Abi in der Pandemie, ein ungeplantes Marketingstudium und ein Solotrip nach Bali – Jennys Weg war selten so wie erwartet, aber immer genau richtig. Wie aus einem Ort fürs Studium ein Zuhause wurde, was sie alleine in Bali gelernt hat und wohin sie als nächstes will, erfährst du hier.
Los geht’s mit einer kleinen Blitzrunde, damit du Jenny direkt ein bisschen näher kennenlernen kannst!

Hier kannst du direkt in zwei von Jennys Lieblingssongs von Provinz reinhören:
Plan B als Volltreffer
Jenny machte ihr Abitur 2020 – ausgerechnet mitten in der Pandemie. Anstelle von Abschlussfeiern, Partys und großem Goodbye gibt es: Coronaviren, verschobene Prüfungen und eine Wand aus Ungewissheit. Ihr eigentlicher Traum nach der Schule die Welt zu bereisen, löste sich im Lockdown in Luft auf. Was also nun? „Ich musste mir spontan überlegen, was ich studieren will.“, erzählt Jenny.
Aufgewachsen in der Region Lörrach, wollte sie für das Studium weit genug weg sein, um auf eigenen Beinen zu stehen. Gleichzeitig sollte die Entfernung überschaubar bleiben, damit sie ihre Eltern und ihren Hund Cindy (eine mittlerweile fünfzehnjährige Malteser-Bologneser-Hündin) regelmäßig besuchen kann. Zwei Stunden Fahrtzeit erschienen ihr dafür genau richtig. Ein Freund schwärmte ihr damals von der Hochschule Pforzheim vor. Also bewarb sich Jenny kurzerhand dort für Controlling und Marketing. Eigentlich schlug ihr Herz für Controlling – Zahlen liegen ihr einfach. Doch der Studiengang verlangte ein verpflichtendes Auslandssemester inklusive Englischtest. Weil Englisch nicht ihre größte Stärke ist und der Test scheiterte, wich sie auf Marketing aus, wo das Auslandssemester freiwillig war. Bereut hat sie das nie: Das Grundstudium war ohnehin ähnlich und Fächer wie Kostenleistungsrechnung oder Bilanzierung konnte sie trotzdem belegen. „Im Nachhinein war es die beste Entscheidung“, sagt sie heute.

Daily Life in Pforzheim
Obwohl ihre Eltern in Lörrach sie vermissen, ist Pforzheim für Jenny längst mehr als ein Studienort. „Hier habe ich gelernt, was Freundschaft und Vertrauen wirklich bedeuten“, sagt sie. Ein Wochenendbesuch bei ihren Eltern fühlte sich zuletzt sogar schon „komisch“ an. Pforzheim und ihre WG sind ihr Zuhause geworden.
Einen großen Teil dazu beigetragen hat das Irish Pub, wo Jenny seit dreieinhalb Jahren jobbt. Was während des Bachelors als Nebenjob begann, ist mittlerweile mehr als das: ein Ort, an dem sie Leute kennenlernt, die nichts mit dem Studium zu tun haben und genau das schätzt sie. „Vollzeit könnte ich das nicht machen, aber ab und zu macht es einfach richtig Spaß“, lacht sie.
Außerdem arbeitet sie als Werkstudentin bei dm im Datenmanagement und fühlt sich dort richtig wohl. Sie liebt die Atmosphäre im Büro, die gemeinsamen Mittagspausen mit ihren Kollegen und, dass mittlerweile auch drei ihrer Freundinnen dort arbeiten.

Wenn Jenny nicht arbeitet oder lernt, boxt sie einmal die Woche oder sitzt mit Freunden im Café bei einem Matcha. Im Sommer geht’s für sie ins Freibad, abends wird mit den Mädels gekocht oder ein Aperol auf dem Balkon genossen. Keine großen Pläne, kein Stress.

Solotrip nach Bali
Was Corona ihr nach dem Abi genommen hatte, holte Jenny in den Semesterferien nach und zwar auf ihre ganz eigene Art: drei Wochen alleine nach Bali.
Ihre Eltern drehten fast durch, als Jenny ihnen von ihren Solo-Trip-Plänen erzählte, doch sie blieb gelassen: „Es kann überall was passieren, auch in Pforzheim.“ Ihre Reise startete in Basel und ging über Istanbul nach Jakarta und von dort aus mit einer kleinen Propellermaschine weiter nach Bali. „Schlimmer als Ryanair – ich dachte mir: Gott, komme ich überhaupt lebend an?“, lacht sie.
Zu Beginn fand sie schnell Mitreisende, mit denen sie eine Weile zusammen unterwegs war. Doch irgendwann entschied sie sich bewusst, ihr eigenes Ding durchzuziehen. Dorthin fahren wo sie wollte und machen, worauf sie Lust hatte. In der Reise sah Jenny weit mehr als nur einen Urlaub. Sie war eine Chance, über sich hinauszuwachsen und sich selbst zu fragen: Wo will ich hin? Was möchte ich erreichen?

Ihre Erkenntnis nach drei Wochen: Man kann alles alleine schaffen und muss von niemandem abhängig sein. Weder von Familie, Freunden noch einem Partner.
Mehr zu Jennys Bali-Route und ihren Tipps erfährst du in ihrem eigenen Beitrag, welchen du hier findest.

Jennys Weg zu DEC
Nach ihrem Bachelor in reinem Marketing war für Jenny schnell klar: Sie will mehr. Da der Arbeitsmarkt nach ihrem Abschluss ohnehin schwierig war, entschied sie sich, noch eineinhalb Jahre mehr die Hörsaalbank zu drücken und einen Master dranzuhängen. Da der Bereich E-Commerce Jenny schon immer interessierte, fiel ihre Wahl auf den DEC-Master der Hochschule Offenburg. Zudem hatte eine Freundin von ihr den Studiengang schon hinter sich und erklärte ihr genau, was auf sie zukommt. Viele Projektarbeiten, drei Standorte, lange Hochschultage, aber auch ein Vorlesungsplan, der es Jenny ermöglicht, von Pforzheim aus nach Gengenbach und Offenburg zu pendeln.
Über ihre Erfahrungen als Pendlerin hat sie sogar einen eigenen Beitrag geschrieben, inklusive Guide wie man die langen Fahrten am besten nutzt. Schau gerne mal hier rein.
Aktuell befindet sie sich im zweiten Mastersemester (dem Sommersemester) und beschreibt es als deutlich entspannter als das Wintersemester. „Das Schlimmste habe ich schon hinter mir“, lacht Jenny. Zeit also, ihr Wissen weiterzugeben. Ihre drei Top-Tipps für DEC-Erstsemester:

Weitere nützliche Infos und Tipps rund um den DEC-Master findest du im Beitrag meiner Kommilitonin Nina. Hier geht’s zum Beitrag. Und wenn du beim Thema Meal-Prepping tiefer einsteigen möchtest, schau dir gerne doch einmal diesen Beitrag an.

Und in Zukunft?
Nach dem DEC-Master hat Jenny einen klaren Plan: sie möchte fest bei dm einsteigen und am liebsten auch schon ihre Masterarbeit dort schreiben. Langfristig zieht es sie allerdings weg vom Datenmanagement und mehr in Richtung Marketing oder Produktmanagement, vor allem im Kosmetikbereich. dm ist und bleibt ihr Traumarbeitgeber.
Und dann ist da noch das Reisen. Nach dem Master möchte sie unbedingt nochmal weg. Wohin genau, das weiß sie noch nicht. Aber dass sie sich auch spontan und alleine irgendwo zurechtfindet, hat Jenny ja bereits bewiesen.
Falls du mehr über den DEC-Master oder Jennys Bali-Reise erfahren möchtest, kannst du dich gerne direkt bei ihr melden!
Textquellen
- Blogbeitrag „Kein Auslandssemester – dafür 3 Wochen allein auf Bali“: https://newsroom.mi.hs-offenburg.de/kein-auslandssemester-dafuer-3-wochen-allein-auf-bali/
- Blogbeitrag „Zwischen Hörsaal und Hauptbahnhof: Lohnt sich der DEC-Master als Pendlerin?“:https://newsroom.mi.hs-offenburg.de/zwischen-hoersaal-und-hauptbahnhof-lohnt-sich-der-dec-master-als-pendlerin/
- Blogbeitrag „How to DEC: Auf diese Skills kommt es wirklich an!“: https://newsroom.mi.hs-offenburg.de/how-to-dec-auf-diese-skills-kommt-es-wirklich-an/
- DEC-Master: https://www.hs-offenburg.de/studium/master/dialogmarketing-und-e-commerce
- Hochschule Offenburg: https://www.hs-offenburg.de
- Irish Pub Pforzheim: https://www.irishpubpf.de
Bildquellen
- Abb. 1: Private Aufnahmen von Jennifer Sbikowski, bearbeitet von Vanessa Breitsch via Canva
- Abb. 2: Eigene Darstellung, erstellt via Canva
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- Abb. 6-10: Private Aufnahmen von Jennifer Sbikowski, bearbeitet von Vanessa Breitsch via Canva
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