Studium

Zwischen Hörsaal und Hauptbahnhof: Lohnt sich der DEC Master als Pendlerin?

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Zwischen Hörsaal und Hauptbahnhof: Lohnt sich der DEC Master als Pendlerin?

Zugverspätungen am Morgen, spontane Planänderungen zwischen zwei Vorlesungen und trotzdem mitten im Masterleben: Genau das bedeutet für mich der Alltag im DEC Master in Offenburg. Vor dem Studienstart habe ich mich oft gefragt, ob ein Masterstudium als Pendlerin wirklich machbar ist – oder ob der ständige Wechsel zwischen Hörsaal und Bahn irgendwann zu viel wird. Heute weiß ich: Es ist herausfordernd, manchmal chaotisch, aber definitiv möglich. In diesem Beitrag nehme ich euch mit in meinen Studienalltag, teile ehrliche Erfahrungen aus dem Pendlerleben und erzähle, was ich rückblickend gerne schon vor dem Start gewusst hätte.


Wie ich mich für den DEC Master entschieden habe

Nach meinem Bachelor in Pforzheim habe ich mich für verschiedene Masterstudiengänge in ganz Deutschland beworben, unter anderem in Köln, Düsseldorf und Offenburg. Vor meiner Entscheidung habe ich mich außerdem mit einer Freundin ausgetauscht, die den DEC Master bereits absolviert hatte. Besonders die praxisnahen Inhalte, die flexible Studienstruktur und der Austausch im Studiengang haben mich überzeugt.

Dadurch konnte ich mir das Studium viel besser vorstellen und Offenburg wurde für mich immer interessanter. Als dann schließlich die Zusage kam, wusste ich relativ schnell, dass ich den Master dort machen möchte. Vor allem der Fokus auf E-Commerce und digitale Themen hat für mich perfekt gepasst, weil digitale Geschäftsmodelle und Onlinehandel heute einfach immer wichtiger werden.

Die eigentliche Frage war eher: Ziehe ich nach Offenburg oder bleibe ich in Pforzheim wohnen? Zu diesem Zeitpunkt war ich nämlich gerade erst mit Freunden in eine neue WG gezogen. Ein Umzug kam für mich deshalb ehrlich gesagt nicht wirklich infrage. Da ich aber wusste, dass die Vorlesungen meistens nur an zwei Tagen pro Woche stattfinden, war für mich schnell klar: Ich werde pendeln!


Was steckt hinter dem DEC Master?

DEC steht für „Dialogmarketing und E-Commerce“ und verbindet Themen rund um Marketing, Kundenansprache und digitalen Handel.
Im Bereich Dialogmarketing lernt man unter anderem, wie Unternehmen Kund:innen über verschiedene Kanäle hinweg ansprechen und langfristige Kundenbeziehungen aufbauen. Themen wie Multi-Channel-Marketing und Customer-Relationship-Management spielen dabei eine wichtige Rolle.
Der Bereich E-Commerce beschäftigt sich stärker mit digitalen Geschäftsmodellen, User Experience und den Prozessen hinter dem Onlinehandel. Dabei spielen auch Themen wie Logistik, Ethik und Nachhaltigkeit eine Rolle.


Was macht den DEC Master besonders?

Was mir direkt aufgefallen ist: Der Master ist deutlich praxisorientierter aufgebaut als mein Bachelorstudium. Viele Inhalte werden nicht nur theoretisch behandelt, sondern direkt in Gruppenarbeiten, Projekten oder Präsentationen angewendet. Dadurch arbeitet man automatisch viel mit anderen Studierenden zusammen, was den Austausch im Studienalltag deutlich stärker macht.

Gerade dieser Praxisbezug hat mir persönlich sehr gefallen, weil man viele Inhalte nicht nur „lernt“, sondern direkt anwendet. Außerdem merkt man schnell, dass viele Studierende ähnliche Interessen und berufliche Ziele haben, wodurch eine angenehme und motivierte Atmosphäre entsteht.


Der Vorlesungsalltag im Master

Einer der größten Unterschiede zu meinem Bachelor war für mich definitiv die Studienstruktur. Da die Vorlesungen meistens nur an zwei Tagen pro Woche stattfinden, ließ sich das Studium für mich deutlich flexibler planen – gerade auch als Pendlerin. Wie der Studienalltag im DEC Master tatsächlich aussieht, lässt sich oft nur schwer über Modulbeschreibungen erklären. Deshalb hier die wichtigsten Infos und Erfahrungen aus meinem Alltag im Studium auf einen Blick:

Natürlich bringen Gruppenarbeiten auch Herausforderungen mit sich. Gerade wenn viele neben dem Studium arbeiten oder andere Verpflichtungen haben, kann es manchmal schwierig sein, gemeinsame Termine zu finden. Trotzdem gehört genau diese Zusammenarbeit für mich auch zu den Dingen, die den Masteralltag realistischer machen.


Die Realität als Pendlerin

Nur zweimal pro Woche pendeln“ klingt erstmal relativ entspannt. Im Alltag sieht das Ganze manchmal aber etwas anders aus. Gerade die Deutsche Bahn hat meinen Studienalltag definitiv öfter beeinflusst, als mir lieb gewesen wäre. Verspätungen oder spontane Zugausfälle gehören leider manchmal dazu und vor allem morgens kann das schnell stressig werden, wenn man pünktlich zur Vorlesung kommen möchte. Es gab auch Tage, an denen ich spontan mit dem Auto fahren musste, weil die Bahn gar nicht gefahren ist oder die Verbindungen so unzuverlässig waren, dass ich sonst zu spät gekommen wäre.

Besonders am Anfang fand ich das teilweise anstrengender als gedacht. Man muss definitiv lernen, flexibler zu werden und Alternativen einzuplanen. Mit der Zeit habe ich aber gemerkt, dass man sich schnell gewisse Routinen aneignet und den Alltag dadurch deutlich besser organisieren kann. Trotzdem hatte das Pendeln für mich nicht nur Nachteile.

Für die Planung meiner Verbindungen nutze ich meistens die DB Navigator App der Deutschen Bahn, da man dort Verspätungen oder Ausfälle oft frühzeitig sieht.


Wie ich die Zeit im Zug nutze

Die Zugfahrten zwischen Pforzheim und Offenburg sind zwar oft ziemlich lang, aber mittlerweile nutze ich die Zeit bewusst für Uni, Organisation oder einfach mal zum Abschalten.


Was ich vor dem Studienstart gerne gewusst hätte

Rückblickend gibt es einige Dinge, die ich vor dem Start des Masters gerne schon gewusst hätte. Als Pendlerin machen kleine organisatorische Dinge im Alltag oft einen größeren Unterschied, als man am Anfang denkt.

Es gibt mehrere Standorte und Gebäude

Am Anfang war ich ehrlich gesagt etwas verwirrt wegen der verschiedenen Standorte. Im Alltag ist das aber deutlich entspannter, als es erstmal klingt. Meistens finden die Vorlesungen eines Tages am gleichen Standort statt, sodass man nicht ständig zwischen den Campussen wechseln muss. Der Campus in Offenburg besteht außerdem aus mehreren Gebäuden. Nach den ersten Wochen findet man sich dort aber eigentlich ziemlich schnell zurecht. Falls ihr euch vorab schon etwas orientieren möchtet, gibt es im Honey Newsroom auch einen Campus Guide zur Hochschule Offenburg.

Vom Bahnhof zum Campus

Die Anbindung zum Campus in Offenburg fand ich persönlich sehr entspannt, da man vom Bahnhof aus relativ schnell dort ist.

Nach Gengenbach dauert die Fahrt etwas länger und besonders zum Bildungscampus braucht man nochmal zusätzliche Zeit. Zum Kloster kann man vom Bahnhof aus gut laufen, während zum Bildungscampus ein Fahrrad oder Bus teilweise praktischer ist.

Wenn ein Bus mal ausfällt oder man wegen einer Verspätung knapp dran ist, können die Leihräder echt hilfreich sein. Sowohl am Bahnhof in Offenburg als auch in Gengenbach gibt es die Möglichkeit, Fahrräder auszuleihen. Damit ist man oft innerhalb weniger Minuten am jeweiligen Campus. Dafür benötigt man lediglich die passende App.

Parksituation

Die Parksituation am Bildungscampus in Gengenbach und am Campus in Offenburg fand ich insgesamt sehr entspannt, da man dort kostenlos parken kann. Am Kloster sieht das etwas anders aus: Dort kostet das Parken aktuell ca. 10 € pro Tag. Zwar gibt es beispielsweise in der Einachstraße oder am Otto-Ernst-Sutter-Weg vereinzelt kostenlose Parkmöglichkeiten, dort braucht man allerdings oft etwas Glück.
Das Parkticket kann man dort aber ganz unkompliziert über eine App buchen, wodurch man nicht jedes Mal extra zum Automaten laufen muss.

Würde ich nochmal pendeln?

Rückblickend würde ich mich definitiv wieder für den DEC Master entscheiden und wahrscheinlich auch wieder pendeln.

Natürlich gab es stressige Tage, spontane Zugausfälle oder Situationen, in denen ich mir gewünscht hätte, näher an der Hochschule zu wohnen. Trotzdem hatte das Pendeln für mich insgesamt deutlich mehr Vorteile als Nachteile. Gerade durch die flexible Studienstruktur, die wenigen Präsenztage pro Woche und den praxisnahen Aufbau ließ sich das Studium für mich sehr gut mit meinem Alltag kombinieren.

Würde ich allerdings für einen kompletten Bachelor pendeln? Wahrscheinlich eher nicht. Für einen Master mit überschaubarer Studiendauer und flexibler Struktur finde ich das Pendeln dagegen absolut machbar.

Falls ihr euch grundsätzlich fragt, welche Eigenschaften oder Skills im DEC Master hilfreich sind, kann ich euch außerdem den Beitrag „How to DEC: Auf diese Skills kommt es wirklich an!“ aus dem Honey Newsroom empfehlen.
Wenn ihr ansonsten noch Fragen zum Studienalltag, Pendeln oder generell zum DEC Master habt, könnt ihr mir auch gerne auf Instagram schreiben 🙂

Bildquellen
  • eigene Aufnahmen
  • KI-generierte Bilder mit ChatGPT