair
  • Work camps
  • Work-and-travel
  • Praktika im Ausland
  • Vollzeit oder Teilzeit-Job im Ausland
  • Working holidays
Eine neue Richtung einschlagen

Was komplett anderes machen. Eine Option könnte beispielsweise eine Berufsausbildung oder ein Zweitstudium sein. Eventuell ist es dann möglich, dass du dir Teile deines Erststudiums anrechnen lässt. Die Voraussetzung für eine Neuorientierung ist allerdings, sich noch einmal intensiv mit der Frage zu beschäftigen, was du machen willst. Gezielt solltest du deine Wünsche und Träume reflektieren und dich mit deinen Fähigkeiten und Interessen auseinandersetzen.

Fazit

Mache dir selbst keinen Druck und mache dir klar, egal was passiert, es gibt immer eine Lösung. Auch wenn dein erster Plan nicht aufgeht, lass dich davon nicht beirren. Ohne ein Tief gibt es kein Hoch. Wichtig ist nur, dass du weiter dran bleibst und dich von deiner Angst nicht lähmen lässt. Und falls du merkst, dass sie überhandnimmt, zögere nicht, dir Hilfe zu holen.

Egal wie viele Zweifel du hast, denke immer daran, Erfolg hat drei Buchstaben: TUN!
Und falls Plan A und B nicht funktionieren, hat das Alphabet immer noch so viele anderen Buchstaben für dich übrig.

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Studium

Duden-Mentor: Deine digitale Wegbegleitung zur sprachlichen Perfektion

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Stell dir vor, du könntest deine Hausarbeit abgeben, ohne dir Gedanken um Rechtschreib- und Grammatikfehler machen zu müssen. Du denkst, dass klingt …

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