Studentenleben

Freiburg erkunden – Ausflug an einen der sonnigsten Orte Deutschlands

Viele kleine Gassen, die historische Altstadt, studentisches und gemütliches Flair und viele Sonnenstunden – das und vieles mehr macht die südlichste Großstadt Deutschlands aus. Umgeben vom Schwarzwald hat Freiburg mit seinen Sehenswürdigkeiten, schönen grünen Orten und dem Nachtleben viel zu bieten. Was du bei deinem Ausflug in die Schwarzwald-Metropole gesehen haben musst, sowie meinen persönlichen Sonnenuntergang-Geheimtipp, erfährst du in den nächsten Zeilen!

So kommst du von Offenburg nach Freiburg

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Mit dem RB oder RE brauchst du etwa 45 Minuten vom Offenburger an den Freiburger Hauptbahnhof. Mit ca. zwei angebotenen Zugfahrten pro Stunde bist du mit dieser Option zeitlich sehr flexibel. Preislich liegst du bei einer einfachen Fahrt bei ungefähr elf Euro. Solltest du in einer Gruppe reisen, ist das Baden-Württemberg-Ticket Young die beste Option: als fünfer Gruppe zahlt ihr pro Person nur etwa zehn Euro hin und zurück.  

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Auf der A5 in Richtung Süden erreichst du nach etwa 60 Kilometern Freiburg. Bei guter Verkehrslage bist du in 45 Minuten in der Innenstadt. Zentrale Parkhäuser sind der Karlsbau (günstige Stundenpreise ab 17 Uhr), die Rotteck-Garage und das Parkhaus Kollegiengebäude. Hier musst du mit etwa zwei Euro pro Stunde rechnen. Detaillierte Informationen zu Parkmöglichkeiten, Preisen und der aktuellen Belegung findest du auf dem Freiburger Parkleitsystem. Alternativ kannst du auch etwas außerhalb parken, beispielsweise an der Haltestelle Gundelfinger Straße (kostenlos) und mit der Straßenbahn in die Innenstadt fahren (circa 15 Minuten).

Die Orte, die ich in diesem Beitrag erwähne, sind alle fußläufig in der Innenstadt zu erreichen, hauptsächlich in der Freiburger Altstadt. Alle genannten Orte habe ich dir außerdem auf dieser Karte verlinkt:


First things first: Frühstückspots

Die wichtigste Mahlzeit am Tag: das Frühstück. Um gekräftigt in den Tag starten zu können, findest du hier meine Lieblingscafés zum Frühstücken:

Lebemann

Im Lebemann wird jeder fündig: Von Pancakes, über Rühreier bis hin zu Smoothie-Bowls – hier gibt es Frühstücksklassiker und fancy Gerichte. Vor allem das frische Avocadobrot mit pochiertem Ei kann ich dir empfehlen! Das Lebemann befindet sich in Herdern, etwa zehn Gehminuten von der Innenstadt entfernt.

Mamahé

Du legst wert auf gesunde Ernährung? Dann bist du im Mamahé genau richtig! Besonders schön hergerichtete Smoothie-Bowls und belegte Brote überzeugen nicht nur geschmacklich, sondern machen auch das Auge glücklich. Zentral gelegen in der Innenstadt ist das Mamahé einfach zu erreichen.

Café Hermann

Direkt am Bahnhof gelegen, ist das Café Hermann bei Anfahrt mit dem Zug perfekt zu erreichen. Neben Klassikern, wie Croissants und Rühreiern, gibt es hier auch Frühstückbowls und Waffeln. Das Café ist nicht nur morgens zum Frühstücken beliebt, auch mittags und abends erhältst du Speisen und Drinks. Eine schöne Besonderheit ist die Rooftop Bar mit 360 Grad-Blick, die an warmen Tagen geöffnet ist!


Sightseeing – die Klassiker

Freiburger Münster & Münsterplatz

Nicht zu übersehen ist das Freiburger Münster. Zentral in der Altstadt gelegen, umgeben vom schönen Münsterplatz mit dem Münstermarkt und weiteren historischen Gebäuden – die Besichtigung ist ein Muss! Der Bau des Münsters begann bereits 1200 und ging Hunderte Jahre. Mehrere Kriege, wie die beiden Weltkriege, hat das Münster fast unversehrt überstanden. Nicht nur von außen gibt es viel zu entdecken, auch im Inneren bietet die Kirche viel: zahlreiche mittelalterliche Kunstwerke, wie Altäre, Glasmalereien und Skulpturen.

Nach dem Staunen über das historische Gebäude empfehle ich dir einen Bummel über den Münstermarkt. Auf diesem kannst du von Montag bis Samstag etwa 130 Stände durchstöbern. Von Kunsthandwerk, über frische regionale Produkte bis hin zu Pflanzen – hier ist für jeden etwas dabei. Auch der beliebte Stefans Käsekuchen ist hier mit einem Stand vertreten. Bekannt für den Münsterplatz ist auch die sogenannte Münsterwurst: Neben der traditionellen Bratwurst „Lange Rote“ gibt es hier mittlerweile auch leckere pflanzliche Alternativen.

Funfact
Ein Markenzeichen der Stadt Freiburg sind die Freiburger Bächle: kleine Wasserläufe, die sich seit dem Mittelalter durch die Altstadt ziehen. Aber Vorsicht: Wenn du in das Bächle trittst, musst du eine*n Freiburger*in heiraten!

Kaiser-Joseph-Straße – Shopping

Du gehst gerne shoppen? Dann solltest du dich auf der Kaiser-Joseph-Straße (kurz: Kajo) wohlfühlen. Hier gibt es vor allem große Kaufhäuser, wie Breuninger, Kaiser und Galeria, und Klassiker, wie H&M, Douglas und dm. Kleinere und besondere Geschäfte findest du in den zahlreichen Straßen, welche die Kajo kreuzen.

Konviktstraße

In der Freiburger Altstadt gibt es viele kleine Gassen zu entdecken. Gerade zwischen dem Münster und dem Schwabentor kann man sich schon mal verlaufen! Die wohl schönste Straße in Freiburg ist die Konviktstraße: etwas verwinkelt mit süßen kleinen Geschäften und Gaststätten und geziert von Pflanzen – hier lohnt es sich, vorbeizuschauen und ein Foto zu machen.

Platz der alten Synagoge, Theater & Universitätsbibliothek

Der erst kürzlich erbaute Platz der alten Synagoge, eigentlich ein Gedenkort, ist ein beliebter Ort zum Zusammentreffen von jungen Leuten. Gerade in Sommernächten ist der große Platz komplett voll! Von hier aus hat man einen Blick auf das schöne Stadttheater und die Universitätsbibliothek mit seiner blendenden Fassade. Ein paar Funfacts über dieses außergewöhnliche Gebäude präsentiert der NDR in einem Video über die irrsten Universitätsbibliotheken Deutschlands.


Mahlzeit gefällig?

Banoi
YepaYepa
Damasko’s
Scherazade

Freiburg bietet sehr viele Optionen zum Essen gehen. Neben traditionell-badischen Restaurants findest du hier zahlreiche internationale Küchen. Wenn ihr euch bei der großen Auswahl nicht einigen könnt, ist die Markthalle euer Place-to-be: Hier gibt es rund 20 Anbieter*innen kulinarischer Vielfalt aus der ganzen Welt.

Restaurant & Café Tipps
  • Uni Café – Flammkuchen, Salate, Paninis, Crêpes…
  • Kartoffelhaus – verschiedenste Kartoffelgerichte (auch glutenfrei, laktosefrei, vegan…)
  • Schloss-Café auf dem Lorettoberg – verbindet Natur und Stadtnähe mit schöner Aussicht
  • Café Pow – „Tor zur Welt“, Treffpunkt für verschiedenste Menschen
  • Veggie Liebe – vielseitige, vegetarische Speisen
  • YepaYepa – authentische, mexikanische Tacos
  • La Culinaria – leckere Tapas direkt am Stadttheater
  • Scherazade – marokkanische Tajine und Kuskus
  • Damasko’s – nachhaltige, syrische Spezialitäten
  • Chada Thai Nudelsuppe – schmackhafte, thailändische Nudelsuppen
  • Banoi Streetfood – bunte vietnamesische Küche, zu finden im stylischen Lust auf Gut Store


Schöne Abstecher (ins Grüne)

Die vielen Sonnenstunden in Freiburg solltest du am besten draußen genießen. Hier geht das besonders gut:

Stadtgarten

Den schönen Stadtgarten nördlich der Innenstadt erreichst du unter anderem über eine Brücke direkt beim Parkhaus Karlsbau. Die gepflegte Gartenanlage mit bunten Blumenbeeten und einem Spielplatz lädt zum Entspannen ein. Bringe hier am besten eine Picknickdecke mit! Außerdem kommst du von hier mit der Schlossbergbahn auf den Schlossberg und zum feinen Schlossbergrestaurant Dattler.

Schlossberg

Vom Schlossberg hast du eine wunderschöne Aussicht über Freiburg. Abgesehen von der Schlossbergbahn erreichst du den Berg auch einfach zu Fuß. Vor allem der Kanonenplatz bietet ein großartiges Panorama auf den Schwarzwald und die Altstadt! Wenn du schon einmal hier oben bist, empfehle ich dir einen Abstecher in einen der schönsten Biergärten Südbadens: Der Kastaniengarten bietet frisch gezapftes Bier, Flammkuchen und weitere Erfrischungen und Leckereien mit einer tollen Aussicht!

Dreisam

Der Fluss Dreisam bietet einen Ort, um sich vom Trubel der Stadt zu erholen. Umgeben von Grün, kannst du hier gut spazieren und zur Ruhe kommen. Im Sommer kann man sich im Fluss erfrischen oder auch seine Getränke kaltstellen. Tipp: Hol dir für deinen Spaziergang an der Dreisam einen Kaffee im nahe gelegenen Fili Café!

Wiwilíbrücke

Die blaue Brücke (zu sehen auf dem Titelbild) hat Wiedererkennungswert. Wenn du keine Höhenangst hast, kannst du es dir Füße-baumelnd auf den blauen Metallbögen der Brücke gemütlich machen und den Bahn- und Stadtverkehr beobachten.

Etwas weiter entfernte, aber dennoch schöne grüne Orte
🐒 Tierpark Mundenhof
🚤 Seepark
🌄 Schönberg


Nachtleben & gute Drinks

Fili Café
Riva Bar
Bruder Wolf
Uni Café

Vor allem an warmen Abenden bietet Freiburg ein belebtes Nachtleben. Das bekannte Freiburger Bermuda Dreieck findest du dort, wo sich Niemens- und Universitätsstraße kreuzen. Aufgrund der zahlreichen Bars und Clubs, die sich dort befinden, ist immer etwas los!

Highlights im Bermuda Dreieck
  • Puzzles – Wohnzimmerbar und Club in einem, kostet keinen Eintritt
  • Barroq – Restaurant und Bar mit Tanzbereich im Untergeschoss
  • Uni Café – ein Klassiker mit großer Außenterrasse
  • Shooters – über 300 ausgefallene Shots
  • Bruder Wolf – hippes Bistro mit Bar
Etwas schickere Bars
  • Fili Café – tagsüber Café, abends Bar mit schönen Drinks und DJ
  • Riva Bar – Bar mit Tanzfläche
  • Skajo – Drinks über den Dächern von Freiburg genießen mit direkter Sicht auf das Münster
  • Rooftop Bar by Breuninger x Geldermann – vor allem tagsüber nach dem Shoppingtrip eine Empfehlung

Aktuelle Informationen, was clubmäßig jede Woche in Freiburg abgeht, findest du auf fudder.


Sonnenuntergang-Geheimtipp

Etwas außerhalb der Innenstadt gelegen, gibt es einen weiteren wunderschönen Spot, um den Sonnenuntergang über Freiburg zu genießen. Zu Fuß brauchst du von der Innenstadt ungefähr 30 Minuten dort hin. Alternativ kannst du auch mit dem Auto hochfahren (aufpassen, hier ist viel Parkverbot und es gibt wenig Parkplätze). Du kannst es dir auf dem Gehweg oder etwas weiter oben auf einer Wiese gemütlich machen. Meine Empfehlung: Schnapp dir deine Picknickdecke, etwas zu essen und zu trinken und lass den Abend entspannt ausklingen!


Überzeugt von dem, was Freiburg alles zu bieten hat? Schnapp dir deine Freunde und los geht’s!


Studentenleben

DIY – Bienenwachstücher als Verpackungsalternative

Dich stört, dass Frischhaltefolie und Alufolie dein ständiger Begleiter in der Küche sind? Perfekt, dann bist du hier genau richtig. Hier ist deine Möglichkeit weniger Plastik zu verschwenden und dich kreativ auszutoben – Bienenwachstücher. Diese Anleitung erklärt dir Schritt für Schritt, wie du diese selber machen kannst.

Wer kennt es nicht? Die halbe Zwiebel oder die angeschnittene Gurke werden in Frischhaltefolie verpackt im Kühlschrank bis zur nächsten Nutzung gelagert. Oder das frisch belegte Brot für die Mittagspause soll sicher in der Tasche transportiert werden, weshalb du zur Folie oder Papiertüte greifst. Allerdings sind Alu- und Frischhaltefolie klassische Einwegprodukte, die ziemlich viel Müll verursachen und stellen damit ein ziemlich großes Problem dar. Aber auch die typischen Papiertüten für Brot und Co. werden nach einmaliger Nutzung weggeschmissen und sind damit nicht unbedingt nachhaltig.

Um Einwegplastik zu umgehen, könntest du natürlich auch einfach eine Vorratsdose oder ein Schraubglas verwenden. Aber manchmal möchte man eben doch einfach ein Brot in Folie einwickeln oder der Platz im WG-Kühlschrank ist mal wieder zu knapp. Genau in solchen Momenten sind die Bienenwachstücher eine super Alternative. Schon bevor es Einwegfolie überhaupt gab, hat man diese bereits genutzt, um Gefäße abzudecken oder angeschnittene Lebensmittel einzuschlagen.

Warum Bienenwachstücher?

  • Bestehen aus Naturmaterialien
  • Sind aufgrund des Bienenwachses antibakteriell
  • Sind abwaschbar und viele Male wieder verwendbar
  • Passen sich an Formen von Gefäßen und Lebensmitteln an
  • Sorgen für weniger Abfall und sind damit umweltfreundlich
  • Lassen sich leicht selber machen

Schritt für Schritt zum eigenen Bienenwachstuch

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Methoden, die Tücher herzustellen. Ich habe beide getestet und teile hier mit dir die genaue Schritt für Schritt Anleitung. Außerdem gebe ich dir noch Empfehlung mit, zu welcher Methode ich dir raten würde.

Du benötigst:

  • Baumwollstoff (vorgewaschen)
    Du kannst zum Beispiel aussortierte Küchentücher oder Bettwäsche verwenden oder du schaust dich im Internet nach Stoffzuschnitten um. Diese gibt es für sehr wenig Geld in verschiedenen Farben und Mustern zum Beispiel bei Amazon.
  • Bienenwachspastillen
    Diese sollten unbedingt lebensmittelgeeignet sein, da du ja später dein Essen in die Tücher einwickeln möchtest. Du findest sie unter anderem in Bastelgeschäften, zum Beispiel bei Idee. Creativmarkt, aber auch bei Amazon.
  • Stoffschere
  • Backpapier
  • Optional Bügeleisen und Bügelbrett
  • Ein wenig Geduld und Zeit

So geht’s:

Zuschnitt

Schneide zunächst aus dem Stoff ein beliebig großes Stück aus. Dieses sollte so groß sein, wie später auch dein Bienenwachstuch. Ich habe hier eine Zickzack-Schere verwendet, da mit dieser die Ränder weniger ausfransen. Es geht aber auch eine ganz normale Schere.

Methode 1: Tücher aus dem Backofen

Vorbereitung für den Ofen

Lege einen Stoffzuschnitt (wenn mehrere nebeneinander passen, ohne sich zu überlappen, gerne auch mehrere) auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Verteile dann die Bienenwachspastillen auf dem Tuch. Hier musst du ein bisschen nach Gefühl gehen und einfach ausprobieren, wie viel Wachs du benötigst. Keine Sorge, falls es zu viel oder zu wenig ist. Weiter unten findest du die Lösung für beide Probleme.

Ab in den Ofen

Jetzt kann es schon ans Schmelzen des Wachses gehen. Schiebe das Blech in den auf 80 °C aufgeheizten Ofen. Achte darauf, dass er nicht heißer eingestellt ist, da sonst das Wachs verbrennen kann. Sobald das Wachs verflüssigt ist, kannst du das Blech wieder aus dem Ofen nehmen.

Auskühlen

Nimm das noch heiße Tuch vom Backblech und lasse es auskühlen. Am besten nimmst du dafür eine Ecke in die Hand und lässt es hängend auskühlen. Lässt du es zum Auskühlen auf dem Backpapier liegen, kann es passieren, dass das übergebliebene Wachs an dem Tuch „kleben bleibt“ und sich dicke Wachsklumpen bilden.

Methode 2: Mit dem Bügeleisen zum eigenen Tuch

Vorbereitung fürs Bügeln

Mache ein Sandwich aus Backpapier – Stoffzuschnitt – Bienenwachspastillen – Backpapier auf deinem Bügelbrett und heize dein Bügeleisen auf der kleinsten Stufe vor. Auch hier gilt wieder: taste dich einfach ran, wie viel Wachs du brauchst. Es kann nichts schief gehen.

Bügeln

Bügel nun über die obere Backpapier-Schicht. Du kannst sehen, wie das Wachs schmilzt und sich flüssig über den Stoff verteilt. Gehe dabei vorsichtig vor, da es schnell passieren kann, dass das Wachs aus dem Sandwich läuft und dir so dein Bügelbrett verschmutzt.

Auskühlen

Genau wie bei der Backofen-Methode ist es ratsam, das Bienenwachstuch hängend auszukühlen, damit kein überschüssiges Wachs vom Backpapier hängen bleibt.

Was kann schief gehen?

Natürlich können gerade bei den ersten Versuchen vor allem bei der Dosierung der Wachspastillen Fehler passieren. Aber egal ob du zu wenig oder zu viel Wachs verwendet hast, der Fehler lässt sich schnell beheben.

„Ich habe zu wenig Wachs verwendet und jetzt sind einige Stellen noch nicht bedeckt.“

Gar kein Problem. Verteile einfach auf den nicht bedeckten Stellen noch etwas Wachs und gehe genauso vor, wie zuvor.

„Ich habe zu viel Wachs verwendet und jetzt sind Stellen mit viel zu viel Wachs bedeckt.“

Auch das ist kein Problem. Schneide dir einfach ein weiteres Stück Stoff zu und lege dieses über das mit zu viel Wachs bedeckte Tuch. Nutze nun eine der beiden Schmelz-Methoden ohne zusätzliche Wachspastillen zu verwenden. So kann das überschüssige Wachs, von dem einen auf das andere Tuch übergehen. Ziehe die beiden Tücher zum Auskühlen unbedingt wieder auseinander.

Feedback: Welche Methode überzeugt mehr?

Beide Methoden sind sehr einfach und führen auf jeden Fall zum Ziel. Allerdings ist die Backofen-Variante mit wesentlich weniger Zeitaufwand verbunden. Außerdem ist sie für mich deutlich komfortabler gewesen, da man beim Bügeln doch genau darauf achten muss, dass das Wachs nicht auf das Bügelbrett läuft. Natürlich ist man im Backofen auf die Größe des Backblechs limitiert, welche für mich allerdings vollkommen ausreichend ist. Aber probiere es doch einfach selbst aus!

Tipps und Tricks für deine neuen Tücher

  • Wasche die Tücher nicht zu heiß, säubere sie am besten mit lauwarmen Wasser und etwas Spülmittel.
  • Nutze die Tücher nicht für rohes Fleisch oder Fisch. Dafür sind sie nicht geeignet.
  • Schlage keine fettigen Produkte oder warme Speisen ein, nutze dafür lieber eine Dose, welche du natürlich mit einem deiner Tücher verschließen kannst.
  • Bedenke, dass die Tücher den Geruch von stark riechenden Produkten annehmen können. Hast du ein Tuch für eine Zwiebel genutzt, verwende es am besten immer für Zwiebeln.
  • Wenn die Tücher stark verknittert sind, kannst du sie einfach nochmal bügeln oder im Backofen schmelzen – dann werden sie wieder wie neu.
  • Sollte einmal etwas in deinem Tuch geschimmelt haben, verwende es bitte nicht weiter, da sich die Keime leider nicht mehr entfernen lassen.

Plastikvermeidung ja, DIY nein?

Selber machen dauert dir zu lange, du möchtest aber trotzdem gerne zukünftig auf Einwegfolie verzichten? Dann schau dich mal in Drogeriemärkten oder dem Internet um, hier gibt es verschiedene Anbieter für schon fertige Tücher.

Lust auf mehr?

Dich hat die DIY-Lust gepackt und du möchtest dich neben den Bienenwachstüchern noch weiter kreativ austoben? Dann schaue dir doch gerne noch diese Beiträge an:

TechTalk

Gefährlicher Beautywahn ganz ohne Schönheits-OP – Facefilter in der Kritik

Weiße Zähne, volle Lippen, mandelförmige Augen und eine porenfreie glatte Haut. Schlicht und einfach ein Gesicht, das keine Makel kennt. Das sogenannte “Instagram Face” ist mittlerweile unser Schönheitsideal. Was früher das gewisse Kleingeld und einige schmerzhafte Schönheitseingriffe benötigte, zaubern heute digitale Filter ganz ohne Schmerzen. Dieser Trend klingt harmlos, fast schon zu schön, um wahr zu sein – doch er ist durchaus gefährlich!

Der Aufstieg des “Instagram Face”

2013: Veröffentlichung der App FaceTune – Der Beginn der Schönheits-Schummeleien.

Was früher nur Photoshop Profis vorbehalten war, können seit dem Jahr 2013 alle, die sich die App FaceTune auf ihrem Smartphone installiert haben. Die App ermöglicht es seinen Nutzerinnen und Nutzern erstmals, ihre Selfies nach eigenen Wünschen zu bearbeiten und aufzuhübschen. Schnell gewann die Software an Beliebtheit und kletterte in einigen Ländern sogar an die Spitze der Appstore-Charts. Doch warum sollte man Zeit in die Bearbeitung seiner Bilder investieren, wenn es auch einfacher geht. Wie? Mit Facefiltern!

Nach dem App-Hype folgte der Aufstieg des Instant-Messaging Dienstes Snapchat. Bei dieser App ist der Name Programm. “Snap” lässt sich ins Deutsche mit “kurz angebunden sein” übersetzten. So macht es die App möglich, Bilder, Videos oder Nachrichten, die nur wenige Sekunden sichtbar bleiben, an Chatpartner zu versenden. Doch das ist nicht die einzige Neuheit, denn Snapchat launcht erstmals AR-Filter. AR steht für Augmented Reality und beschreibt die Erweiterung der Realität um virtuelle Inhalte. Dabei blieb es nicht bei den unverwechselbaren knuffigen Hundeohren und Blumenkränzen, die man sich virtuell aufsetzen konnte. Die schönen Accessoires wurden schnell durch Filter ergänzt, die Gesichter verändern, verzerren und vereinheitlichen. Ein neues Business ist entstanden und schnell sprangen die Social Media Giganten auf den Schönheitswahn des “Instagram Face” auf.

Beeinflussung des Schönheitsideals

2018: Auch Instagram führt AR-Filter ein – Das Instagram Face wird omnipräsent

Wo man im Netz hinschaut, sieht man die bearbeiteten Gesichter – beziehungsweise wir sehen sie nicht mehr. Denn durch die massenhafte Verwendung stufen wir die falschen Gesichter bereits als authentisch ein. Das bringt die Gefahr der Bildung von Stereotypen mit sich, die unsere Wahrnehmung beeinflussen. So werden die Filter-Merkmale als schön und ideal empfunden. Die “Deutsche Gesellschaft für ästhetisch-plastische Chirurgie” hat eine Umfrage veröffentlicht, in der 59,1 Prozent der Chirurgen angaben, dass Patientinnen mit Filtern bearbeitete Selfies als Vorlage für eine Operation vorzeigen. Während die Inspiration früher noch Models und Prominente waren, ist es heute das Instagram Face! Doch nicht nur die plastische Chirurgie passt sich dem neuen Schönheitsideal an, auch die Produkte der Makeup-Industrie versprechen den “Filter-Look”.

Dieses Bild zeigt die massiven Veränderungen durch die Facefilter. Sie alle verändern das Gesicht auf die gleiche Art und Weise: vollere Lippen, eine schmale Nase, strahlende Augen, ein dünneres Gesicht und nicht zuletzt eine ebenmäßige, glatte unrealistische Haut – Das Instagram Face.

Masken für Millionen und die daraus resultierenden Probleme

Es ist durchaus vorstellbar, dass die dauerhafte Konfrontation mit den perfekten Gesichtern, die eigene Selbstwahrnehmung beeinflussen und im schlimmsten Fall die Ablehnung des eigenen Ichs hervorrufen kann. Die wissenschaftliche Fachzeitschrift “JAMA Facial Plastic Surgery” beschäftigt sich seit geraumer Zeit mit der These, dass Facefilter die psychische Erkrankung Dysmorphobie fördern oder sogar auslösen können. Dysmorphobie ist eine Erkrankung, bei der sich Betroffene als hässlich oder entstellt wahrnehmen und zudem an Depressionen leiden. Bewiesen ist diese Annahme jedoch bislang nicht, doch fakt ist, dass die Filter Unzufriedenheiten mit dem eigenen Körper auslösen.

Verbot von bestimmten Face-Filtern

2019: Ein selbst erstellter Filter eines Nutzers sorgte für Aufregung

Blaue Linien entlang der Bereiche des Gesichts, die durch operative Eingriffe verschönert werden sollen, rote Verfärbungen auf der Nase und die Worte “Fix me” auf die Stirn geschrieben. Diesen Look konnte man sich 2019 durch die AR-Technologie und einem fragwürdigen Filter auf das Gesicht zaubern. Genau dieser Filter war der Grund, warum Meta 2019 seine Regeln bezüglich der Facefilter verschärfte. Meta möchte nach eigenen Aussagen die psychische Gesundheit von jungen Menschen nicht gefährden und verbannt Filter, die Schönheits-Ops und andere Eingriffe verherrlichen. Ein Pressesprecher äußerte sich zu den Schritten, die in die Wege geleitet werden:

“(…) Erstens alle mit plastischer Chirurgie verbundenen Effekte aus der Instagram Effect Galerie entfernen. Zweitens die Genehmigung neuer Effekte dieser Art stoppen und drittens aktuelle Effekte entfernen, wenn sie uns gemeldet werden.“

Pressesprecher Meta | 2019

Dies ist ein erster Schritt, den schrägen Schönheitswahn auf Social Media einzudämmen, doch andere idealisierende Funktionen lassen nicht lange auf sich warten. Beauty-Filter, die für einen Augenaufschlag mit Fake-Wimpern sorgen oder die Haut extrem glätten, bleiben auch nach diesen Schritten von Meta bestehen. Argumentation dafür, die Nutzenden können hier differenzieren, was die Realität sei.

Doch nach einiger Recherche sind weitere OP-Filter auf Instagram auffindbar. Dieser zeichnet nicht nur „Korrekturlinien“ auf das Gesicht, sondern lässt es optisch runder und fülliger aussehen. Dieser Filter ist einer der „harmlosen“ Beauty-OP-Filter, die auf Social Media zu finden sind.

Die Zukunft der Schönheit

Letzten Endes stellt sich die Frage, ob Facefilter verboten werden oder ob Einschränkungen hinsichtlich ihrer Nutzung angeordnet werden sollten. Eine Option wäre eine Altersbeschränkung, sodass sie nicht von allen Altersgruppen genutzt werden können. So könnte vor allem die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen geschont werden. Des Weiteren ist es sinnvoll, über aufklärende medienpädagogische Angebote nachzudenken. Diese Angebote sollten dabei helfen, die Vor- und Nachteile, ebenso wie die Zusammenhänge und die Konsequenzen von Beautyfiltern für das gesellschaftliche Miteinander zu adressieren. Medienpädagogische Kampagnen auf Social Media könnten ebenso zur Aufklärung beitragen. Angebote dieser Art könnten einen kritischen und reflektierten Umgang mit Facefiltern fördern, ohne dabei die Technologien von vornherein zu verurteilen oder direkt zu verbieten.

Meine Erfahrung mit dem Instagram Face

Ich bin Jenny, 24 Jahre alt und bin somit ein Teil der Generation, die als erstes mit Smartphones aufgewachsen ist. Ich habe selbst einige Profile auf diversen Social Media Plattformen, doch eines muss ich zugeben, Facefilter habe ich so gut wie noch nicht verwendet. Es war also für mich eine Herausforderung, für diesen Artikel die AR-Features auszuprobieren und einige Selfies von mir zu machen. Mein Resümee: Ich bin schockiert.

Die enorme, fast schon unendliche Anzahl der Filter auf Instagram haben mich regelrecht überfordert. Ich habe einen nach dem anderen ausprobiert und festgestellt wie absurd ich damit aussehe. Doch es stimmt, auch wenn man sich in dem Moment des Fotos nicht wohl in seiner Haut fühlt, spielt es keine Rolle mehr, sobald der Filter auf dem Gesicht zu sehen ist. Denn ab diesem Moment habe ich mich gefühlt, als würde ich regelrecht eine Maske tragen und nicht mehr mich selbst auf dem Bildschirm sehen.

Die Gefahren dieser Filter sind wirklich enorm, denn auch ich habe festgestellt, sobald der Filter von meinem Gesicht verschwindet, scheinen meine selbst wahrgenommenen Makel auffälliger zu sein. Man beginnt sich mit dem Schönheitsideal, was einem wortwörtlich vor das Gesicht gehalten wird zu vergleichen. Ich selbst kann dabei jedoch schnell wieder zu mir zurückfinden. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass es gerade für Teenager in der Pubertät wirklich problematisch sein kann das “reales Ich” anzunehmen.

Meiner Meinung nach sind Filter, die uns Accessoires zaubern, uns in lustige Kostüme stecken, oder die die Lichtstimmung ändern völlig unproblematisch. Die “idealisierenden” Beauty-Filter sollten jedoch eingeschränkt oder sogar verboten werden.

Bildquellen

Alle Bilder sind eigene Aufnahmen

TechTalk

SEO-Tipps vom Profi: So landest du bei Google auf Platz Eins

Ranking gut – alles gut! Auf Google ganz oben platziert zu sein, ist wohl der Traum aller Website-Besitzer*innen. Ivonne Wolter ist ein absoluter Profi, wenn es um Suchmaschinenoptimierung (SEO) geht. In diesem Beitrag gibt sie dir die besten Empfehlungen an die Hand, um bei Google auf dem ersten Platz zu landen. Außerdem erwarten dich kostenlose Tool-Tipps, damit du auch mit weniger Budget deine Seite nach oben katapultieren kannst.


In deinem Studium oder beruflichen Werdegang hast du sicher schon einmal von dem Begriff SEO gehört. Doch was ist das genau und wieso ist es so wichtig?

Search Engine Optimization

SEO beschreibt die Suchmaschinenoptimierung deiner Seite und soll dafür sorgen, dass diese in den organischen Suchergebnissen besser rankt. Damit der Google-Algorithmus sie gut bewertet, muss jede Seite folgendermaßen optimiert werden: technisch fehlerfrei, für User*innen leicht nutzbar und gut lesbar.

SEO gehört als Marketingmaßnahme zum Suchmaschinenmarketing (SEM)- aber Vorsicht: SEO darf nicht mit Search Engine Advertising (SEA) verwechselt werden. SEA bedeutet Suchmaschinenwerbung und bezeichnet die Platzierung von Anzeigen in Suchmaschinen wie Google. Diese Anzeigen kosten das Unternehmen Geld, werden aber automatisch höher positioniert und für die jeweilige Suchanfrage des Nutzers ausgespielt (versehen mit dem Hinweis „Anzeige“).


Zehn Tipps vom SEO-Profi Ivonne Wolter

Bild 1 / Ivonne Wolter

Ivonne Wolter ist SEO Managerin der Messe München und Online Marketing Spezialistin für Zelt-Camping. Außerdem ist sie Gründerin der aktivsten Familienzelter-Community im deutschsprachigen Raum. Ihre Website zeltkinder.de rankt auf Google stets auf Platz eins.

Die folgenden Tipps und Tools beziehen sich größtenteils auf Google, da diese die relevanteste Suchmaschine ist. Weltweit hat Google einen Marktanteil von 75 Prozent, in Deutschland sind es mehr als 90 Prozent. Theoretisch kannst du deine Seite aber auch für andere Suchmaschinen, wie beispielsweise Bing oder Yahoo!, optimieren.

1. SEO ist ein Marathon: Unterschätze nicht den Aufwand

Viele Websitebetreiber*innen unterschätzen den notwendigen Aufwand und den langen Atem, den es für erfolgreiches SEO braucht. Wer dauerhaft gut ranken möchte, muss ständig daran arbeiten. Hierfür bedarf es an bedeutenden Ressourcen, insbesondere Zeit und Mitarbeiter*innen. Hinzu kommt: Google entwickelt die Bewertungskriterien für SEO stets weiter – deshalb ist es wichtig ständig am Ball zu bleiben.

Mit diesen kostenlosen Tools kannst du die Präsenz deiner Seite verwalten:

2. Betrachte SEO interdisziplinär

In einigen Unternehmen werden Texte und Bilder nur für die sozialen Kanäle, Mailings oder SEA eingeplant. Dabei vergessen viele, dass für SEO genauso Content (Deutsch: Inhalt) benötigt wird. Nur wenn relevanter Inhalt auf der Seite zu finden ist, bewertet Google die Seite als für die Nutzer*innen interessant. Deshalb muss SEO von allen gelebt beziehungsweise bedacht werden: Marketing, Marktforschung, Öffentlichkeitsarbeit, Vertrieb, Redaktion, Entwicklung, Content-Produktion und vielen mehr.

Mit diesem kostenlosen Tool kannst du neue Content Ideen generieren:

3. Wähle die richtigen Keywords

Keywords: Ein Begriff, der beim Thema SEO ständig präsent ist. Und das hat seinen Grund: Als Keywords werden Suchbegriffe bezeichnet, die Internetnutzer*innen in das Suchfeld von Suchmaschinen eingeben. Als Betreiber*in einer Website, kannst du Keywords im Hintergrund deiner Seite festlegen – passen diese Schlagworte mit der Suchanfrage zusammen, stellt Google einen Zusammenhang fest. Für deinen optimalen SEO-Auftritt musst du je Seite ein Hauptkeyword definieren. Außerdem solltest du noch ein bis zwei Schlagwörter als Nebenkeywords festlegen. Dies sind Begriffe, die im Zusammenhang mit dem Hauptkeyword wiederholt auftauchen.

Mit diesen kostenlosen Tools kannst du neue Keywords entdecken (Keyword Planner) und Google-Suchanfragen analysieren (Google Trends):

4. Der erste Eindruck zählt: Optimiere deine Snippets

Bild 2 / Snippet der Website Zeltkinder

Der Begriff Snippet beschreibt die Vorschau deiner Seite in den Suchergebnissen. Ein Snippet besteht aus dem Meta-Title (Deutsch: Titel), der Description (Deutsch: Beschreibung) und der URL der Seite.

Die Gestaltung deiner Snippets hat eine große Auswirkung auf den ersten Eindruck der Nutzer*innen und damit auf die Klickrate. Falls du also wenig Zeit für eine aufwendige SEO-Optimierung hast, konzentriere dich auf die Snippets. Besonders wichtig ist, dass du Title und Descriptions mit Keywords, einem Alleinstellungsmerkmal und Sonderzeichen füllst. Deine Description sollte außerdem attraktiv sein, neugierig machen und mit Argumenten versehen werden, die User*innen auf deine Seite lenken.


Für das perfekte Snippet gibt dir Google die optimalen Maße der Titles und Descriptions in Pixel und Zeichenlänge vor. Wird diese Angabe überzogen, kann es passieren, dass Google automatisch ein Snippet aus dem vorhandenen Content generiert. Aber Vorsicht: Die Pixelbreite ist für Desktop und Mobile unterschiedlich.

Optimale Pixelbreite

Title:
Desktop: 580 Pixel
Mobile: 920 Pixel


Description:
Desktop: 990 Pixel
Mobile: 1300 Pixel

Optimale Zeichenlänge

Title:
55-65 Zeichen


Description:
150-155 Zeichen

Mit diesem kostenlosen Tool kannst du Snippets generieren:

5. Baue deine Seiten für die Nutzer*innen, nicht für Google

Deine Seite soll den Nutzer*innen einen Mehrwert bieten oder Lösungen für deren Probleme aufzeigen. Ist die Zielgruppe mit der Seite zufrieden, interagiert sie und geht nicht wieder zurück zu Google, um den nächsten Treffer anzuklicken. Dafür wirst du als Websitebetreiber*in von Google belohnt und gut gerankt. Google hat das Interesse, die besten Seiten für die Suchenden zu finden. Denn wer zufrieden ist mit dem Ergebnis, wird die Suchmaschine beim nächsten Mal wieder benutzen.

6. Wer will was? Verstehe die Nutzerintentionen

Um deine Website als optimale Lösung zu verkaufen, musst du die Intentionen deiner Nutzer*innen identifizieren: Wo liegt das Problem? Was ist die Frage? Wie lautet die beste Antwort? Außerdem ist es von hoher Relevanz, ob die Nutzer*innen sich nur informieren, kaufen oder nach etwas Speziellem suchen möchten. Der Inhalt deiner Snippets und damit verbunden der Call to Action (CTA) muss darauf angepasst werden.

Mit diesem kostenlosen Tool kannst du Nutzerintentionen ermitteln:

7. Veröffentliche nur qualitativ hochwertigen und einmaligen Inhalt

Achte darauf, dass jede einzelne Unterseite deiner Homepage sowohl fehlerfreie Texte, als auch qualitativ hochwertige Bilder und Grafiken beinhaltet. Die Texte müssen dabei an das Level der Zielgruppe angepasst werden. Falls du deine Seiten in mehreren Sprachen anbietest, musst du zudem darauf achten, dass die Anpassung der Sprache überall erfolgt und weder einzelne Buttons noch Info-Texte nicht übersetzt werden.

Genauso wichtig wie die Einbindung von qualitativ hochwertigem Inhalt, ist die Vermeidung von duplicated content (Deutsch: Doppelter Inhalt). Google achtet verstärkt auf Redundanzen und straft Websites mit duplicated content im Ranking ab.

Mit diesem kostenlosen Tool kannst du duplicated content prüfen:

8. Setze deinen Content technisch gut um

Damit Google deine Seite weit oben rankt solltest du auch darauf achten, dass der Content technisch gut umgesetzt wird. Es gibt dabei ein paar wichtige Punkte, die du berücksichtigen musst:

Bild 3 / Check-up

Mit diesem kostenlosen Tool kannst du ein technisches Check-up durchführen:

9. Sei besser als die Konkurrenz

Sieh dir auf Google immer die Seiten an, die ganz oben ranken: Das ist deine Konkurrenz! Versuche mehr zum jeweiligen Thema anzubieten. Die Analyse der top drei Seiten gibt viel Aufschluss darüber, was bei Nutzer*innen gut ankommt. Wenn du in Bezug auf Content, Website Performance und allen anderen technischen Grundlagen besser bist als die Konkurrenz, bist du auf dem richtigen Weg.

Mit diesem kostenlosen Tool kannst du einen Wettbewerbsvergleich durchführen:

10. …und bleibe besser als die Konkurrenz

Die Konkurrenz schläft nicht und daher ändert sich das Ranking ständig. Wenn du besser als die Konkurrenz sein möchtest, musst du dich auf Monitoring (Deutsch: Überwachung) und kontinuierliche Optimierung fokussieren.

Ready to rank? Tipps umsetzen und los geht’s!

Mit den Tipps von Ivonne Wolter steht deiner SEO-Optimierung und damit einem guten Ranking nichts mehr im Weg. Abschließend lässt sich zusammenfassen: Du musst immer dort sein, wo die Zielgruppe nach Antworten sucht und dabei auf die richtige technische Umsetzung achten. Damit deine Seite ganz oben angezeigt wird, brauchst du zwar Ressourcen, aber nicht zwingend Geld. Die kostenlosen Tools und Tipps helfen dir dabei das Ranking deiner Seite zu optimieren.

Google schläft nie – denke also immer daran: Wer nicht optimiert, der nicht gewinnt 😊

Bildquellen

Beitragsbild: Eigene Abbildung mit Bildern von Lightman (Google) und Alexey_Hulsov (Medaille) auf Pixabay

Bild 1: Bild von Ivonne Wolter

Bild 2: Eigene Abbildung mit Snippet der Website zeltkinder.de

Bild 3: Eigene Abbildung

TechTalk

Perspektivwechsel – mit VR durchs Miniatur Wunderland

Sich einmal schrumpfen und als kleines Männchen durch die Landschaft ziehen, wie Arthur aus dem Film Arthur und die Minimoys. Wer wollte das noch nicht? Seit diesem Jahr ist das, zumindest in der virtuellen Welt, im Miniatur Wunderland in Hamburg möglich.

Seit April 2022 bietet das Miniatur Wunderland in Hamburg ein neues VR-Erlebnis namens Yullbe an. In dieser Attraktion könnt ihr in eine neue Perspektive eintauchen, durch die Anlagen des Miniatur Wunderlands schlendern und spannende sowie auch lustige Details entdecken. Die Entwicklung der Attraktion hat über eineinhalb Jahre gedauert und ist eines der modernsten VR-Erlebnisse der Welt.

Yullbe Pro im Miniatur Wunderland

Der Name Yullbe kommt von „You will be“ – Du kannst durch die VR-Brille zu etwas Neuem werden.

Marcus Ernst – Projektleiter

Yullbe –  Das Erlebnis

Was genau ist Yullbe nun? Erstmals können sich Besucher des Miniatur Wunderlandes auf den H0 Maßstab, also 1:87 schrumpfen. Aus diesem Blickwinkel lässt sich die Ausstellung ganz neu erleben. Du spürst das Chaos, das auf den Straßen der Phantasiestadt Knuffingen herrscht, kannst dich von Gondolieri durch Venedig fahren lassen und erlebst viele spannende Momente. Durch einen magischen Schlüssel wird dieses Erlebnis gestartet. Damit das Erlebnis nicht an Reiz verliert, soll an dieser Stelle allerdings nicht zu viel verraten werden. Kurzum kannst du das Wunderland aus der Sicht der Miniatur-Bewohner erleben. Im folgenden Video könnt ihr euch einen kurzen Überblick verschaffen, wie es sich anfühlt, Teil der Modelllandschaft zu werden.

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Yullbe Go und Yullbe Pro – Die Unterschiede

Grundsätzlich sind beide Systeme so aufgebaut, dass du dich in einem Raum frei bewegen kannst. Andere Spieler*innen werden virtuell dargestellt, damit es nicht zu Kollisionen kommt. Bei Yullbe Go ist die Darstellung eher einfach gehalten und man sieht lediglich ein rotes Männchen. Yullbe Pro ist aufwändiger gestaltet, jeder kann sich zu Beginn des Abenteuers einen Charakter aussuchen. Dadurch sind die Mitspieler*innen eindeutig erkennbar und das Erlebnis wird immersiver. Die Immersion ist die Erfahrung des Eintauchens und Verschmelzens in und mit der virtuellen Realität. In der folgenden Übersicht seht ihr die wesentlichen Unterscheide der Systeme.

Wer dieses Erlebnis einmal ausprobieren möchte, muss dazu nicht unbedingt ins Miniatur Wunderland nach Hamburg fahren. Das System und die Erlebnisse sind auch in der Nähe des Europa-Parks wiederzufinden. Neben dem Wasserpark Rulantica findet ihr kostenlose Parkplätze und eine Ausstellungsfläche des Yullbe-Systems. Ich empfehle euch, die Tickets zu reservieren, da nicht immer ausreichend Plätze zur Verfügung stehen und sonst lange Wartezeiten entstehen können.

Yullbe Gebäude in Rust beim Europa-Park

Außerdem ist im Europa-Park, genauer gesagt in der Arena of Football, für die Sommersaison 2022 ein Yullbe Go aufgebaut, das sich mit einem Besuch im Park kombinieren lässt. Hier ist der Attraktionspreis auf 6€ reduziert, kostet also nur die Hälfte des regulären Preises.

Die Technik hinter Yullbe

Umgesetzt wurde des Erlebnis von einer ausgekoppelten Firma der Mack-Gruppe, der MackNeXT GmbH und Co KG. Die ehemalige Designabteilung des Europa-Parks hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Freizeitbranche zu revolutionieren. Von VR-Attraktionen auf Achterbahnen über Yullbe bis hin zu VR-Erlebnissen unter Wasser. Wie bei Sorry Snorkeling in Rulanitca. Die MackNeXT hat bei der Entwicklung gemeinsam mit dem Hersteller der VR-Brillen zusammengearbeitet, um die Technik für ihre Bedürfnisse anzupassen. Technisch sind die beiden Systeme ähnlich, aber nicht identisch umgesetzt. Es werden zwei verschiedene Tracking-Methoden verwendet.

Beim Inside-Out-Tracking sind spezielle Kameras in der VR-Brille integriert, mit denen die genaue Position während des gesamten Erlebnisses verfolgt wird. Dadurch weiß das System zu jeder Zeit, wer sich wo befindet.

Bei Yullbe Pro ist das System noch etwas erweitert. Hier wird das Full-Body-Tracking sowie Free-Roaming verwendet. Das System bedient sich modernster Technologien, die ursprünglich für das Motion-Capturing entwickelt wurden. Über 40 Kameras und viele Sensoren überwachen den Ablauf. Dadurch wird nicht nur der Kopf des Spielers getrackt, sondern auch Hände, Füße und der Oberkörper. Dadurch lässt sich wesentlich realistischer mit den anderen Teilnehmer*innen interagieren. Außerdem sind die eigenen Hände und Füße auch im virtuellen Umfeld sichtbar und bewegen sich entsprechend mit.

Welche Probleme bestehen bei den virtuellen Attraktionen?

Die Themen Motion-Sikness, Täuschung und viele weitere Probleme, die bei virtuellen Attraktionen auftreten können, sind im Artikel zum Thema Freizeitpark und VR näher beschrieben. Wenn euch die Themen interessieren, könnt ihr dort mehr erfahren.

Fazit

Vor und Nachteile der Systeme

Hier erhaltet ihr nochmal eine kleine Übersicht der Vor- und Nachteile beider Systeme. Grundsätzlich haben beide ihre Daseinsberechtigung. Jeder muss für sich selbst entscheiden, welches Angebot für einen selbst das Bessere ist.

Yullbe Go

✅ Vorteile

  • Einfache Handhabung
  • Immersion funktioniert sehr gut
  • Keine Einweisung notwendig
  • Viele Erlebnisse zur Auswahl

🚫 Nachteile

  • Preis-Leistung etwas hoch
  • Kurzes Erlebnis
  • Durch die Verwendung von nur einem Knopf sind die Funktionalitäten eingeschränkt


Yullbe Pro

✅ Vorteile

  • Langes Erlebnis
  • Immersion funktioniert fast perfekt
  • Gemeinsames Erlebnis
  • Spannende Sonderelemente

🚫 Nachteile

  • Etwas kompliziertere Handhabung
  • Einweisung etwas komplizierter
  • Hohes Gewicht
  • Akkuwechsel notwendig

Mir hat das Yullbe GO-Erlebnis anfangs persönlich besser gefallen, da die Immersion schneller stattgefunden hat und ich nicht komplett reizüberflutet war. Wenn ihr das VR-Erlebnis ein oder zweimal gemacht habt, dann hat der Körper eine Chance, sich an die neue Welt zu gewöhnen und das große VR-Erlebnis macht dann umso mehr Spaß.

Abschließend kann gesagt werden, dass die Yullbe-Technologie ein großer Fortschritt für die Freizeit- und VR-Branche ist, da die Technologien in die Massentauglichkeit überführt wurden. Probiert einfach mal aus, wie und ob es euch gefällt. Von mir gibt es eine klare Empfehlung.

Bildquellen

Bilder: Eigene Fotografien

Textquellen

Gespräch mit: David Lämmel (Marketingleiter Europa-Park) am 04.05.22

Gespräch mit: Marcus Ernst (Projektleiter bei MackNeXT) am 04.05.22

Gespräch mit: Gerrit Braun (Gründer Miniaturwunderland) am 31.03.22

Gespräch mit: Frederik Braun (Gründer Miniaturwunderland) am 31.03.22

https://www.miniatur-wunderland.de/yullbe/

https://www.northdata.de/Mack+NeXT+GmbH+%26+Co.+KG,+Rust/Amtsgericht+Freiburg+HRA+706026

https://www.europapark.de/de

https://www.europapark.de/de/yullbe

https://www.europapark.de/de/rulantica/attraktionen/snorri-snorkling-vr

Videoquellen

Video: „https://youtu.be/sl9a4-onNZQ“

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Studium

Willkommen in der Punktewelt – Praxissemester bei PAYBACK

„Sammeln Sie PAYBACK-Punkte?“ Das kennst du sicher auch: Egal ob bei dm, Aral oder Rewe überall hört man diese Frage. Aber hast du dich schon mal gefragt, wie es ist bei PAYBACK zu arbeiten? Dann tauch mit mir ab in eine Welt voller Punkte. Eins lass dir vorab gesagt sein: Kaffee kochen und kopieren ist als Praktikant nicht dein Job.

Doch zurück zum Anfang: Pflichtpraktikum? Wohin soll ich gehen? Was soll ich machen? Fragen über Fragen, die jeden Studenten auf der Suche nach einem passenden Praktikumsplatz einmal beschäftigen. Lass dich von mir und meinen Erfahrungen inspirieren und entscheide selbst, ob eine amerikanisch angehauchte Unternehmenskultur auch zu dir passt.

Direkt nach der Prüfungszeit im Februar 2019 ging es los. Es hieß für mich: Koffer packen, Wohnung räumen und ab nach München. Denn dort befindet sich der Hauptsitz der PAYBACK GmbH und zu diesem Zeitpunkt auch mein neuer Wohnort für das nächste halbe Jahr. Doch was macht PAYBACK überhaupt?

Das Unternehmen PAYBACK:

Fragt man Passanten auf der Straße, ob sie PAYBACK kennen, so erhält man meist die Antwort: „PAYBACK? Das ist doch dieses Punkteprogramm?“. Doch ein Blick hinter die Kulissen verrät, dass es weit mehr ist, als nur Punkte sammeln. Das Geheimrezept des Erfolges verbirgt sich hinter dem Motto „Tante Emma 2.0“. Klassische Kundenbindung und Personalisierung, wie man es aus den damaligen, kleinen Geschäften kennt. Das Besondere daran ist die zusätzliche Verknüpfung der Offline- mit der Online-Welt:

Keine andere Plattform in Deutschland verbindet den stationären Handel so intelligent und umfassend mit digitalen Kanälen.

PAYBACK

Was das für dich bedeutet? Ob in der IT, im Produktmanagement oder im Marketing, die Auswahl der Praktikumsstellen ist sehr vielseitig. Falls du dich dort bewerben solltest, schau dir am besten vorab alle Daten und Fakten rund um´s Unternehmen an.

Warum ich ein Praktikum bei PAYBACK gemacht habe?

Bild 2 | Austausch mit Mitarbeitern

Natürlich könnte ich nun behaupten, dass ich schon immer zu PAYBACK wollte, aber da muss ich dich leider enttäuschen.Um ehrlich zu sein, war es der direkte Austausch mit einer Praktikantin und die positiven Erfahrungsberichte der Mitarbeiter. Die umfassenden Einblicke in die tatsächliche Arbeits- und Unternehmenskultur sind der ausschlaggebende Punkt für meine Wahl gewesen.

Würdest du mich heute Fragen, wieso du ausgerechnet dort ein Praktikum machen solltest, dann würde ich dir Folgendes erzählen:

Gründe für ein Praktikum bei PAYBACK:

  • Du bist Teil der PAYBACK-Family: Leere Worte oder Recruitingslogans, die sich nur gut anhören? Fehlgeschlagen! Egal ob bei Meetings, Events oder Firmenfeiern, tatsächlich wurde ich auch als Praktikantin super integriert.
  • Verantwortung, statt Kaffee kochen und kopieren: Hier einen Call zum Tracking, dort ein Meeting zur neuen Marketingkampagne, zwischendurch noch schnell alle E-Mails beantworten und dann noch kurz die Dailys machen. Ach ja, und das eigene Projekt sollte in zwei Stunden fertig sein. Aber keine Angst, dir wird zwar Verantwortung übertragen, aber Zeit für einen Kaffee mit Kollegen oder ein Abstecher im Spielezimmer findest du mit guter Organisation immer.
  • Mit mehr als 1000 Mitarbeitern hat PAYBACK eine angenehme Unternehmensgröße: Was ich daran am meisten geschätzt habe? Vor allem die Möglichkeit, sehr einfach persönlichen Kontakt zu Mitarbeitern aus anderen Abteilungen zu knüpfen.
  • Bezahltes Pflichtpraktikum: Selbsterklärend, oder? Schließlich sind es wohl die zwei magischsten Wörter, die jeden Praktikanten glücklich machen.
  • Weiterbildungsangebote für Praktikanten: Richtig gehört! PAYBACK ermöglicht es sogar Praktikanten sich weiterzubilden. Ich hatte also die Möglichkeit, an verschiedensten Angeboten teilzunehmen. Sind deine Excel-Kenntnisse zum Beispiel etwas eingerostet, so kannst du dort die Chance ergreifen und dein Wissen auffrischen.
  • Benefits, Highlight und Co.: Du profitierst wie jeder andere Mitarbeiter von den vielseitigen Mitarbeiterangeboten. Darüber hinaus erwarten dich viele Highlights und kampagnenabhängige Aktionen, die dir deinen Arbeitsalltag versüßen.

Neben den genannten Gründen möchte ich dir auch einige Einblicke in meinen Arbeitsalltag bei PAYBACK geben.

Meine Zeit im Online Marketing:

Nach einem herzlichen Willkommen im Team und einer Vorstellungsrunde in der Abteilung ging es auch direkt los. Innerhalb von eineinhalb Wochen wurde ich von meiner Vorgängerin eingelernt. Sie erklärte mir das Wichtigste, brachte mir den PAYBACK-Flair näher und dann war sie auch schon weg. Ab diesem Zeitpunkt war ich bei meinen täglichen Aufgaben auf mich allein gestellt und musste schnell feststellen:

Bild 3 | Praktikum im Online Marketing

Bye, bye Studentenleben – hallo Arbeitswelt.

Die Anfangszeit war sehr fordernd – viele Informationen, unterschiedliche Projekte und eine eigene Unternehmenssprache mussten erst einmal in meinem Kopf Platz finden. Festzustellen, dass ich von Tag zu Tag dazu gelernt habe und mir dadurch immer mehr Verantwortung übertragen wurde, war jedoch meine persönliche Motivationsspritze. Zudem hatte ich viel Spaß an der Arbeit und mit meinen Kollegen.

Die Tätigkeiten in diesem Bereich sind sehr facettenreich. Sowohl technisches und analytisches Verständnis als auch Kreativität sind gefragt. Solltest du also monotone Jobs bevorzugen oder kein Interesse an gewissen Grundkenntnissen des Programmierens haben, dann bist du in einem anderen Bereich vielleicht besser aufgehoben. Entspricht dies jedoch genau deinen Interessen, dann probier´s aus und sammele deine eigenen Erfahrungen.

Anmerkung: Du hast Angst überfordert zu sein oder zweifelst an deinen fehlenden Kenntnissen? Keine Panik, bei Rückfragen oder Unklarheiten konnte ich immer auf meinen Vorgesetzten zugehen.

Das Team:

Vielleicht kennst du das: Du machst dich auf dem Weg zum Unternehmen und freust dich auf die Arbeit, vor allem aber auf deine Kollegen. Genau so war es bei mir der Fall. Die Stimmung im Team war mehr als klasse. Es gab kaum Tage, an denen es zu Differenzen oder Unstimmigkeiten kam. Unter anderem lag dies daran, dass das Team an sich sehr klein war. Gerade einmal sechs Personen kümmern sich um das Online Marketing.

Eine weitere Besonderheit war, dass die Hälfte des Teams aus Praktikanten und Werkstudenten bestand. Dadurch war der Altersdurchschnitt sehr jung und das Eis in manchen Situationen schneller gebrochen.

Die Voraussetzungen für einen guten Teamzusammenhalt waren somit gegeben. Im Laufe der Zeit ist das Team durch die gemeinsamen Aktivitäten immer mehr zusammengewachsen. Egal ob während der Arbeitszeit mit einer kleinen Kicker-Pause im Spielzimmer oder Unternehmungen außerhalb der Arbeitszeiten. Wir hatten unseren Spaß bei der Arbeit und waren dadurch top motiviert für anstehende Projekte.

Wie ich immer so schön sage: Ein passendes und harmonisches Team ist die halbe Miete. Denn du gehst sicher auch viel lieber zur Arbeit, wenn du ein tolles Team hinter dir hast.

Doch mir hat nicht nur das Team und die entspannte Arbeitsatmosphäre super gefallen. Es war der komplette PAYBACK-Flair. Fragst du dich nun, was ich damit meine? Dann schau dir einfach meine persönlichen Höhepunkte an.

Meine persönlichen Highlights:

  • Die Popcornmaschine: Jeden Donnerstag gibt’s Popcorn „for free“. Für die Liebhaber des deftigen Genusses gibt es sogar einmal im Monat salziges Popcorn.
  • Das Esszimmer: Neben einer riesigen Auswahl an unterschiedlichen Gerichten zum kleinen Preis, hat man die Möglichkeit an sogenannten Mystery-Dates teilzunehmen. Du weißt also vorab nicht, mit wem du deine Mittagspause verbringen wirst. Dadurch lernst du unverbindlich und entspannt Kollegen aus anderen Abteilungen kennen. Mit viel Glück kannst du sogar mit einem der Geschäftsführer zu Mittag essen.
  • Die Mittagsroutine: Nach dem Essen kann man mit seinen Kollegen oder Lunchpartnern einen kleinen Spaziergang durch den anliegenden Bavariapark machen. Als Snack für den Weg kannst du dir am Ausgang des Esszimmers einen Apfel mitnehmen.
  • Die Candy-Bar: Überkommt dich doch einmal die Lust auf Süßes, so findet man im „Tante-Emma-Laden“, direkt neben der Rezeption, immer eine Kleinigkeit.
  • Die Team- und Abteilungsevents: Ob Bowlen gehen oder Teambuilding in der Jochen Schweizer Arena, Spaß wird hier großgeschrieben.
  • Die Mitarbeiterküchen: Kaffee, Wasser und Tee sind kostenlos und immer griffbereit. Darüber hinaus sorgt ein kleiner Plausch mit den Kollegen für Abwechslung.
  • Das Spielzimmer: Damit der Spaß nicht zu kurz kommt oder man sich zwischendurch auspowern kann, gibt’s auch hierfür jede Menge Möglichkeiten. Tischkicker, Wii oder Tischtennis, für jeden Geschmack ist was dabei.
  • Der Physiotherapeut und das Sportzimmer: Kurze Massage gefällig oder einfach den Kopf mit einer kleinen Runde Sport frei bekommen? Das geht! Du kannst dir dafür einfach Zeit nehmen und einen Termin buchen.
  • Die Gestaltung der Räume und des Arbeitstages: Kampagnenabhängige Aktionen, wie beispielsweise „Pointeesuche mit einem Nachtsichtgerät“, lockern den Arbeitsalltag auf. Neben diesem Highlight hat mir auch die themenspezifische Gestaltung der Meetingräume besonders gut gefallen.
Bild 4 | Die Popcornmaschine
Bild 5 | Snack für den Mittagsspaziergang
Bild 6 | Tischkickern im Spielzimmer

Fragst du dich gerade, ob es auch Nachteile gibt?

Na klar! Karamellpopcorn gab es zum Beispiel viel zu selten – kleiner Spaß. Während meiner Zeit bei PAYBACK habe ich einiges erleben dürfen und die Vorzüge eines Top Arbeitgebers schätzen gelernt.

Dennoch kann nicht jeder Tag ein spannendes Abenteuer sein. Es ist schließlich Arbeit und am Ende eines Tages muss auch das Ergebnis stimmen. Hinzu kommt die bereits erwähnte Tatsache, dass die Hälfte des Teams aus Praktikanten oder Werkstudenten besteht. Was ist der Nachteil daran? Nun, wenn man länger als ein halbes Jahr im Unternehmen ist, erlebt man einen regen Teamwechsel. So hat man sich gerade als Team eingespielt, fängt man wieder bei null an. Auch ich habe dies miterlebt, da ich nach meiner Praktikantenzeit noch als Werkstudentin und anschließend als Bachelorandin im Online-Marketing-Team tätig war. Doch was das Team angeht, hatte ich immer Glück. Dennoch war der halbjährliche Abschied von meinen lieb gewonnenen Kollegen nicht immer leicht und jedes Mal aufs Neue eine Umstellung.

Fazit:

Meine Zeit bei PAYBACK war einfach spitze. Die Aufgaben, das Team, die Unternehmenskultur und -atmosphäre haben mir mehr als zugesagt. Das war auch ein Grund, weshalb ich noch länger im Unternehmen geblieben bin.

Wenn es dir also wichtig ist als Praktikant akzeptiert, geschätzt und gefördert zu werden, dann kann ich mir gut vorstellen, dass es dir in diesem Unternehmen gefallen wird. Du hast jetzt einen kleinen Einblick in meine Praktikumszeit bei PAYBACK erhalten. Entscheide selbst, ob eine amerikanisch angehauchte Unternehmenskultur zu dir passt.

Dich interessiert es wie ein Praktikum in anderen Unternehmen abläuft, wie beispielsweise bei Carl Zeiss oder funk? Hier im numinos newsroom findest du viele tolle Erfahrungsberichte rund ums Thema Praxissemester sowie ein „How to„.

Bildquellen
Studium

Interview mit Michael Heinl – Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer AISEC

Welche Tätigkeiten führt ein UNITS-Alumni im Unternehmen aus? Was sind die Chancen, Risiken und Problemstellungen, die einen im Arbeitsalltag beschäftigen? Antworten auf diese und weitere Fragen werden von Michael Heinl, Abteilung Product Protection & Industrial Security, Fraunhofer-Institut für Angewandte und Integrierte Sicherheit AISEC in Garching bei München beantwortet.


Steckbrief

Name: Michael Heinl
Aktuell tätig als: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer-Institut für Angewandte und Integrierte Sicherheit AISEC in Garching bei München.

Studium:

  • B.Sc., Unternehmens- und IT-Sicherheit (Hochschule Offenburg)
  • M.S., Information Security and Assurance (George Mason University)
  • M.Sc., Informatik (Universität Ulm)

Was schätzen Sie an dem Berufszweig der IT-Sicherheit?

Durch die zunehmende Digitalisierung ist IT und damit auch die IT-Sicherheit in immer mehr Branchen, aber auch in Bereichen des täglichen Lebens, kaum mehr wegzudenken. Dadurch ergibt sich für Menschen mit einer fundierten Ausbildung im Bereich IT-Sicherheit, eine sehr vielseitige Spanne von Beschäftigungsmöglichkeiten. Von sehr technischen Berufen, wie z. B. der maschinennahen Forschung und Entwicklung oder der IT-Forensik, über organisatorisch-koordinierende Bereiche, wie z. B. das Informationssicherheitsmanagement, bis hin zur Schulung von Studierenden, Auszubildenden oder Mitarbeitenden in Unternehmen, wo es vor allem darauf ankommt, Inhalte didaktisch aufzuarbeiten und Spaß daran zu haben, mit Menschen zu arbeiten.

Außerdem nimmt neben der wirtschaftlichen auch die gesamtgesellschaftliche Relevanz der IT-Sicherheit stetig zu. Als aktuelle Beispiele können hier z. B. die recht öffentlichkeitswirksame Diskussion, um die Vertrauenswürdigkeit von 5G-Komponenten oder aber auch das Thema elektronische Wahlverfahren genannt werden.

Was macht Ihren Job für Sie zu einem Traumjob?

Als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer AISEC, habe ich das große Glück, einen Großteil der oben genannten Bereiche abdecken zu dürfen. Die Abteilung Product Protection & Industrial Security, in der ich tätig bin, beschäftigt sich vor allem mit dem Schutz von Produkten und Geräten in der Industrie und dem Automotive Bereich. Etwa, um Produktpiraterie entgegenzuwirken und mit Maßnahmen zur Absicherung von Industrieanlagen, aber auch Themen der Sicherheit im vernetzten Fahrzeug spielen eine große Rolle.

Der Schwerpunkt meines Arbeitsalltags liegt auf interdisziplinärer Forschung und Entwicklung in Zusammenarbeit mit Unternehmen verschiedener Branchen, sowie Lehrstühlen und Forschungseinrichtungen unterschiedlicher Fachrichtungen, also einer Mischung aus Vorlaufforschung und der Entwicklung konkreter Lösungen im Schulterschluss mit der Industrie.

Momentan forsche ich zum Beispiel an Verfahren, die es produzierenden Unternehmen ermöglichen sollen, auf einer cloudbasierten Plattform Maschinendaten sicher zur Verfügung zu stellen, ohne dabei geistiges Eigentum preiszugeben. Auf Seiten der Maschinenhersteller können diese Daten dann zur Optimierung der Maschinen genutzt werden und somit zur Wertschöpfung beitragen.

Durch die Betreuung von Abschlussarbeiten und die aktive Einbindung in die Lehre an der Technischen Universität München habe ich außerdem regelmäßig Kontakt mit Studierenden und kann meine eigenen Erfahrungen sowie das sich ständig erneuernde Wissen aus Forschungsprojekten weitergeben, was mir viel Freude bereitet.

Alles in allem, also eine äußerst sinnstiftende Beschäftigung, die das Label „Traumjob“ meines Erachtens durchaus verdient hat.

Welche Herausforderungen sehen Sie in Ihrem Job?

Stetig mit den neuesten Entwicklungen Schritt zu halten und sich entsprechend kontinuierlich fortzubilden, ist ein sehr großes Privileg, gleichzeitig aber sicherlich auch mit eine der größten Herausforderungen. Damit meine ich in erster Linie nicht unbedingt formale Qualifikationen im Sinne von Schulungen oder gar Abschlüssen (obwohl die natürlich auch dazugehören), sondern zum einen das alltägliche Lernen in Form von zielgerichteter und forschungsrelevanter Recherche. Zum anderen ist es aber auch wichtig, den Überblick über aktuelle Entwicklungen in den vielen verschiedenen Bereichen der IT-Sicherheit zu behalten, auch wenn sie das eigene Forschungsfeld nicht unmittelbar betreffen, da oftmals wechselseitige Abhängigkeiten bestehen. Es ist also nicht nur ein aktuelles, sondern zu einem gewissen Maße auch ein gesamtheitliches Verständnis wichtig, um mit Angreifern Schritt halten zu können. Durch den abteilungsübergreifenden Austausch am Fraunhofer AISEC, können wir uns in unterschiedlichen Bereichen der IT-Sicherheit weiterbilden. Persönliches Interesse und Eigeninitiative kann dieser Austausch allerdings nicht gänzlich ersetzen.

Welche Inhalte und Kompetenzen, die Sie in Ihrem Studium erworben haben, spielen in Ihrer beruflichen Tätigkeit eine Rolle?

Nach meinem Studium war ich zuerst als Incident Response Consultant bei IBM beschäftigt. Beim Berufseinstieg direkt geholfen haben mir deshalb sicherlich weiterführende Vorlesungen wie z. B. „Computer Forensik“ oder „Business Continuity & Disaster Recovery“.

Mit fortschreitender Berufserfahrung und nicht zuletzt in der Forschung gewinnen aufgrund der bereits erwähnten Anforderungen des lebenslangen Lernens allerdings auch die Grundlagen-Module mehr und mehr an Bedeutung. Das Verständnis der dort behandelten Sachverhalte erleichtert es, sich in der Praxis schnell in neue Themen einzuarbeiten. Diese fundierte Ausbildung in den Grundlagen ist in meinem Berufsalltag deshalb unersetzlich und ich möchte sie nicht missen.

Abseits vom offiziellen Curriculum waren es vor allem eine Vielzahl ehrenamtlicher Engagements, z. B. beim AStA, im Studierendenparlament oder als Delegierter und später Sprecher der Landesstudierendenvertretung, die mir wichtige Kompetenzen an die Hand gegeben haben. Die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Interessensgruppen und politischen Akteuren hat mir wertvolle Einblicke erlaubt und verständlich gemacht, wie man, basierend auf den Interessen verschiedener Statusgruppen, tragfähige Kompromisse erarbeitet.

Hierbei hat mir, um wieder den Bogen zurück zum eigentlichen Studium zu spannen, vor allem auch die Veranstaltung „Informatik & Ethik“ direkt im ersten Semester sehr geholfen. Für mich, der bis dahin auf einen größtenteils durch die Berufsbildung geprägten Werdegang zurückblicken konnte, waren die dort vermittelten Herangehensweisen sehr bereichernd und prägend. Das ging sogar soweit, dass ich im Masterstudium Philosophie als Nebenfach belegt habe.

Falls Sie noch einmal die Wahl hätten, würden Sie sich erneut für ein Studium an der Hochschule Offenburg entscheiden?

Meines Erachtens bereitet die Mischung aus Informatik, IT-Sicherheit und betriebswirtschaftlichem bzw. -organisatorischem Sachverstand sowohl ideal auf das Berufsleben als auch auf ein weiterführendes Studium vor. Gepaart mit der Einzigartigkeit eines fußläufig in ca. fünf Minuten erreichbaren Badesees in direkter Nähe zum Campus, lautet die Antwort auf diese Frage definitiv „Ja“.

Welchen Tipp möchten Sie den (IT)-Studierenden mit auf den Weg geben?

Macht möglichst vollumfänglichen Gebrauch von den reichhaltigen Möglichkeiten, die euch die Hochschule Offenburg über das eigentliche Studium hinaus bietet! Sei es das bereits erwähnte ehrenamtliche Engagement in der studentischen und akademischen Selbstverwaltung, die Unterstützung durch das International Office bei einem Studien- oder Praxisaufenthalt im Ausland oder die vielfältigen Schulungs- und Beratungsangebote des Career Centers zu Themen wie Selbstständigkeit oder Berufsorientierung. All diese Angebote haben gemein, dass sie euch dabei unterstützen, einen Blick über euren eigenen Tellerrand zu werfen, neue Menschen kennenzulernen und das Studium auch mal aus anderen Perspektiven wahrzunehmen, was alles sehr bereichernd sein kann!

Welchen Stellenwert hat Ihrer Ansicht nach die IT-Sicherheit derzeit in Unternehmen?

Die Landschaft ist hier sehr heterogen. Eine pauschale Aussage zu treffen, ist deshalb schwer. Ein Trend, den ich aber immer wieder beobachte, ist, dass größere Unternehmen sich des Risikos bewusst und auch bereit sind, aktiv gegenzusteuern. Bei kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) fehlen dagegen häufig noch das Bewusstsein sowie die nötigen Ressourcen, da sie sich oft nicht als lukratives Ziel von Angriffen sehen. Tatsächlich ist es aber so, dass auch KMU nicht von Angriffen verschont bleiben und diese durchaus eine existenzielle Bedrohung darstellen können.

Was sind die häufigsten IT-Bedrohungen, die in Ihrem Unternehmensalltag vorkommen?

Zu den momentan medienwirksamsten und auch häufigsten Bedrohungen zählen sicherlich Angriffe durch Ransomware. Man darf aber nicht außer Acht lassen, dass Angriffe meistens mehrstufig sind und der Schaden auch schon vor dem eigentlichen Ausbruch dieser Erpressungssoftware erheblich sein kann.

Zum Beispiel dann, wenn die initiale Kompromittierung bereits einige Zeit zurückliegt, die Angreifer sich in der Zwischenzeit unbemerkt durchs Firmennetz bewegen konnten und allerlei kritische Geschäftsdaten sowie geistiges Eigentum abgeflossen sind.

Ein fehlerhaft konfigurierter oder sich nicht auf dem aktuellen Stand befindlicher Webserver, der Klick auf einen Link in einer Phishing-Email oder die Nutzung privater Speichermedien im Unternehmensnetzwerk – die Einfallstore können hier vielfältig sein. Es ist deshalb unerlässlich, den ganzheitlichen Ansatz, der im Studienganz UNITS gelehrt wird, auch in der Praxis umzusetzen: Neben den technischen als auch den organisatorischen Maßnahmen muss ebenso der Faktor Mensch berücksichtigt werden.

Welche Risiken in Bezug auf die IT-Sicherheit sehen Sie in Zukunft?

Eines der großen, kontrovers diskutierten Themen ist sicherlich das Thema Quantencomputing. Auf der einen Seite ergeben sich hier große Chancen, z. B. beim effizienten Lösen komplexer Optimierungsprobleme in Bereichen wie Logistik, Gesundheit und Klima. Auf der anderen Seite sind jedoch auch die Risiken dieser Entwicklung nicht zu vernachlässigen. So wären nach gegenwärtigem Wissensstand vor allem asymmetrische Kryptoverfahren davon betroffen und könnten mithilfe von Quantencomputern wesentlich schneller gebrochen werden. Solcherlei Verfahren sind z. B. ein integraler Bestandteil sicherer Internetkommunikation, die Anwendungen wie z. B. Onlinebanking erst möglich macht.

Was sollten Unternehmen tun, um im Bereich der IT-Sicherheit gerüstet für die Zukunft zu sein?

Gerade das Thema Quantencomputing klingt oft noch nach Zukunftsmusik. Experten auf dem Gebiet sehen jedoch eine 20-prozentige Chance, dass bis Ende der 2020er-Jahre für heutige Verschlüsselung relevante Durchbrüche erzielt werden könnten. Betrachtet man z. B. die Lebensdauer von Fertigungsmaschinen, liegt diese oftmals deutlich über einem Jahrzehnt. Hier wird klar, dass es gerade mit Hinblick auf die zunehmende industrielle Vernetzung, die unter dem Stichwort „Industrie 4.0“ zusammengefasst werden kann, wichtig ist, sich bereits heute Gedanken zu machen, um die (Maschinen‑) Kommunikation von übermorgen abzusichern. Entsprechende Postquantenkryptografie, also Verfahren, die auch den Berechnungen von Quantencomputern eine ausreichend lange Zeit standhalten, werden auch bei uns in der Fraunhofer-Gesellschaft erforscht und befinden sich gegenwärtig in der Standardisierung. Doch auch, wenn diese Verfahren noch nicht standardisiert sind, lässt sich bereits heute vorsorgen, indem das Prinzip der Kryptoagilität, also der Austauschbarkeit kryptografischer Bausteine, bei der Entwicklung berücksichtigt wird. Dies wiederum erfordert Lösungen, damit entsprechende Updates auf den Maschinen auch sicher durchgeführt werden können, womit wir wieder bei der Arbeit des Fraunhofer AISEC wären.


Vielen Dank an Herrn Heinl für unser Gespräch und die ausführlichen Informationen. Bedanken möchte ich mich zudem für den reibungslosen Ablauf des Interviews und die von ihm aufgebrachte Zeit. 


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