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Vorlesung Social Media Marketing – Mach ich Foto, tu ich Facebook

Aufgaben im Social Media Marketing
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Vorlesung Social Media Marketing – Mach ich Foto, tu ich Facebook

Für viele Menschen sind die sozialen Medien aus ihrem Leben nicht mehr wegzudenken. Gerade jüngere Generationen verbringen dort mitunter nicht wenig Zeit. Kein Wunder, dass auch Unternehmen ihre Zielgruppen über soziale Medien erreichen möchten. Ein paar Bildchen hochladen, kann ja nicht so schwer sein? Nicht ganz, es steckt einiges hinter einem guten Social Media Auftritt eines Unternehmens. Was genau, lernst du in der Lehrveranstaltung Social Media Marketing.

In Deutschland nutzt fast die Hälfte der Bevölkerung aktiv Social Media. Wie du in der Grafik unten sehen kannst, nutzt insbesondere die jüngere Altersgruppe gerne und häufig Social Media, Tendenz steigend. Mittlerweile haben sich verschiedene Plattformen etabliert – von Facebook über Instagram bis TikTok. Dabei kann die Entwicklung der sozialen Netzwerke bis zum heutigen Stand in verschiedene Phasen eingeteilt werden, denn von der Entstehung des Internets in den 70er bis 90er Jahren bis heute war es ein langer Weg. ICQ, MySpace, LinkedIn und Xing sind nur ein paar der frühen Plattformen, die das Bedürfnis der Menschen nach Vernetzung und Kommunikation bedient haben. Seit etwa 2012 sind wir in der Phase, in der Social Media Plattformen verstärkt als Geschäftsmodell ausgebaut und kommerzialisiert werden. Unternehmen können sich hier präsentieren und gezielt Werbung schalten.

Grafische Darstellung der täglichen Social Media Nutzung 2020
Die tägliche Nutzung von Social Media auf verschiedenen Plattformen

In einem Unternehmen müssen bestimmte Voraussetzungen geschaffen werden, damit der eigene Social Media Kanal auch erfolgreich betrieben wird. Verschiedene Herausforderungen bestehen dabei: Welche Plattform passt zu den Unternehmenszielen? Wer ist für die Umsetzung und die Inhalte verantwortlich? Woher nimmt man die Inhalte? Wie geht man mit Kritik oder einem Shitstorm um? Wie wirtschaftlich ist das überhaupt? Diese Fragen und noch einige mehr müssen geklärt werden. Dazu ist eine strukturierte Vorgehensweise nötig. Die Lehrveranstaltung Social Media Marketing thematisiert genau dies. Hier lernst du alle Grundlagen, um die Herausforderungen zu bewältigen und um im unternehmerischen Social Media Marketing zu brillieren.

Was ist Social Media Marketing?

Du nimmst die Werbung auf Plakaten, im TV oder Internetbanner gar nicht wahr oder bist einfach nur genervt davon? Und was ist, wenn dir auf Instagram ein Influencer ein Produkt empfiehlt? Bei Letzterem kann es sich um eine Maßnahme des Social Media Marketing handeln, sofern der Influencer von einem Unternehmen beauftragt wurde.

Social Media Marketing umfasst alle Marketingmaßnahmen von Unternehmen, die in den sozialen Medien stattfinden und zur Erreichung eigener Unternehmens- bzw. Marketing-Ziele beitragen sollen. Unternehmen können dabei unterschiedliche Strategien verfolgen und entweder Endkunden, andere Unternehmen oder sonstige Stakeholder ansprechen. Auch die Ziele können sehr unterschiedlich sein. Laut einer weltweiten Befragung durch Social Media Examiner wollen Unternehmen in den sozialen Medien in erster Linie Aufmerksamkeit erhöhen, gefolgt von mehr Traffic generieren, Leads generieren, Verkäufe steigern und noch einiges mehr.

Warum Social Media? Im Marketing geht es nicht mehr um das, was Sie herstellen, sondern um die Geschichten, die Sie erzählen.

Seth Godin, Online Marketing Experte

Wichtig für Unternehmen ist dabei, die sozialen Medien nicht als weiteren reinen Werbekanal zu sehen, wo die eigenen Produkte oder Dienstleistungen promoted werden. Vielmehr eröffnen die verschiedenen Plattformen die Möglichkeit interessante Stories zu erzählen, Beziehungen aufzubauen und mit den Nutzenden bzw. (potenziellen) Kund*innen zu interagieren. Die Kommunikation sollte dabei authentisch, transparent und auf Augenhöhe stattfinden.

Faktencheck zum Fach

Für alle Masterstudierende des Studiengangs Dialogmarketing & E-Commerce (DEC)
Pflichtfach im Modul Social Media
Dozent: Herr Prof. Dr. Zerres
Unterrichtsform: Seminar
Prüfungsleistung: Gruppenpräsentation (25 Minuten)
Zwei Semesterwochenstunden  
Drei ECTS
Wird immer im Wintersemester angeboten

Welche Inhalte werden in der Lehrveranstaltung vermittelt?

In der Lehrveranstaltung werden dir alle wichtigen Grundlagen des Social Media Marketing vermittelt. Du lernst, wie und wo du Social Media im unternehmerischen Umfeld einsetzen kannst, welche Herausforderungen dabei bestehen und wie du diese bewältigst. Dabei erhältst du Einblick in Themen von der Geschichte und Entstehung von sozialen Medien, über Eskalationspläne bis hin zur Darlegung des Planungsprozesses.

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Dieses Video war unser humorvoller Einstieg in die 1. Vorlesung

Social Media Marketing im Unternehmen besteht nicht nur aus dem Posten von schönen Bildern und das war es dann. Dahinter steckt viel Arbeit und Planung, so gehört beispielsweise auch Controlling zu erfolgreicher Social Media Arbeit. Das klingt für Viele wohl erstmal trocken und wenig aufregend.

Die Vorlesung hält einiges bereit, was man vorher bezüglich Social Media Marketing vielleicht nicht auf dem Schirm hatte. Die Lehrveranstaltung ist zudem sehr anschaulich gestaltet und mit vielen Realbeispielen gespickt. Das obige Video der BVG, welches in unserem Semester der Einstieg in die erste Vorlesung war, ist ein Beispiel hierfür. Die Veranschaulichung hilft die Inhalte besser zu verstehen und zu verinnerlichen.
Des Weiteren muss man die humorvolle Art von Herrn Prof. Zerres hervorheben, welche die Vorlesung auflockert und sehr kurzweilig macht.

Herr Prof. Zerres
Herr Prof. Zerres

Welche Themengebiete dich in der Lehrveranstaltung erwarten, kannst du in der folgenden Wortwolke sehen. Sie decken alles ab, was nötig ist, um Social Media in einem Unternehmen erfolgreich zu betreiben.

Themen Social Media Marketing in Form eines Like Daumens
Daumen hoch für die Themen, die dich in der Vorlesung erwarten

Worin besteht die Prüfungsleistung?

Dich interessiert bestimmt auch, wie die Prüfungsleistung aussieht. Diese leistet du in einer praktischen Arbeit in Form einer Gruppenpräsentation ab. In einer Gruppe von drei bis fünf Studierenden präsentiert ihr ca. 25 Minuten ein vorher zugeteiltes Thema. Themen können beispielsweise sein: Auswahl und Erfolgskontrolle im Influencer Marketing, Erfolgsfaktoren des Kundenservice in Social Media oder auch TikTok der New Player. Abschließend folgen Rückfragen bzw. eine kleine Diskussion. Achte darauf das Thema möglichst umfassend darzustellen und auch mit Beispielen zu veranschaulichen. Zögere bei Fragen während der Ausarbeitung nicht auf Herrn Zerres zuzugehen. Er wird immer ein offenes Ohr haben und weiterhelfen können.

Mythbuster Social Media

Rund um Social Media existieren einige Mythen und Vorurteile, die sich auch in Führungsetagen von Unternehmen hartnäckig halten. Damit du deiner (künftigen) Führungskraft hierbei gleich den Wind aus den Segeln nehmen kannst, kommt hier der Mythbuster für gängige Social Media Mythen:

„Social Media kostet nichts.“
Social Media in Unternehmen verursacht sowohl interne als auch externe Kosten. So müssen zum Beispiel Inhalte recherchiert, geplant und erstellt sowie Personal geschult werden. Aber auch durch externen Bildeinkauf, Schalten von Werbung oder Nutzungsgebühren können Kosten anfallen.

„Social Media bringt schnellen Erfolg.“
Eine Social Media Strategie zu entwickeln und zu implementieren kann sich über Jahre hinziehen. Fatalerweise wird der Erfolg der Aktivitäten in Social Media von weniger als Zweidrittel der Unternehmen kontrolliert bzw. analysiert. Dabei ist dies nicht allzu schwer und hilft eine Aussage zu treffen, ob gesetzte Ziele erreicht werden.

„Social Media ersetzt die klassische Werbung.“
Was du unter anderem in der DEC-Veranstaltung Dialogmarketing Workshop lernst: Interessent*innen und Kund*innen durchlaufen in ihrer Customer Journey eine Vielzahl von Kanälen. Erinnerst du dich noch an das Projekt Red Bull Stratos, als Felix Baumgartner einen Fallschirmsprung aus der Stratosphäre gewagt hat? Hier wurden verschiedene Medien in einer cross-medialen Kampagne genutzt und erst dadurch ein großer Marketing-Erfolg erzielt.

„Social Media ist ganz einfach.“
Nur ein paar Beiträge schreiben und schon läuft der Account – so einfach ist es nicht. Wichtig ist es, dauerhaft aktiv zu sein und vor allem einen Mehrwert für (potenzielle) Follower zu liefern. Darüber hinaus ist bei Social Media die Interaktion mit den Followern von großer Bedeutung. Der zielgerichtete Aufbau einer Community benötigt gute Planung und Durchhaltevermögen.

„Social Media kann man nebenbei betreuen.“
„Social Media – das kann doch auch der Praktikant nebenher machen.“ Hier ist Vorsicht geboten. In sozialen Netzwerken erwarten Nutzer*innen schnelle Reaktionen von Unternehmen. Keine oder falsche Reaktionen können schnell eine Eigendynamik entwickeln. Mögliche Auswirkungen dürfen daher nicht unterschätzt werden. Entsprechend sollte dem Social Media Account Bedeutung beigemessen und dafür nötige Ressourcen eingeplant werden.

Meine Erfahrungen mit der Lehrveranstaltung

Ich persönlich habe die Vorlesung im Wintersemester 20/21 besucht. Da in dieser Zeit ausschließlich Online-Vorlesungen abgehalten wurden, unterscheiden sich meine Erfahrungen vermutlich etwas von denen bei Präsenzveranstaltungen. Herr Zerres hatte die Vorlesungen im Vorfeld aufgezeichnet und uns online zur Verfügung gestellt. Dies war praktisch in der Hinsicht, dass man größtmögliche Flexibilität hatte und im Video natürlich auch stoppen und zurückspulen konnte. Nichtsdestotrotz hatten wir bei Fragen im Rahmen unserer Gruppenarbeit auch die Möglichkeit Zoom-Meetings mit Herrn Zerres zu vereinbaren. Dies war für die Vorbereitung der Präsentation sehr hilfreich.

Für mich persönlich waren und sind die Inhalte der Vorlesung sehr interessant und auch praxisrelevant. Diese konnte ich direkt in meiner Werkstudententätigkeit im Online-Marketing anwenden so wie auch in Projekten anderer Vorlesungen.

Noch ein paar Empfehlungen gefällig?

In der Vorlesung werden verschiedene Themengebiete angesprochen. Dabei werden viele Beispiele von Unternehmen und Marken mit ihren Auftritten in den sozialen Medien vorgestellt. Ich kann nur empfehlen diese und weitere Kanäle in Social Media selbst zu abonnieren, wenn dies noch nicht der Fall ist. So bleibst du immer up to date, was gerade angesagt ist. Die sozialen Netzwerke sind sehr schnellebig. Es herrscht ein stetiger Wandel bei Trends, Inhalten und den Funktionen der Netzwerke. Da heißt es, am Ball bleiben!

Auch die verschiedenen bekannteren Plattformen solltest du kennen und wissen, worin diese sich unterscheiden. Hier kannst du sehen, wie in der Praxis z. B. mit unangenehmen Kommentaren umgegangen wird oder wie aktuelle Trends von Unternehmen aufgegriffen werden.

Aber nicht nur bei den Aktivitäten von Unternehmen solltest du dich auf dem Laufenden halten. Verfolge auch die Neuigkeiten auf branchenspezifischen Newsseiten wie omr.com, onlinemarketing.com oder futurebiz.de. So läufst du Trends nicht hinterher, sondern glänzt als Vorreiter.

Fazit

Social Media wird immer mehr Teil unseres Alltags. Auch Unternehmen kommen über kurz oder lang nicht daran vorbei, haben dabei aber auch einige Herausforderungen zu bewältigen. Das dafür nötige Know-How wird dir in der Lehrveranstaltung Social Media Marketing auf kurzweilige Art vermittelt. So wirst du optimal auf die Praxis vorbereitet und legst die Grundlage für deine Social Media Expertise.

Möchtest du noch mehr über die Lehrveranstaltungen im Studiengang Dialogmarketing & E-Commerce erfahren? Dann klicke am besten gleich in die folgenden Artikel rein:

Video- & Bildquellen

Titelbild Adobe Stock Abo
Grafik Social Media Nutzung – Eigene Darstellung in Anlehnung an ARD/ZDF Onlinestudie
Video BVG „Alles Absicht“
Bild Herr Prof. Zerres
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