Studium

Präsentationen wie vom Profi? Kann ich – mit dem KI-Tool von SlidesAI!

Schon zu Semesterbeginn wird klar, dass neben den anstehenden Klausuren auch diverse (Gruppen-)Projekte auf dich warten – und davon gibt es nicht gerade wenige. Keine Sorge, ein Teil dieser Arbeit kann heute schon von künstlicher Intelligenz übernommen werden, insbesondere die Erstellung bzw. Gestaltung der Präsentation selbst. Verabschiede dich vom gewohnten Standard wie PowerPoint, Canva und Co. und heiße SlidesAI willkommen!

1. Was ist SlidesAI?

SlidesAI ist ein innovatives Präsentationsprogramm, das dir dabei hilft, richtig ansprechende und professionelle Präsentationen zu erstellen. Dabei nutzt das Programm fortschrittliche künstliche Intelligenz, um automatisch Inhalte zu generieren, Layouts zu optimieren und visuelle Elemente anzupassen – basierend auf den von dir eingegebenen Informationen.

Mit SlidesAI kannst du also Zeit sparen, weil das Programm wiederholende Aufgaben wie das Duplizieren des Slides automatisch erledigt und dir so ermöglicht, dich auf den eigentlichen inhaltlichen Aspekt deiner Präsentation zu konzentrieren. Das i-Tüpfelchen in meinen Augen? Es ist ohne umfangreiche Designkenntnisse oder Grafikfähigkeiten möglich.

Es bietet außerdem eine Menge Vorlagen, Layouts und Stile, die du ganz nach deinen Wünschen und deinem persönlichen Stil anpassen kannst. Klingt zu schön, um wahr zu sein? Das denke ich nicht!

2. Wie funktioniert SlidesAI?

SlidesAI ist ein Add-on für Google Workspace. Du brauchst also ein Google-Konto und musst Präsentationen über Google Slides erstellen.

Installation von SlidesAI über den Google Workspace Marketplace

Als erstes öffnest du den Google Workspace Marketplace und suchst nach SlidesAI. Du wirst sicherlich schnell fündig werden, denn es gibt nicht viele Anbieter, die das blaue Leinwandlogo besitzen. Sobald du auf das Programm geklickt hast, musst du nur noch auf den Button „Installieren” klicken.


Öffne Google Slides und erstelle eine neue Präsentation

Sobald das Programm heruntergeladen wurde, sollte es in deinem Google Workspace unter Google Slides integriert sein. Um sicherzugehen, kannst du gerne folgenden Link nutzen: http://slides.new. Dieser Link erstellt automatisch eine neue und leere Präsentation über dein Google-Konto.


SlidesAI in den Erweiterungen finden

Nun hast du eine neue und leere Präsentation bei Google Slides vor dir. Wenn du unter „Erweiterungen” nachsiehst, erkennst du, dass SlidesAI erfolgreich installiert wurde.


Folien generieren und Inhalte einfügen

Klicke auf „Folien generieren”, um ein neues Dialogfenster zu öffnen. Hier kannst du unter „Text” deine Inhalte einfügen.

Wichtig: SlidesAI ist eine künstliche Intelligenz. Das bedeutet, sie lernt nur mit dem Input, den sie erhält. Daher sind längere und ausführlichere Texte zu einem Thema immer besser. Auf der rechten Seite kannst du festlegen, wie viele Folien deine Präsentation haben soll. In meinem Fall habe ich mich für acht entschieden. Zusätzlich soll meine Präsentation unter den Bereich des Präsentationstyps „Educational” fallen. Wenn du dich erst einmal ausprobieren möchtest, kannst du auch „Or try an example” verwenden.


Themes wählen

Nachdem du das Dialogfenster mit Inhalten gefüllt hast, kannst du auf der linken Seite unter „Themes” springen. Hier werden dir aktuelle Designvorschläge gezeigt. Wenn du ein Design gewählt hast, kannst du mit „Folien erstellen” deine ganz individuelle Präsentation generieren.


Deine Präsentation ist fertig!

Nach einigen Minuten des Wartens kommt der Moment, auf den wir alle gewartet haben: Innerhalb von wenigen Minuten hast du deine komplette Präsentation vor dir. Du kannst natürlich nachträglich noch Anpassungen vornehmen. Dafür gehst du einfach auf „Slides” > „Edit Theme” und kannst anschließend alle Inhalte nach deinen Wünschen anpassen sowie korrigieren.

Falls du ergänzend zu der obigen Schritt-für-Schritt-Anleitung noch einen detaillierteren Einblick benötigst, schaue gerne das veröffentlichte SlidesAI Tutorial von dem Kanal IPSR AcademiX an:

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3. Was kostet mich SlidesAI?

Die Basic-Variante von SlidesAI ist kostenlos. Du kannst drei Präsentationen im Monat erstellen und 2.500 Zeicheneingaben nutzen. Ein sogenanntes KI-Guthaben füllt sich monatlich um 10 Punkte. Das ist relevant, wenn du dir weitere Themes zulegen möchtest, die nicht in der Basic-Variante inkludiert sind. Außerdem kannst du ein Video monatlich hochladen und in einen der drei Präsentationen einbinden. SlidesAI selbst ist der Meinung, dass die Basic-Variante völlig ausreichend ist, um anzufangen.

Studierende und Lehrkräfte können ebenfalls das Profipaket für 9,39 EUR monatlich erwerben. Dafür gibt es dann eine Erweiterung auf 10 Präsentationen und 6000 Zeichen. Das KI-Guthaben wächst um 50 Punkte pro Monat sowie 10 Video-Exporte. Weniger relevant für uns ist das Paket Prämie – welches überwiegend für geschäftliche Zwecke notwendig ist.

SlidesAI Preismodelle im Überblick

4. Fazit

SlidesAI verspricht eine revolutionäre Lösung für das Erstellen von Präsentationen durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz. Das Programm macht es dir möglich, in Sekundenschnelle ansprechende und professionelle Folien zu generieren. Dadurch sparst du dir Zeit und Mühe! Aber bedenke: auch wenn künstliche Intelligenz einiges erleichtert, ist die Technik dahinter noch nicht ausgereift. Das Tool kann nur mit dem arbeiten, was du zur Verfügung stellst. Aus diesem Grund müssen deine Recherchen zuverlässig sein. Zudem ist es möglich, dass die typischen Fehler in Bilder vorkommen oder der Kontext nicht richtig erkannt wird.

Das Programm lässt sich dennoch einfach und nahtlos als Add-on für Google Workspace integrieren. Es gibt flexible Preismodelle, die auf deine individuelle Bedürfnisse eingehen. Die Benutzerfreundlichkeit und die vielen Funktionen könnten für dich bedeuten, dass sich die Effizienz im Studien- und Arbeitsalltag deutlich verbessert. Wenn du dir selbst einmal ein Bild machen möchtest, klicke einfach hier: Mehr über SlidesAI erfahren. Zudem kann ich dir den Beitrag unserer lieben Sophia ans Herz legen, welche ebenfalls über ein KI-Präsentationstool geschrieben hat: Fesselnde Präsentationen dank KI: Entdecke den AI-Presentation Maker

Ich kann das Programm also jedem empfehlen, der im Sommer lieber mehr Sonne tanken möchte, anstatt Folien in PowerPoint oder Canva zu erstellen. Worauf wartest du?

Studentenleben

People Pleasing: Trau dich Nein zu sagen!

In unserer Gesellschaft wird oft großen Wert darauf gelegt, anderen zu gefallen. Sei es in der Familie, am Arbeitsplatz oder im Freundeskreis – das Bedürfnis, von anderen gemocht und akzeptiert zu werden, ist tief in uns verwurzelt. Doch obwohl es wichtig ist, respektvoll und hilfsbereit zu sein, kann ein übermäßiges Streben danach, es allen recht zu machen, zu großen Problemen führen. In diesem Blogbeitrag wollen wir uns genauer mit dem Phänomen des „People Pleasing“ beschäftigen. Bist du bereit, deine eigenen Bedürfnisse zu priorisieren?

Was bedeutet People Pleasing?

Der Begriff „People Pleasing“ stammt aus dem anglo-amerikanischen und bedeutet übersetzt „Menschen gefallen“. Es bezieht sich auf das Verhalten, in dem Menschen systematisch versuchen, anderen zu gefallen, oft auf Kosten der eigenen Bedürfnisse, Werte und Grenzen. People-Pleaser beschäftigen sich übermäßig damit, wie sie für andere Menschen sein müssen und ihre Gedanken kreisen immer um die Frage, wie sie es schaffen können, dass die Menschen um sie herum zufrieden sind.

So richten People-Pleaser nicht nur ihr Denken und Verhalten nach anderen aus, sondern auch ihre Gefühle. Wer es allen recht machen will, verbirgt beispielsweise seinen Ärger oder stellt die eigenen Bedürfnisse für andere zurück. People-Pleaser haben oft Angst vor Ablehnung oder Konflikten und streben danach, Harmonie und Zustimmung um jeden Preis aufrechtzuerhalten. Wie zu Beginn erwähnt, handelt es sich dabei nicht um eine psychische Erkrankung, sondern um ein erlerntes Verhaltensmuster.

Dabei ist mir wichtig hervorzuheben, dass People Pleasing nichts ist, wofür man sich schämen muss. Wie jedes erlernte Verhalten kann es durch Achtsamkeit und Training überwunden werden.

Wie entsteht People Pleasing?

Es gibt verschiedene Gründe, warum Menschen zu People-Pleasern werden. Hier einige mögliche Faktoren:

Kindheitserfahrungen

Viele People-Pleaser haben in ihrer Kindheit gelernt, dass die Bedürfnisse und Wünsche anderer wichtiger sind als ihre eigenen. Das kann beispielsweise durch Eltern vermittelt worden sein, die hohe Erwartungen hatten oder Zuneigung und Anerkennung nur für bestimmte Verhaltensweisen zeigten. Zusätzlich wird in manchen Familien viel Wert auf Harmonie gelegt, um Konflikte zu vermeiden. So lernen Kinder, dass es besser ist, die eigenen Bedürfnisse zurückzustellen, um den Frieden in der Familie zu wahren.

Sozialer Druck

Auch soziale und kulturelle Erwartungen können eine Rolle spielen. In manchen Kulturen oder sozialen Gruppen wird das Bedürfnis, anderen zu gefallen und sich anzupassen, besonders gerne gesehen. In Japan beispielsweise ist es kulturell verankert, dass Harmonie und Anpassung in der Gruppe einen hohen Stellenwert haben. Menschen bemühen sich oft, ihre eigenen Wünsche und Meinungen zugunsten des Gruppenwohls zurückzustellen und soziale Erwartungen zu erfüllen.

Geringes Selbstwertgefühl

Ein geringes Selbstwertgefühl kann auch dazu führen, dass eine Person ständig nach Bestätigung und Anerkennung durch andere sucht, um sich wertvoll zu fühlen.
Du hast das Gefühl, du zweifelst an dir selbst? Dann schaue dir doch den Beitrag „Mut statt Zweifel: Tipps für mehr Selbstvertrauen“ an!

Angst vor Kritik und Ablehnung 

Auch negative Erfahrungen wie Kritik oder Ablehnung in der Vergangenheit können dazu beitragen, dass jemand besonders sensibel auf die Meinung anderer reagiert. Beispielsweise wurdest du in der Schule für ein Referat stark kritisiert und hast seitdem große Schwierigkeiten, vor einer Gruppe zu sprechen. Diese Erfahrung hat sich negativ auf dein Selbstvertrauen ausgewirkt, wodurch du jetzt bei Vorträgen nervös bist und stundenlang an deinen Präsentationen feilst, um jegliche Kritik zu vermeiden.

Woran erkenne ich, ob ich ein People-Pleaser bin?

Um festzustellen, ob du dazu neigst, die Bedürfnisse und Erwartungen anderer über deine eigenen zu stellen, gibt es bestimmte Verhaltensweisen und Denkmuster, die darauf hindeuten können:

„Klassischerweise sagen People-Pleaser Ja, selbst dann, wenn sie eigentlich Nein meinen.“  

Frau Dr. Wardetzki,
Diplom-Psychologin, Supervisorin, Coach und Autorin

Du opferst deine eigenen Bedürfnisse und Ansichten, um die Wünsche, Forderungen und Erwartungen anderer zu erfüllen. Dabei stimmst du allem zu und verzichtest auf deine eigene Meinung, um der Ansicht des anderen zu entsprechen und seine Gefühle nicht zu verletzen. Zum Beispiel gehst du zu Veranstaltungen, obwohl du keine Lust hast, nur um deine Freunde nicht zu enttäuschen.

Es fällt dir schwer, um Hilfe zu bitten, weil du Angst hast, andere zu verärgern. Außerdem hast du das Gefühl, dass du es nicht wert bist, dass man sich um dich kümmert. Das kann im Studium der Fall sein, wenn du ein Thema in der Vorlesung nicht verstehst, oder später im Berufsleben, wenn du zu viel Arbeit auf dem Tisch hast.

Ein weiteres typisches Merkmal ist, dass du anderen sehr leicht verzeihst. Das gilt auch dann, wenn du immer wieder von denselben Menschen verletzt wirst. Oft entschuldigst du dich sogar für Dinge, an denen du keine Schuld hast, um Konflikte zu vermeiden. Beispielsweise hat ein Freund oder eine Freundin deine Gefühle wiederholt verletzt, und du entschuldigst dich dafür, dass du so sensibel reagiert hast.

Um das Verhalten noch besser zu verstehen und gleichzeitig etwas zum Lachen zu haben, schau dir den Sketch aus der amerikanischen Comedy-Fernsehsendung „Saturday Night Live“ mit der berühmten Sängerin und Schauspielerin Ariana Grande an:

Negative Folgen des People Pleasing

Wer nicht auf seine eigenen Bedürfnisse achtet und gesunde Grenzen setzt, verausgabt sich, fühlt sich irgendwann erschöpft und wie in einem Hamsterrad gefangen. People Pleasing führt unweigerlich zu mehr Stress und psychischer Belastung und das Risiko für psychische oder psychosomatische Erkrankungen steigt. Das Selbstwertgefühl leidet, weil People-Pleaser extrem hohe Ansprüche an sich selbst stellen, die sie oft nicht erfüllen können. Sie machen nicht die Erfahrung, dass andere sie auch mögen, wenn sie nicht gefällig sind, und sie erfahren nicht den Respekt, den Menschen haben, wenn man ihnen klare Grenzen setzt.

People-Pleaser sagen nicht, was sie belastet, was sie brauchen oder was sie frustriert. Diese Gefühle verschwinden aber nicht, nur weil sie nicht ausgesprochen werden. Deshalb entladen sie sich zeitversetzt. Nicht zuletzt kann People Pleasing die eigene Lebendigkeit und Authentizität kosten. Denn wer ständig andere und anderes über sich stellt, lebt früher oder später an sich selbst vorbei und verliert sich.

Meine Tipps für Wege aus dem People Pleasing

Um das Muster des People Pleasings zu durchbrechen, kannst du bewusst Schritte dagegen unternehmen. Hier sind einige praktische Tipps, die dir dabei helfen können:

Übe dich in Selbstreflexion

Nimm dir Zeit, deine eigenen Bedürfnisse, Wünsche und Gefühle zu erkennen. Frage dich selbst: Tue ich das, weil ich es wirklich will oder nur, um jemand anderem zu gefallen? Dazu gibt es tolle Tipps und Übungen, mit denen du deine Fähigkeit zur Selbstreflexion verbessern kannst.

Setze klare Grenzen

Übe, klare Grenzen zu setzen und „Nein“ zu sagen, wenn etwas nicht deinen Bedürfnissen entspricht. Wenn ein Freund dich bittet, ihm beim Lernen für seine Logistikklausur zu helfen, du aber unbedingt für deine anstehende Statistikprüfung lernen musst, ist es in Ordnung zu sagen: „Ich kann dir diesmal leider nicht helfen“.

Verbessere deine Kommunikationsfähigkeiten

Arbeite daran, deine Gedanken und Gefühle auf gesunde und konstruktive Weise auszudrücken. Wenn bei deiner nächsten Projektarbeit für die Hochschule immer ein Mitglied die Führung übernimmt, ohne die Meinungen der anderen zu berücksichtigen, musst du dich nicht zurückhalten, sondern kannst sagen: „Ich finde es wichtig, dass wir alle unsere Ideen einbringen. Können wir herausfinden, wie wir effektiver zusammenarbeiten können?“

Praktiziere Selbstfürsorge

Gib deiner eigenen Selbstfürsorge Priorität. Nimm dir regelmäßig Zeit für Aktivitäten, die dir guttun und dich erfüllen. Das kann etwas ganz Einfaches sein, wie ein Buch zu lesen, das du schon lange lesen wolltest. Ein kleiner Buchtipp von mir zum Thema People Pleasing ist „Du musst nicht von allen gemocht werden“.

Baue dein Selbstvertrauen auf

Arbeite daran, dein Selbstvertrauen zu stärken. Erkenne deine Stärken und Erfolge und erinnere dich daran, dass dein Wert nicht von der Zustimmung anderer abhängt. Hier findest du 30 Übungen, mit denen du dein Selbstvertrauen stärken kannst. Egal, ob du gerade erst anfängst oder schon etwas Erfahrung hast – diese einfachen Tipps lassen sich problemlos in deinen Alltag integrieren. Schon eine aufrechte Haltung kann dir zu mehr Selbstvertrauen verhelfen!

Suche professionelle Hilfe

Wenn du merkst, dass People Pleasing dein Leben stark beeinträchtigt, kann es hilfreich sein, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Trau dich, darüber zu sprechen, denn es geht vielen Menschen so wie dir!

Ein paar Worte zum Schluss…

People Pleasing mag auf den ersten Blick eine positive Eigenschaft sein, kann aber langfristig zu großen Problemen führen. Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass es unmöglich ist, es allen recht zu machen und es bedeutender ist, für seine eigenen Bedürfnisse einzustehen. Dennoch ist es entscheidend, keine harten Grenzen zu ziehen und nicht egoistisch zu werden. Es ist ein Ausdruck von Wohlwollen, sich um andere zu kümmern. Aber es macht einen Unterschied, ob man es macht, weil man Angst vor den Konsequenzen hat oder ob man sich frei dafür entscheidet.

Studium

Perplexity: Die KI-Suchmaschine für deine effizienten Recherchen & Faktenchecks!

Kennst du das auch? Tag für Tag prasseln unzählige Informationen auf uns ein. Ob in sozialen Netzwerken, von Freunden und Familie oder bei der Recherche für wissenschaftliche Arbeiten – es wird immer schwieriger, die Spreu vom Weizen zu trennen. Genau hier setzt Perplexity an, die KI-Suchmaschine, die deine Recherchen und Faktenchecks revolutioniert. In diesem Artikel erfährst du alles über das innovative Tool, seine wichtigsten Funktionen und wie es dir helfen kann, Fake News zu entlarven und verlässliche Quellen für deine wissenschaftliche Arbeit zu finden. Entdecke, wie Perplexity dein Informationsmanagement auf das nächste Level hebt.

Was ist Perplexity?

Perplexity ist ein KI-Tool, das entwickelt wurde, um als Suchmaschine und Wissensmanagement-System zu fungieren. Im Gegensatz zu herkömmlichen Suchmaschinen nutzt Perplexity fortschrittliche Algorithmen und künstliche Intelligenz, um die besten Antworten auf deine Fragen zu liefern. Anstatt nur Links zu Websites bereitzustellen, fasst Perplexity AI Informationen aus verschiedenen Quellen zusammen und präsentiert diese auf eine Weise, die es einfacher macht, Themen zu verstehen.

Was ist der Unterschied zu ChatGPT und Google?

MerkmalPerplexityChatGPTGoogle
Primäre FunktionKI-Suchmaschine und WissensmanagementGenerierung von menschenähnlichen TextenSuchmaschine: Bereitstellung von Webseiten-Links
HauptzweckKontext relevante Antworten und InformationszusammenfassungInteraktive Konversationen und kreative TextgenerierungAllgemeine Websuchen und schnelle Informationssuche
TechnologieKombination aus Suchmaschine und KI: Verwendet GPT-3.5, GPT-4 und andere Modelle wie Claude 2.1 und Gemini ProSprachmodell basierend auf maschinellem Lernen: Verwendet GPT-3.5 und GPT-4, ChatGPT 4oSuchmaschinen-Algorithmus, der das Web indiziert
NutzungPräzise InformationsabfragenInteraktive Dialoge und kreative AufgabenUmfassende Websuchen
StärkenKontextuelle und präzise AntwortenInteraktion und TextgenerierungSchnelle Suche und breiter Datenzugriff
EinsatzbereicheForschung, Bildung, Geschäftsanalyse, EntscheidungsunterstützungKundenservice, Content-Erstellung, persönlicher AssistentAllgemeine Informationssuche, Nachrichten, wissenschaftliche Artikel
AntwortformatZusammenfassung von Informationen aus verschiedenen QuellenGenerierung von Text auf AnfrageLinks zu Webseiten
GenauigkeitHohe Genauigkeit, aktuelle Informationen und zitiert Quellen sehr genauGute Genauigkeit, kann aber „halluzinieren“Hohe Genauigkeit, zitiert Quellen
InteraktivitätBegrenzte InteraktivitätHohe InteraktivitätBegrenzte Interaktivität
Beispielanfrage„Was sind die Hauptursachen für den Klimawandel?“„Erkläre den Klimawandel in einfachen Worten.“„Klimawandel Ursachen“

Welche Anwendungsbereiche bietet dir Perplexity?

Für deine Fragen – schnelle und präzise Antworten

Statt sich durch endlose Seiten von Suchergebnissen zu klicken, erhältst du mit Perplexity eine klare und prägnante Antwort auf deine Frage. Dies spart nicht nur Zeit, sondern ermöglicht es dir auch, dich auf die wirklich wichtigen Aspekte deiner Recherche zu konzentrieren.

Entlarve Fake-News in deinem Social-Media-Feed

Ein besonders wichtiges Anwendungsgebiet von Perplexity ist die Bekämpfung von Fake-News zum Beispiel auf Social-Media.

Stell dir vor, du scrollst durch TikTok und siehst einen alarmierenden Post über ein angeblich gesundheitsschädliches Lebensmittel. Anstatt in Panik zu geraten, kannst du mit Perplexity sofort die Fakten überprüfen.

Ein anderes Beispiel: Auf Instagram kursiert ein Bild, das angeblich zeigt, dass ein berühmter Schauspieler in ein Verbrechen verwickelt ist. Bevor du diese Nachricht weiterverbreitest oder ihr glaubst, kannst du mit Perplexity die Fakten überprüfen und seriöse Quellen finden.

Mit der Suchmaschine kannst du schnell und einfach den Wahrheitsgehalt von Nachrichten überprüfen und dich so vor Fake-News schützen. Davon profitierst nicht nur du, sondern die ganze Gesellschaft.

Für deine wissenschaftlichen Recherchen

Jetzt Perplexity noch besser verstehen

Möchtest du Perplexity in Aktion sehen und die Funktionen noch besser kennenlernen? Interessierst du dich für die Besonderheiten im Vergleich zu Google und ChatGPT? Dann sieh dir das folgende Video an:

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Was kostet dich Perplexity?

Perplexity bietet eine kostenlose Version und eine kostenpflichtige. Die Free-Version bietet bereits viele Funktionen und wird für die meisten ausreichen. Was das richtige Paket für dich ist, entnimmst du dem unten stehendem Bild.

Welche Vorteile bietet dir Perplexity?

  • Präzise Antworten: Perplexity liefert dir gezielte und detaillierte Antworten auf deine Fragen, um deine spezifischen Informationsbedürfnisse zu erfüllen.

  • Quellenangaben: Jede Antwort wird mit einer Quellenangabe versehen, sodass du die Informationen leicht überprüfen und nachvollziehen kannst.

  • Echtzeit-Updates: Die Suchmaschine aktualisiert ihre Datenbank kontinuierlich, um dir die neuesten und relevantesten Informationen bereitzustellen.

  • Zeitersparnis: Durch die direkte Beantwortung deiner Fragen sparst du wertvolle Zeit, die du sonst für das Durchsuchen und Analysieren mehrerer Webseiten aufwenden müsstest.

  • Genauigkeit: Dank fortschrittlicher KI-Technologie liefert dir Perplexity präzise und zuverlässige Informationen, die auf umfassenden Datenanalysen basieren.

  • Vielseitigkeit: Perplexity ist für eine Vielzahl deiner Informationsbedürfnisse geeignet, sei es für akademische Recherchen, berufliche Projekte oder persönliche Neugierde.

Fazit

Perplexity ist mehr als nur eine Suchmaschine – es ist ein leistungsfähiges Werkzeug für effiziente Recherchen und Faktenchecks. Mit seinen präzisen Antworten, zuverlässigen Quellenangaben und benutzerfreundlichen Funktionen bietet es dir eine wertvolle Unterstützung in einer Informationslandschaft, die immer komplexer wird. Ob für die Bekämpfung von Fake-News, wissenschaftliche Recherchen oder der allgemeinen Informationssuche.

–> Profitiere auch du von Perplexity und probiere es jetzt aus!

Bild- und Videoquellen
  • Titelbild: ChatGPT-4o – erstellt durch den Autor

  • Social-Media Bild: Canva

  • Alle anderen Bilder sind Screenshots von der Website: Perplexity

Stand: 23.06.2024

Studium

Effektiver Lernen mit Wisdolia: Deine neue Geheimwaffe für die Prüfungsvorbereitung!

Du stehst vor einem Berg aus Büchern und unübersichtlichen Notizen? Mit dem KI-Tool Wisdolia revolutionierst du dein Lernen und hebst deine Prüfungsvorbereitung auf ein neues Level. Wisdolia verwandelt deine Lernmaterialien automatisch in interaktive Karteikarten – sei es aus PDFs, Online-Artikeln oder YouTube-Videos. Durch KI-generierte Fragen und individuelles Feedback optimierst du deine Lernsessions und vertiefst gezielt dein Wissen. Erfahre in meinem Blogbeitrag, wie Wisdolia dir hilft, effizienter zu lernen und gezielt an deinen Schwächen zu arbeiten. Bereit für effektiveres Lernen?

Was ist Wisdolia?

Wisdolia ist ein innovatives, webbasiertes Tool, das speziell für Studierende und Lernende entwickelt wurde, um Studium und Prüfungsvorbereitung zu optimieren. Mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt Wisdolia automatisch Karteikarten aus verschiedenen Online-Dokumenten oder PDF-Dateien. Alles, was du tun musst, ist, Links zu Online-Artikeln oder PDF-Dokumenten einzugeben, und Wisdolia generiert umgehend Karteikarten mit verschiedenen Lernformaten aus dem Inhalt dieser Materialien.

Nach deiner ersten Lernsession hast du außerdem die Möglichkeit, deinen gelernten Inhalt basierend auf deinen Schwächen weiter zu vertiefen. Wie der gesamte Lernprozess mit Wisdolia funktioniert und wie du als Lernender davon profitieren kannst, zeige ich dir jetzt. Los geht’s!

Wie kann ich Wisdolia nutzen?

1.) Registriere dich auf der Webseite

Du hast dich entschieden, Wisdolia zu nutzen? Dann steht als Erstes die Registrierung an. Aber keine Sorge, die Anmeldung bei Wisdolia ist kinderleicht. Du gibst an, welchen Abschlussgrad du hast und an welcher Hochschule du studierst. Danach brauchst du nur noch dein Lernziel festzulegen, und schon bist du registriert. Das Beste daran: Die Registrierung ist völlig kostenlos! Hier siehst du beispielhaft, wie die Registrierung abläuft.

kostenlose Registrierung bei Wisdolia

2.) Lade dein Material hoch

Bevor du jetzt anfangen kannst mit dem Lernen, musst du zuallererst deine Materialien hochladen. Das geht ganz einfach per Drag-and-Drop. Dabei hast du die Möglichkeiten eine Vielzahl verschiedener Medien zu verwenden.

Mögliche Medien
  • Webseiten
  • PDF-Dateien
  • YouTube Videos
  • Notizen
  • Diagramme
  • Google Docs und Präsentationen
  • PowerPoint Präsentationen
  • Forschungsarbeiten
  • Lehrbücher

Achtung: Stelle sicher, dass du nur Inhalte hochlädst, die du selbst erstellt hast oder für die du die entsprechenden Nutzungsrechte besitzt. Mehr darüber findest du in den Nutzungsbedingungen von Wisdolia.

3.) Lerne anhand verschiedener Methoden

Jetzt kannst du endlich mit dem Lernen beginnen! Dazu erstellt dir Wisdolia anhand deiner hochgeladenen Materialien und Informationen verschiedene Fragenkategorien, welche anschließend schrittweise mit den folgenden drei Lernformaten abgefragt werden.

In den folgenden Beispielvideos wird die Wikipedia Seite der Hochschule Offenburg als Basis der Fragen verwendet.

Multiple-Choice Fragen

Offene Fragen

Fragen mit Fallszenario

4.) Vertiefe dein Wissen durch Wiederholung

Nach jeder Lerneinheit erhältst du Feedback zu deiner Leistung. Dabei werden die verschiedenen Fragenkategorien (in diesem Bsp. Fakultäten, Personal,…) basierend auf deinen richtigen oder falschen Antworten in drei Kategorien eingeteilt. Die Fragekategorien, die du wiederholt vollständig richtig beantwortet hast, fallen unter die Kategorie „Deep Understanding“. Die mittlere Kategorie, die teilweise richtige Antworten enthält, aber noch Verbesserungspotenzial aufweist, ist die Kategorie „Progressing“. Fragen, die du mehrmals falsch beantwortet hast, werden in die Kategorie „Room for Improvement“ eingeordnet.

Feedback nach der Lernsession

Wisdolia erinnert dich je nach deinen Einstellungen daran, deine Wiederholungen durchzuführen, damit du kontinuierlich am Ball bleibst. Zur Wiederholung der verschiedenen Kategorien bietet Wisdolia dir dann zwei individuell anpassbare Methoden an.

  • Die erste Option ist die „General Review„, bei der ein zufälliges Set von 20 Fragen zur Wiederholung ausgewählt wird.
  • Die zweite Option ist die „Spaced Repetition„, bei der ein Fragenset basierend auf deinen festgestellten Stärken und Schwächen zusammengestellt wird.

Was sind die Vorteile?

Zeitersparnis

Du kannst dir online sehr einfach und schnell Karteikarten erstellen lassen und dabei eine Vielzahl an Materialien verwenden.

Zugänglichkeit

Da Wisdolia digitale Lernkarten erstellt, kannst du sie jederzeit und überall abrufen, was das Lernen flexibler und zugänglicher macht.

Flexibilität

Du kannst die automatisch erstellten Lernkarten bearbeiten und an deine spezifischen Bedürfnisse und Vorlieben anpassen.

Individuelle Wiederholung

Die Lerninhalte und Wiederholung werden auf dich und dein Wissen individuell abgestimmt. So kannst du ganz einfach an deinen Schwächen arbeiten.

Kosten

Wisdolia bietet drei verschiedene Preisstufen an, um deinen individuellen Lernbedürfnissen gerecht zu werden. Hier ein Überblick über die genauen Kosten der einzelnen Preisstufen sowie die verfügbaren Funktionen.

FREE
0

Die Version ist kostenlos


Upload

5 mal pro Monat

10 Seiten pro Dokument

10 Min. pro YouTube-Video


Du erhältst

Multiple-Choice-Fragen

Offene Fragen

Fallbeispiel

MEGA MIND
3,70

jährlich: ca. 3,70 € pro Monat

monatlich: ca. 7 € pro Monat


Upload

40 mal pro Monat

100 Seiten pro Dokument

60 Min. pro YouTube-Video


Du erhältst

3 mal so viel Fragen

Fallbeispiele, die alle Themen im Dokument abdecken

SUPER LEARNER
9,25

jährlich: ca. 9,25 € pro Monat

monatlich: ca. 18 € pro Monat


Upload

Unbegrenzte Anzahl

Unbegrenzte Seiten

Unbegrenzte YouTube-Videos


Zusätzlich erhältst du

Automatisches Abdecken der Beschriftungen von Diagrammen und Bildern, um befragt zu werden

Mein Tipp: Für mich ist die kostenlose Variante vollkommen ausreichend. Sie bietet Zugang zu allen Lernmethoden und die Anzahl der Fragen ist ebenfalls gut. Wenn du größere Inhalte hochladen möchtest, könntest du überlegen, eine andere Preisstufe zu wählen. Ansonsten ist die Preisstufe „Free“ wirklich empfehlenswert.


Mein persönliches Fazit

Wisdolia ist wirklich hilfreich für Studierende, die ihre Lernmethoden verändern wollen. Die Möglichkeit, PDFs und Online-Artikel in Karteikarten zu verwandeln, macht das Lernen viel zugänglicher und dynamischer. Ich finde es besonders gut, wie die KI dabei hilft, nicht nur Fragen zu generieren, sondern auch mein Lernfeedback zu analysieren. Dadurch kann ich gezielt an meinen Schwächen arbeiten und mein Wissen effektiv vertiefen. Insgesamt kann Wisdolia für viele Studierende eine wertvolle Ergänzung zum traditionellen Lernen sein, indem es Zeit spart und den Lernerfolg verbessert.

Textquellen
  • Wisdolia
  • Stand der Quellen: 13.06.2024

Studium

KI als Schreibhilfe: So vermeidest du Plagiatsvorwürfe!

Stell dir vor, du hast gerade deine Abschlussarbeit abgegeben. Doch ein paar Wochen später erhältst du eine schockierende Nachricht: Du wirst des Plagiats beschuldigt! Ein Albtraum für jeden Studierenden, oder? Damit dir das nicht passiert, gebe ich dir in diesem Artikel einen kurzen Überblick darüber, wie generierte Inhalte in akademischen Arbeiten durch KI-Tools erkannt werden und was du beachten solltest, um dich immer im rechtssicheren Rahmen zu bewegen.

Einsatz von KI-Tools und der Aspekt der Eigenleistung

Uns Studierenden steht eine Vielzahl von Werkzeugen zur Verfügung, die uns bei unserer akademischen Arbeit unterstützen können. Insbesondere die künstliche Intelligenz (KI) bietet zahlreiche Anwendungen, die von der Rechtschreibprüfung bis hin zur komplexen Generierung neuer Text-, Bild- und sogar Videoinhalte reichen. Und das oft so gut, dass man den Unterschied gar nicht mehr erkennt…

So habe ich das Titelbild dieses Artikels von Microsoft Copilot generieren lassen,

die Einleitung habe ich mit Hilfe des Chatbots ChatGPT vorformuliert…

und anschließend mit Hilfe des Schreibtools DeepL Write umformuliert sowie grammatikalisch und sprachlich optimiert.

Hättest du es gemerkt?

Willst du mehr über KI-Tools erfahren, die dich im Studium unterstützen können? Dann schau dir den Blog-Beitrag „Künstliche Intelligenz im Hörsaal: Deine Helfer im Uni-Alltag“ von Anna-Lena Richert an!

Wie sieht die Rechtslage bezüglich KI-generierter Inhalte aus?

„Nur eine natürliche Person kann Urheberin eines Werkes sein“

So stellt es Malte Persike, wissenschaftlicher Leiter des Centers für Lehr- und Lernservices (CLS) an der RWTH Aachen, in einem spannenden Artikel auf Welt.de „Wenn die KI die Hausarbeit schreibt – das dürfen Studenten, und das nicht“ klar.


Und auch Reinhard Karger vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken sagt

„Eine Studienarbeit ist eine eigene Leistung, die dazu dient, das wissenschaftliche Arbeiten praktisch zu üben“

Plagiate, das heißt die Übernahme fremder Gedanken in die eigene Arbeit, ohne diese als solche kenntlich zu machen, stellen einen schweren Verstoß und akademischen Missbrauch dar. Ein Plagiat in der Hausarbeit kann für Studierende eine Abmahnung oder im schlimmsten Fall sogar die Exmatrikulation zur Folge haben. Das solltest du also unbedingt vermeiden!

Können KI-generierte Inhalte überhaupt Plagiate sein?

Die Frage ist, wo die Grenze zwischen eigener Leistung und dem Kopieren fremden geistigen Eigentums zu ziehen ist. Schließlich sind es ja die Studierenden, die die Prompts, also die Anweisungen, für das KI-Tool erstellen. Das ist vergleichbar mit der Verwendung eines Taschenrechners zur Lösung einer Rechenaufgabe. Aber…

  • Auch wenn KI-generierte Inhalte zunächst nicht offensichtlich gegen das Urheberrecht verstoßen, basieren die generierten Texte und Bilder zumeist auf öffentlich zugänglichen Trainingsdaten. Es ist also davon auszugehen, dass viele dieser Daten urheberrechtlich geschützt sind.

Was heißt das konkret?

Wir befinden uns aktuell noch in einer rechtlichen Grauzone. Es gibt keine klare Regelung für den Einsatz von KI-generierten Inhalten und es liegt im Ermessen der Hochschulen, ob sie Regularien für generierte Inhalte festlegen oder nicht. Auch an der HS Offenburg gibt es diesbezüglich noch keine klaren Regelungen und es liegt im Ermessen der Lehrenden, ob und in welchem Umfang KI-Tools für die zu erbringenden Leistungen eingesetzt werden dürfen. Um hier auf der sicheren Seite zu sein, kannst du in Absprache mit deinem Dozierenden diese Erweiterung der Eigenständigkeitserklärung für den Einsatz von KI-Tools in deine nächste Arbeit einbauen.

Wenn du noch mehr zur aktuellen Rechtslage bezüglich KI-generierter Inhalte erfahren möchtest solltest du dir unbedingt den Blog Beitrag „Texten mit KI: Das solltest du rechtlich beachten“ von Carolin Eiche anschauen!

In jedem Fall wird es auch in Zukunft wichtig sein, gerade in diesem Bereich auf dem Laufenden zu bleiben. Die Technologie im KI-Bereich entwickelt sich rasant weiter und es gibt keine Garantie dafür, dass KI-generierte Texte in Zukunft urheberrechtlich unbedenklich bleiben.

Gerade deshalb ist es umso wichtiger, dass du bei deinen Abgaben jetzt nicht versehentlich ein Plagiat begehst. Du solltest dich daher auf jeden Fall mit Plagiatscheckern und KI-Detektoren auseinandersetzen, um bei deinen Studienarbeiten auf der sicheren Seite zu sein. Auch beruflich könnte das für dich relevant werden, denn die Algorithmen von Suchmaschinen und Social Media entwickeln sich ebenfalls diesbezüglich weiter und beginnen KI-generierte Inhalte zu erkennen und in den Suchergebnissen entsprechend niedriger zu ranken.

Wie funktionieren KI-Detektoren?

Auch wenn textgenerierende KI-Tools noch nicht so alt sind, gibt es bereits eine Vielzahl verschiedener Tools wie den KI-Detektor von Copyleaks, oder den AI-Detector von Scribbr, die Plagiate und KI-generierte Texte erkennen können. Zu diesem Zweck untersuchen und bewerten sie die Semantik und die Satzstruktur innerhalb eines Textes. Allerdings ist hier zu erwähnen, dass diese Tools noch recht neu und bisher nur bedingt zuverlässig sind.

Aber wie funktioniert das genau?

  • KI-Detektoren verwenden ähnliche Sprachmodelle wie ChatGPT und andere KI-Textgeneratoren
  • Kurz gesagt berechnen sie die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Wort auf ein anderes folgt
  • Wenn die KI-Textgeneratoren den zu prüfenden Text ähnlich erzeugen würden, wird daraus geschlossen, dass der eingegebene Text von ChatGPT oder einem anderen KI-Textgenerator stammt.

Hierfür sind zwei primäre Metriken relevant:

Erstens die Perplexität (engl. Perplexity = Verwirrung)

  • KI-Textgeneratoren erstellen Texte, indem sie die Wahrscheinlichkeit des nächsten Wortes in einem Satz berechnen und das am besten passende, oder wahrscheinlichste Wort an das vorherige reihen. Dadurch entstehen Texte mit geringer Perplexität, die verständlich und flüssig sind, gleichzeitig aber auch monoton oder repetitiv wirken können.
  • Menschen neigen hingegen dazu, Texte mit höherer Perplexität zu schreiben. Menschliche Texte sind kreativer und enthalten tendenziell mehr Tippfehler als KI-generierte Texte.

Ein Beispiel hierzu: Ein Junge geht zum Apfelbaum um…
– einen Apfel zu pflücken -> niedrige Perplexität -> KI-generiert
– einen besseren Blick auf die Eisdiele zu haben -> hohe Perplexität -> menschengeschrieben

Und zweitens die Burstiness (engl. to burst = aufbrechen), die ein Maß für die Variation von Satzstruktur und Satzlänge ist, das heißt ob die übliche Satzstruktur „aufgebrochen“ oder variiert wird.
KI-generierte Texte weisen tendenziell eine geringere Burstiness auf, da KI-Textgeneratoren in der Regel Sätze mit standardisierter Satzstruktur und durchschnittlicher Länge erzeugen.

Das heißt:

  • Niedrige Burstiness = Satzstruktur und -länge werden kaum variiert → von KI erstellt
  • Hohe Burstiness = Satzstruktur und -länge werden variiert → von Mensch geschrieben

Wenn du noch mehr darüber erfahren möchtest oder dich dafür interessierst, wie du dein wissenschaftliches Arbeiten auf die nächste Stufe heben kannst, empfehle ich dir den hier eingebetteten Podcast von Tim Gabel, in dem der Ghostwriter Malte Schuller spannende Einblicke in seine Erfahrungen gibt.

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Wie benutzt du KI-Detektoren

Die Bedienung der meisten AI-Detektoren ist sehr einfach und die Benutzeroberfläche ist meist auch sehr ähnlich aufgebaut. Daher zeige ich es dir hier einmal kurz am Beispiel des AI-Detectors von Scribbr.

Auf der linken Seite gibst du einfach den Text, den du überprüfen möchtest, in das Textfeld ein. Anschließend drückst du unten auf den blauen Button „KI-Text erkennen“ und wartest bis die Überprüfung abgeschlossen ist.
Am Ende wird dir das Programm auf der rechten Seite ein Ergebnis präsentieren, das die Wahrscheinlichkeit angibt, mit der der Text von KI generiert wurde.

Wie zuverlässig sind KI-Detektoren?

Laut den Forschungsergebnissen von Scribbr erkennt ihr eigener KI-Detektor generierte Texte mit einer Genauigkeit von etwa 60%. Das ist sicher ein guter Wert, jedoch meiner Meinung nach nicht ausreichend zuverlässig, um das Ergebnis eines KI-Text-Erkenners als alleinigen Beweis zu verwenden. Es gibt auch Möglichkeiten die Analyse eines KI-Detektors gezielt zu manipulieren.

Hier sind einige Faktoren, die das Ergebnis verfälschen können.

  1. Die Textlänge -> Je länger der Text, umso genauer fällt das Ergebnis aus, da die Datenmenge größer ist
  2. Gezieltes Prompting -> Wenn du den Prompt so gestaltest, dass der Text weniger vorhersehbar generiert wird
  3. Nachbearbeitung und Umformulieren des Textes
  4. Da KI-Textgeneratoren wie ChatGPT ständig weiterentwickelt werden, müssen auch KI-Texterkennungssysteme ständig angepasst werden, um mit den neuesten technologischen Entwicklungen Schritt zu halten. Dies führt häufig dazu, dass die Erkennungssysteme den Innovationen der Textgeneratoren hinterherhinken.

Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass von Menschen geschriebene Texte fälschlicherweise als KI-generiert klassifiziert werden, insbesondere wenn diese Texte eine geringe Perplexität und Burstiness aufweisen. Dies kann z.B. bei Personen der Fall sein, die nicht in ihrer Muttersprache schreiben und daher auf eine eher einfache und häufig identische Satzstruktur zurückgreifen.

Meine Erfahrung und Empfehlungen zum Umgang mit KI-Tools

Abschließend hoffe ich einfach, dass du den Artikel interessant fandest und vielleicht auch das ein oder andere erfahren hast, das du noch nicht wusstest. KI-Tools bieten unendlich viele Möglichkeiten, uns die Arbeit bei Abgaben in der Uni zu erleichtern und auch Arbeitsprozesse im Berufsleben deutlich effizienter zu gestalten. Solange es keine Vorschriften gegen ihren Einsatz gibt, sehe ich auch keinen Grund, sie nicht zu nutzen. Gerade hier finde ich es aber sehr wichtig, sich bewusst zu machen, dass es Werkzeuge sind, die uns bei unseren Aufgaben unterstützen sollen, die eigentliche Denkleistung aber immer noch von uns selbst kommen sollte. Mein Mathelehrer auf dem Gymnasium hatte immer gesagt:

„Der Taschenrechner ist nur so klug, wie derjenige der ihn bedient.“

Ich denke, das lässt sich auch gut auf den Umgang mit KI-Tools übertragen. Gerade im aktuellen Entwicklungsstadium KI-getriebener Technologien solltest du bei generierten Texten alle Fakten und Quellen gegenchecken und dich immer selbst mit deinem Thema auseinandersetzen, damit du auch wirklich verstehst was du geschrieben hast. Und auch wenn es bequem ist, jedes bisschen geschriebenen Text vor der Veröffentlichung noch einmal von DeepL Write umformulieren zu lassen, so geht dadurch doch auch die persönliche Note verloren.
Dennoch gibt es genügend Bereiche, in denen der Einsatz von KI-generierten Inhalten durchaus hilfreich und sinnvoll ist. Gerade am Anfang einer Arbeit, beispielsweise um eine Gliederung oder Struktur für eine Arbeit zu erstellen, oder einfach um das „Leere-Blatt-Syndrom“ zu überwinden. Auch bei einer Schreibblockade kann es helfen, sich zu dem betreffenden Thema Text generieren zu lassen, um daraus neue Inspiration zu schöpfen.
Wie aus meinem Beitrag hervorgegangen sein sollte, entwickeln sich KI-getriebene Technologien rasant weiter. Entsprechend wichtig ist es, dass du dich regelmäßig informierst und auf dem neuesten Stand bleibst, wenn du im Studium, oder beruflich mit KI-Tools arbeitest, um nicht versehentlich Urheberrechte zu verletzen. Und solange die Rechtslage nicht eindeutig ist, ist es immer besser, einmal zu viel mit den Dozierenden oder der Hochschule abzuklären, ob KI für eine Abgabe verwendet werden darf, als im Nachhinein etwas deswegen aberkannt zu bekommen.

Studentenleben

FOMO adé: Wie du deine Angst, etwas zu verpassen, überwindest

Hast du schon einmal das Gefühl gehabt, etwas zu verpassen, wenn du nicht ständig deine Social Media-Feeds checkst? Oder hast du dich schon einmal schlecht gefühlt, als du gesehen hast, wie viel Spaß deine Freunde ohne dich haben? Dann leidest du vielleicht unter der Fear of Missing Out, oder kurz FOMO. In diesem Beitrag erfährst du mehr über das Phänomen, seine Ursachen und dessen Folgen. Finde heraus, wie ausgeprägt die Angst bei dir ist und lerne direkt wie diese bewältigt werden kann.

Was steckt hinter FOMO?

Fangen wir von vorne an. Was verbirgt sich hinter dem Begriff FOMO überhaupt? Die Abkürzung steht für die Angststörung „Fear of Missing Out“, bei der Betroffene die Angst verspüren, etwas zu verpassen. Dabei handelt es sich nicht nur um ein neuartiges Phänomen. Schon seit Jahrhunderten befürchten Menschen etwas zu verpassen. Der amerikanische Marketingexperte Dan Herman gilt dabei als Entdecker von FOMO. Er beschrieb es erstmals 2000 in einer wissenschaftlichen Arbeit, nachdem er das Phänomen in Gesprächen mit Konsumenten entdeckt hatte. Diese berichteten ihm, sie hätten sich manchmal gefragt, was ihnen entgangen wäre, wenn sie bestimmte Produkte nicht gekauft hätten.

In den letzten Jahren hat gerade Social Media in großem Maße dazu beigetragen, dass immer mehr Leute von der Angst betroffen sind und unter den Folgen leiden. In einer polnischen Studie gaben zuletzt mehr als jeder Vierte der befragten jungen Erwachsenen an unter starker FOMO zu leiden.

Wusstest Du schon?
Der Begriff FOMO hat im letzten Jahrzehnt so sehr an Bedeutung gewonnen, dass er 2013 seinen Weg in das Oxford English Dictionary – dem englischen Pendant zum Duden – gefunden hat.

Um FOMO auszulösen, bedarf es gar nicht viel. Ein Instagram Post der letzten Party oder ein Gespräch deiner Freunde über den letzten Kinobesuch, bei welchem du nicht dabei sein konntest, kann schon ausreichen. Du fühlst dich ausgeschlossen und in dir entsteht das Gefühl etwas verpasst zu haben. Die Folgen können hierbei vielseitig sein.

FOMO-Betroffene fühlen sich oft ausgeschlossen | Pixabay

Woran erkennst du, ob du unter FOMO leidest?

Die Fear of Missing Out ist zwar (noch) keine anerkannte psychische Krankheit, kann jedoch ein breitgefächertes Spektrum an Auswirkungen mit sich bringen. Die häufigsten Symptome lassen sich dabei in drei Kategorien einteilen.

Sozial

  • Erhöhte Smartphone-und Social-Media Nutzung
  • Neid/Eifersucht
  • Nomophobie*
  • Phubbing**

Psychisch

  • Schlechte Laune
  • Geringere Lebenszufriedenheit
  • Einsamkeitsgefühl & Depressionen
  • Abhängigkeiten/Sucht

Physisch

  • Schlafstörungen
  • Erhöhter Stress

*Nomophobie bezeichnet die Angst von seinem Handy getrennt zu sein – abgeleitet aus dem Englischen „no mobile phone phobia“. Unter **Phubbing versteht man das Verhalten, während sozialer Interaktionen mit seinem Handy zu hantieren. Es leitet sich aus den englischen Wörtern „Phone“ und „Snubbing“ her, was mit „jemanden vor den Kopf stoßen“ übersetzt werden kann. Ebenso wie FOMO haben auch Nomophobie und Phubbing erst durch soziale Medien massiv an Bekanntheit gewonnen. Beides sind Verhaltensweisen die unmittelbar mit der Angststörung in Verbindung stehen.

Wie du siehst, sind die Folgen von FOMO sehr ernst zu nehmen, da sie insbesondere längerfristig zu erheblichen Einschränkungen auf deine körperliche und psychische Gesundheit nehmen können. Zudem ist auch mit negativen Einflüssen auf dich und dein soziales Umfeld zu rechnen. Zögere nicht bei akuten Depressionen oder ähnlichen psychischen Problemen und suche dir professionelle Hilfe. Erste Anlaufstellen findest du im Folgenden verlinkt.

Smartphone-Sucht kann eine der zahlreichen Folgen von FOMO sein | Pixabay

Teste dich selbst!

Nur weil du unter einer oder mehrere der genannten Symptome leidest, bedeutet dies noch nicht, dass du von FOMO betroffen bist. Der FOMO Scale kann helfen den Grad der Angststörung einzuschätzen und bildet die Grundlage der meisten Selbsttests. Dabei handelt es sich um einen Aussagenkatalog, der von dem amerikanischen Professor Andrew Przybylski entwickelt wurde. Er besteht aus den folgenden zehn Items:

  1. Ich habe Angst, dass andere tollere Sachen erleben als ich.
  2. Ich habe Angst, dass meine Freund*innen tollere Sachen erleben als ich.
  3. Ich mache mir Sorgen, wenn meine Freund*innen ohne mich Spaß haben.
  4. Ich mache mir Sorgen, wenn ich nicht weiß, was meine Freund*innen gerade tun.
  5. Mir ist es wichtig, Insider-Witze meiner Freund*innen zu verstehen.
  6. Ich frage mich manchmal, ob ich zu viel Zeit damit verbringe, immer auf dem Laufenden zu sein.
  7. Ich finde es schlimm, eine Gelegenheit zu verpassen, meine Freund*innen zu treffen.
  8. Mir ist es wichtig, meine schönen Erfahrungen auch online zu teilen.
  9. Mich stört es, wenn ich ein geplantes Treffen verpasse.
  10. Ich halte mich auch dann auf dem Laufenden, wenn ich in den Urlaub fahre.

Je mehr und je stärker diese Aussagen auf dich zu treffen, desto höher ist dein FOMO-Risiko. Alternativ kannst du auch einen kurzen Online-Test machen, um eine genauere Einordnung deines FOMO-Levels zu erhalten.

Der verlinkte Test zeigt dir wie anfällig du für FOMO bist. | idrlabs

Die eigene Angst bekämpfen

Aber was kann gegen FOMO getan werden? Auch wenn es nicht das eine Wundermittel gegen die Fear of Missing Out gibt, existieren viele Techniken und Ansätze zur Bewältigung der Angststörung. Die folgenden sieben Tipps können dir dabei helfen, besser mit deiner Angst umzugehen.

1. Schütze dich vor Ablenkungen

Schalte die Push-Benachrichtigungen auf deinem Handy oder deiner Smartwatch aus, um nicht ständig von neuen Nachrichten oder Posts abgelenkt zu werden. Lege dein Handy auch mal weg oder schalte es ganz aus, wenn du dich auf etwas anderes konzentrieren willst oder Zeit mit anderen Menschen verbringst.

2. Limitiere deine Bildschirmzeit

Setze dir täglich feste Zeiten oder Grenzen für die Nutzung von sozialen Medien oder anderen Online-Aktivitäten. Apps können dir dabei helfen, deine Bildschirmzeit zielgenau zu überwachen oder zu reduzieren. Versuche idealerweise auch, vor dem Schlafengehen oder nach dem Aufstehen auf dein Smartphone zu verzichten, um deinen Schlaf und deine Stimmung zu verbessern. Das blaue Licht von Handydisplays und anderen Geräten kann die Melatonin Ausschüttung verringern und damit das Einschlafen erschweren.

3. Vergleiche dich nicht mit anderen

Mache dir bewusst, dass die sozialen Medien oft nur eine verschönerte Version der Realität zeigen. Die Mehrheit der aktiven Social Media Nutzern teilt nur die positiven Dinge ihres Lebens und lassen die Negativen aus. Zudem hat jeder Mensch seine eigenen Stärken, Schwächen, Ziele und Werte. Also vergleiche dich nicht mit anderen, sondern konzentriere dich auf dich selbst.

4. Betrachte die Dinge realistisch

Erinnere dich daran, dass du nicht alles haben oder machen kannst. Es ist menschlich, manchmal etwas zu verpassen oder neidisch auf andere zu sein. Aber das bedeutet nicht, dass du unglücklich sein musst oder etwas falsch machst. Akzeptiere deine Gefühle und versuche, sie rational zu hinterfragen. Helfen können dir dabei die Fragen: Wie wichtig ist es wirklich, was ich verpasse? Was habe ich stattdessen gewonnen oder gelernt? Wie würde es mir wirklich gehen, wenn ich dabei wäre?

5. Sei ehrlich zu dir selbst

Hinterfrage deine Motive für deine Handlungen und Entscheidungen. Unternehme oder kaufe Dinge nicht nur, weil andere sie tun oder haben. Finde heraus, was dir wirklich wichtig ist und was dich glücklich macht. Verfolge deine eigenen Interessen und Leidenschaften und setze für dich realistische Ziele.

6. JOMO – Genieße den Augenblick

Das Gegenstück zu FOMO ist JOMO. Dabei geht es darum, aus der Angst (Fear) eine Freude (Joy) zu machen, etwas zu Verpassen. Bei JOMO stehen nämlich nicht die anderen und ihre Erlebnisse im Vordergrund, sondern zuallererst deine Bedürfnisse. Du willst lieber mal ein Wochenende auf der Couch verbringen, statt auf die nächste Party zu gehen? – Das ist vollkommen ok. Anstatt dich auf das zu konzentrieren, was du nicht hast oder tust, schätze das, was du besitzt und machst. Sei präsent und achtsam in deinem gegenwärtigen Moment. Nimm deine Umgebung wahr, erfreue dich an den kleinen Dingen im Leben und sei dankbar für sie.

7. Mache einen Digital Detox

Solltest du bemerken, dass FOMO dein Leben sehr beeinträchtigt oder du dich von den sozialen Medien stark abhängig fühlst, wäre der Digital Detox eine drastische, aber voraussichtlich sehr effektive Methode für dich. Das bedeutet, dass du für eine bestimmte Zeit (das können Tage, Wochen, aber auch Monate sein) komplett auf Social Media verzichtest. Nutze diese Zeit stattdessen für Dinge, die dir guttun, wie zum Beispiel Sport treiben, ein Buch lesen, ein Hobby ausüben oder Zeit mit Freunden oder Familie verbringen.

Die wichtigsten Erkenntnisse

FOMO ist ein omnipräsentes Phänomen dieser Zeit. Durch das ständige Always-On Verhalten entsteht schnell das Gefühl, etwas zu verpassen. Falls auch du betroffen bist, solltest du dies nicht auf die leichte Schulter nehmen, da dich die Angststörung nachhaltig schädigen kann. Sei dir aber bewusst, dass du nicht allein unter dem Problem leidest und selbst etwas dagegen tun kannst. Sobald du erste Fortschritte in deinem Umgang mit der Angst machst, wirst du schnell merken können, dass du nichts verpasst und zufriedener und gelassener durchs Leben gehen kannst.

Wenn Du noch mehr zu dem Thema FOMO – insbesondere in Verbindung mit Social Media – erfahren möchtest, lies dir gerne den folgenden Beitrag dazu aus unserem Newsroom durch oder schau dir den verlinkten TED Talk auf YouTube an.

Was dich ebenfalls interessieren könnte:

Die Angst etwas zu verpassen: Wie Social Media FOMO verstärkt

von Leonie Schwall
Veröffentlicht am 1. Mai 2023

TED-Talk: FOMO – The fear of missing out

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Textquellen

AOK (2021): FOMO: Was kann man gegen die Angst, etwas zu verpassen, tun? https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/psychologie/jomo-gegen-fomo-tipps-gegen-die-fear-of-missing-out/

Barmer(2020): Gesundes Schlafen: Digitale Medien und ihr Einfluss auf die Schlafqualität. https://www.barmer.de/gesundheit-verstehen/leben/schlaf/schlafqualitaet-digitale-medien-1056086

Chaffin, Charles R. (2021): Numb. How the Information Age Dulls Our Senses and How We Can Get Them Back. Newark: John Wiley & Sons Incorporated.

Chotpitayasunondh, Varoth; Douglas, Karen M. (2016): How “phubbing” becomes the norm: The antecedents and consequences of snubbing via smartphone. In: Computers in Human Behavior 63, S. 9–18. DOI: 10.1016/j.chb.2016.05.018.

Herman, Dan (2000): Introducing short-term brands: A new branding tool for a new consumer reality. In: J Brand Manag 7 (5), S. 330–340. DOI: 10.1057/bm.2000.23.

Maeng, Sally (2018): #THESTRUGGLEISREAL. Fear Of Missing Out (Fomo) and Nomophobia can, but do not always, occur together. Trinity Western University, Langley, British Columbia, Kanada. https://www.researchgate.net/publication/327477166_TheStruggleIsReal_Fear_of_missing_out_FoMO_and­_nomophobia_can_but_do_not_always_occur_together

Poser, Manfred (2018): #fomo. Fear of missing out : die Angst, ertwas zu verpassen. 1. Auflage, Deutsche Originalausgabe. Amerang: Crotona Verlag GmbH.

Przybylski, Andrew K.; Murayama, Kou; DeHaan, Cody R.; Gladwell, Valerie (2013): Motivational, emotional, and behavioral correlates of fear of missing out. In: Computers in Human Behavior 29 (4), S. 1841–1848. DOI: 10.1016/j.chb.2013.02.014.

Statista (2023): Share of Polish internet users who are afraid of missing out on news on social networks in 2022, by age; https://www.statista.com/statistics/981941/poland-social-networkers-who-suffer-from-fomo-by-age/

Studysmarter (o.D.): FOMO – 10 Tipps gegen die Angst, etwas zu verpassen; https://www.studysmarter.de/magazine/fomo-tipps/

Bildquellen

Beitragsbild (selbstbearbeitet):

Bild 1: Foto von Kris K: https://pixabay.com/photos/male-night-darkness-light-2013929/

Bild 2: Foto von Gary Cassel: https://pixabay.com/photos/girls-cell-phones-sitting-3481791/

Bild 3: Eigener Screenshot, Testergebnis: https://www.idrlabs.com/3-minute-fomo/test.php

Icons von flaticon: www.flaticon.com

TechTalk

Trügerische Vorbilder: Die problematische Seite der Influencer-Welt

Inspirierende Vorbilder oder trügerische Illusionen? Die Macht der Influencer*innen: Wer sind die neuen Vorbilder, die Millionen von Menschen inspirieren und beeinflussen? Erfahre, warum sie einen so großen Einfluss auf die Menschen haben und welche Gründe hinter ihrer Popularität stecken. Aber Vorsicht: Nicht alles, was glänzt, ist Gold. Werfen wir einen kritischen Blick hinter die Kulissen und hinterfragen, ob Influencer*innen wirklich die idealen Vorbilder sind, denen wir nacheifern sollten.

Die faszinierende Welt der Influencer*innen hat sich in den letzten Jahren zu einem Phänomen entwickelt, das die sozialen Medien im Sturm erobert hat. Doch was verbirgt sich wirklich hinter dem Begriff „Influencer*innen“? Die Antwort auf diese Frage findest du im nächsten Abschnitt.

Was genau sind eigentlich Influencer*innen?

Influencer*innen sind die Stars der Online-Welt, Menschen mit einer enormen Reichweite und einer großen Fangemeinde.

Der Begriff „Influencer*innen“ hat seinen Ursprung im englischen Verb „to influence“, was übersetzt „beeinflussen“ bedeutet. Seit den 2000er Jahren ist dieser Begriff in den sozialen Netzwerken allgegenwärtig und verkörpert die Kraft, Menschen zu inspirieren und zu bewegen.

Ihr Einfluss reicht weit über das Internet hinaus und sie nutzen ihre Präsenz, um bestimmte Themen zu promoten oder sogar Produkte und Unternehmen zu bewerben. Von Instagram über YouTube bis hin zu TikTok – Influencer*innen sind auf verschiedenen Plattformen zu Hause und erreichen Millionen von Menschen mit ihren Inhalten. Sie teilen nicht nur Einblicke in ihr eigenes Leben, sondern formen auch Meinungen, Trends und Konsumverhalten.

Influencer*innen sind zu „inspirierenden Vorbildern“ geworden, die ihre Follower*innen durch ihren Lebensstil, ihre Erfolge und ihre Botschaften motivieren. Mit ihrer Reichweite und ihrem Einfluss haben sie die Möglichkeit, eine positive Veränderung anzustoßen und Menschen zu ermutigen, ihre Träume zu verfolgen. 
Doch erfüllen Influencer*innen wirklich die hohen Erwartungen als Vorbilder?

Bild 1: Influencerin bei einem Shooting
Bild 2: Logos

Welche Bedeutung haben die „vermeintlichen Vorbilder“?

Eine Studie aus dem Jahr 2020 hat ergeben, dass Kinder und Jugendliche zwischen 11 und 17 Jahren in Deutschland ihre Vorbilder vor allem unter YouTuber*innen, Instagrammer*innen, TikToker*innen und „Let’s Player*innen“ sowie Personen des öffentlichen Lebens finden.

Dieser Trend ist alarmierend und kritisch zu betrachten, da viele Influencer*innen einen starken Fokus auf Äußerlichkeiten, Materialismus und die Inszenierung eines vermeintlich perfekten Lebens präsentieren. Dadurch besteht die Gefahr, dass junge Menschen unrealistische Schönheitsideale und oberflächliche Werte übernehmen, was sich negativ auf ihr Selbstwertgefühl, ihre Selbstakzeptanz und ihr Selbstbild auswirken kann. Eine kritische Auseinandersetzung mit dieser Entwicklung und die Förderung alternativer Einflüsse, die auf authentischen Werten und realen Lebenserfahrungen basieren, sind daher von großer Bedeutung.

#Info ℹ️

Definition Vorbilder:
Als Vorbilder werden Menschen bezeichnet, die aufgrund ihrer positiven Eigenschaften, ihrer Leistungen oder ihres Verhaltens als Vorbild dienen und inspirieren. Sie werden bewundert und respektiert, weil sie Werte verkörpern, die andere anstreben oder nachahmen möchten. Vorbilder können in verschiedenen Lebensbereichen gefunden werden, z. B. im Beruf, im Sport, in der Kunst, in den sozialen Netzwerken oder in persönlichen Beziehungen. Sie motivieren und ermutigen andere, ihr Potenzial zu entfalten und ihre Ziele zu verfolgen.

Influencer*innen: Die neuen Vorbilder

Influencer*innen im Internet nehmen oft mehrere Rollen ein – sie sind Vorbilder, vertraute Freunde und manchmal sogar wie große Geschwister. Gerade für Jugendliche sind sie näher als Popstars oder TV-Persönlichkeiten, da sie sich in den gleichen virtuellen Netzwerken bewegen wie ihre eigenen Freunde. Die Möglichkeit, mit den Influencer*innen in den Kommentaren zu interagieren und im besten Fall eine Antwort zu erhalten, erzeugt ein Gefühl von Freundschaft und Teilhabe am Leben der Influencer*innen. Mit der Zeit kann sogar das Gefühl entstehen, die Idole persönlich zu kennen – es entwickeln sich sogenannte parasoziale Beziehungen.

#Info ℹ️

Definition parasoziale Beziehungen:
Du fühlst dich deinem*r Lieblings-Influencer*in so nah und vertraut, dass es fast so wirkt, als wärt ihr seit Jahren beste Freunde? Doch was steckt wirklich hinter diesem intensiven Gefühl?

Dabei handelt es sich um parasoziale Beziehungen, bei denen eine einseitige Verbindung zwischen Konsumenten*innen und Prominenten*innen oder fiktiven Charakteren entsteht. Das Auffällige an diesen Beziehungen: Sie geschehen einseitig. Wir glauben, alles über diese Person zu wissen, jedoch kennt sie uns nicht.

In den sozialen Medien vermischen sich parasozialen Beziehungen mit realen sozialen Beziehungen. Die Influencer*innen sind häufig auf verschiedenen Plattformen mit ihren Fans verbunden, um Einblicke in ihr Leben zu geben und die Community einzubeziehen.

Doch wer sind die Menschen, die hinter den „neuen Vorbildern“ stecken?
Lasst uns gemeinsam eintauchen und ihnen ein Gesicht geben.

Neue Vorbilder: Wer verbirgt sich dahinter?

Du möchtest dir selbst ein Bild von den neuen Vorbildern machen? Dann sieh dir die erfolgreichsten deutschen Influencer*innen an!

Pamela Reif 🏃🏼🥗

Pamela Reif beschreibt sich in ihrer YouTube Bio selbst als „Your online training buddy“. Sie ist eine inspirierende Persönlichkeit in den sozialen Netzwerken. Mit stolzen 9,59 Millionen Follower*innen auf YouTube teilt sie kostenlose Fitnessvideos und Workoutpläne, um ihre Community zu motivieren und fit zu halten. Doch das ist noch nicht alles: Die 26-jährige Powerfrau hat eine eigene App entwickelt, zwei erfolgreiche Kochbücher veröffentlicht und ihre eigene Lebensmittelmarke „Naturally-Pam“ ins Leben gerufen.

Bild 3: Screenshot Instagram Profil Pamela Reif
Lisa und Lena 👯

Die Zwillinge Lisa und Lena Mantler (20 Jahre) gehören zu den bekanntesten Influencerinnen Deutschlands. Mit ihren Lip-Sync- und Tanzvideos auf der Plattform TikTok, damals bekannt als Musical.ly, starteten sie bereits im Alter von 13 Jahren ihre beeindruckende Karriere.

Bild 4: Screenshot Instagram Profil Lisa und Lena
Julien Bam 📹🎙️

Julien Bam, geboren in Aachen als Julien Zheng Zheng Kho Budorovits, ist weit mehr als nur ein Webvideo-Produzent. Er ist auch Sänger, Synchronsprecher und Podcaster. Im Februar 2012 veröffentlichte er sein erstes Video auf YouTube und begeistert seitdem seine Zuschauer*innen mit wöchentlich neuen Inhalten auf seinem Kanal.

Bild 5: Screenshot Instagram Profil Julien Bam
Julienco 🌍

Julian Claßen, besser bekannt als Julienco, ist ein erfolgreicher deutscher Webvideo-Produzent, der seit Juli 2014 vor allem mit seinen Lifestyle-Videos auf YouTube begeistert. Als ehemaliger Ehemann von Bianca Claßen (BibisBeautyPalace) und stolzer Vater von zwei Kindern gewährt er seinen Zuschauer*innen Einblicke in sein facettenreiches Leben.

Bild 6: Screenshot Instagram Profil Julienco
Laserluca 🎮🎙️

Der 26-jährige Luca Tilo Scharpenberg (Laserluca) hat sich in der Online-Welt einen Namen gemacht. Als YouTuber, Podcaster („Dick & Doof“) und Influencer begeistert er seine Fans mit abwechslungsreichem Content. Ursprünglich bekannt für seine Gaming-Videos auf seinem Kanal, hat er sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt.

Bild 7: Screenshot Instagram Profil Laserluca
Julia Beautx 💄🎬

Schauspielerin, Sängerin, Moderatorin und Influencerin in einem ist Julia Beautx, die mit bürgerlichem Namen Julia Willecke heißt. Die 24-Jährige startete ihren YouTube-Kanal noch als Schülerin im Jahr 2013. Seit 2018 spielt sie auch in der ZDF-Fernsehserie „Frühling“ mit und gewann 2019 bei den Nickelodeon Kids Choice Awards Deutschland, Österreich, Schweiz den Preis in der Kategorie Lieblings Social-Star.

Bild 8: Screenshot Instagram Profil Julia Beautx
MontanaBlack 🎮

Marcel Thomas Andreas Eris, auch bekannt als MontanaBlack, hat mit seinen packenden Gaming-Livestreams auf Twitch und unterhaltsamen Videos auf YouTube einen bemerkenswerten Aufstieg erlebt. Doch damit nicht genug! Heute zählt er nicht nur zu den prominentesten Persönlichkeiten der Gaming-Welt, sondern hat sich auch einen Namen als einer der bedeutendsten Carfluencer in Deutschland gemacht.

Bild 9: Screenshot Instagram Profil MontanaBlack

Nachdem wir nun einen Einblick in die Welt der neuen Vorbilder gewonnen und einige bekannte Influencer-Persönlichkeiten kennengelernt haben, stellt sich eine zentrale Frage: Was macht Influencer*innen so einflussreich und warum üben sie eine solche Faszination auf Menschen aus?

Warum haben Influencer*innen einen so großen Einfluss auf Menschen?

Fünf Gründen dafür findest du hier!

Präsenz in den sozialen Medien: 
Influencer*innen sind in den sozialen Medien präsent und haben eine große Reichweite. Sie können Millionen von Follower*innen und Abonnenten*innen haben, die ihre Beiträge und Inhalte regelmäßig sehen. Diese ständige Präsenz ermöglicht es Influencer*innen unter anderem, eine starke Bindung zu ihrer Zielgruppe aufzubauen.

Authentizität und Identifikation: 
Das Geheimnis ihres Erfolges liegt oft in ihrer Authentizität. Influencer*innen teilen persönliche Geschichten, Eindrücke und Meinungen, die uns das Gefühl geben, sie wirklich zu kennen. Sie werden zu vertrauten Begleitern, die uns in schwierigen Zeiten Mut machen und in glücklichen Momenten mit uns feiern. Ihre Identifikation mit der Zielgruppe schafft eine Vertrauensbasis, die weit über das Internet hinausgeht.

Inspirationsquelle:
Influencer*innen sind nicht nur Unterhaltungskünstler, sondern auch Inspirationsquellen. Sie zeigen uns immer wieder neue Ideen, Trends und Perspektiven auf. Ob Mode, Beauty, Reisen oder Karriere – sie eröffnen uns eine Welt voller Möglichkeiten und regen unsere eigene Kreativität an. Ihre Leidenschaft und ihr Engagement motivieren uns, unsere eigenen Ziele zu verfolgen und unser volles Potenzial auszuschöpfen.

Soziale Bewährtheit:
Der Einfluss der Masse ist nicht zu unterschätzen. Wenn wir sehen, dass andere Menschen ähnliche Entscheidungen treffen, Produkte verwenden oder Orte besuchen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass wir es ihnen gleichtun. Influencer*innen dienen als soziale Orientierungspunkte und geben uns das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein. Ihre Empfehlungen und Erfahrungen helfen uns, Optionen abzuwägen und beeinflussen unser Verhalten.

Unterhaltungswert:
Wir alle lieben gute Unterhaltungen und Influencer*innen wissen genau, wie sie unser Interesse wecken können. Mit humorvollen Videos, spannenden Geschichten und kreativen Inszenierungen halten sie uns bei Laune. Sie bringen uns zum Lachen, berühren uns emotional und bieten uns wertvolle Ablenkung vom Alltag. Dieser Unterhaltungswert zieht Menschen an und hält ihre Aufmerksamkeit.

Es ist wichtig zu beachten, dass nicht jede*r Influencer*in automatisch einen großen Einfluss hat, sondern dies von Faktoren wie Glaubwürdigkeit, Relevanz für die Zielgruppe und Qualität der Inhalte abhängt. Nichtsdestotrotz spielen diese Elemente eine Rolle, wenn es darum geht, einen starken Einfluss auf die Menschen auszuüben. Dies gilt insbesondere für junge Menschen, die immer mehr Zeit in sozialen Medien verbringen. Sie sind dort auf der Suche nach Inspiration und Orientierung.

Nachdem wir erfahren haben, warum Influencer*innen einen so großen Einfluss auf uns haben, sollten wir uns bewusst machen, dass sie nicht automatisch die idealen Vorbilder sind. Wir sollten uns kritisch mit der Frage auseinandersetzen, ob wir Influencer*innen wirklich zu unseren Vorbildern machen sollten.

Darum sollten Influencer*innen NICHT IMMER als Vorbilder gewählt werden!

Oberflächlichkeit und Inszenierung:
Viele Influencer*innen konzentrieren sich auf Äußerlichkeiten, Materialismus und die Inszenierung eines perfekten Lebens. Dies kann zu verzerrten Schönheitsidealen und unrealistischen Lebensstilen führen, denen nachgeeifert wird und die sich negativ auf das Selbstwertgefühl und die Zufriedenheit auswirken können.

Manipulative Werbemethoden:
Einige Influencer*innen betreiben irreführende Werbung, indem sie Produkte oder Dienstleistungen empfehlen, ohne deutlich zu machen, dass es sich um bezahlte Werbung handelt. Dies kann zu einer Täuschung der Follower*innen führen und das Vertrauen in die Integrität des Influencers untergraben.

Fragwürdiges Verhalten und moralische Werte:
Es gibt Influencer*innen, die ein unkorrektes Verhalten wie rücksichtsloses oder unethisches Handeln an den Tag legen. Dies kann uns Menschen beeinflussen und dazu ermutigen, ähnliche Verhaltensweisen nachzuahmen, ohne die Konsequenzen oder moralischen Implikationen zu bedenken.

Überkonsum und Reichtum:
Influencer*innen sind oft für ihren exzessiven Konsum und ihren scheinbar grenzenlosen Reichtum bekannt. Luxuriöse Reisen, teure Designerkleidung und prunkvolle Anwesen gehören zum Alltag vieler großer Influencer*innen. Durch die ständige Präsentation ihres scheinbar mühelosen Reichtums können sie den Eindruck erwecken, dass exzessiver Konsum der Schlüssel zum Erfolg und Zufriedenheit ist.
Doch hinter den glitzernden Fassaden und perfekt inszenierten Bildern verbirgt sich oft eine verzerrte Realität, die nicht der Lebenswirklichkeit der meisten Menschen entspricht. Die Menschen könnten versucht sein, diesen Lebensstil nachzuahmen, was eine finanzielle Belastung und Verschuldung zur Folge haben könnte.

Mangel an Authentizität:
Einige Influencer*innen inszenieren ihr Leben und zeigen nur die positiven Seiten, während sie die Herausforderungen und Rückschläge ausblenden. Dies kann zu unrealistischen Erwartungen und einem ungesunden Lebensbild führen.

Es ist wichtig anzumerken, dass nicht alle Influencer*innen diese negativen Eigenschaften aufweisen. Es gibt auch Influencer*innen, die sich ihrer Verantwortung bewusst sind und positive Werte, wie Ehrlichkeit und Authentizität in ihren Inhalten fördern. Bei der Auswahl von Vorbildern ist es daher wichtig, kritisch zu sein und Influencer*innen Aufmerksamkeit zu schenken, die uns inspirieren und unterstützen, anstatt uns negativ zu beeinflussen.

Influencer-Auswahl mit Bedacht: Jonas Ems und Alicia Joe als Wegweiser zur kritischen Reflexion

Am Beispiel von Jonas Ems und Alicia Joe können wir lernen, wie wichtig es ist, sich kritisch mit dem Einfluss von Influencer*innen auseinanderzusetzen. Die beiden Influencer setzen sich aktiv mit dem Thema auseinander und regen dazu an, sich mit verschiedenen Perspektiven zu befassen und bewusste Entscheidungen bei der Auswahl unserer Vorbilder zu treffen.
Erfahre mehr über den Content der beiden! ⬇️

Jonas Ems
Bild 15: Einblicke in das Instagram Profil von Jonas Ems
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Video 1: Influencer*innen, die gefährlichen Vorbilder

Alicia Joe
Bild 16: Einblicke in das Instagram Profil von Alica Joe

Falsche Vorbilder

Wie Influencer uns und unsere Kinder manipuliert

Fazit

Es ist unbestritten, dass Influencer*innen eine wichtige Rolle in unserer digitalen Gesellschaft spielen. Dennoch ist es wichtig, ihren Einfluss kritisch zu hinterfragen. Die mangelnde Transparenz vieler Influencer*innen sowie die Tendenz zur Selbstinszenierung und Kommerzialisierung geben berechtigten Anlass zur Sorge. Wir sollten uns bewusst machen, dass viele Inhalte und Empfehlungen von Influencer*innen letztendlich auf Werbung und kommerziellen Interessen basieren. Es liegt an uns als Konsument*innen, kritisch zu reflektieren und uns nicht blind von vermeintlichen Vorbildern und Trendsettern beeinflussen zu lassen. Ein bewusster Umgang mit Medien, eine gesunde Distanz zu inszenierten Bildern und eine kritische Haltung sind unerlässlich, um nicht Opfer manipulativer Marketingstrategien zu werden und unsere eigenen Werte und Interessen zu wahren.

Realitätscheck: Beispiele, die du dir auf jeden Fall ansehen solltest! ⬇️
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Video 2: Wie weit gehen Influencer*innen für Geld?

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Teil 5

Bild 18: Instagram Beitrag von Maren Wolf Bild 1
Bild 19: Instagram Beitrag von Maren Wolf Bild 2

Ein Beitrag zwei Gesichter!


Schau dir den Post von Maren Wolf an und finde heraus, was sich dahinter verbirgt.

#Realewelt #Realtalk

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