Studium

Master statt Quarterlife-Crisis: Offenburg > Fließband ✨

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Master statt Quarterlife-Crisis: Offenburg > Fließband ✨

Eigentlich war ich die letzten drei Jahre das Paradebeispiel für „Life is figured out“: Duales Studium bei Volkswagen, den Bachelor in International Business fast in der Tasche und das Onboarding für meine neue Stelle im Strategie-Team bereits abgeschlossen. Ich sah mich schon mit meinem Iced Matcha in Meetings sitzen, Konzepte pitchen und mit meinem coolen Team die Automotive-Welt erobern. Es war alles angerichtet für den perfekten Berufseinstieg – bis die Realität beschlossen hat, mir einen gewaltigen Strich durch die Rechnung zu machen…

Kennt ihr diese Momente, in denen ihr genau wisst, wo ihr wart, als etwas Weltbewegendes passierte? Manche erinnern sich an den Mauerfall, andere an den Sieg der WM. Ich? Ich erinnere mich an den Freitagmorgen in meinem pinken Bademantel.

Ich saß da, die zweite Tasse Kaffee in der Hand, bereit für das „Endlich-Bachelor-Gefühl“. Eigentlich war alles safe. Onboarding erledigt, Stelle sicher – ich dachte, ich muss mir nie wieder Sorgen um meine Zukunft machen. Dann ploppte die Email auf. Und die Schlagzeilen im Feed gaben mir den Rest:

„Uni-Absolventen am Fließband“ 

„Fließband statt Bürostuhl“

An diesem Punkt hatte ich meine erste handfeste Quarterlife-Crisis mit Anfang 20. Versteht mich nicht falsch, Respekt vor dem Handwerk, aber ich habe mir kurz vorgestellt, wie ich mit einem Schraubenzieher vor einem Getriebe stehe… und ja, das Bild der weinenden Maus trifft es perfekt.

Die deprimierende Realität (aka Welcome to 2025)

Ich dachte mir so: „Okay, Plan B. Schau ich halt mal, was es sonst so gibt.“ Eigentlich voll spannend, dachte ich. Vielleicht finde ich ja direkt den Traumjob in Berlin oder Hamburg. Bisschen Großstadt-Vibe, coole Agentur, das volle Programm. Ich wollte mir nur kurz einen Überblick verschaffen, welche Branchen gerade thriven und wo ich mich bewerben kann.

Ich hab also mein Handy entsperrt. Aber warte mal…

Nichts sagt „Willkommen im Berufsleben“ wie ein Lockscreen voller Eilmeldungen über Kündigungswellen und Wirtschafts-Krisen. Danke für gar nichts, 2025.

Mein Fluchtplan: Zurück an die Uni.

Aber… wollte ich wirklich zurück an die Uni?

Wenn ich an meinen Bachelor zurückdenke, sehe ich vor allem:

  • Klausurenphasen: Wochenlang nur von Koffein und Angst leben? No thanks.
  • Die Deutsche Bahn: Mein persönlicher Endgegner. Wer einmal im Winter am Hbf in Mannheim gewartet hat, weiß, was wahre Schmerzen sind.
  • Duales Studium Struggles: Diese ewigen Umzüge. Doppelte Mietzahlungen, die am Ende höher waren als mein eigentliches Gehalt? Die Wahl, alle drei Monate eine neue Wohnung zu suchen oder fragwürdige Untermieter zu haben, die noch nie einen Staubsauger gesehen haben … sowas muss echt nicht sein. Klingt fast schon wie in einem schlechten Film, aber das war es leider nicht.

Eigentlich war mein Plan: Nie wieder Klausurenphase. Aber wenn die Alternativen „Nachtschicht am Band“ oder „endlose Jobsuche“ heißen, wird die Uni plötzlich wieder sehr attraktiv.

Warum sich der Master (trotzdem) lohnt

Vielleicht hatten unsere Eltern mit dem Spruch „Bildung kann dir keiner nehmen“ am Ende doch recht – und sind wir mal ehrlich, durchschnittlich 14 Prozent mehr Gehalt mit dem Master als mit dem Bachelorabschluss sind auch ein Argument, das man nicht ignorieren kann. Ein Master schadet dem Lebenslauf definitiv nicht und wer weiß, vielleicht ist genau das mein Ticket für das spätere Homeoffice am Strand in Thailand – ich meine, wer will das bitte nicht?

Und genau hier kommt mein persönlicher Plot-Twist: ✨ Der Master an der Hochschule Offenburg

Ich habe mich für Dialogmarketing und E-Commerce (DEC) entschieden. Und ganz ehrlich? Es ist die perfekte Überlebensstrategie für alle kreativen Studierenden.

DEC auf einen Blick:
  • Dauer: 3 Semester (inklusiv Masterthesis).
  • Aufbau: Ein Mix aus Strategie, Tech & Kreativität.
  • Studienorte: Best of both worlds – Vorlesungen in Offenburg und Gengenbach.
  • Bewerbung: Ganz unkompliziert online über das Portal der HS Offenburg.

Warum DEC (wirklich) Spaß macht:

Hands-on: Ihr baut eigene eigene Online-Shops oder Apps statt den 100sten Foliensatz auswendig zu lernen

Tech-Check: Data Analytics und KI-Tools. Klingt erst mal trocken, ist aber der Skill, der euch unersetzbar macht

Teamwork makes the dream work: Fast alles läuft in coolen Projektgruppen. Wir lernen nicht nur Theorie, sondern wie wir gemeinsam ein Ziel erreichen (und dabei nicht den Verstand verlieren)

Marketing-Insights, die ihr wirklich braucht: Wir lernen nicht nur, wie wir 08/15-Werbung machen können, sondern auch wie wir Marken wie Mercedes so positionieren, dass sie auf Instagram als „Baddie in a Benz“ viral gehen oder warum die Duolingo-Eule auf Social Media so unhinged ist (die Kommentare sind Gold!)

Offenburg & Gengenbach (Süßer als man denkt!)

Klar, es ist nicht Berlin oder Hamburg, aber Offenburg und Gengenbach sind im Sommer schon ziemlich cute. Wir haben den Klostergarten, wir haben die Weinberge und ja, die beiden Städte geben auch auf den Weihnachtsmärkten wirklich ihr Bestes (sehr süß, wirklich!). Die Orte sind zwar nicht groß aber voller Charme, Lebensqualität und Möglichkeiten. Und wenn es ohne Großstadt gar nicht geht: Straßburg ist nur 30 Minuten entfernt.

Auch die Lage ist ein absoluter Life-Hack: Vormittags Vorlesung, nachmittags ein Aperol am Bodensee. Paris ist mit dem TGV näher als man denkt und auch in Basel und Stuttgart kann man in Nullkommanichts erreichen.

Schaut euch doch mal diesen spannenden
Beitrag dazu an: Kein Urlaub, kein Problem: Ein Kurztrip in die Stadt der Lichter

Für weitere Ausflugsziele rund um Offenburg und den Schwarzwald schaut gerne auch bei diesen Blogs vorbei:

Und ganz ehrlich: Jedes Mal, wenn ich ein Bild von der grauen Industriestimmung in Wolfsburg sehe, weiß ich wieder, warum ich die Sonne in Baden-Württemberg und die Pizza mit meinen Kommiliton*innen vorziehe.

Mein Fazit: Tu es für dich (und gegen die Quarterlife-Crisis)

Ich bin heute – trotz DB-Chaos und Klausurenstress – absolut glücklich mit meiner Entscheidung. Ich gestalte meine Zukunft lieber aktiv mit, als dass mir jemand sagt, welche Schraube ich als Nächstes drehen muss. Und falls ihr gerade an genau diesem Punkt steht und euch fragt: „Was jetzt?“ – mein Tipp: Atmet tief durch und macht den Realitätscheck. Schaut euch nicht nur die Jobtitel, sondern die gefragten Skills von morgen an.

Mein Appell an euch: Wenn ihr euch unsicher seid, ob ihr den Master machen sollt: DO IT. Vor allem DEC in Offenburg – ich würde mich jedenfalls jeden Tag wieder dafür entscheiden.

Bei Fragen oder Interesse am Studium meldet euch gerne bei mir :