Geboren in Florida, zuhause zwischen Deutschland und Amerika und bald für ein Semester in Budapest: Eleen liebt neue Erfahrungen. Selbst ein Kreuzbandriss konnte sie zuletzt nicht komplett ausbremsen. Zwischen Marketing, kreativen Projekten und Reiseplänen erzählt ihr Portrait von Neuanfängen, Fernweh und einem Leben, in das Stillstand nicht wirklich zu passen scheint.
Meet Eleen
Mit Matcha in der Hand und Fernweh im Herzen gibt es einiges über Eleen zu entdecken. Bevor wir tiefer in ihre Geschichte eintauchen, habe ich hier ein paar Facts über sie gesammelt.

Vom Nachhaltigkeitsbachelor in Hohenheim zum DEC-Master in Offenburg
Ihr Bachelorstudium hat Eleen an der Universität Hohenheim im Bereich Sustainability & Change gemacht. Ganz ehrlich: So richtig begeistert war sie von dem eher theoretischen und trockenen Aufbau des Studiums nicht. Vor allem das viele Lernen kurz vor den Prüfungen und das Gefühl, nicht wirklich viel mitgestalten zu können, haben sie auf Dauer eher gestört. Viele Vorlesungen erinnerten sie an ein klassisches BWL-Studium: viel Theorie, viele Skripte und wenig Raum für kreative Ideen.
Trotzdem gab es auch Inhalte, die ihr Spaß gemacht haben, besonders die Marketing-Module. Deshalb war für sie klar: Im Master soll es an eine Hochschule gehen, an der praxisnäher gearbeitet wird und Studierende aktiver eingebunden werden. Nach ihrer Auswahl zwischen der HdM Stuttgart und der Hochschule Offenburg entschied sie sich schließlich für den DEC-Master in Offenburg. Auf die Frage, ob sie es bisher bereut hat, antwortet Eleen mit einem klaren „Nein“. Besonders mag sie die vielen Gruppenprojekte, den kreativen Freiraum bei der Umsetzung und dass aktuelle Themen wie KI ganz selbstverständlich mit eingebunden werden. Dazu kommt, dass Dozierende selbst aus der Praxis kommen und ihre Erfahrungen aus der freien Wirtschaft in die Vorlesungen mitbringen – etwas, das Eleen im Vergleich zu ihrem Bachelor besonders schätzt.
Mit diesem Schritt zum Master begann für Eleen nicht nur ein neuer Studienabschnitt, sondern auch ein neuer Lebensabschnitt: Zum ersten Mal zog sie von zuhause aus und lebt seitdem in einer WG in Offenburg.
Neben dem Studium arbeitet Eleen als Werkstudentin im Bereich Marketing Technology bei einem IT- und Consulting-Unternehmen aus Stuttgart. Bereits seit ihrem Bachelor ist sie dort Teil des Teams und beschäftigt sich vor allem mit Marketing-Tools wie HubSpot.
Obwohl das Unternehmen in Stuttgart sitzt, arbeitet Eleen inzwischen remote aus Offenburg und kombiniert so Studium, Berufserfahrung und ihren neuen Alltag in der WG miteinander.

Eleens nächster Halt: Budapest
Fernweh begleitet Eleen schon länger. Bereits während ihres Bachelorstudiums engagierte sie sich bei der International Students Organisation Hohenheim e.V. und betreute internationale Studierende aus aller Welt. Gemeinsam organisierte die Gruppe Events, Ausflüge und Trips für die „Incomings“. Nun tauscht Eleen die Perspektive und geht selbst als „Outgoing“ für ein Semester ins Ausland.
Ab September geht es für sie für ein Semester an die Budapest University of Economics and Business. Obwohl Portugal wegen Sonne und Strand eigentlich ihre erste Wahl war, hatte Budapest schon länger einen besonderen Platz auf ihrer Liste. Nach ein paar sonnigen Tagen in der ungarischen Hauptstadt im Mai 2024 war sie endgültig überzeugt. Oder wie sie selbst sagt: „Wer würde schon Nein zu sechs Monaten Lángos und Baumstriezel sagen?“
Ganz spontan kam das Auslandssemester allerdings nicht zustande. Schon im Bachelor hatte sich Eleen beworben, damals aber wegen begrenzter Plätze keine Zusage bekommen. Erst im Master klappt es schließlich über Erasmus+. Seitdem laufen Wohnungssuche, Kurswahl und Reiseplanung parallel zum Uni-Alltag. Unterstützung dabei fand Eleen vor allem durch Infoveranstaltungen der Hochschule, Erfahrungsberichte auf Moodle und den Austausch mit anderen Studierenden.
- ✔️ Frühzeitig informieren & Fristen im Blick behalten!
- ✔️ Gerade Gespräche mit anderen Studierenden oder Angebote des International Office können bei der Planung extrem helfen.
- ✔️ Früh mit der Wohnungssuche starten: besonders in beliebten Erasmus-Städten kann die Wohnungssuche schnell stressig werden – früh suchen spart später viel Zeit und Nerven.
- ✔️ Auch wenn es nicht direkt beim ersten Versuch klappt, sollte man sich nicht entmutigen lassen. Manchmal braucht es eben einen zweiten Anlauf, bis der Traum vom Auslandssemester Wirklichkeit wird.
Die Vorfreude auf Budapest ist groß. Ab September warten dort historische Gassen, Cafés, der Blick auf die Donau und unzählige Erfahrungen auf Eleen.
Für Eleen ist das Auslandssemester mehr als nur ein weiterer Studienabschnitt. Sie sieht die Zeit in Budapest auch als Chance zur Selbstfindung und dazu, herauszufinden, wo ihr Weg in Zukunft hinführen soll.

Dass Eleen heute so offen für neue Erfahrungen ist, kommt nicht von ungefähr. Schon ihre eigene Geschichte ist von verschiedenen Orten und Kulturen geprägt. Wer sie besser kennenlernen möchte, sollte einen Blick auf Eleens Hintergrund werfen…
Zuhause zwischen Deutschland und den USA
Während andere von einem Leben zwischen Deutschland und den USA nur träumen, gehört genau das für Eleen schon seit ihrer Kindheit ganz selbstverständlich dazu. Geboren wurde sie in Tampa, Florida. Ihre Mutter war ursprünglich für Work & Travel in die USA gegangen, lernte dort Eleens Vater kennen und blieb einige Zeit in Amerika. Mit zweieinhalb Jahren zog Eleen gemeinsam mit ihrer Mutter zurück nach Deutschland, während ihr Vater bis heute in Florida lebt.
Trotz der Entfernung ist Amerika deshalb nie einfach nur ein Urlaubsziel. Mindestens einmal im Jahr reist Eleen nach Florida zu ihrem Vater. Über die Jahre hat sie dabei viele verschiedene Orte in den USA gesehen: Las Vegas, Washington D.C., Aspen in Colorado, Orlando mit Disney World und den Universal Studios und sogar Puerto Rico. Gerade dort ist ihr eine Story passiert, über die sie heute selbst lachen kann.
Für die Reise hatte sie extra eine Internetflat für die USA gebucht. Was sie nicht wusste: Puerto Rico gehört zwar zu den Vereinigten Staaten, ist aber ein Außengebiet der USA und war deshalb nicht in ihrem Tarif enthalten. Zurück in Deutschland wartete dann erstmal eine Handyrechnung über 3000 Euro auf sie. Nach einigen Telefonaten ließ sich das Ganze zum Glück noch klären.
Ihr Rat seitdem: Lieber zweimal nachschauen, ob der Handytarif wirklich überall gilt.
Besonders begeistert hat sie an Puerto Rico aber die Atmosphäre: viel Sonne, frische Avocados und Mangos und überall Reggaeton im Radio. Genau ihr Vibe.
Ein paar Eindrücke von Eleens Reisen durch die USA.
Trotzdem bleibt ihr Lieblingsort bis heute das Strandhaus ihres Vaters auf Treasure Island in Florida:
A Day in the Sunshine State: So sieht ein typischer Tag bei Eleen in Florida aus

Auf die Frage, ob sie sich vorstellen könnte, irgendwann in die USA auszuwandern, muss Eleen erstmal kurz schmunzeln. Ganz ausschließen würde sie es definitiv nicht. Dauerhaft? Da ist sie sich noch unsicher. Für ein paar Jahre könnte sie sich ein Leben dort aber durchaus vorstellen. Gleichzeitig merkt sie selbst, wie unterschiedlich das Leben in den USA im Vergleich zu Deutschland ist, sei es bei der Mentalität, der Politik oder einfach dem Alltag. Trotzdem fühlt sich Florida für sie bis heute wie ein zweites Zuhause an.
Doch nicht jede Erinnerung an die USA war nur positiv. Beim Skifahren in Aspen hat sie sich letztes Silvester einen Kreuzbandriss zugezogen. Trotzdem hat sie sich davon nicht wirklich ausbremsen lassen. Genau dieses „einfach weitermachen“ scheint ziemlich gut zu ihrer Persönlichkeit zu passen.
Eleens Ausgleich: Sport, Reisen und Kreativität
Stillsitzen ist eigentlich gar nicht Eleens Ding, auch wenn ihr Knie sie momentan manchmal dazu zwingt. Nach ihrem Skiunfall Ende Dezember folgte dann im März die OP in Stuttgart. Seitdem gehören Physio, Gym und der Weg zurück zur alten Routine fest zu ihrem Alltag.
Auch die Reha geht sie mit viel Ehrgeiz an. Neben Krankengymnastik und Ergometertraining arbeitet sie Schritt für Schritt daran, wieder zu ihrer gewohnten Beweglichkeit zurückzufinden. Ganz nach dem Motto #comebackstronger lässt sie sich von der Verletzung nicht unterkriegen.

Rückschläge gehören dazu. Entscheidend ist aber, wie man damit umgeht.
Für Eleen war nach der OP schnell klar: Aufgeben ist keine Option!
Ich bin eigentlich immer unterwegs – wenn mein Knie mir keinen Strich durch die Rechnung macht.
Auch abseits von Uni und Reisen braucht Eleen immer wieder neue Projekte und kreative Beschäftigungen in ihrem Alltag. Sie häkelt seit mittlerweile drei Jahren, liebt DIYs, bastelt gerne und startet ständig neue Projekte. Aktuell häkelt sie eine kurze Hose und hofft, dass sie bis zum Sommer fertig wird. Ob das klappt, wird sich zeigen: Eine Mütze, die eigentlich für den Winter gedacht war, wurde letztes Jahr nämlich erst im Sommer fertig.
Nicht jede Idee entwickelt sich dabei zum Dauerhobby. „Sauerteigbrot backen war zum Beispiel eher eine kurze Phase“, erzählt sie mir lachend. Dagegen gehört Matcha selbst zuzubereiten inzwischen fest zu ihren kleinen Alltagsritualen. Dass sie gerne neue Dinge ausprobiert, auch wenn nicht alles bis zum Ende durchgezogen wird, sieht sie selbst mit Humor.
Das Gefühl, ständig neue Projekte anzufangen, dürfte vielen Studierenden bekannt vorkommen. Vor allem dann, wenn man noch nicht genau weiß, wohin die Reise als Nächstes geht. Mit dieser Phase beschäftigt sich auch Suvi in ihrem Beitrag zur Quarterlife-Crisis.


Neben kreativen Dingen spielt auch Sport eine große Rolle in Eleens Alltag. Bis sie nach Offenburg gezogen ist, hat sie acht Jahre lang Taekwondo gemacht, Wettkämpfe bestritten und sogar den schwarzen Gürtel erreicht. Heute geht sie gerne ins Gym, joggen oder einfach spazieren. Genauso wichtig für sie: Zeit mit Freunden, gemeinsame Spieleabende oder neue Cafés und Spots ausprobieren.
Reisen gehört für Eleen sowieso irgendwie immer dazu. Ob Städtetrips nach London, Wien, Amsterdam, Granada oder spontan auch mal nach Straßburg oder Freiburg – Hauptsache unterwegs sein und neue Eindrücke sammeln. Vielleicht kommt ihre Reiselust auch ein Stück weit von ihren Eltern. Während andere Familienfotos am Kühlschrank hängen haben, sammeln ihre Eltern Reiseerinnerungen in Magnetform. Die stetig wachsende Sammlung ist für Eleen eine große Inspiration. Ihr Traum: irgendwann so viele Länder und Orte bereist zu haben, dass sie selbst einmal eine ähnliche Sammlung besitzen kann.


Und wenn man sie fragt, wir ihr Traumleben irgendwann aussieht? Dann muss sie nicht lange überlegen: ein sicherer Job, Sonne, Strand und natürlich ein eigener Hund.
Mit Hunden ist Eleen nämlich aufgewachsen. Ihr Vater arbeitet selbstständig im Hundesport und war sogar schon Weltmeister. Auch ihre Mutter gibt beruflich Hundetrainings in Stuttgart. Einen eigenen Hund wünscht sie sich auch irgendwann. Aktuell passen Studium, Pendeln und Auslandssemester dafür aber einfach noch nicht ganz zusammen.
This or That: Eleen Edition
Wer bis hierhin gelesen hat, weiß bereits einiges über Eleens Alltag, ihre Leidenschaften und ihre Zukunftspläne. Zum Abschluss gibt es deshalb noch eine kurze „This oder That“-Runde: kurz, spontan und auf den Punkt gebracht.

Die schnellen Entweder-oder-Fragen verraten abschließend nochmal viel über Eleens Persönlichkeit. Doch was bleibt nach all den Geschichten, Erlebnissen und Eindrücken, die sie uns verraten hat, eigentlich hängen?
Physio-Termine, Reisepläne und kreative Projekte halten Eleen immer in Bewegung. Vielleicht ist genau das der rote Faden ihrer Geschichte: offen bleiben für Neues, egal ob in Offenburg, Budapest oder irgendwann an einem warmen Ort im Ausland.
Eines steht dabei fest: Die Liste ihrer Pläne und Ideen ist noch lange nicht abgearbeitet.
Und vielleicht beschreibt ihr Lebensmotto am besten, wie sie ihren Weg geht: „Expect nothing, appreciate everything.“ Denn wer offen für Überraschungen bleibt, die das Leben manchmal bereithält, und die kleinen wie großen Momente wertschätzt, sammelt oft die schönsten Erinnerungen…

- Bachelor Sustainability & Change Universität Hohenheim: https://dein-studium.uni-hohenheim.de/finde-dein-studium/sustainability-change
- DEC-Master Hochschule Offenburg: https://www.hs-offenburg.de/studium/master/dialogmarketing-und-e-commerce
- International Students Organisation Hohenheim e.V.: https://iso.uni-hohenheim.de/
- Budapest University of Economics and Business: https://uni-bge.hu/en
- Erasmus+: https://www.erasmusplus.de/
- International Office Hochschule Offenburg: https://www.hs-offenburg.de/international/auslandsaufenthalt
- Aspen, Colorado: https://www.urlaubsguru.de/reisemagazin/aspen-usa-skigebiet/
- Honey Newsroom Beitrag „Master statt Quarterlife-Crisis: Offenburg > Fließband“: https://newsroom.mi.hs-offenburg.de/master-statt-quarterlife-crisis-offenburg-fliessband/
- Titelbild: eigene Aufnahmen von Eleen, Collage erstellt mit Canva
- Fast Facts Eleen: eigene Aufname von Eleen, Collage erstellt mit Canva
- Eleens Studienverlauf: erstellt mit Canva
- Budapest Collage (erstellt mit Canva):
Blick über Budapest: https://unsplash.com/de/fotos/luftaufnahmen-von-gebauden-mit-blick-auf-die-brucke-und-das-meer-bei-tag-VPETME4zVWM
Bild von Eleen in Budapest: eigene Aufnahme von Eleen
Parlamentsgebäude am Fluss: https://unsplash.com/de/fotos/braunes-betongebaude-in-der-nahe-von-gewassern-tagsuber-sMyQb3i9bNA
Ungarisches Parlamentsgebäude im Hintergrund: https://unsplash.com/de/fotos/ein-grosses-gebaude-das-auf-einem-gewasser-thront-HevZDxRjEdE
Lángos: eigene Aufnahme von Alisa
Herbstliche Parkszene: eigene Aufnahme von Alisa
Baumstriezel: eigene Aufnahme von Eleen - USA-Bildergalerie: eigene Aufnahmen von Eleen
- Video Strandhaus Treasure Island, Florida: eigene Aufnahme von Eleen
- Video Sonnenuntergang am Strand, Treasure Island, Florida: eigene Aufnahme von Eleen
- A Day in the Sunshine State: erstellt mit Canva
- Krankenhausbild: eigene Aufnahme von Eleen
- Häkelprojekt: eigene Aufnahme von Eleen
- Taekwondo: eigene Aufnahme von Eleen
- Portrait aus Wien: eigene Aufnahme von Eleen
- Traumleben mit Hund: eigene Aufnahme von Eleen, bearbeitet mit Canva
- This or That: erstellt mit Canva
- Icon Flugroute: erstellt mit ChatGPT















