Studentenleben

Zwischen Vorlesung und Weinbergen: Die besten Partys & Events für Studis in Offenburg!

Studieren in Offenburg oder Gengenbach? Dann hörst du wahrscheinlich ziemlich häufig den Satz: Da geht ja absolut gar nichts.“ Zugegeben, auf den ersten Blick wirken beide Städte eher wie typische gemütliche Kleinstädte als pulsierende Studenten-Hochburgen. Aber genau hier liegt der Fehler: Wer nur oberflächlich schaut, verpasst die besten Spots, Events und Partys. Ich gebe dir hier einen Überblick über die besten 9 Events in Offenburg, Gengenbach und Umgebung.

Offenburg & Gengenbach als Studienort: Klein, aber fein

Ja, Offenburg und Gengenbach sind keine Großstädte wie Freiburg oder Karlsruhe. Dafür haben sie etwas, das viele größere Städte nicht bieten: Kurze Wege, entspannte Atmosphäre und richtig schöne Natur direkt vor der Haustür. Zwischen Weinbergen und Schwarzwald gelegen, bieten beide Standorte ideale Möglichkeiten für den perfekten Ausgleich zum Studium. Im Sommer locken Badeseen wie der Gifizsee in Offenburg oder der Baggersee in Niederschopfheim, spontane Grillabende oder kleine Wanderausflüge in die Natur der Ortenau.

Genau deshalb lohnt es sich, die richtigen Insider-Tipps zu kennen. Denn zwischen Vorlesungen, Prüfungsstress und Gruppenarbeiten gibt es rund um die Hochschule Offenburg überraschend viele Möglichkeiten, das Studentenleben richtig auszukosten. Von entspannten Cocktailabenden über legendäre Weinfeste bis hin zu Pub Quizzes und Outdoor-Partys. Hier kommen meine besten Insider-Tipps für deine Zeit in Offenburg und Gengenbach.

9 Insider-Tipps, die du in Offenburg & Umgebung nicht verpassen solltest

Als ich mein Studium in Offenburg begonnen habe, war mein Ziel klar: Möglichst viel erleben, spannende Events mitnehmen und neue Leute kennenlernen. Wahrscheinlich geht es vielen Erstis und Studierenden in der Region ähnlich.

Über die Jahre habe ich zahlreiche Veranstaltungen ausprobiert: Von legendären Partys über Festivals bis hin zu besonderen Freizeit-Events. Die Highlights daraus habe ich hier für dich gesammelt. Wenn du das Beste aus deiner Studienzeit herausholen willst, sind diese Veranstaltungen definitiv einen Besuch wert.

Karte mit den Events in Offenburg und Umgebung

1. Sir Gustav: Open Bar Session

Freitagabend, Cocktails, gute Musik und entspannte Stimmung: Mein absoluter Favorit der Events, die ich hier für dich gesammelt habe. Die Open Bar Session im Sir Gustav gehört für mich und viele andere Studierende mittlerweile fest zum Wochenendprogramm.

Jeden Freitag verwandelt sich das Sir Gustav in einen der beliebtesten Treffpunkte der Offenburger Studiszene.

Hier treffen gemütliche Lounge-Vibes auf gute Drinks und DJ-Sounds, die perfekt zum Start ins Wochenende passen. Besonders im Sommer lohnt sich der Besuch: Die beleuchtete Terrasse sorgt für eine richtig gemütliche Atmosphäre, die man so kein zweites mal in Offenburg findet.

  • Vibes: Entspannt, stylisch, gesellig
  • Preisklasse: Für jeden Geldbeutel geeignet
  • Must Try: Unbedingt den Espresso Martini probieren. Ich würde sagen, dass es hier den besten in der Stadt gibt.

📍 Hauptstraße 29, 77652 Offenburg

2. Die AStA-Kneipentour

Einer der besten Wege, um neue Leute kennenzulernen (besonders für Erstis oder internationale Studierende) ist die Kneipentour des AStA der Hochschule Offenburg.

Ein- bis zweimal pro Semester organisiert der AStA eine Tour durch verschiedene Bars der Offenburger Innenstadt. Das Prinzip ist simpel: Ihr bildet kleine Gruppen, zieht gemeinsam von Bar zu Bar und profitiert oft von speziellen Studentenangeboten gegen Vorlage des Studierendenausweises.

Perfekt, um Leute aus anderen Studiengängen kennenzulernen und natürlich gleichzeitig die Barszene in Offenburg zu entdecken. Dabei sind meistens Bars wie das Schoellmanns, die Gecko Bar, das Sir Gustav, Diyar’s Laufsteg und viele weitere coole Locations.

  • Vibes: Gesellig, spontan, typisch Studenten-Leben
  • Preisklasse: Individuell


📍 Offenburger Innenstadt

3. Gecko Bar: Pub Quiz Night

Dienstagabend, und keine Lust auf Netflix? Dann ab zum Pub Quiz in die Gecko Bar. Jede Woche kannst du hier ab 19 Uhr gemeinsam mit Freunden als Team antreten und dein Wissen unter Beweis stellen.

Von Popkultur über Allgemeinwissen bis hin zu komplett random Fragen ist alles dabei. Ihr müsst euch dazu nicht vorher anmelden, sondern einfach vorbeikommen und mitmachen.

Das Beste: Es gibt coole Preise zu gewinnen und die Stimmung ist locker, witzig und ideal für einen entspannten Abend unter der Woche.

  • Vibes: Lustig, gesellig, kompetitiv (aber nicht zu ernst)
  • Preisklasse: Studentenfreundlich

📍 Lange Straße 27, 77652 Offenburg

4. Offenburger Weinfest

Wenn man in Offenburg studiert, kommt man am Offenburger Weinfest eigentlich nicht vorbei.

Jedes Jahr im September verwandelt sich der Marktplatz in einen Treffpunkt für Weinliebhaber, Studierende und Feierfreudige. Tagsüber eher entspannt, entwickelt sich spätestens am Abend echte Festivalstimmung. Und wer danach noch nicht nach Hause möchte, startet einfach in die Verlängerung: Die After-Partys in der Etage 1 oder im Freiraum sind bei vielen Studierenden Pflichtprogramm.

  • Vibes: Gemütliches Day-Drinking trifft Party
  • Preisklasse: für jedes Budget geeignet

📍 Marktplatz, 77652 Offenburg

5. Spieleabend im Sir Gustav

Donnerstagabend noch nichts vor? Dann könnte der Spieleabend im Sir Gustav dein neuer Lieblings-Hotspot werden.

Hier gilt: Einfach dazusetzen. Viele bringen eigene Spiele mit, andere kommen allein vorbei und schließen sich spontan Gruppen an. Gerade für neue Studierende ist das eine super Gelegenheit, unkompliziert Leute kennenzulernen.

Dazu gibt’s Cocktails, richtig gutes Essen (Meiner Meinung nach die beste neapolitanische Pizza der Stadt!) und entspannte Stimmung.

  • Vibes: Locker, offen, gesellig
  • Must Try: Die Antipasti-Platten sind perfekt zum Teilen mit Freunden.

📍 Hauptstraße 29, 77652 Offenburg

6. Weinfest im Weingut Wild

Und wenn du dachtest, nur Offenburg hat viel zu bieten: Falsch gedacht! Auch Gengenbach kann feiern, besonders Ende Juni.

Das Weinfest des Weinguts Wild verbindet entspannte Day-Drinking-Vibes mit ausgelassener Abendstimmung. Tagsüber ist die Atmosphäre eher gemütlich, abends sorgen DJs für Party-Stimmung.

Bekannt ist das Weingut nicht nur für seine Weine, sondern auch für Gin und Edelbrände. Ideal also für alle, die gerne Neues ausprobieren.

  • Vibes: entspannt am Tag, Party am Abend
  • Preisklasse: ca. 20 € Ticket inklusive 15 € Verzehr

📍 Streuobstgarten 1, 77723 Gengenbach

7. Martini Markt & Party im Hexenkeller Gengenbach

Jedes Jahr im November wird es in Gengenbach besonders gemütlich. Der Martini Markt ist quasi die kleine Schwester eines Weihnachtsmarkts, nur weniger touristisch und irgendwie persönlicher.

Zwischen Essensständen, Glühwein und gemütlicher Stimmung trifft man hier früher oder später fast immer bekannte Gesichter aus der Hochschule.

Sobald es später wird, zieht es viele Studierende weiter in den Hexenkeller: Eine feste Adresse für lange Nächte in Gengenbach.

  • Vibes: Gemütlich, ausgelassen
  • Preisklasse: Studentenfreundlich, Eintritt im Hexenkeller frei

📍 Victor-Kretz-Straße 6, 77723 Gengenbach

8. Weißweinparty im Weingut Weber

Weiter geht es mit meinem Party-Favoriten etwas außerhalb von Offenburg. Wenn du es so wie ich etwas stilvoller magst, dann solltest du die Weißweinparty im Weingut Weber unbedingt auf deine Event-Liste setzen. Die Party findet immer dreimal im Jahr statt. Meist im April, Juni und August und zählt zu den größten Outdoor-Weinpartys in der Region.

Statt Clubgefühl erwarten dich entspannte House-Beats, richtig guter Wein, Foodtrucks und wahrscheinlich einer der schönsten Sonnenuntergänge im Umkreis.
Die Stimmung? Lässig-chic. Perfekt für alle, die Lust auf einen etwas besonderen Abend haben.

  • Vibes: Sommerfeeling, House Music, Wein & Sunset
  • Preisklasse: ca. 15 € Eintritt, Getränke zwischen 3–10 €
  • Wichtig: Einlass erst ab 21 Jahren

📍 Im Offental 1, 77955 Ettenheim

9. Straßburg: Fête de la Musique

Zum Schluss folgt noch ein kleiner Geheimtipp außerhalb von Offenburg: Im Sommer lohnt sich ein Ausflug nach Straßburg zur Fête de la Musique.

Die französische Stadt verwandelt sich jedes Jahr im Juni an diesem Tag komplett in eine riesige Open-Air-Bühne. Überall in der Innenstadt spielen Bands, DJs und Straßenmusiker. Kostenlos und mitten auf den Straßen. Durch die Nähe zu Offenburg bist du super schnell dort und bekommst ein Event, das sich fast wie ein kleines Festival anfühlt.

In Straßburg gibt es zwar eine ganze Reihe an tollen Events, die definitiv sehenswert sind, jedoch ist mein persönliches Highlight immer wieder das Fête de la Musique. Die Atmosphäre hier ist einfach etwas ganz besonderes und ich habe noch nirgendwo sonst etwas Vergleichbares erlebt.

Vibes: Festivalfeeling, international, Sommer pur
📍 Straßburg, Frankreich

Fazit: Studentenleben in Offenburg ist, was du daraus machst

Offenburg und Gengenbach wirken vielleicht zuerst ruhig, aber genau darin steckt der Charme. Wer offen ist, Leute kennenlernt und die richtigen Spots kennt, merkt schnell: Hier gibt es deutlich mehr als nur Vorlesungen, die Bibliothek und ein paar Wanderwege.

Ob entspannte Cocktailabende, Kneipentouren, Weinpartys oder spontane Sommerausflüge: Deine Studienzeit wird am Ende vor allem von den Erinnerungen geprägt, die zwischen den Vorlesungen entstehen. Also: raus aus der WG, Handy weg und rein ins Offenburger Studentenleben.

  • Titelbild: Eigene Darstellung, erstellt mit ChatGPT
  • Map: Eigene Darstellung, erstellt mit ChatGPT
  • Fotos: Eigene Aufnahmen
  • Collage Sir Gustav, Spieleabend: Erstellt von Adriano Passante (Sir Gustav Offenburg)

Studentenleben

Matcha-Time mit Svenja

Auf den ersten Blick wirkt Svenjas Welt herrlich cozy: lange Serienabende, kleine Routinen und endlose Sommermomente, in denen man sich komplett verlieren kann. Doch hinter der Wohlfühlatmosphäre stecken jede Menge kreative Neugier und Leidenschaften mit denen garantiert niemand rechnen würde.

Bevor wir tiefer in Svenjas Welt eintauchen, hier erstmal ein kleiner Crashkurs und die wichtigsten Facts, die man über sie wissen sollte:

Svenja in a nutshell

Während draußen langsam die Sonne scheint und im Hintergrund leise Musik läuft, sitzt Svenja mit einem Matcha in ihrem Lieblingscafé. Genau dort beginnt auch unser Gespräch. Schnell wird klar, dass Matcha für sie längst mehr ist als nur ein Getränk. Zwischen langen Serienabenden, Pinterest und spontanen Sommermomenten gehört er inzwischen genauso zu ihren Routinen wie kleine Auszeiten zwischendurch.

Wer Svenja kennenlernt, merkt schnell: Sie ist eine kreative Allrounderin, die sich für vieles gleichzeitig begeistern kann. Zwischen tiefen Gesprächen und spontanen Gedankenblitzen über die Zukunft wirkt bei ihr selten etwas starr durchgeplant. Stattdessen bleibt eher der Eindruck, dass sie offen für alles ist, was noch kommt. Ein Eindruck, der sich auch in unserem Interview bestätigt. 

 

Neugierig, Offen und Herzlich.

Diese Eigenschaften ziehen sich durch Svenjas gesamten Alltag. Sie liebt es neue Dinge auszuprobieren, sich für kleine Details begeistern oder sich komplett in Serien, Bücher oder neue Ideen verlieren. Gleichzeitig verfolgt sie ehrgeizige Ziele im Studium und Beruf. 

Genau diese Mischung macht sie so spannend. Ruhig, aber gleichzeitig im Kopf voller Gedanken. Organisiert, aber trotzdem immer leicht im Last-Minute-Modus. Ihr geheimes Talent? Sich viel zu spät fertig machen, viel zu knapp das Haus verlassen und am Ende trotzdem irgendwie immer pünktlich sein.

Svenjas Feel-good-Rezept

Wenn Svenja nachhause kommt, dauert es meistens nicht lange, bis eine Serie läuft. Solche Abende sind für sie die perfekte Me-Time: einfach abschalten, in fremden Welten eintauchen und für ein paar Stunden alles um sich herum vergessen.

Geschichten, Charaktere haben sie schon immer fasziniert. Vermutlich auch deshalb, weil sie früher lieber eigene Geschichten geschrieben hat, anstatt sie nur zu lesen. Aber dazu später mehr.

 

Und obwohl ihr Alltag auf den ersten Blick eher cozy wirkt, landen bei ihr am Ende trotzdem meistens Thriller auf dem Nachttisch. Bücher, bei denen man eigentlich nur kurz weiterlesen wollte und plötzlich merkt, dass es längst mitten in der Nacht ist. Zu ihren Favoriten zählen insbesondere  Der Heimweg von Sebastian Fitzek, der voller Spannung und unerwarteter Wendungen ist, sowie die Devil’s Night-Reihe von Penelope Douglas. Insbesondere die beiden Teile  Corrupt und Kill Switch fallen ihr dabei auf zumal aufgrund der eindringlichen Figuren und der Entwicklung innerhalb der Erzählungen.

 

Reisen die hängen bleiben

Vielleicht passt Reisen deshalb so gut zu ihr. Vieles von dem was sie an Pinterest fasziniert, findet sich später in den Orten wieder, die ihr im Kopf bleiben. Bestimmte Stimmungen, kleine Details und dieses Gefühl, komplett in eine andere Welt einzutauchen.

Beim Reisen sucht Svenja weniger nach Sehenswürdigkeiten, sondern mehr nach diesen Momenten, die man für immer mit einem Ort verbindet. Barcelona, Gardersee, Korsika oder Mallorca verbindet sie mit warmen Sommerabenden, Meeresluft, engen Gassen und Tagen, die sich einfach leicht anfühlen.


Am Ende sind es gar nicht die großen Sehenswürdigkeiten, die am meisten in Erinnerung bleiben, sondern die kleinen Momente dazwischen: die Tankstellen Stopps auf dem Weg zum Gardasee mit ihrer Familie, die Musik im Auto, das gemeinsame aussuchen der Snacks und dieses unbeschreibliche Gefühl, dass die schönsten Tage gerade erst anfangen.

Obwohl schon viele Orte auf ihrer Liste stehen, gibt es ein Reiseziel, das besonders heraussticht: Tokio. Svenja reizt dabei nicht nur die Stadt selbst, sondern das gesamte Abenteuer: die völlig neuen Eindrücke, eine komplett andere Atmosphäre und die Chance, noch einmal in eine ganz neue Welt einzutauen. 

Pilates, Routinen und komplette NHL-Obsessionen

Auf den ersten Blick würde wahrscheinlich niemand erwarten, dass zwischen Pinterest und Pilates plötzlich auch die Deutsche Eishockey Liga (DEL)-Spiele und Stadionlichter auftauchen. Gerade dieser komplette Gegensatz macht die Kombination irgendwie so lustig.

Und das übrigens schon lange bevor Heated Rivalry, eine bekannte Eishockey-Serie, plötzlich überall auf TikTok oder BookTok auftauchte. Während viele erst dadurch Berührungspunkte mit Eishockey hatten, gehörte komplettes Mitfiebern bei DEL-Spielen bei Svenja schon vorher fest dazu.

Sport war bei Svenja eigentlich schon immer ein fester Teil ihres Alltags. Schon früher stand sie bis zur fünften Klasse regelmäßig im Ballettsaal, später kamen Tennis, Gym und schließlich Pilates dazu. Gerade Pilates gehört mittlerweile fest zu ihren Routinen — entweder zusammen mit einer Freundin oder einfach alleine als kleiner Ausgleich zwischendurch. Kopfhörer rein, kurz abschalten und einfach den Kopf freibekommen.

Trotz dieser eher ruhigen Routinen gehören für Svenja aber genauso auch DEL-Spiele und komplette Eishockey-Obsessionen dazu. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass sie mit Eishockey groß geworden ist. Ihr Dad hatte schon früh enge Kontakte zu einigen Spielern der Eishockeymannschaft durch gemeinsames Fußballspielen und bis heute gehört es irgendwie einfach dazu, Spiele zusammen anzuschauen. Dadurch wurde Eishockey nie einfach nur irgendein Sport, sondern eher etwas, womit viele Erinnerungen verbunden sind und das bis heute eine ihrer liebsten Beschäftigungen mit ihrem Dad geblieben ist.

Diese Mischung aus Atmosphäre, Energie und Spannung macht für sie den Reiz aus. Stadionlichter, komplette Eskalation bei spannenden Spielen und dieses Mitfiebern, bei dem plötzlich alles andere egal wird.

Ein kompletter Gegensatz, der Eishockey für sie so besonders macht. Während Pilates eher Ruhe und Ausgleich bringt, wird bei DEL-Spielen plötzlich jede kleine Situation emotional mitgenommen. Zwei komplett unterschiedliche Welten und trotzdem gehören beide mittlerweile ganz selbstverständlich zu ihrem Alltag dazu.

Aktuelle DEL-Obsession

Von eigenen Geschichten zum Marketing

Schon in der Grundschule wollte Svenja lieber ihre eigenen Geschichten schreiben, anstatt nur zu lesen. Während andere Kinder Bücher ausliehen haben, entstanden bei ihr direkt ganze Welten mit eigenen Charakteren. Vielleicht kommt genau daher auch ihr Interesse an allem Kreativem und Ästhetischem , die Stimmung erzeugen und eine besondere Erinnerungen hinterlassen.

In der Mittelstufe entdeckte sie dann im Wirtschaftsunterricht zum ersten Mal die Welt des Marketings. Während viele andere Schulfächer sie nie wirklich begeistern konnten, blieb genau dieser kreative Teil hängen: Kommunikation, Ideen entwickeln und die Frage, wie Marken oder Menschen eigentlich Wirkung erzeugen. Ein Lehrer erkannte früh, wie sehr Svenja für diesen Bereich brennt, und bestärkte sie darin, diesen Weg weiterzuverfolgen. Rückblickend ein zentraler Schlüsselmoment, der ihren weiteren Weg entscheidend geprägt hat.

Nach ihrem Bachelor (B.Sc.) an der Hochschule Pforzheim in Marketingkommunikation und Werbung führte ihr Weg schließlich weiter nach Offenburg in den DEC-Master der Hochschule Offenburg. Vor allem ihre Neugier motivierte sie dabei, noch tiefer in die Welt des Marketings einzutauchen und herauszufinden, welche Möglichkeiten ihr später offen stehen. Svenja zeigt nicht nur in ihrem Alltag, sondern auch in ihrem Studium und Berufsleben großes Interesse daran, Neues zu lernen, sich weiterzuentwickeln und herauszufinden, was noch in der Zukunft alles möglich ist.

Und was kommt als Nächstes?

Wenn Svenja ihrem jüngeren Ich heute begegnen würde, wäre der wichtigste Satz wahrscheinlich ganz einfach:

Es fügt sich alles

Svenja

Nicht alles sofort zu overthinken, sondern darauf zu vertrauen, dass Dinge ihren Platz finden und dass vieles am Ende doch genau so kommt, wie es kommen soll. Genau diese Einstellung zeichnet ihre Persönlichkeit aus.

Denn obwohl sie schon viele Erinnerungen gesammelt hat, wirkt es gleichzeitig so, als würde für sie gerade erst anfangen. Neue Orte, neue Erfahrungen, neue Möglichkeiten vielleicht genau deshalb, weil sie das Gefühl hat, dass noch so vieles offen steht.

Das möchte dir Svenja unbedingt mitgeben: neugierig bleiben, offen sein für alles, was noch kommt, und nie das Gefühl verlieren, dass noch ganz viel auf einen wartet.

Falls du dabei Hilfe brauchst oder dich mit ihr austauschen möchtest, schreib ihr einfach gerne auf LinkedIn 🙂

Text: Interview mit Svenja Fischer

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„Der Heimweg“ online kaufen. (o. D.). https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1060525300

Dialogmarketing & E-Commerce studieren | Hochschule Offenburg. (2026, 12. Mai). https://www.hs-offenburg.de/studium/master/dialogmarketing-und-e-commerce

Hau, J. (2026, 15. Januar). Wölfe – EHC Freiburg E.V. EHCF. https://ehcf.de/

„Kill Switch – Gefährliche Leidenschaft“ online kaufen. (o. D.). https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1071507009

Sport-Informations-Dienst. (2026, 8. Mai). DEL: Zuschauerrekord im TV und der Arena. Kicker. Abgerufen am 27. Mai 2026, von https://www.kicker.de/del-zuschauerrekorde-im-tv-und-der-arena-1217444/artikel

Wikipedia-Autoren. (2013, 21. November). Brooklyn Nine-Ninehttps://de.wikipedia.org/wiki/Brooklyn_Nine-Nine

Wikipedia-Autoren. (2007, 11. November). Gossip Girlhttps://de.wikipedia.org/wiki/Gossip_Girl

Wikipedia contributors. (2026, 31. Mai). Heated rivalry. Wikipedia. https://en.wikipedia.org/wiki/Heated_Rivalry

Alle Original Aufnahmen sind von Svenja Fischer und von Valeria Giglio auf Canva bearbeitet worden.


Studentenleben

Gipfelglück statt Gedankenkarussell: Wie eine Radtour im Hochgebirge deine mentale Resilienz stärkt

Noch zwei Stunden bis zur Deadline und dein Kopf fühlt sich an wie ein Browser mit 50 offenen Tabs. Die Energie ist im Keller, die Konzentration liegt bei Null. Kennst du dieses Gefühl? Dieser Beitrag zeigt, wie eine Bikepacking-Tour durch die Alpen helfen kann, mentale Stärke aufzubauen und dem Gedankenkarussell zu entkommen.

Wenn der Alltag zu einer kräftezehrenden Steigung wird

Ich kenne dieses Gefühl nur allzu gut. Mein Alltag ist ein ständiger Balanceakt. Als Masterstudent im Bereich Dialogmarketing und E-Commerce an der Hochschule Offenburg bin ich es gewohnt, in Projekten zu denken, Deadlines zu jonglieren und komplexe Zusammenhänge zu analysieren. Gleichzeitig fordert mich meine Tätigkeit als Werkstudent in einem dynamischen Arbeitsumfeld. In beiden Bereichen sind stressige Phasen an der Tagesordnung.

Es sind Situationen, in denen man funktionieren muss, in denen kreative Lösungen gefragt sind und in denen der Druck auch nach Feierabend nicht einfach abfällt. Oft nehme ich die Sorgen und offenen To-dos mit in meine Freizeit, sodass das Gedankenkarussell auch dann nicht anhält, wenn ich eigentlich abschalten möchte.

Doch genau hier liegt der Schlüssel. Mentale Resilienz ist kein Zustand, der einfach da ist. Sie ist wie ein Muskel, der trainiert werden will. Und mein liebstes „Gym“ zum Trainieren? Das ist das Hochgebirge, wenn ich mich mit meinen Bike Buddies auf eine mehrtägige Bikepacking-Tour begebe.


Der Weg ist das Ziel – und manchmal ein harter Brocken

Es mag paradox klingen: Warum solltest du dich in deiner Freizeit, die du eigentlich zur Erholung brauchst, freiwillig körperlich so extrem fordern? Warum die Anstrengung, die Höhenmeter, der Schweiß? Die Antwort klingt im ersten Moment nach einer abgedroschenen Phrase, bei der du wahrscheinlich sofort klischeehaft an die Hippies der 70er Jahre zurückdenkst: Um sich selbst zu finden.

Wenn die Waden brennen und du nur noch deinen eigenen Atem hörst, ist der Kopf plötzlich komplett leer. Kein „Insta-Feed“, keine Notifications – nur du und der Berg. Genau für diesen Tunnelblick haben wir die ikonischsten Pässe in den französischen Alpen bezwungen.

Ein Blick auf die Route verrät, dass wir uns legendären Anstiegen gestellt haben, die man mitunter aus der Tour de France kennt:

Wer schon einmal an einem der unterhalb der Karte genannten Pässe gestanden hat, weiß: Das sind nicht einfach nur Straßen. Das sind gewaltige Herausforderungen! Denn das sind vier der fünf höchsten asphaltierten Alpenpässe.

Wenn du dort unten am Fuße des Berges stehst, wirken die Gipfel unerreichbar. In diesen Momenten der Auffahrt, wenn die Beine brennen und der Sauerstoff knapp wird, kommen sie wieder – diese Gedanken: „Warum tust du dir das eigentlich freiwillig an? Und warum nennst du das dann auch noch Urlaub?“

Es ist der gleiche Moment wie kurz vor einer Deadline oder vor einer wichtigen Präsentation im Studium. Der Zeitpunkt, in dem die Anforderung so groß scheint, dass man am liebsten absteigen würde. Doch wer weiter in die Pedale tritt, wer sich auf den Rhythmus konzentriert – Atmen, Treten, Atmen, Treten – der lernt etwas Essentielles:


Am Gipfel: Perspektivwechsel pur

Das ist ein gängiger Spruch innerhalb der Rad Community. Und während eines 25 Kilometer langen Anstiegs zum Col du Galibier hat man viel Zeit, diesen Satz in aller Gründlichkeit zu „zerdenken“. Wo hört der Hügel auf ein Hügel zu sein und wann ist ein Berg ein Berg?

Vielleicht ist es die dünner werdende Luft oder der rhythmische Klang der Kurbel, der einen in diesen fast philosophischen Zustand versetzt. Aber während die Lungen glühen und die Kurven kein Ende nehmen, verliert die offizielle Definition des „Col“ – also des Passes – an Bedeutung. Irgendwann wird das „Höhenmeter-Fressen“ zur Metapher für den Alltag.

Denn dieses Phänomen, sich in Details zu verlieren, bis das eigentliche Ziel hinter einer Wand aus „Was wäre wenns“ verschwindet, ist uns nicht fremd. Genau wie am Col du Galibier sitzen wir oft in der Bibliothek oder am Schreibtisch und zerdenken uns in den Wahnsinn.

Wie viel Recherche ist gründlich und wann ist sie bloß noch Prokrastination? Wann wird aus der strukturierten Vorbereitung für das Seminar eine endlose Schleife aus Sekundärliteratur, in der man sich rettungslos verläuft? Wir analysieren die Relevanz von Quellen, die Formatierung der Fußnoten und die perfekte Einleitung, während das ursprüngliche Thema – der Berg, den wir bezwingen wollten – hinter dem Nebel der Perfektion verschwindet.

Am Ende sitzen wir da. Die Beine schwer. Der Kopf voll. Aber kein Stück näher am Gipfel. Vielleicht ist die wichtigste Lektion, die wir von einer Radtour für das Studium mitnehmen können, nicht die Ausdauer. Sondern die Entscheidung:

Ein Berg, der unter vielen Challenges noch einmal herausgestochen ist, war der Col de la Bonette. Die Auffahrt ist ein Erlebnis, das sich tief einbrennt: 30 Kilometer lang schraubt man sich bei einer durchschnittlichen Steigung von über sechs Prozent nach oben. Es ist ein langer, zäher Kampf gegen den Berg und gegen den eigenen Willen.

Doch oben angekommen? Da geschieht etwas Magisches. Man wird von einem eisigen Wind begrüßt, der einem das Gesicht kühlt. Der Ausblick lässt einen jede Qual, jede brennende Wade und jeden Zweifel der letzten Stunden sofort vergessen. Die Landschaft ist dort oben so kahl und rau, dass es sich anfühlt, als wäre man auf einem anderen Planeten gelandet.


Nicht immer ist alles Gipfelglück: Der Umgang mit „Regentagen“

Es wäre jedoch unehrlich, nur die sonnigen Gipfelmomente zu beschreiben. Unsere Touren sind auch ein Spiegelbild des Studien- und Arbeitslebens. Es gibt die negativen Phasen. Ein Tag, an dem es stundenlang in Strömen regnet, die Kleidung durchgeweicht ist und der Spaßfaktor gegen Null sinkt. Oder ein technischer Defekt am Fahrrad, der einen mitten am Berg ausbremst und für puren Frust sorgt.

Genau diese Momente sind das eigentliche Training für unsere mentale Resilienz. Wenn das Wetter umschlägt, lässt es sich nicht ändern – wir müssen damit umgehen. Wir können uns über den Regen ärgern, oder wir können schauen, wie wir trotzdem möglichst trocken und sicher an unser Tagesziel kommen. Wenn das Fahrrad streikt, hilft kein Jammern, sondern nur eine Lösungssuche.

Diese Situationen lehren uns: Wir haben selten Kontrolle über die äußeren Umstände – sei es ein unerwartetes Projekt bei der Arbeit oder eine kurzfristige Änderung im Lehrplan an der Hochschule. Wir haben aber volle Kontrolle über unsere Reaktion darauf. Diese Akzeptanz ist ein zentraler Baustein für den Umgang mit Stresssituationen.


Was wir vom Radsport für den Alltag lernen können

Wie überträgt man das „Gipfelglück“ in den stressigen Alltag als Studierende oder Berufstätige? Resilienz durch Bikepacking funktioniert für mich über drei zentrale Säulen:


Fazit: Dein Weg zum Gipfel

Weg zum Gipfel

Resilienz bedeutet nicht, keine Sorgen mehr zu haben. Es bedeutet, Strategien zu haben, um mit ihnen umzugehen und nicht von ihnen überrollt zu werden. Vielleicht ist es bei dir keine Radtour im Hochgebirge, sondern ein langer Spaziergang, eine Yogastunde oder das konzentrierte Arbeiten an einem kreativen Projekt.

Was auch immer dich aus dem Gedankenkarussell holt: Suche es dir aktiv. Denn so wie wir bei der Auffahrt zum Col de la Bonette lernen, dass wir aus eigener Kraft den Gipfel erreichen können, so lernen wir im Alltag, dass wir die Kontrolle über unsere Gedanken behalten können. Am Ende ist es egal, ob wir ein Studium meistern oder einen Alpenpass bezwingen – wir wachsen mit jeder Herausforderung, der wir uns stellen. Und wenn wir dann oben stehen und die Aussicht genießen, wissen wir wieder, weshalb wir die Anstrengungen auf uns genommen haben.

Die Welt ist groß, unsere Sorgen sind meistens kleiner, als sie sich anfühlen. Man muss manchmal einfach den Mut haben, den Berg zu besteigen, um die Aussicht genießen zu können!


Trotz all der geschriebenen Zeilen gilt: Du musst nicht jeden Berg alleine bezwingen. Es ist ein Zeichen von Stärke, sich rechtzeitig Hilfe zu suchen. An der Hochschule Offenburg und in der Region stehen dir professionelle und vertrauliche Anlaufstellen kostenlos zur Seite:

Psychotherapeutische Beratung des Studierendenwerks (SWFR): Psychotherapeutische Beratung in Freiburg : Studierendenwerk Freiburg-Schwarzwald

Zentrale Studienberatung der Hochschule Offenburg: Studienberatung an der HSO | Hochschule Offenburg



Hast du auch eine Leidenschaft, die dir hilft, den Kopf frei zu bekommen? Welche Erlebnisse haben deinen Blick auf Stress und Resilienz verändert? Teile mir gerne deine Gedanken auf LinkedIn mit!

Titelbild – Eigene Aufnahme. Bearbeitet mit Google Gemini.

Abbildung 1 – Eigene Aufnahme. Bearbeitet mit Google Gemini.

Abbildung 2 – Eigene Darstellung. Erstellt mit Canva.

Abbildung 3 – Google Maps. Eigene Darstellung.

Abbildung 4 – Collage. Eigene Aufnahmen.

Fotocarousel – Eigene Aufnahmen.

Video – Eigene Aufnahme.

Abbildung 5 – Eigene Darstellung. Erstellt mit Canva.

Abbildung 6 – Eigene Aufnahmen. Bearbeitet mit Canva.

Abbildung 7 – Eigene Darstellung. Erstellt mit Canva.

Abbildung 8 – Eigene Aufnahme. Bearbeitet mit Google Gemini.

Studentenleben

Quarterlife Crisis? So wird sie zur Quarterlife Chance!

Die Siebträgermaschine gekauft, das ultraleichte Carbonrennrad geleast und der erste Marathon schon fest im Kalender eingeplant. Wir alle kennen diese Klischees zur Quarterlife Crisis. Doch was steckt eigentlich wirklich hinter dem Trendbegriff? Warum diese Phase in deinen Zwanzigern völlig normal ist und vielleicht sogar eine Chance sein kann, deinen ganz eigenen Weg zu finden, erkläre ich dir in diesem Beitrag.

Zwischen Freiheit und Überforderung

Die Quarterlife Crisis beschreibt eine Phase zwischen Anfang 20 und Mitte 30, in der du plötzlich anfängst, dein komplettes Leben zu hinterfragen: Karriere, Beziehungen, Zukunftspläne und generell die Frage, wie du eigentlich leben möchtest. Die Realität dieser Sorgen verdeutlicht eine Studie von smart insights. Laut der Studie, leiden 47 Prozent der Befragten im Alter zwischen 20 und 30 Jahren unter einer Quarterlife Crisis. Dabei handelt es sich nicht um eine kurzzeitige Phase, sondern sie dauert bei gut einem Drittel mehr als zwei Jahre.

Gerade für Student*innen gehören Orientierungslosigkeit, Zweifel und Zukunftsangst oft zum Alltag, sobald das Ende des Studiums immer näher in Sichtweite rückt. Dabei ist dieses Gefühlschaos kein Versagen, sondern vielmehr ein Phänomen unserer Zeit, eine Art emotionales Schlagloch auf dem Weg zum endgültigen Erwachsenwerden. 

Aber warum fühlt sich das Ganze so verdammt schwer an?

Unendliche Möglichkeiten

Einen Master machen oder direkt ins Berufsleben starten? In eine neue Stadt ziehen oder in der Heimat bleiben? Ein Auslandssemester machen oder gleich ganz in ein neues Land ziehen? Unsere Generation hat mehr Möglichkeiten als je zuvor. Doch genau hier kommt das Paradox of Choice ins Spiel: Je mehr Optionen du hast, desto schwieriger fällt es dir, Entscheidungen zu treffen und desto größer wird die Angst, etwas vielleicht noch Besseres zu verpassen. Diese FOMO (Fear of missing out) führt oft dazu, dass du lieber stehen bleibst, anstatt einen Schritt in eine vielleicht auch vermeintliche „falsche“ Richtung zu machen. Diese Blockade kenne ich selbst nur zu gut. Während meines Bachelors war für mich ganz klar, dass ich noch einen Master machen möchte. Doch je näher der Abschluss rückte, desto unsicherer wurde ich. Um mich herum fingen alle an zu arbeiten und ich sollte ernsthaft die Einzige sein, die sich noch mal für anderthalb Jahre in den Hörsaal setzt? Dieser innere Konflikt hat mich so gelähmt, dass ich die endgültige Entscheidung für den Master bis zum Tag des Semesterstarts vor mir hergeschoben habe.

Die Falle des sozialen Vergleichs

Während du noch darüber nachdenkst, ob dein Studium dich wirklich erfüllt, oder ein Umzug wirklich der richtige nächste Schritt ist, scrollst du auf Social Media durch die scheinbar perfekte Welt der anderen. Traumjob, Wohnung, Beziehung und den Masterplan für die nächsten fünf Jahre. Gerade in einer Phase, in der du ohnehin schon viel zweifelst, wird der Blick auf Social Media schnell zum absoluten Endgegner. Statt dich abzulenken, füttern Instagram, TikTok und Co. deine Unsicherheiten. Du siehst 20-Jährige, die über finanzielle Unabhängigkeit sprechen, makellose Feeds und den hundertsten „Ich freue mich, euch mitzuteilen…“-Erfolgspost auf LinkedIn. Dein Kopf vergisst dabei völlig, dass das meiste davon nur eine gut inszenierte Momentaufnahme ist und dass dahinter oft genauso viel Unsicherheit steckt. Dieser ständige Vergleich kann ganz schön am eigenen Selbstbewusstsein nagen.

Dass du mit diesem Gefühlschaos nicht alleine bist, beweist dir die Geschichte von Tobias:

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Mehr Informationen

Der QLC-Quick-Check

  • Hast du das Gefühl, alle kommen im Leben schneller voran als du?
    X
  • Hinterfragst du plötzlich viele deiner Entscheidungen (Studium, Job, Beziehungen, Wohnort)?
    X
  • Hast du Angst, die falschen Entscheidungen zu treffen und damit etwas zu verpassen?
    x
  • Setzt du dich selbst stark unter Druck, jetzt schon den perfekten Lebensplan haben zu müssen?
    X
  • Weißt du manchmal nicht mehr genau, wer du eigentlich bist?
    X
  • Wünschst du dir manchmal einfach einen kompletten Neustart?
    X
  • Erfüllen dich Dinge, die du früher unbedingt wolltest, plötzlich nicht mehr?
    X
  • Hast du das Gefühl, ständig beobachtet oder bewertet zu werden und traust dich deshalb nicht, nochmal einen neuen Weg einzuschlagen?

Du fühlst dich bei mehreren dieser Punkte ertappt? Dann steckst du vielleicht gerade schon mitten in deiner Quarterlife Crisis. Auch wenn dieses Gefühl zunächst unangenehm ist und sich eher nach absolutem Chaos als nach persönlicher Weiterentwicklung anfühlt, ist es genau das: ein Zeichen für inneres Wachstum


Warum der Einbruch eigentlich dein Aufbruch ist

Doch warum sollten ausgerechnet Orientierungslosigkeit, Zweifel und das Gefühl, festzustecken, eine Chance sein? Ganz einfach: Zufriedenheit ist selten der Auslöser für echte Veränderung. Solange alles „ganz okay“ läuft, hinterfragen wir nichts. Erst, wenn wir anfangen zu zweifeln und sich die Dinge nicht mehr richtig anfühlen, kommen wir ins Handeln. 

Die Quarterlife Crisis ist im Grunde nichts anderes als ein lauter Weckruf deines Unterbewusstseins, der dir sagen möchte: „Hey, der Weg, den du gerade gehst, passt vielleicht nicht mehr zu dir.“ 

Wenn man diese Phase so betrachtet, ist die Krise weniger ein Problem, als vielmehr eine Chance, dich neu auszurichten und das auf gleich drei verschiedene Weisen

Lange bevor du angefangen hast, bewusst Entscheidungen zu treffen, haben andere sie für dich getroffen. Welche Werte zählen und wie ein „richtiges“ Leben aussehen sollte. Die Quarterlife Crisis ist der Moment, in dem du vielleicht sogar zum ersten Mal eine ehrliche Bestandsaufnahme deiner Identität machst: Wer bin ich eigentlich und was will ich wirklich? Die Krise muss für dich kein Identitätsverlust sein, sondern die Chance auf einen Identitäts-Reset.

Zweifel fühlen sich nie gut an, aber sie können dich dazu bringen, Dinge zu hinterfragen, die du bisher als gegeben hingenommen hast: Bestimmte Vorstellungen, wie deine Karriere aussehen soll, Leistungsdruck, den du dir selbst machst oder auch gesellschaftliche Erwartungen. Die Krise kann deine Chance sein, bewusst auszumisten und dich von Wegen zu lösen, die sich nicht mehr richtig anfühlen.

Eine der größten Herausforderungen aber gleichzeitig auch Chancen der Quarterlife Crisis, ist es, Unsicherheiten auszuhalten. Wenn du lernst, dass du nicht sofort alle Antworten haben musst aber trotzdem Schritt für Schritt weitergehen kannst, verändert das deinen Umgang mit Ängsten und Zweifeln grundlegend. Diese Fähigkeit, dir in unklaren Phasen selbst zu vertrauen, kann für zukünftige, schwierige Situationen eine richtige Superkraft sein. 


Krise, but make it managable: Meine Tipps

Akzeptanz statt Widerstand: Anstatt mich ständig dafür zu verurteilen, dass ich so viel zweifle, versuche ich mir bewusst zu machen, dass Unsicherheiten ein wichtiger Teil von persönlichem Wachstum sind. Es ist okay, mal planlos zu sein und nicht alles bis ins kleinste Detail durchgeplant zu haben. 

Action over Overthinking: Jede Situation zu überanalysieren, wird dich nicht weiterbringen. Wenn mir das endlose Gedankenkarussell mal wieder zu viel wird versuche ich, bewusst ins Tun zu kommen, weil ich gemerkt habe, dass ich Klarheit oft erst dann finde, wenn ich einfach mal mache.

Bye-bye Vergleichsdruck: Ich versuche aktiv, mich nicht mehr mit anderen und deren Leben zu vergleichen. Jeder Mensch hat andere Ziele und eine andere Geschwindigkeit, diese Ziele zu erreichen. Es gibt keine universelle Timeline fürs Leben. Was mir dabei am meisten geholfen hat? Social-Media-Detox. Mein Tipp: Für den Start einfach mal eine Woche im Monat, alle Social-Apps vom Handy löschen. 

Routinen durchbrechen: Routinen sind gut, können sich manchmal aber auch einengend anfühlen. Wenn du dieses Gefühl hast, kann es helfen, bewusst neue Hobbys auszuprobieren. Ich habe zum Beispiel angefangen Tennis zu spielen. Durch die neue Sportart bewege ich mich nicht nur mehr, sondern bin auch in einem komplett neuen Umfeld, das mir neue Impulse gibt.

Bist du eher der kreative Typ? Dann gefällt dir bestimmt der der Beitrag von Marlene zum Thema Häkeln.

Tausch dich aus: Das war mein wichtigstes Learning. Als ich angefangen habe, mit meinen Freund*innen und Kommiliton*innen offen über meine Zweifel zu sprechen, wurde mir sehr schnell klar: Es geht fast allen so! Jeder hat diese Phasen, in denen er absolut planlos ist, an den eigenen Entscheidungen zweifelt oder riesige Angst vor der Zukunft hat. Zu sehen, dass ich mit diesem Gefühlschaos nicht alleine bin, hat mich wahnsinnig erleichtert. Also, trau dich und tausche dich mit deinem Umfeld aus. 

Step-by-step: Wir müssen nicht sofort für alles die perfekte Lösung haben. Du musst nicht wissen, wo du in 5 Jahren stehst (ich weiß es auch nicht). Es reicht, wenn du dich auf den nächsten Schritt konzentrierst, der direkt vor dir liegt.

Perfekt für deinen nächsten Spaziergang gegen das Overthinking und für weitere Tipps zur Quarterlife Crisis: 

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Dein Takeaway

Die Quarterlife Crisis ist kein Zeichen dafür, dass du bisher falsche Entscheidungen getroffen hast, sondern ein Zeichen dafür, dass du dich weiterentwickelst! Es ist völlig okay, gerade noch mitten im Prozess zu stecken und bei der nächsten Familienfeier keine Antwort auf die Frage zu haben, wie es als Nächstes bei dir weiter geht. Manchmal musst du einfach aufhören zu grübeln und anfangen zu machen. Ich bin jedenfalls unglaublich froh, dass ich vor drei Monaten auf mein Bauchgefühl gehört und den Master gestartet habe, anstatt wie alle anderen in meinem Umfeld direkt ins Berufsleben einzusteigen. Such dir nicht den perfekten Plan für die nächsten zehn Jahre, sondern such dir einfach den nächsten kleinen Schritt für heute!

Wie meine Kommilitonin Suvi ihre ganz persönliche Quarterlife Crisis gemeistert und durch den DEC-Master an der Hochschule Offenburg eine neue Richtung für sich gefunden hat, erfährst du hier.


Wichtiger Hinweis

Wenn dich die Krise im Alltag sehr einnimmt und die Orientierungslosigkeit zu einer dauerhaften psychischen Belastung wird, musst du da nicht allein durch. Hier findest du professionelle Unterstützung und Anlaufstellen, die dir in dieser Phase zur Seite stehen können.


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Studium

Zwischen Hörsaal und Hauptbahnhof: Lohnt sich der DEC Master als Pendlerin?

Zugverspätungen am Morgen, spontane Planänderungen zwischen zwei Vorlesungen und trotzdem mitten im Masterleben: Genau das bedeutet für mich der Alltag im DEC Master in Offenburg. Vor dem Studienstart habe ich mich oft gefragt, ob ein Masterstudium als Pendlerin wirklich machbar ist – oder ob der ständige Wechsel zwischen Hörsaal und Bahn irgendwann zu viel wird. Heute weiß ich: Es ist herausfordernd, manchmal chaotisch, aber definitiv möglich. In diesem Beitrag nehme ich euch mit in meinen Studienalltag, teile ehrliche Erfahrungen aus dem Pendlerleben und erzähle, was ich rückblickend gerne schon vor dem Start gewusst hätte.


Wie ich mich für den DEC Master entschieden habe

Nach meinem Bachelor in Pforzheim habe ich mich für verschiedene Masterstudiengänge in ganz Deutschland beworben, unter anderem in Köln, Düsseldorf und Offenburg. Vor meiner Entscheidung habe ich mich außerdem mit einer Freundin ausgetauscht, die den DEC Master bereits absolviert hatte. Besonders die praxisnahen Inhalte, die flexible Studienstruktur und der Austausch im Studiengang haben mich überzeugt.

Dadurch konnte ich mir das Studium viel besser vorstellen und Offenburg wurde für mich immer interessanter. Als dann schließlich die Zusage kam, wusste ich relativ schnell, dass ich den Master dort machen möchte. Vor allem der Fokus auf E-Commerce und digitale Themen hat für mich perfekt gepasst, weil digitale Geschäftsmodelle und Onlinehandel heute einfach immer wichtiger werden.

Die eigentliche Frage war eher: Ziehe ich nach Offenburg oder bleibe ich in Pforzheim wohnen? Zu diesem Zeitpunkt war ich nämlich gerade erst mit Freunden in eine neue WG gezogen. Ein Umzug kam für mich deshalb ehrlich gesagt nicht wirklich infrage. Da ich aber wusste, dass die Vorlesungen meistens nur an zwei Tagen pro Woche stattfinden, war für mich schnell klar: Ich werde pendeln!


Was steckt hinter dem DEC Master?

DEC steht für „Dialogmarketing und E-Commerce“ und verbindet Themen rund um Marketing, Kundenansprache und digitalen Handel.
Im Bereich Dialogmarketing lernt man unter anderem, wie Unternehmen Kund:innen über verschiedene Kanäle hinweg ansprechen und langfristige Kundenbeziehungen aufbauen. Themen wie Multi-Channel-Marketing und Customer-Relationship-Management spielen dabei eine wichtige Rolle.
Der Bereich E-Commerce beschäftigt sich stärker mit digitalen Geschäftsmodellen, User Experience und den Prozessen hinter dem Onlinehandel. Dabei spielen auch Themen wie Logistik, Ethik und Nachhaltigkeit eine Rolle.


Was macht den DEC Master besonders?

Was mir direkt aufgefallen ist: Der Master ist deutlich praxisorientierter aufgebaut als mein Bachelorstudium. Viele Inhalte werden nicht nur theoretisch behandelt, sondern direkt in Gruppenarbeiten, Projekten oder Präsentationen angewendet. Dadurch arbeitet man automatisch viel mit anderen Studierenden zusammen, was den Austausch im Studienalltag deutlich stärker macht.

Gerade dieser Praxisbezug hat mir persönlich sehr gefallen, weil man viele Inhalte nicht nur „lernt“, sondern direkt anwendet. Außerdem merkt man schnell, dass viele Studierende ähnliche Interessen und berufliche Ziele haben, wodurch eine angenehme und motivierte Atmosphäre entsteht.


Der Vorlesungsalltag im Master

Einer der größten Unterschiede zu meinem Bachelor war für mich definitiv die Studienstruktur. Da die Vorlesungen meistens nur an zwei Tagen pro Woche stattfinden, ließ sich das Studium für mich deutlich flexibler planen – gerade auch als Pendlerin. Wie der Studienalltag im DEC Master tatsächlich aussieht, lässt sich oft nur schwer über Modulbeschreibungen erklären. Deshalb hier die wichtigsten Infos und Erfahrungen aus meinem Alltag im Studium auf einen Blick:

Natürlich bringen Gruppenarbeiten auch Herausforderungen mit sich. Gerade wenn viele neben dem Studium arbeiten oder andere Verpflichtungen haben, kann es manchmal schwierig sein, gemeinsame Termine zu finden. Trotzdem gehört genau diese Zusammenarbeit für mich auch zu den Dingen, die den Masteralltag realistischer machen.


Die Realität als Pendlerin

Nur zweimal pro Woche pendeln“ klingt erstmal relativ entspannt. Im Alltag sieht das Ganze manchmal aber etwas anders aus. Gerade die Deutsche Bahn hat meinen Studienalltag definitiv öfter beeinflusst, als mir lieb gewesen wäre. Verspätungen oder spontane Zugausfälle gehören leider manchmal dazu und vor allem morgens kann das schnell stressig werden, wenn man pünktlich zur Vorlesung kommen möchte. Es gab auch Tage, an denen ich spontan mit dem Auto fahren musste, weil die Bahn gar nicht gefahren ist oder die Verbindungen so unzuverlässig waren, dass ich sonst zu spät gekommen wäre.

Besonders am Anfang fand ich das teilweise anstrengender als gedacht. Man muss definitiv lernen, flexibler zu werden und Alternativen einzuplanen. Mit der Zeit habe ich aber gemerkt, dass man sich schnell gewisse Routinen aneignet und den Alltag dadurch deutlich besser organisieren kann. Trotzdem hatte das Pendeln für mich nicht nur Nachteile.

Für die Planung meiner Verbindungen nutze ich meistens die DB Navigator App der Deutschen Bahn, da man dort Verspätungen oder Ausfälle oft frühzeitig sieht.


Wie ich die Zeit im Zug nutze

Die Zugfahrten zwischen Pforzheim und Offenburg sind zwar oft ziemlich lang, aber mittlerweile nutze ich die Zeit bewusst für Uni, Organisation oder einfach mal zum Abschalten.


Was ich vor dem Studienstart gerne gewusst hätte

Rückblickend gibt es einige Dinge, die ich vor dem Start des Masters gerne schon gewusst hätte. Als Pendlerin machen kleine organisatorische Dinge im Alltag oft einen größeren Unterschied, als man am Anfang denkt.

Es gibt mehrere Standorte und Gebäude

Am Anfang war ich ehrlich gesagt etwas verwirrt wegen der verschiedenen Standorte. Im Alltag ist das aber deutlich entspannter, als es erstmal klingt. Meistens finden die Vorlesungen eines Tages am gleichen Standort statt, sodass man nicht ständig zwischen den Campussen wechseln muss. Der Campus in Offenburg besteht außerdem aus mehreren Gebäuden. Nach den ersten Wochen findet man sich dort aber eigentlich ziemlich schnell zurecht. Falls ihr euch vorab schon etwas orientieren möchtet, gibt es im Honey Newsroom auch einen Campus Guide zur Hochschule Offenburg.

Vom Bahnhof zum Campus

Die Anbindung zum Campus in Offenburg fand ich persönlich sehr entspannt, da man vom Bahnhof aus relativ schnell dort ist.

Nach Gengenbach dauert die Fahrt etwas länger und besonders zum Bildungscampus braucht man nochmal zusätzliche Zeit. Zum Kloster kann man vom Bahnhof aus gut laufen, während zum Bildungscampus ein Fahrrad oder Bus teilweise praktischer ist.

Wenn ein Bus mal ausfällt oder man wegen einer Verspätung knapp dran ist, können die Leihräder echt hilfreich sein. Sowohl am Bahnhof in Offenburg als auch in Gengenbach gibt es die Möglichkeit, Fahrräder auszuleihen. Damit ist man oft innerhalb weniger Minuten am jeweiligen Campus. Dafür benötigt man lediglich die passende App.

Parksituation

Die Parksituation am Bildungscampus in Gengenbach und am Campus in Offenburg fand ich insgesamt sehr entspannt, da man dort kostenlos parken kann. Am Kloster sieht das etwas anders aus: Dort kostet das Parken aktuell ca. 10 € pro Tag. Zwar gibt es beispielsweise in der Einachstraße oder am Otto-Ernst-Sutter-Weg vereinzelt kostenlose Parkmöglichkeiten, dort braucht man allerdings oft etwas Glück.
Das Parkticket kann man dort aber ganz unkompliziert über eine App buchen, wodurch man nicht jedes Mal extra zum Automaten laufen muss.

Würde ich nochmal pendeln?

Rückblickend würde ich mich definitiv wieder für den DEC Master entscheiden und wahrscheinlich auch wieder pendeln.

Natürlich gab es stressige Tage, spontane Zugausfälle oder Situationen, in denen ich mir gewünscht hätte, näher an der Hochschule zu wohnen. Trotzdem hatte das Pendeln für mich insgesamt deutlich mehr Vorteile als Nachteile. Gerade durch die flexible Studienstruktur, die wenigen Präsenztage pro Woche und den praxisnahen Aufbau ließ sich das Studium für mich sehr gut mit meinem Alltag kombinieren.

Würde ich allerdings für einen kompletten Bachelor pendeln? Wahrscheinlich eher nicht. Für einen Master mit überschaubarer Studiendauer und flexibler Struktur finde ich das Pendeln dagegen absolut machbar.

Falls ihr euch grundsätzlich fragt, welche Eigenschaften oder Skills im DEC Master hilfreich sind, kann ich euch außerdem den Beitrag „How to DEC: Auf diese Skills kommt es wirklich an!“ aus dem Honey Newsroom empfehlen.
Wenn ihr ansonsten noch Fragen zum Studienalltag, Pendeln oder generell zum DEC Master habt, könnt ihr mir auch gerne auf Instagram schreiben 🙂

Bildquellen
  • eigene Aufnahmen
  • KI-generierte Bilder mit ChatGPT

Studentenleben

Dein Guide für einen unvergesslichen Tag in Straßburg

Straßburg, nur einen Katzensprung entfernt, bietet eine faszinierende Mischung aus deutscher und französischer Kultur und Geschichte. Als jemand, der dort sein Auslandssemester absolviert hat, teile ich Insider-Tipps und persönliche Empfehlungen, die deinen Besuch unvergesslich machen. Von beeindruckenden Sehenswürdigkeiten über kulinarische Genüsse, bis hin zu Bars und Clubs – dieser Guide zeigt dir, wie du das Beste aus deinem Trip herausholst. Lass dich inspirieren und mach dich bereit für einen ganz besonderen Tagesausflug!

Am Morgen: Anreise nach Straßburg

🚅 Mit dem Zug: Beginne deinen Tag am besten am Morgen, um das Maximum aus deinem Ausflug herauszuholen. Die bequemste und umweltfreundlichste Art, um nach Straßburg zu gelangen, ist der Zug. Von Offenburg aus gibt es regelmäßige Verbindungen, die dich in nur etwa 30 Minuten ins Herz der Stadt bringen. So kannst du direkt im Stadtzentrum starten und dich ins Abenteuer stürzen.

🚍 Mit dem Bus: Wenn du aus einer anderen Richtung kommst, könnte auch eine Busverbindung, zum Beispiel mit FlixBus, die bessere Option sein. Günstig, bequem und ideal, um vielleicht schon auf der Fahrt neue Leute kennenzulernen.

🚘 Mit dem Auto: Eine Anreise mit dem Auto empfehle ich nur, wenn du vorhast, viel einzukaufen oder es keine gute ÖPNV-Anbindung gibt. Denn Parken im Zentrum kann teuer sein und der Verkehr ist hier chaotischer als in Deutschland.

Vormittag: Historische Altstadt

⛪️ Straßburger Münster

Starte deinen Tag mit einem Besuch des Straßburger Münsters. Das gotische Münster ist eine der größten der Welt und ein absolutes Highlight. Bewundere die beeindruckende Architektur und wenn du dich sportlich betätigen möchtest, besteige die 330 Stufen bis zur Plattform für einen atemberaubenden Blick über die Stadt.

🥐 Patisserie-Frühstück

Nach den vielen Treppenstufen hast du dir ein leckeres Frühstück verdient. Gleich um die Ecke vom Münster liegt die Pâtisserie Naegel, wo du die feinsten französischen Backwaren wie Croissants und Quiche findest. Meine Favoriten sind die süßen Eclairs (siehe drittes Bild). Die zentrale Lage und die erstklassige Qualität schlagen sich allerdings im Preis nieder.

Wenn du ein Fahrrad dabei hast oder dir eins leihst, empfehle ich dir einen kurzen Abstecher zur Boulangerie Pâtisserie Rémy BATT in Neudorf. Mit dem Fahrrad bist du in nur 10 Minuten dort und kannst ebenfalls köstliche Backwaren genießen – und das zu günstigeren Preisen.

Dein Frühstück kannst du dir dann entweder direkt auf dem Place de la Cathédrale vor dem Münster schmecken lassen oder bei schönem Wetter an einem der vielen Flussufer in der Stadt genießen.

🇫🇷 La Petite France

Nach der Stärkung kannst du gemütlich durch das historische Viertel La Petite France bummeln. Dieses malerische Viertel mit seinen Fachwerkhäusern, engen Gassen und Wasserkanälen ist wie aus einem Märchenbuch. Hier kannst du wunderschöne Fotos für Social-Media schießen, die deine Freunde begeistern werden!

Mittag: Besuch des Europaparlaments

🇪🇺 Europaparlament

Der Besuch des Europaparlaments ist für Studierende kostenlos – also vergiss deinen Studierendenausweis nicht! Das Europaparlament ist nicht nur das Herzstück der europäischen Demokratie, sondern auch ein Ort, an dem wichtige Entscheidungen für über 500 Millionen Menschen getroffen werden. Hier kannst du die beeindruckende Architektur des Louise-Weiss-Gebäudes bewundern und den Plenarsaal besuchen, in dem politische Debatten geführt werden. Die einstündige Führung bietet dir die einmalige Gelegenheit, die Arbeit der Abgeordneten aus nächster Nähe zu erleben und zu verstehen, wie europäische Politik gestaltet wird. Ein absolutes Muss für alle, die sich für Politik und internationale Beziehungen interessieren!

🌞 Parc de l’Orangerie

Nach dem Besuch des Europaparlaments kannst du im Parc de l’Orangerie entspannen. Mache einen gemütlichen Spaziergang durch den ältesten Park der Stadt, besuche den kleinen Zoo oder mache ein Picknick am See. Der Park bietet viel Grün und ist ein perfekter Ort, um die Seele baumeln zu lassen.

🥪 Lunch-Optionen

Wenn der Hunger ruft, hast du mehrere Optionen. Genieße einen typisch elsässischen Flammkuchen bei Flam’s. Hier stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis vor allem, wenn du die Flatrate-Variante (All-you-can-eat) für 18,90 € bestellst.

Falls du Lust auf Italienisch, insbesondere Focaccia hast, probiere die italienischen Spezialitäten bei Abbiocco Focaccia aus.

Beide Restaurants liegen nicht weit vom Park entfernt und bieten leckere Gerichte zu Student*innen freundlichen Preisen.

Nachmittag: Shopping & Lebensmitteleinkäufe

Am Nachmittag stehen Shoppen und Lebensmitteleinkäufe auf dem Programm.

🛍️ Shopping

Bei gutem Wetter kannst du in der Grand’Rue und den umliegenden Straßen im Stadtkern hervorragend shoppen. Die Grand’Rue ist die Haupteinkaufsstraße der Stadt und bietet zahlreiche Boutiquen. Wenn du ein Fan französischer Luxusmarken bist, ist die Galeries Lafayette genau der richtige Ort für dich.

Sollte das Wetter ungemütlich sein, empfiehlt sich die nahegelegene Rivetoile Mall zum Shoppen. Hier findest du eine große Auswahl an unterschiedlichen Marken, Restaurants und einen großen Supermarkt (E.Leclerc).

🛒 Lebensmitteleinkäufe

Lebensmitteleinkäufe in Frankreich sind eine spannende Abwechslung zu denen in Deutschland und definitiv eine Erfahrung wert. Das Sortiment unterscheidet sich deutlich, oft gibt es Fischtheken, Käsetheken und Metzgereien mit typisch französischen Produkten. Allerdings kann der Einkauf in Frankreich spürbar teurer sein, vor allem bei Obst und Gemüse. Die bekanntesten Supermärkte in Frankreich sind L’eclerc, Auchan, Carrefour und Super U – alle sind auch in Straßburg vertreten.

Spätnachmittag: Weihnachtsmarkt (Saisonabhängig)

🎄 Weihnachtsmarkt

Straßburg, auch bekannt als Weihnachtshauptstadt, hat einer der ältesten Weihnachtsmärkte in Frankreich. Jedes Jahr wird ein beeindruckender, dreißig Meter hoher Weihnachtsbaum auf dem Place Kléber aufgestellt und mit bunten Ornamenten, sowie bunten Lichtern geschmückt. Dieser Baum ist der höchste geschmückte Weihnachtsbaum in Europa. Das Zentrum der Weihnachtshauptstadt wird jedes Jahr wundervoll geschmückt und erleuchtet in festlichem Glanz. Du kannst hier, ähnlich wie in Deutschland, heißen Glühwein und verschiedene herzhafte und süße Leckereien speisen.

Abends: Dinner & Nachtleben

🍕 Dinner-Spots

Um das kulinarische Erlebnis so richtig auszureizen, solltest du dir dein Abendessen in Straßburg nicht engehen lassen.

  • ASIATISCH: Die East Canteen gibt es gleich zweimal und ist besonders bei jungen Leuten im Trend. Es werden verschiedenen asiatische Spezialitäten, serviert. Die Portionen sind nicht die größten, dafür sehr fein und preiswert.

  • INTERNATIONALE KÜCHE: Das Ambiente der Caupona Taverne ist rustikal-elegant und bietet eine vielfältige Auswahl an Speisen für jeden Geschmack. Freue dich auf einen Mix aus Burgern, Tatar, Flammkuchen und vielen weiteren köstlichen Leckereien.

  • INDISCH: Da die indische Küche zu meinen Favoriten gehört, habe ich mehrere Inder in Straßburg getestet. Dabei bin ich auf das Cinnamon Restaurant gestoßen, hier kannst du Gewürzreiche Köstlichkeiten genießen. Knoblauch-Naan als Beilage und ein Mango Lassi Getränk gehören bei mir zu jeder Bestellung.

  • BURGER: Lust auf Fastfood? Dann schau mal bei PNY in der Grand’Rue vorbei. It’s the place to be für Burger-Liebhaber und hat ein typisch amerikanisches Interieur.

🕺🏻 Nightlife

Nach dem Abendessen kannst du das Nachtleben von Straßburg erkunden:

  • BAR: Der Name der Bar Delirium Café irritiert etwas, denn hier gibt es primär alkoholische Getränke, vor allem eine beeindruckende Auswahl an Biersorten. Außerdem bietet die Bar jungen Leuten eine entspannte Atmosphäre und eine lebendige Studi-Szene. Regelmäßig finden hier Events statt, die oft auf Social Media geteilt werden, sodass du immer auf dem Laufenden bleibst. Zudem kannst du hier live Fußballspiele verfolgen und gemeinsam mit anderen Fans mitfiebern.

  • BOWLING & BILLARD: Wenn du und deine Freunde Lust auf einen Bowling- oder Billard-Abend habt, ist das Glaces Franchi Orangerie genau das Richtige für euch. Vor Ort gibt es zudem eine Bar und ein Bistro, sodass für das leibliche Wohl bestens gesorgt ist.

  • LATINO-PARTY-BOOT: Wenn du mehr Lust auf Party hast und dir spanische Musik (Reggaeton) gefällt, dann solltest du unbedingt das Barco Latino besuchen. Es ist ein Boots-Club, ideal für Salsa, Bachata-Fans und bietet eine tolle Partystimmung. Hier trifft man auch internationale Studis, vor allem aus Spanien und Südamerika.

  • NIGHTCLUB: Der Live Club La Salamandre ist für Fans von Hip-Hop, Rap und R&B gemacht. Die klassische Diskothek, ähnlich wie man sie aus Deutschland kennt, lädt dazu ein, die ganze Nacht durchzutanzen.

Mein Resümee

Straßburg ist eine Stadt voller Charme und Möglichkeiten, die sich perfekt für einen Tagesausflug eignet. Ob Sightseeing, Shopping, Essen oder Nachtleben – hier ist für jede*n etwas dabei. Also schnapp dir deine Freunde und mach dich auf den Weg zu einem unvergesslichen Tag in Straßburg!

Viel Spaß und Bon Voyage! 🇫🇷

Bildquelle
  • Titelbild: ChatGPT-4o – erstellt durch den Autor
  • Straßburger Münster Bild: ChatGPT-4o – erstellt durch den Autor
  • 3x Bilder Patisserie-Frühstück: ChatGPT-4o – erstellt durch den Autor
  • 3x Bilder La Petite France: ChatGPT-4o – erstellt durch den Autor
  • Europaparlament-Bild: ChatGPT-4o – erstellt durch den Autor
  • Weihnachtsmarkt Bild: ChatGPT-4o – erstellt durch den Autor
  • 2x Bilder Parc de l’Orangerie: Unsplash – Bild eins erstellt von @NickNomi und Bild zwei von @Stephane Moebs

Stand: 16.06.2024

Studium

Research Rabbit: Bring deine Literaturrecherche mit diesem KI-Tool auf das nächste Level!

Was haben das KI-Tool „Research Rabbit“ und Lewis Carrolls Erzählung „Alice in Wonderland“ gemeinsam? Alice folgt im Traum einem weißen Kaninchen und fällt durch dessen Bau in ein unterirdisches Wunderland. Inspiriert durch das Märchen, entschieden sich die drei aus Seattle stammenden Entwickler für den Namen „Research Rabbit“. Genauso wie man in die Tiefen der Literaturrecherche gelangen kann, navigiert man auf der Benutzerplattform immer weiter durch sein eigenes „Rabbit Hole“. Willst du auch ein Research Rabbit sein?

Was kann Research Rabbit?

Research-Rabbit ist ein vollständig kostenloses KI-Tool für Literaturrecherche, welches seit dem Jahr 2021 den Nutzern zur Verfügung steht. Lediglich die Erstellung eines eigenen Accounts ist notwendig.

Zentrale Nutzenaspekte

Im Vergleich zu anderen Literaturrecherche-Plattformen verlierst du dich nicht zwischen mehreren Datenbanken und unzähligen Tabs, sondern kannst einfach die Suchfunktion der Research Rabbit-Plattform nutzen und eine oder mehrere „Collections“ deiner relevanten Literaturergebnisse erstellen.

Das Tool eignet sich hervorragend für Team- oder Forschungsprojekte. Eine „Collection“ aus mehreren Papers kann ganz einfach geteilt und gemeinsam im Team bearbeitet werden. Abgesehen von der Entdeckung von Papers eignet sich das Tool zudem besonders zur Entdeckung von relevanten Personen in dem jeweiligen Recherchegebiet. Damit ist es für Studierende möglich, besonders relevante Personen für die Studienarbeit, schnell zu entdecken. Forschende können Research Rabbit nutzen, um andere Forschungsnetzwerke weltweit für das eigene Gebiet vereinfacht zu ergründen. Damit ist es nicht nur für Studierende gedacht, sondern auch für alle, die Forschungsarbeit betreiben.

Die zentralen Nutzenaspekte

Research Rabbit als „Spotify für Papers“

Die Entwickler bezeichnen Research Rabbit auch als „Spotify für Papers“. Der Empfehlungsmechanismus von Research Rabbit funktioniert ähnlich wie die Empfehlung neuer Songs auf Spotify. Hierbei unterscheidet man zwischen der durch Algorithmen vorgenommenen Personalisierung (implizit), und deiner aktiv selbst gesteuerten Personalisierung (explizit).

Genauso wie du auf Spotify Playlists nach deinen Vorlieben erstellen kannst, erstellst du auf Research Rabbit deine eigenen „Collections“ aus Papers. Dies bezeichnet man auch als explizite Personalisierung. Basierend auf diesen Inhalten empfiehlt dir das KI-Tool entsprechende wissenschaftliche Publikationen, die für dich relevant sein könnten.

Die implizite Personalisierung basiert auf deinem bisherigen Nutzerverhalten. Anhand vorangegangener Interaktionen stellt der Algorithmus fest, welche Inhalte du bevorzugst. Auf Spotify sind das unter anderem Künstlerinnen und Künstler, deren Songs du häufig angehört hast, wobei auf Research Rabbit beispielsweise gestellte Suchanfragen, oder Papers ähnlicher Inhalte, die du gelesen hast.

Basierend auf diesem nutzerspezifischen Verhalten empfiehlt dir das KI-Tool entsprechende Inhalte für dein Recherche-Gebiet.

Suche auf Research Rabbit nach jeglichen Publikationen

Ohne unzählige Datenbanken und Tabs zu öffnen, kannst du alleine die Suchfunktion von Research Rabbit nutzen und direkt entsprechende Papers einer „Collection“ hinzufügen.

Die Literaturrecherche in Research Rabbit: Hinzufügen einer Publikation

Ein Blick auf die Benutzeroberfläche

Einige Publikationen können auf der Plattform direkt als PDF heruntergeladen werden. Ansonsten klickst du auf den Titel und gelangst damit auf eine andere Website, auf welcher du dich meistens mit der Hochschul-Mailadresse einloggen kannst und somit Zugriff bekommst. Die Mehrheit der Papers ist lediglich durch entsprechende Hochschul-Berechtigung zugänglich.

Zu jedem Paper kann auch der „Abstract“ eingeblendet werden, sodass man schnell einen Überblick bekommt, um was es in den verschiedenen Papers in der „Collection“ geht. In einer Übersicht verkürzt sich damit auch der Entscheidungsprozess, welche Publikationen du tatsächlich in deine eigene Arbeit aufnehmen möchtest.

Die Benutzeroberfläche von Research Rabbit

Sobald mindestens ein Paper in einer „Collection“ hinzugefügt ist, beginnt der Algorithmus von Research Rabbit mit der Generierung von Empfehlungen. Diese Empfehlungen können auf zwei Arten erkundet werden: Einerseits über die Kategorie „Explore Papers“ und des Weiteren über die Kategorie „Explore People“.

  • Explore Papers: Hier kann eine Recherche-Auswahl für ähnliche Arbeiten („Similar Work“), Referenzen („All References“), oder Zitationen („All Citations“), getroffen werden. Für das Generieren entsprechender Empfehlungen kann dabei entweder ein Paper spezifisch ausgewählt werden, oder es werden Empfehlungen auf Basis von allen hinzugefügten Papers in der entsprechenden „Collection“ ausgespielt.
  • Explore People: Durch das Anklicken der Auswahl „These Authors“ werden weitere Publikationen von Autorinnen und Autoren aus der angelegten „Collection“ empfohlen. Durch das Anklicken der Auswahl „Suggested Authors“ zeigt das KI-Tool eine Liste an weiteren empfehlenswerten Verfasserinnen und Verfassern auf, die für das entsprechende Recherchegebiet relevante Publikationen veröffentlicht haben.

Visualisierte Paper-Verbindungen

Netzwerk-Ansicht

Ein besonderer Nutzenfaktor von Research Rabbit ist die netzwerkartige Visualisierung der Verbindungen zwischen den Papers. Grüne Knoten repräsentieren Publikationen, die sich bereits in deiner „Collection“ befinden, und blaue Knoten alle Publikationen, die noch nicht zur „Collection“ hinzugefügt wurden. Je dunkler der Farbton, desto aktueller ist die Veröffentlichung. Alle Knoten ohne eine Vernetzung stehen noch in keiner Beziehung zu anderen Publikationen. Dies bedeutet, dass die Werke, in den anderen empfohlenen Publikationen aus der Liste, noch nicht als Referenz genannt, oder als Quelle zitiert wurden.

Es ist außerdem auch möglich die empfohlenen Publikationen in der „Timeline-Ansicht“ zu sehen. In dieser Ansicht siehst du sofort welche Publikationen die höchste Aktualität haben und eventuell erst neu veröffentlicht wurden.

Timeline-Ansicht

Hier sind die grünen Knoten wieder alle Publikationen, die schon in der eigenen „Collection“ vorhanden sind, wobei die blauen Knoten alle Empfehlungen für die zu Beginn getroffene Auswahl „Similar Work“ darstellen. Dieselben Visualisierungsmöglichkeiten sind auch für die entsprechend auswählbaren Kategorien „All References“ und „All Citations“ möglich. Die Liste an Empfehlungen basiert entsprechend auf allen Referenzen in Bezug zur „Collection“ oder allen Zitationen, die in den Papers aus der vorhandenen „Collection“ vorkommen.

Visualisierte Personen-Netzwerke

Research Rabbit ermöglicht zudem die Ergründung der Verbindung zwischen Autorinnen und Autoren untereinander. Ist eine Vernetzung zwischen den genannten Personen in der Map zu sehen, so kann davon ausgegangen werden, dass mindestens eine gegenseitige Zitation oder Referenz-Nennung vorhanden ist.

Die Autoren-Map

Je stärker die graue Linie, desto öfter ist zwischen den Autorinnen und Autoren eine Beziehung im Sinne von Zitationen oder Referenzen vorgekommen. In der Abbildung links scheint die Person „Ana Paiva“ im Bereich der „Suggested Authors“ sehr relevant zu sein. Unter ihrem Namen, in der Empfehlungsliste, ist zu sehen, dass sie laut Research Rabbit 552 Publikationen hat und 8028 mal zitiert wurde. Außerdem ist ihre Tätigkeit mit der „University of Lisbon“ in Verbindung zu bringen.

Bei näherem Interesse für solch eine möglicherweise sehr einflussreiche Autorin im Recherchegebiet, kann auf den Namen der Person in der Map geklickt werden. Anschließend wird dir auf der Benutzeroberfläche eine Auswahl zwischen „Published Work“ oder „Collaborators“ angezeigt. Durch das Anklicken von beispielsweise „Published Work“ blendet dir das KI-Tool alle entsprechenden Publikationen von „Ana Paiva“ ein.

Auf diese Weise kannst du dich nach Interesse durch ein unendliches „Rabbit Hole“ durchklicken. Der theoretisch unendliche Workflow kann durch eine Scroll-Funktion von Anfang bis Ende und umgekehrt rückverfolgt werden.

Der Aufbau einer „Collection“ im Team

Eine „Collection“ kann als ein temporärer Link oder permanent mit Dritten geteilt werden. Hier müssen lediglich entsprechende Mail-Adressen eingetragen werden und die Erlaubnis für „Can Add Papers“ oder „Read-Only“ vermerkt werden.

Die Funktion „Read-Only“ eignet sich zum Beispiel besonders gut für Lehrpersonen, welche empfehlenswerte Literatur mit Studenten teilen wollen und die „Collection“ selbst zusammenstellen. Die Funktion „Can Add Papers“ eignet sich für die gemeinsame Projektarbeit, sodass jeder dieselben Bearbeitungsmöglichkeiten auf der Plattform hat.

Subjektive Relevanz einer Publikation einstufen

Alle Papers können mit einer kleinen Notiz versehen werden, sodass deine Projektbeteiligten wichtige Informationen mitbekommen. So kannst du eine Einschätzung für die subjektive Relevanz des Papers hinterlassen oder zum Beispiel „schon gelesen!“ notieren.

Das Veröffentlichungsdatum eines Papers ist neben dem entsprechenden Titel zu sehen. Folglich kann ein erster Eindruck für die Aktualität der Publikation gewonnen werden. Unter dem Veröffentlichungsdatum steht zudem die Anzahl, wie oft diese Publikation schon in anderen Werken zitiert wurde. Dies könnte ein Indiz für die Relevanz und den Einfluss der jeweiligen wissenschaftlichen Publikation in dem entsprechenden Recherchegebiet sein.

Kritikpunkte und finale Empfehlungen

Wie jedes Tool ist auch Research Rabbit nicht ganz makellos. Im Folgenden sind deshalb einige Kritikpunkte aufgeführt:

Die Kritikpunkte

Eine Priorisierungs-Funktion der Papers gibt es noch nicht, wobei man auch nicht symbolisch oder farblich „schon gelesen“ markieren kann. Diese Aspekte sind für die Benutzeroberfläche noch ausbaufähig.

Außerdem kann ein spezifischer Pfad, bei dem du dich durchgeklickt hast, nicht gespeichert werden. Deswegen ist es besonders wichtig, alle Publikationen, die du als relevant erachtest, auch ohne zu Zögern in eine „Collection“ aufzunehmen.

Da der Algorithmus erst durch den Input mehrerer Papers die besten Empfehlungen generieren kann, ist es für den Beginn der Recherche sehr sinnvoll andere Suchmasken oder die herkömmlichen Bibliothekskataloge zu nutzen. Ein Input von etwa fünf bis zehn relevanten wissenschaftlichen Publikationen steigert die Qualität der Empfehlungen schon entscheidend.

Da die Empfehlungen auf nutzerspezifischem Verhalten basieren, ist stets die Gefahr der Entstehung einer „Filterblase“ zu berücksichtigen. Während es bei Spotify bedeutet, dass immer wieder die gleichen Künstlerinnen und Künstler empfohlen werden und möglicherweise neue Genres oder Künstler verpasst werden, kann dies bei einem KI-Tool wie Research Rabbit dazu führen, dass die wissenschaftliche Recherche einseitig wird. Dies kann sich negativ auf die Studienarbeit auswirken. Um dieser Gefahr entgegenzuwirken ist beispielsweise ein regelmäßiger Austausch mit einer Mentorin oder einem Mentor sehr wertvoll, sodass neue Perspektiven eingenommen werden können.

Meine Nutzungserfahrung mit dem KI-Tool im Rückblick

Ich empfand es als größten Vorteil, dass ich zum ersten Mal nicht mehrere Datenbanken separat durchsuchen musste. Stattdessen konnte ich viele Publikationen direkt als PDF herunterladen, oder durch maximal einen Klick auf den Titel, zur entsprechenden Website für den Download gelangen. Der Überblick aller „Abstracts“ in einer Empfehlungsliste hat mir den Entscheidungsprozess für subjektiv relevante Papers stark verkürzt.

Während meiner Nutzung von Research Rabbit hatte ich jedoch das Gefühl, relativ schnell in eine Filterblase zu geraten, da mir überwiegend thematisch ähnliche Artikel empfohlen wurden. An diesem Punkt erwies sich der Austausch mit meinen Projektbeteiligten als äußerst hilfreich. In Gesprächen kamen stets viele neue Ideen zusammen, die es mir ermöglichten, mit einem erweiterten Blickwinkel neue Suchanfragen zu stellen, und damit die Empfehlungsergebnisse in eine andere Richtung zu lenken.

Gewinne mehr Einblicke zu Research Rabbit über das YouTube Video von Danny talks Tech: „How I use Research Rabbit for academic research“. Ein weiteres nützliches KI-Tool für die Literaturrecherche findest du in dem Beitrag ELICIT: Literaturrecherche leicht gemacht, dank KI.

Bildquellen

  • Titelbild: Eigene Erstellung mit dem AI Image Generator
  • Bilder „Die zentralen Nutzenaspekte“ & „Die Kritikpunkte“: Eigene Darstellungen
  • Alle weiteren Bilder: Selbst erstellte Bildschirmaufnahmen von der Reserach Rabbit Benutzeroberfläche
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Studentenleben

Vom Dauerstress zur Struktur: Mein System für Studium, Job und Freizeit

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Vom Dauerstress zur Struktur: Mein System für Studium, Job und Freizeit

Deadlines, Meetings, Geschäftsreisen, Sport, Präsentationen, schriftliche Prüfungen, soziale Verpflichtungen, lange Pendelzeiten und dabei nie wirklich das Gefühl von „Feierabend“ zu …

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